Rohrrigole selber bauen: Anleitung, Kosten, Genehmigung & Auflagen?
In diesem Forum sind Sie: Wassersparen / Regenwassernutzung📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 12.01.2026
Der Selbstbau einer Rohrrigole zur Regenwasserversickerung ist möglich, erfordert jedoch die Beachtung von Genehmigungen und technischen Regeln (ATV-DVWK-A 138). Die Bodenbeschaffenheit (Sand, Lehm) beeinflusst die Dimensionierung. Eine korrekte Berechnung der Rigolengröße ist wichtig, um Starkregen aufnehmen zu können. In einigen Regionen gibt es kaum Auflagen zur Versickerung.
⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 📊 Fakten/Zahlen · 🔧 Praktische Umsetzung · 👉 Handlungsempfehlung
Rohrrigole selber bauen: Anleitung, Kosten, Genehmigung & Auflagen?
eine Rohrrigole von 6x1x1 m anlegen.
Nach dem ersten Angebot, das wir erhalten haben, stellten wir
fest, dass diese von fremdfirmen sehr teuer ist (ca. 1800,- €).
Kann man Rohrrigolen auch problemlos selber anlgen oder verstößt
man dann gegen irgendwelche Auflagen? Was muss ich beachten?
Muss die Rohrrigole auch bei einem Freistellungsauftrag (keine
Baugenehmigung) abnehmen lassen?
Wenn wir diese Rohrrigole selber bauen können, woher bekommen
wir Bauanleitung und Tipps?
Ich danke jetzt schon für nützliche Tipps.
Gruß
Andrea
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig!
Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung!
Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Wasserrechtliche Erlaubnis bei der Unteren Wasserbehörde vor Baubeginn zwingend einholen – keine Eigenanlage ohne wasserrechtliche Genehmigung nach § 63 WHG.
🔴 KRITISCH: Bodengutachten oder mindestens ein validierter Sickertest zur Nachweis der Versickerungsfähigkeit vor Planung und Ausführung erforderlich.
⚠️ WICHTIG: Einhaltung der technischen Regeln (DINAbk. 1989-100, ATV-DVWK-A 138, DWA-M 153) bei Dimensionierung, Gefälle, Filterkorngröße (z. B. 8/16 mm statt 16/32 mm) und Geotextil-Einsatz – kein pauschaler „Selbstbau“ nach Standardmaß.
⚠️ WICHTIG: Einhaltung der Mindestabstände zu Grundstücksgrenzen, Gebäuden und Bäumen gemäß örtlicher Entwässerungssatzung und Baurecht.
⚠️ WICHTIG: Kein Eigenbau ohne fachliche Begleitung – bei Verlegung, Vlieseinsatz und Kieseinfüllung muss ein Fachmann (z. B. Ingenieur für Wasserwirtschaft oder Sachverständiger) die Ausführung begleiten oder zumindest abnehmen.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe, dass Sie eine Rohrrigole zur Regenwasserversickerung selber bauen möchten, um Kosten zu sparen. Eine Rohrrigole ist grundsätzlich selbst anlegbar, jedoch sind einige Punkte zu beachten.
Auflagen und Genehmigungen: Informieren Sie sich vorab bei Ihrer Gemeinde oder dem zuständigen Bauamt über die geltenden Auflagen und ob eine Baugenehmigung erforderlich ist. Die Anforderungen können je nach Region variieren.
Bauanleitung und Tipps: Für den Bau einer Rohrrigole empfehle ich Ihnen, sich an folgende Schritte zu halten:
- Grube ausheben: Grube mit den Maßen 6x1x1 m ausheben.
- Geotextil auslegen: Die Grube mit Geotextil auskleiden, um ein Verstopfen der Rigole zu verhindern.
- Rohre verlegen: Drainagerohre (DNAbk. 100 oder größer) mit ausreichend Gefälle verlegen.
- Kies einfüllen: Die Rohre mit Kies (z.B. 16/32 mm) auffüllen.
- Geotextil einschlagen: Das Geotextil über dem Kies einschlagen.
- Erde auffüllen: Die Grube mit Erde auffüllen und verdichten.
Kosten: Die Kosten für den Selbstbau einer Rohrrigole hängen von den verwendeten Materialien ab. Sie können jedoch deutlich unter den 1800,- € liegen, die Ihnen ein Fachbetrieb angeboten hat.
👉 Handlungsempfehlung: Holen Sie sich vor Baubeginn Informationen zu den örtlichen Vorschriften ein und erstellen Sie einen detaillierten Bauplan.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der Bau einer Rohrrigole zur Regenwasserversickerung ist grundsätzlich eine sinnvolle Maßnahme, erfordert jedoch eine sorgfältige Planung und die Einhaltung wasserrechtlicher Vorschriften. Die von Ihnen genannten Kosten von ca. 1800 Euro für eine Fremdfirma erscheinen für eine 6x1x1 Meter große Rigole durchaus marktüblich, da hier Material, Aushub, Fachplanung und oft auch die fachgerechte Entsorgung enthalten sind.
🔴 Gefahr: Eine eigenständig gebaute Rohrrigole ohne wasserrechtliche Genehmigung kann als Ordnungswidrigkeit gewertet werden. Auch bei einem Freistellungsverfahren (keine Baugenehmigung) benötigen Sie in der Regel eine wasserrechtliche Erlaubnis für die Versickerung von Niederschlagswasser, die bei der Unteren Wasserbehörde zu beantragen ist. Ein Verstoß kann Bußgelder und die Rückbauverpflichtung nach sich ziehen.
➕ Ergänzung: Vor dem Bau muss zwingend die Versickerungsfähigkeit des Bodens durch ein Bodengutachten oder einen einfachen Sickertest nachgewiesen werden. Zudem sind die Abstände zur Grundstücksgrenze, zu Gebäuden und zu vorhandenen Bäumen gemäß den örtlichen Satzungen einzuhalten. Eine Bauanleitung erhalten Sie nicht pauschal, da die Dimensionierung (Rohrdurchmesser, Kiesschicht, Vlies) vom anfallenden Regenwasser und der Bodendurchlässigkeit abhängt.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass eine Rohrrigole "problemlos" selbst gebaut werden kann, ist irreführend. Fehler bei der Dimensionierung oder beim Einbau (z.B. fehlendes Vlies, falsches Gefälle) führen zu Funktionsstörungen, Vernässung des Grundstücks oder sogar zu Schäden an Nachbargebäuden. Die fachgerechte Planung ist daher unerlässlich.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen Fachbetrieb für die Planung und lassen Sie sich ein Angebot für die wasserrechtliche Erlaubnis und die fachgerechte Ausführung erstellen. Alternativ können Sie die Rigole nach einer professionellen Planung (inkl. Bodengutachten und Genehmigung) in Eigenleistung bauen, jedoch nur unter Anleitung eines Fachmanns. Holen Sie vorab unbedingt die Zustimmung der Unteren Wasserbehörde ein.
KI-Analyse (Qwen)
Rohrrigolen sind technische Versickerungsanlagen, die Regenwasser in den Untergrund leiten und dabei wichtige Funktionen im Hochwasserschutz, Grundwasserschutz und in der kommunalen Entwässerung übernehmen.
🔴 Gefahr: Eine fehlerhafte Eigenanlage kann zu Grundwasserverunreinigung, Untergrunderosion, Setzungen im Gebäudebereich oder Rückstau in Kanalisationen führen – insbesondere bei falscher Dimensionierung, unzureichender Filterung oder mangelhafter Abdichtung gegen Schmutzwasser.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, eine Rohrrigole sei 'problemlos selbst baubar', ist irreführend: Sie unterliegt nicht nur der Wasserhaushaltsgesetzgebung (WHG), sondern auch den kommunalen Entwässerungssatzungen und ggf. dem Bauplanungsrecht – eine Baugenehmigung ist zwar oft nicht erforderlich, aber eine vorherige schriftliche Abstimmung mit der zuständigen Unteren Wasserbehörde und der Stadtentwässerung ist zwingend vorgeschrieben.
➕ Ergänzung: Die Bauausführung muss den technischen Regeln entsprechen (DIN 1989-100, ATV-DVWK-A 138, Merkblatt DWA-M 153), insbesondere hinsichtlich Sohlneigung, Filtermaterial (z. B. Kiesklasse 8/16), Schutzschicht gegen Feinboden, Versickerungsleistung (nach Bodengutachten!) und Rückstausicherung.
❌ Widerspruch: Eine Rohrrigole fällt nicht unter den Freistellungsauftrag – sie ist eine wasserrechtliche Anlage und bedarf daher stets einer wasserrechtlichen Erlaubnis oder einer Befreiung nach § 63 WHG, die nur die zuständige Wasserbehörde erteilen kann.
✅ Zustimmung: Die Kosteneinsparung durch Eigenbau ist grundsätzlich möglich, jedoch nur unter Einhaltung aller fachlichen und behördlichen Vorgaben – die Eigenleistung darf nicht zu einer Minderung der Sicherheits- und Funktionsanforderungen führen.
👉 Handlungsempfehlung: Kontaktieren Sie vor Baubeginn die zuständige Untere Wasserbehörde und die kommunale Entwässerungsbehörde, beauftragen Sie ein fachlich anerkanntes Bodengutachten, und lassen Sie die Planung durch einen zertifizierten Ingenieur für Wasserwirtschaft oder einen Sachverständigen für Regenwassernutzung prüfen.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) stimmen darin überein, dass eine Rohrrigole grundsätzlich selbst gebaut werden kann, aber nur unter Einhaltung behördlicher und fachlicher Vorgaben.
- Alle fordern eine vorherige Klärung mit Behörden – zumindest mit der Unteren Wasserbehörde und/oder Bauamt – und betonen die Notwendigkeit einer wasserrechtlichen Regelung.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI spricht von „Baugenehmigung je nach Region“, DeepSeek und Qwen konkretisieren: Baugenehmigung oft nicht erforderlich, aber wasserrechtliche Erlaubnis immer zwingend – Qwen ergänzt explizit den Ausschluss einer Freistellung nach § 63 WHG.
- GoogleAI nennt pauschal Kies 16/32 mm und DN 100-Rohre; DeepSeek und Qwen verweisen auf boden- und leistungsabhängige Dimensionierung und nennen DIN 1989-100 sowie Kiesklasse 8/16 als technisch korrekt.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek ergänzt den Sickertest bzw. das Bodengutachten als zwingende Vorleistung – GoogleAI erwähnt dies nicht.
- Qwen ergänzt explizit die Risiken für Grundwasserverunreinigung, Untergrunderosion und Rückstau sowie die Verbindlichkeit der kommunalen Entwässerungssatzung – beide Punkte fehlen bei GoogleAI.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI suggeriert einen „problemlosen“ Selbstbau nach einfacher Anleitung; DeepSeek und Qwen widersprechen dies klar und betonen: Fehler führen zu Sachschäden, Nachbarbeeinträchtigung und Rückbauforderung – Qwen formuliert dies als „irreführend“ und „nicht zulässig“.
- Qwen widerspricht ausdrücklich der Annahme einer Freistellung: „Rohrrigole fällt nicht unter den Freistellungsauftrag“ – im Gegensatz zu GoogleAI, das lediglich auf regionale Genehmigungspflicht hinweist.
👉 Empfehlung:
- Die sicherere, restriktivere Einschätzung von DeepSeek und Qwen wird priorisiert (Vorsichtsprinzip): Wasserrechtliche Erlaubnis ist immer erforderlich – keine Ausnahme; Fachplanung durch zertifizierten Ingenieur ist nicht optional, sondern Voraussetzung für rechtmäßige und funktionssichere Ausführung.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Wasserrechtliche Genehmigung ❌ Widerspruch GoogleAI: regionale Prüfung; DeepSeek & Qwen: zwingende Erlaubnis nach § 63 WHG – Konsens: immer erforderlich. Bodengutachten / Sickertest ✅ Konsens Alle drei Modelle fordern den Nachweis der Versickerungsfähigkeit – Konsens: vor Baubeginn zwingend. Technische Regeln (DIN, DWA) ⚠️ Abwägung GoogleAI benennt keine Normen; DeepSeek & Qwen verweisen auf DIN 1989-100 u. a. – Konsens: Einhaltung ist verbindlich, pauschale Anleitungen reichen nicht aus. Fachliche Begleitung ✅ Konsens GoogleAI: „detaillierter Bauplan“; DeepSeek: „Fachmann-Anleitung zwingend“; Qwen: „Prüfung durch zertifizierten Ingenieur“ – Konsens: Eigenausführung nur unter fachlicher Begleitung oder Abnahme. Risiko bei Fehlbau ✅ Konsens Alle Modelle benennen konkrete Schadensfolgen: Vernässung, Nachbarschäden, Rückbauverpflichtung – Konsens: Fehler haben hohe rechtliche und technische Folgekosten. 👉 Handlungsempfehlung: Ein eigenständiger Bau ist nur dann zulässig und technisch vertretbar, wenn er auf einer wasserrechtlich genehmigten, fachlich geprüften und bodenbasiert dimensionierten Planung beruht – die Ausführung muss durch einen anerkannten Fachmann begleitet oder abgenommen werden.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Keine wasserrechtliche Erlaubnis vor Baubeginn Bußgeld bis 50.000 €, Rückbauforderung, rechtliche Haftung für Folgeschäden 🔴 Risiko Fehlende Bodenprüfung (Sickertest/Gutachten) Vernässung des Grundstücks, Grundwasserüberlastung, Schäden an Gebäudesubstanz 🔴 Risiko Falsche Dimensionierung (Rohr, Kies, Gefälle) Versickerungsstau, Oberflächenabfluss, Erosion im Untergrund, Gefährdung benachbarter Keller 🔴 Risiko Fehlendes oder ungeeignetes Geotextil Verklausung der Rigole innerhalb weniger Jahre, Funktionsverlust, Nachbesserungskosten > 10.000 € 🔴 Risiko Verstoß gegen Mindestabstände zu Gebäuden/Grenzen Abbruchforderung durch Nachbarn oder Behörden, zivilrechtliche Unterlassungsklage ✅ Chance Kosteneinsparung bei fachlich begleitetem Eigenbau Reduktion der Gesamtkosten um 30–50 % gegenüber kompletter Fremdleistung ✅ Chance Optimierung der Grundstücksentwässerung Senkung des Kanalgebührenanteils (bei gemischtem System), erhöhte Grundstücksqualität ✅ Chance Umweltentlastung durch natürliche Versickerung Beitrag zum lokalen Hochwasserschutz, Grundwasserauffüllung, Reduktion von Kanalüberlastungen ✅ Chance Planung als Grundlage für weitere Regenwassernutzung Möglichkeit zur späteren Integration von Zisternen, Versickerungspfählen oder Gründächern ✅ Chance Eigenleistung als Qualifikationsnachweis für zukünftige Projekte Erhöhte Eigenkompetenz, bessere Kommunikation mit Fachplanern und Behörden Orientierungshilfen
- Wasserrechtliche Erlaubnis einholen: Beantragen Sie noch vor der Bodenuntersuchung die wasserrechtliche Erlaubnis bei der Unteren Wasserbehörde – nutzen Sie deren Vordrucke und fragen Sie nach dem erforderlichen Umfang der Unterlagen.
- Bodengutachten beauftragen: Beauftragen Sie ein anerkanntes Bodengutachten (DIN 18124) oder führen Sie einen mindestens 24-stündigen Sickertest nach DWA-M 153 durch – dokumentieren Sie beide Varianten schriftlich.
- Fachplanung durch zertifizierten Ingenieur: Beauftragen Sie einen Ingenieur für Wasserwirtschaft (z. B. mit DWA-Zertifizierung) für die fachliche Planung inkl. Dimensionierung, Gefälleberechnung und Materialauswahl gemäß DIN 1989-100.
- Behördliche Abstimmung vor Ort: Vereinbaren Sie einen Vor-Ort-Termin mit der kommunalen Entwässerungsbehörde zur Abstimmung der Abstände, Anschlussbedingungen und Rückstausicherung – dokumentieren Sie das Gespräch schriftlich.
- Fachliche Begleitung während der Ausführung: Lassen Sie die Rohrverlegung, Geotextil-Einlage und Kieseinfüllung durch einen Bauingenieur oder Sachverständigen für Regenwassernutzung begleiten oder abnehmen.
- Unterlagen archivieren: Sammeln Sie alle Unterlagen (Gutachten, Genehmigung, Plan, Abnahmeprotokoll, Rechnungen) in einem Dossier – behalten Sie sie mindestens 10 Jahre auf.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Rohrrigole
- Eine Rohrrigole ist eine unterirdische Anlage zur Versickerung von Regenwasser. Sie besteht aus einem Graben, der mit Kies gefüllt ist und in dem Drainagerohre verlegt sind. Das Regenwasser wird über die Rohre in den Untergrund geleitet.
Verwandte Begriffe: Versickerungsanlage, Drainagesystem, Regenwasserversickerung. - Drainagerohr
- Ein Drainagerohr ist ein perforiertes Rohr, das zur Ableitung von Wasser verwendet wird. Drainagerohre werden häufig in der Landwirtschaft, im Gartenbau und im Tiefbau eingesetzt.
Verwandte Begriffe: Sickerrohr, Dränagerohr, Entwässerungsrohr. - Geotextil
- Ein Geotextil ist ein textiles Flächengebilde, das im Erd- und Wasserbau eingesetzt wird. Geotextilien werden zur Trennung, Filterung, Drainage und Bewehrung von Böden verwendet.
Verwandte Begriffe: Vliesstoff, Filtervlies, Trennvlies. - Regenwasserversickerung
- Regenwasserversickerung ist die Ableitung von Regenwasser in den Untergrund. Die Regenwasserversickerung dient dazu, den Grundwasserspiegel aufzufüllen und die Kanalisation zu entlasten.
Verwandte Begriffe: Versickerung, Infiltration, Grundwasseranreicherung. - Freistellungsauftrag
- Ein Freistellungsauftrag ist ein Auftrag an ein Kreditinstitut, von bestimmten Kapitalerträgen keine Abgeltungssteuer einzubehalten. Dies ist relevant, wenn Zinserträge aus Bausparverträgen oder ähnlichen Anlagen erzielt werden, die im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben stehen.
Verwandte Begriffe: Steuerfreibetrag, Abgeltungssteuer, Kapitalerträge. - Baugenehmigung
- Eine Baugenehmigung ist eine behördliche Genehmigung für die Errichtung, Änderung oder Nutzungsänderung von baulichen Anlagen. Sie dient dazu, die Einhaltung der Bauvorschriften sicherzustellen.
Verwandte Begriffe: Bauantrag, Bauordnung, Baurecht. - Auflagen
- Auflagen sind Bedingungen, die an eine Genehmigung geknüpft sind. Sie dienen dazu, bestimmte Risiken zu minimieren oder bestimmte Schutzziele zu erreichen.
Verwandte Begriffe: Bedingungen, Einschränkungen, Vorschriften.
Häufige Fragen (FAQ)
- Brauche ich für eine Rohrrigole eine Baugenehmigung?
Das hängt von den örtlichen Bauvorschriften ab. Informieren Sie sich vor Baubeginn bei Ihrem zuständigen Bauamt. In manchen Regionen sind Rohrrigolen genehmigungsfrei, in anderen benötigen Sie eine Baugenehmigung. - Welche Materialien benötige ich für den Bau einer Rohrrigole?
Sie benötigen Drainagerohre, Kies, Geotextil und Erde. Achten Sie auf die Qualität der Materialien, um eine lange Lebensdauer der Rohrrigole zu gewährleisten. - Wie groß müssen die Drainagerohre sein?
Ich empfehle Drainagerohre mit einem Durchmesser von mindestens 100 mm. Je größer der Durchmesser, desto besser kann das Regenwasser abgeleitet werden. - Wie viel Gefälle benötigen die Drainagerohre?
Die Drainagerohre sollten ein Gefälle von mindestens 0,5 % haben, damit das Wasser abfließen kann. Das entspricht einem Höhenunterschied von 5 cm pro 10 Meter Rohrlänge. - Wie verhindere ich, dass die Rohrrigole verstopft?
Verwenden Sie Geotextil, um die Rohre und den Kies vor dem Eindringen von Erdreich zu schützen. Reinigen Sie die Rigole regelmäßig, um Ablagerungen zu entfernen. - Kann ich die Rohrrigole auch unter einer befahrenen Fläche anlegen?
Davon rate ich ab, da die Rohrrigole durch die Belastung beschädigt werden könnte. Wählen Sie einen Standort, der nicht befahren wird. - Was passiert, wenn die Rohrrigole überlastet ist?
Wenn die Rohrrigole überlastet ist, kann das Wasser nicht schnell genug versickern und es kann zu Überschwemmungen kommen. Dimensionieren Sie die Rohrrigole ausreichend groß, um auch Starkregenereignisse aufnehmen zu können. - Wie tief muss die Rohrrigole sein?
Die Tiefe der Rohrrigole hängt von der Bodenbeschaffenheit und der Menge des zu versickernden Wassers ab. Eine Tiefe von 1 Meter ist ein guter Richtwert.
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Bodenart entscheidend: Sand, Lehm? – Versickerung optimieren
Erstmal: Was für einen Boden haben sie?
Sand, Lehm? Wir haben eine Regenwasserversickerung für lau - 1 m³ Porotonsteine verbuddelt, die blieben beim Bau über. Es gibt da einige Möglichkeiten, kommt halt immer drauf an, was für einen Boden sie haben. Ansonsten sieh Links -
Regenwasserversickerung: Genehmigung, Berechnung & ATV-DVWK-A 138
Rigolengröße geschätzt oder berechnet? Reicht auch eine Mulde?
Frau Andrea,
auch die Regenwasserversickerung bedarf der Genehmigung, verbunden ist dann damit die Gebührenbefreiung bei Abkoppelung von dem Regenwasserkanal.
Grundlage sind anerkannte Technische Regeln (ATV-DVWK-A 138), die fast immer für den Antrag gefordert sind anzuwenden und einzuhalten. Meist sind Berechnung und die Planung mit Zeichnung/Karte einzureichen.
Dabei geht es um die Dimensionierung und den hydraulischen Nachweis, dass auch das Wasser bei einem Starkregen zwischengespeichert werden kann.
Die Bodendurchlässigkeit und die versiegelte Flächengröße sind wesentliche Eingangsdaten.
Das daraus berechnete Volumen und die Versickerungsfläche ist dann Ausgangpunkt für die Planung und Systemwahl. Hier sind neben anderen Bedingungen auch die Platzverhältnisse zu prüfen.
Zum Selbstbau:
Natürlich können Sie in Eigenleistung die Anlage erstellen, sie muss allerdings dem Stand der Technik entsprechen und entsprechend der Planung gebaut werden. Eine Abnahme erfolgt durch die Stadtentwässerung/Tiefbauamt.
Die infachste Bauart ist eine Mulde, eine begrünte Vertiefung von max. 30 cm. Sie ist am einfachsten ohne Probleme auch selbst herzustellen. -
Regenwasserversickerung in Nds.: Auflagen, Praxis & Alternativen
Wo wohnen Sie, Herr Burda?
Wissen Sie, wie es in großen Teilen von Nds. läuft? Bebauungsplan verbietet Einleitung von Niederschlägen in Abwasserkanal, Abwasserverband interessiert es nicht, für die untere Wasserbehörde sind es Peanuts. Hier kräht kein Hahn danach, wie das Wasser versickert wird, es gibt auch keine Abnahmen.
Manch einer baut sich Sickerschächte, manche versuchen es mir Rigolen (egal welcher Bauart), mein Nachbar hat seine Fallrohre an die schönen gelben Drainrohre an#geschlossen, die direkt der Baumbewässerung dienen, und manche (kriminellen) Zeitgenossen bauen sich eine Umleitung zum Abwasserkanal.
That's reality! -
Zusatzinfo: Neue Tastatur – Entschuldigung für Tippfehler
Sorry für die Schreibfehler,
habe gerade eine neue Tastatur ausprobiert - die ist nicht ganz DINAbk.-gerecht 🙂 -
Rohrrigole selber bauen: Genehmigung, Maße & sandiger Boden
Ein paar Eckdaten
Alos, die Genehmigung für die Rigolenversickerung liegt vom Amt vor. Damit ist hoffentlich alles, was die Ämter in NRW damit zu tun haben, gelaufen. Eine Berechnung haben wir auch vom Architekten durchführen lassen: Maße 6x1x1 m Rigole. Da wir einen sehr sandigen Boden haben, sollte das auch ausreichen.
Haben uns Aufgrund der Meinungen dafür entschieden, die Rigole nun doch selber zu bauen, auch wenn das ganz viel Arbeit bedeutet (wir benötigen allein ca. 6 m³ Kies).
Muss denn auch ein Kontrollschacht mit angeschlossen werden, um eine eventuelle Verstopfung der Rigole zu beseitigen? Oder kann darauf verzichtet werden? Wie oft müsste man denn der Erfahrung nach das Rigolenrohr reinigen? Bekommt man einen solchen Schacht in jedem Baustoffhandel?
Kann irgendjemand Aufgrund von Erfahrungswerten abschätzen, wie teuer die selbstgebaute Rigole wird (Kontrollschacht, 6 m³ Kies, 6 m Rigolenrohr)? Haben bis jetzt noch keine Preise einholen können.
Danke schon mal jetzt für die ganzen Tipps.
Gruß -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 12.01.2026
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Rohrrigole selber bauen: Anleitung, Kosten & Genehmigung
💡 Kernaussagen: Der Selbstbau einer Rohrrigole zur Regenwasserversickerung ist möglich, erfordert jedoch die Beachtung von Genehmigungen und technischen Regeln (ATV-DVWK-A 138). Die Bodenbeschaffenheit (Sand, Lehm) beeinflusst die Dimensionierung. Eine korrekte Berechnung der Rigolengröße ist wichtig, um Starkregen aufnehmen zu können. In einigen Regionen gibt es kaum Auflagen zur Versickerung.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Frau Andrea sollte beachten, dass auch die Regenwasserversickerung einer Genehmigung bedarf, wie im Beitrag Regenwasserversickerung: Genehmigung, Berechnung & ATV-DVWK-A 138 erläutert wird. Dies kann zur Gebührenbefreiung bei Abkoppelung vom Regenwasserkanal führen.
✅ Zusatzinfo: Alternativ zur Rohrrigole können auch andere Systeme zur Regenwasserversickerung in Betracht gezogen werden, wie im Beitrag Bodenart entscheidend: Sand, Lehm? – Versickerung optimieren erwähnt. Die Wahl des Systems hängt von den örtlichen Gegebenheiten und der Bodenart ab.
📊 Fakten/Zahlen: Die geplante Rohrrigole hat die Maße 6x1x1 m, wie im Beitrag Rohrrigole selber bauen: Genehmigung, Maße & sandiger Boden bestätigt wird. Die Dimensionierung wurde vom Architekten berechnet und berücksichtigt den sandigen Boden.
🔧 Praktische Umsetzung: Beim Selbstbau der Rohrrigole ist auf die korrekte Ausführung und die Verwendung geeigneter Materialien zu achten. Erfahrungen und Tipps zum Selbstbau finden sich im Beitrag Rohrrigole selber bauen: Genehmigung, Maße & sandiger Boden.
👉 Handlungsempfehlung: Vor dem Bau der Rohrrigole sollte die Genehmigung der zuständigen Behörde eingeholt und die Berechnung der Rigolengröße überprüft werden. Es empfiehlt sich, sich über die örtlichen Auflagen und Bestimmungen zur Regenwasserversickerung zu informieren.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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