Für die Regenwasserentwässerung unseres Daches beim Neubau einer Doppelhaushälfte planen wir eine Rohrrigole mit 30-40 cm Mutterboden und Rasen darüber. Aufgrund des kleinen Grundstückes kommt eine Muldenversickerung für uns nicht in Frage. Bei den drei eingeholten Angeboten stellen sich uns einige Fragen, die uns von den Tiefbauern unterschiedlich bzw. anders als hier im Forum zu lesen beantwortet wurden. Unser Dach hat eine Grundfläche von 79 m², der Sandboden eine wassergesättigte Durchlässigkeit von 0,00001 m/s. Bis 8 m Tiefe haben wir nur Sand ohne Grundwasser. Wir müssen das Wasser vom vorderen Dachteil am Haus vorbeileiten und zusammen mit dem Wasser der hinteren Dachhälfte im Garten versickern, der Garten ist exklusive Terrasse 9*10 m klein. Seitlich haben wir 3 m bis zum Zaun und weitere 2,5 Meter zum Nachbarhaus. Unser Keller wird als weiße Wanne ausgeführt. Nun zu den Fragen:
- Welchen Durchmesser sollten die Drainrohre haben, hier finde ich meist DN300, angeboten werden mir DN100 und DN150, die Ummantelung sei heutzutage so verbessert, dass sich nichts mehr zusetzt über die Jahre. Wie ist das mit Kamerafahrten im Falle einer Verstopfung, sind die so teuer, dass wir eher gleich alles aufbuddeln und neu machen lassen?
- Zwischen Leitungsrohre und Drainrohre kommt ein Wartungsschacht mit Filter für Blätter u.ä. und einem Sandfang, wir überlegen ob bei einer doch recht kleinen Anlage eine Spülmöglichkeit am unteren Ende überhaupt sinnvoll ist.
- Geovlies auch unter dem Kiesbett oder nur seitlich und oben?
- Sollte erfahrungsgemäß auch bei einer weißen Wanne ein Sicherheitsabstand eingehalten werden? Vorgeschrieben ist es ja nicht ...
- Muss ich 3 m Abstand vom Nachbargrundstück auch in Bereichen halten, in denen dort kein Haus gebaut werden darf?
- laut Tabelle unserer Stadt Bonn ist die Länge des benötigten Kiesbettes abhängig von deren Querschnitt (logisch, aber dort stehen netterweise konkrete Zahlen). Uns wurde von allen drei Tiefbauern ein Querschnitt von 0,25 m² vorgeschlagen mit einer Länge von 22 m, da müssten wir ja 2-3 Rohrrigolen nebeneinander machen mit vielen Biegungen. Bei einem Querschnitt von 0,75 m² brauchen wir laut Tabelle nur 9 m Länge. Hat das irgendwelche Nachteile oder warum schlagen uns die Tiefbauer 22 m vor bei einem so kleinen Grundstück?
Würde mich für Anregungen/Tipps/Hinweise sehr freuen!
Vielen Dank!