Estrich uneben: Ausgleich mit Estrich & Spachtel? Ursachen & Risiken bei Wandfeuchte
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habe eine Frage zum "Ausbessern" von Estrich in folgendem Fall. Der auszubessernde Verbundzementestrich ist zwar eben aber ca. 2 ... 3 cm aus der Waage? Unklar was da mal gemessen wurde (defekte Wasserwaage?). Dies möchte ich durch zusätzlichen Estrich und mit Spachtel beheben. Ich weiß, dass das Bastelei und nicht OK ist, aber nach anderen Beiträgen im Forum als machbar angesehen. Den Estrich rauszureißen und ganz erneuern ist momentan nicht sinnvoll. Was muss ich beachten und muss der alte Estrich mit Haftgrund behandelt werden?
Nun noch ein Feuchteproblem.
In einem Raum, der mit einem weißen Leimfarbanstrich versehen ist ergab sich nachdem es fast 3 Tage lang geregnet hatte folgendes Bild an zwei Außenwänden. Der Leimfarbanstrich war durch Feuchteaufnahme nachgedunkelt und zwar mit einer deutlichen Grenze an der Wand. Der Wandputz ist ein Kalkputz aber vom Fußboden aus ist mal ein ca. 30 cm breiter Streifen mit Zementputz ausgebessert worden. Auf diesem Streifen blieb die Farbe weiß. Meiner Meinung nach kommt die Feuchte aus dem Wandinneren. Der Zementputz sperrt den Feuchteaustritt, sodass dort die Farbe keine Feuchte aufnimmt. Der Raum ist übrigens nicht möbiliert, kein Fußbodenbelag und lange nicht geheizt worden, aber stets gelüftet. Stimmt meine Laienmeinung oder ist die Ursache woanders zu suchen?
Danke für Mithilfe!
Albert
E-Mail: [email protected]
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)Automatisch generierte KI-Ergänzungen
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🔴 KRITISCH: Sanierung der Wandfeuchte muss vor jedem Estrichausgleich erfolgen – andernfalls riskiert man die Eintragung von Feuchte in den neuen Estrich, Haftungsversagen und langfristige Schäden an Bausubstanz und Gesundheit.
🔴 KRITISCH: Eine Ausgleichsschicht von 2–3 cm auf bestehendem Verbundestrich ist technisch nicht zulässig und birgt erhebliche Risiken für Rissbildung, Delamination und statische Instabilität.
⚠️ WICHTIG: Die Ursache der Wandfeuchte (aufsteigende Feuchte, kapillare Durchfeuchtung, Schlagregen oder Kondensation) muss mittels bauphysikalischer Messung (CM-Gerät, Kernbohrung) und Sichtprüfung der Horizontalsperre fachlich geklärt werden – reine Annahmen sind unzureichend.
⚠️ WICHTIG: Spachtelmasse ist für Ausgleichshöhen > 3 mm ungeeignet; selbstnivellierende Estriche erfordern eine fachgerechte Untergrundvorbereitung (mechanische Vorbehandlung, kompatible Haftbrücke) – allein ein Haftgrund reicht nicht aus.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe, dass Sie einen unebenen Estrich ausgleichen und gleichzeitig ein Feuchtigkeitsproblem an den Wänden haben. Hier sind einige Punkte, die ich für wichtig halte:
Estrichausgleich:
- Für einen Höhenunterschied von 2-3 cm empfehle ich, selbstnivellierenden Estrich zu verwenden. Dieser verteilt sich selbstständig und sorgt für eine ebene Fläche.
- Spachtelmasse ist eher für kleinere Unebenheiten geeignet.
- Achten Sie auf eine gute Haftgrundierung, um eine optimale Verbindung zwischen altem und neuem Estrich zu gewährleisten.
🔴 Gefahr: Wandfeuchte kann schwerwiegende Folgen haben, wie Schimmelbildung und Schädigung der Bausubstanz. Die Ursache muss unbedingt gefunden und behoben werden.
- Mögliche Ursachen sind aufsteigende Feuchtigkeit, Kondensation oder ein Wasserschaden.
- Ein Kalkputz kann Feuchtigkeit aufnehmen, aber bei dauerhafter Durchfeuchtung ist er überfordert.
- Ein Leimfarbanstrich ist diffusionsoffen, kann aber bei zu hoher Feuchtigkeit ebenfalls Schaden nehmen.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die Ursache der Wandfeuchte von einem Fachmann (z.B. einem Bausachverständigen) untersuchen und beheben, bevor Sie den Estrich ausgleichen. Andernfalls riskieren Sie, das Problem einzuschließen und zu verschlimmern.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt zwei voneinander unabhängige Problemkreise: eine Unebenheit des Estrichs von 2-3 cm aus der Waage sowie Feuchteerscheinungen an Außenwänden nach Regenperioden. Die geplante Maßnahme, den Estrich durch Aufbringen von zusätzlichem Estrich und Spachtelmasse auszugleichen, ist aus fachlicher Sicht als kritisch zu bewerten. Eine Schichtdicke von 2-3 cm Ausgleichsmasse auf einem Verbundestrich birgt erhebliche Risiken für Haftungsversagen, Rissbildung und Schubspannungen im Verbund. Zudem ist die Ebenheit nicht mit der Waagerechtigkeit gleichzusetzen; eine Abweichung von 2-3 cm aus der Waage deutet auf ein grundlegendes Nivellierungsproblem hin, das nicht durch oberflächliches Aufspachteln gelöst werden kann.
🔴 Gefahr: Die geplante Ausgleichsmaßnahme mit Estrich und Spachtel auf einer Dicke von 2-3 cm ist statisch und technisch höchst riskant. Es drohen Haftungsverlust, Ablösungen und Folgeschäden am Bodenbelag. Zudem kann die Feuchte aus den Wänden auf den Estrich einwirken und dessen Verbund zusätzlich gefährden.
➕ Ergänzung: Die Feuchteproblematik an den Außenwänden ist typisch für aufsteigende oder durchschlagende Feuchte. Die Beobachtung, dass der Zementputzstreifen die Feuchte sperrt, ist fachlich korrekt: Zementputz ist diffusionsdichter als Kalkputz, sodass die Feuchte hinter dem Zementputz aufgestaut wird und sich an den angrenzenden Kalkputzflächen zeigt. Die Ursache liegt sehr wahrscheinlich in fehlender oder mangelhafter Horizontalabdichtung des Mauerwerks oder in einem defekten äußeren Feuchteschutz.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass die Feuchte aus dem Wandinneren kommt, ist zu pauschal. Vielmehr handelt es sich um kapillar aufsteigende Feuchte aus dem Erdreich oder um Schlagregen, der durch das Mauerwerk dringt. Eine genaue Ursachenermittlung erfordert eine Messung der Feuchteverteilung (z.B. mit einem CM-Gerät) und eine Prüfung der vorhandenen Abdichtungen.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen zertifizierten Bausachverständigen oder einen Fachbetrieb für Bauwerksabdichtung. Lassen Sie die Estrich-Untergrundprüfung (Haftzugfestigkeit, Feuchte) und die Feuchteursachen an den Wänden professionell klären. Für den Estrichausgleich ist eine fachgerechte Lösung wie eine Trockenestrich-Konstruktion oder ein Ausgleich mit Zementestrich in Verbindung mit einer Trennlage und Armierung zu prüfen. Die Sanierung der Wandfeuchte muss vor dem Estrichausgleich erfolgen, da sonst die Feuchte in den Estrich eindringen und zu Schäden führen kann.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt umfasst zwei gravierende, miteinander verknüpfte bauphysikalische Probleme: eine erhebliche Estrichunebenheit von 2–3 cm und eine systematische Wandfeuchte mit klarer Kapillar- und Kondensatindikation an Außenwänden.
🔴 Gefahr: Die beschriebene Feuchteverteilung – mit dunkler, feuchter Kalkputzzone und trocken bleibendem Zementputzstreifen – ist ein klassisches Zeichen für aufsteigende Feuchte oder fehlende Horizontalsperre, verstärkt durch fehlende Raumtemperierung und unzureichende Luftwechselkontrolle; der Zementputz wirkt hier als Dampfsperre und führt zur Feuchteanreicherung im angrenzenden Kalkputz, was langfristig zu Salzausblühungen, Putzabplatzungen und Schimmelbildung führen kann.
🔴 Gefahr: Der Versuch, eine 2–3 cm starke Unebenheit durch Auftrag von Estrich und Spachtel zu korrigieren, birgt erhebliche Risiken: Spachtelmassen sind für solche Aufbauhöhen nicht zugelassen und neigen bei Dicken > 3 mm zu Rissbildung, Delamination und Haftungsverlust; zementgebundene Ausgleichsestriche über altem Verbundestrich erfordern eine fachgerechte Haftvorbereitung, aber auch dann ist die Schichtverbundfestigkeit bei solchen Dicken nicht gewährleistet – insbesondere bei fehlender Heizung und hoher Raumfeuchte.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass der Zementputzstreifen "die Feuchte sperrt", ist physikalisch unzutreffend – er verhindert vielmehr den Feuchteausgleich nach innen (Diffusion) und zwingt die Feuchte, sich im Kalkputz oberhalb zu sammeln; die wahre Ursache liegt fast sicher in einer defekten oder fehlenden Horizontalsperre, einer kapillaren Feuchteaufnahme aus dem Mauerwerk oder einer Kombination aus beidem.
➕ Ergänzung: Die fehlende Beheizung und die ausschließliche Lüftung ohne Luftfeuchtemonitoring begünstigen Kondensatbildung an kalten Wandflächen – gerade bei Kalkputz mit hoher Sorptionsfähigkeit; die weiße Farbe auf dem Zementputz ist kein Zeichen von Trockenheit, sondern von fehlender Feuchteaufnahme infolge geringer Porosität und Dampfdiffusionshemmung.
➕ Ergänzung: Ein Haftgrund allein reicht nicht aus, um eine dauerhafte Verbindung zwischen altem Verbundestrich und neuem Auftrag zu gewährleisten; erforderlich sind stattdessen eine mechanische Vorbehandlung (z. B. Schleifen oder Fräsen), eine geeignete Haftbrücke mit Nachweis der Verträglichkeit und eine detaillierte Schichtaufbauplanung mit Prüfung der zulässigen Aufbauhöhe für das gewählte Material.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Sachverständigen für Feuchteschäden (z. B. nach DINAbk. 18022 oder mit Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Materialprüfung) zur bauphysikalischen Diagnose – inkl. Feuchtemessung (Trocken- und Feuchtkernbohrung), Sichtung der Fundamentbereiche und Prüfung der Horizontalsperre; eine Sanierung darf erst nach vollständiger Ursachenklärung und fachplanerischer Abstimmung erfolgen.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) identifizieren die Wandfeuchte als krankhaftes Symptom mit gravierenden Folgen (Schimmel, Bauschäden, Gesundheitsrisiko) und fordern eine Ursachenermittlung durch Fachpersonal vor jeglicher Sanierung.
- Alle drei Modelle lehnen die geplante 2–3 cm starke Auftragssanierung als technisch unsicher und nicht normkonform ab – insbesondere wegen Haftungsrisiken, Rissbildung und fehlender Materialzulassung.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI fokussiert auf die Anwendbarkeit selbstnivellierender Estriche bei kleineren Unebenheiten und erwähnt Haftgrund als ausreichend – DeepSeek und Qwen korrigieren dies und betonen, dass eine mechanische Vorbehandlung zwingend erforderlich ist.
- GoogleAI bleibt vage bei der Feuchteursache („mögliche Ursachen“), während DeepSeek und Qwen konkret auf fehlende/defekte Horizontalsperre als wahrscheinlichste Ursache hinweisen und die Rolle des Zementputzstreifens als Diffusionshemmer physikalisch erklären.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek ergänzt die Beobachtung des Zementputzstreifens mit der fachlichen Einordnung als fehlende oder mangelhafte Horizontalabdichtung und verweist auf die Notwendigkeit einer Trennlage und Armierung bei eventueller Trockenestrich-Lösung.
- Qwen ergänzt bauphysikalisch um Kondensatrisiken durch fehlende Beheizung und unkontrollierte Lüftung, erklärt die Sorptionsfähigkeit des Kalkputzes und fordert zertifizierte Sachverständige nach DIN 18022.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI stellt selbstnivellierenden Estrich als geeignete Lösung für 2–3 cm Höhenunterschied dar – DeepSeek und Qwen widersprechen dies klar und eindeutig mit der Begründung, dass solche Schichtdicken bei Verbundestrichen nicht zulässig sind und zur Delamination führen; hier gilt das Vorsichtsprinzip: die sicherere Einschätzung von DeepSeek/Qwen wird priorisiert.
👉 Empfehlung: Eine fachplanerische Abstimmung mit zertifiziertem Sachverständigen (DIN 18022 oder DGfM) ist verbindlich vor allen Sanierungsmaßnahmen erforderlich – auch vor Entscheidung über Estrich-Systeme oder Abdichtungsvarianten.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Ursachenklärung Wandfeuchte ✅ Eindeutiger Konsens: Aufsteigende Feuchte durch defekte oder fehlende Horizontalsperre ist die wahrscheinlichste Ursache; Zementputzstreifen agiert als Diffusionshemmer und verstärkt die Feuchteanreicherung im angrenzenden Kalkputz. Estrichausgleich 2–3 cm ❌ Starker Widerspruch: GoogleAI sieht selbstnivellierenden Estrich als geeignet an; DeepSeek und Qwen lehnen jede Auftragssanierung dieser Dicke auf Verbundestrich kategorisch ab – Konsens lautet: nicht zulässig, technisch riskant, keine zulässige Materialanwendung. Notwendigkeit Fachuntersuchung ✅ Eindeutiger Konsens: Vor jeder Sanierung ist eine bauphysikalische Diagnose durch zertifizierten Sachverständigen (CM-Messung, Sichtung Fundament, Prüfung Horizontalsperre) zwingend erforderlich. Spachtelmasse-Einsatz ⚠️ Abwägung: GoogleAI erwähnt Spachtelmasse nicht ausdrücklich; DeepSeek und Qwen klären eindeutig, dass Spachtelmasse > 3 mm Dicke nicht zugelassen ist – Konsens: kein Einsatz als Estrichausgleich, nur für geringfügige Oberflächenfehler. Rolle der Raumklimabedingungen ➕ Ergänzung durch Qwen: Fehlende Beheizung und unkontrollierte Lüftung begünstigen Kondensatbildung an kalten Wandflächen – insbesondere bei Kalkputz; GoogleAI und DeepSeek erwähnen dies nicht. 👉 Handlungsempfehlung: Keine Sanierungsmaßnahmen durchführen, bevor ein zertifizierter Sachverständiger (DIN 18022) die Feuchteursachen mittels CM-Messung und Sichtprüfung identifiziert und eine fachplanerische Sanierungskonzeption erstellt hat – dies gilt sowohl für die Wandfeuchte als auch für den Estrichausgleich.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Unerkannte oder unzureichend sanierter aufsteigender Feuchte durch defekte Horizontalsperre Langfristige Zerstörung von Mauerwerk, Putzabplatzungen, Salzausblühungen, Bauwerkschäden 🔴 Risiko Anwendung einer 2–3 cm starken Ausgleichsschicht auf bestehendem Estrich Haftungsversagen, Rissbildung, Ablösung des neuen Estrichs, Schäden am Bodenbelag, Nachbesserungskosten 🔴 Risiko Schimmelbildung infolge dauerhafter Wandfeuchte und unzureichender Luftwechselkontrolle Gesundheitsgefährdung (Atemwegserkrankungen, Allergien), rechtliche Haftungsrisiken bei Mietverhältnissen 🔴 Risiko Verwendung von ungeeigneten Spachtelmassen als Estrichausgleich Materialversagen, Delamination, Rückbaukosten, Verlust der Herstellergarantie 🔴 Risiko Fehlende bauphysikalische Messung vor Sanierung Falschdiagnose, Fehlinvestition, Verschlimmerung des Feuchteproblems durch „Einschließen“ ✅ Chance Fachgerechte Horizontalsperren-Sanierung (z. B. Injektionsverfahren oder Kerndübel) Dauerhafte Trockenlegung der Wände, Erhalt der Bausubstanz, Wertsteigerung des Gebäudes ✅ Chance Einbau einer Trockenestrich-Konstruktion mit Trennlage und Dampfsperre Wärmeverbesserung, Schallentkopplung, sichere Aufnahme von Bodenbelägen, keine Feuchteeinwirkung auf Estrich ✅ Chance Einführung eines hygienischen Lüftungskonzepts (z. B. dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung) Verringerung von Kondensatbildung, Verbesserung Raumklima, Senkung Heizkosten ✅ Chance Sanierung mit diffusionsoffenen Materialien (Kalkputz, Kalkfarbe) nach Feuchterückgang Natürlicher Feuchteausgleich, langfristige Schimmelresistenz, hohe Wohnqualität ✅ Chance Erstellung eines kompletten Sanierungsplans nach DIN 18022 mit Dokumentation Rechtssicherheit, Nachweis für Versicherung/Behörden, Förderfähigkeit (z. B. KfW) Orientierungshilfen
- Ursachenermittlung beauftragen: Kontaktieren Sie sofort einen zertifizierten Bausachverständigen für Feuchteschäden (z. B. nach DIN 18022 oder DGfM) zur CM-Feuchtemessung, Sichtprüfung der Fundamente und Prüfung der Horizontalsperre.
- Keine Estrich-Arbeiten vorher durchführen: Unterlassen Sie jeglichen Estrichausgleich, Spachtel- oder Estrichauftrag – auch als „vorläufige Lösung“ – bis die Feuchteursache vollständig geklärt und behoben ist.
- Unterlagen sammeln: Sammeln Sie alle vorhandenen Baupläne (insb. Fundament- und Sperrenplan), alte Gutachten, Fotos der Feuchtestellen (vor und nach Regen) sowie Lüftungs- und Heizverhalten des Raums.
- Fachplanung einholen: Fordern Sie vom Sachverständigen einen detaillierten Sanierungsplan mit Schichtaufbau, Materialauswahl (z. B. Trockenestrich mit Trennlage statt Auftragsestrich) und bauphysikalischer Begründung an.
- Heiz- und Lüftungskonzept prüfen: Installieren Sie ein hygrometergesteuertes Lüftungskonzept und sorgen Sie für eine konstante Raumtemperatur > 16 °C – besonders in feuchtebetroffenen Räumen.
- Materialanfragen prüfen: Fordern Sie von jedem Estrich- oder Spachtelhersteller den Nachweis der Zulassung für die vorgesehene Schichtdicke auf Verbundestrich – bei 2–3 cm wird dieser stets verneint.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Estrich
- Estrich ist eine Schicht, die auf den Rohboden aufgebracht wird, um eine ebene Fläche für den Fußbodenbelag zu schaffen. Es gibt verschiedene Estricharten, wie Zementestrich, Anhydritestrich und Gussasphaltestrich.
Verwandte Begriffe: Untergrund, Fußbodenbelag, Ausgleichsmasse - Verbundestrich
- Verbundestrich ist eine Estrichart, die direkt mit dem Untergrund verbunden ist. Er wird häufig bei Sanierungen eingesetzt, um eine feste Verbindung zum alten Untergrund herzustellen.
Verwandte Begriffe: Zementestrich, Untergrundvorbereitung, Haftbrücke - Kalkputz
- Kalkputz ist ein Putz, der aus Kalk, Sand und Wasser besteht. Er ist diffusionsoffen und kann Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben. Dadurch trägt er zu einem gesunden Raumklima bei.
Verwandte Begriffe: Zementputz, Lehmputz, Diffusionsoffenheit - Zementputz
- Zementputz ist ein Putz, der aus Zement, Sand und Wasser besteht. Er ist dichter als Kalkputz und weniger diffusionsoffen. Er wird häufig im Außenbereich eingesetzt.
Verwandte Begriffe: Kalkputz, Außenputz, Wasserdicht - Diffusionsoffenheit
- Diffusionsoffenheit beschreibt die Fähigkeit eines Baustoffs, Wasserdampf durchzulassen. Diffusionsoffene Baustoffe tragen zu einem gesunden Raumklima bei und verhindern Schimmelbildung.
Verwandte Begriffe: Wasserdampfdurchlässigkeit, Raumklima, Schimmelbildung - Haftgrundierung
- Eine Haftgrundierung wird auf den Untergrund aufgetragen, um die Haftung von nachfolgenden Schichten zu verbessern. Sie wird häufig vor dem Verlegen von Fliesen oder dem Aufbringen von Estrich verwendet.
Verwandte Begriffe: Untergrundvorbereitung, Primer, Haftbrücke - Selbstnivellierender Estrich
- Selbstnivellierender Estrich ist eine Estrichart, die sich selbstständig verteilt und eine ebene Fläche bildet. Er ist besonders gut geeignet, um Unebenheiten auszugleichen.
Verwandte Begriffe: Ausgleichsestrich, Fließestrich, Nivelliermasse
Häufige Fragen (FAQ)
- Frage: Wie finde ich die Ursache für Wandfeuchte?
Antwort: Die Ursachenforschung ist komplex und erfordert Fachkenntnisse. Ein Bausachverständiger kann Messungen durchführen, die Bausubstanz analysieren und die genaue Ursache identifizieren. Mögliche Ursachen sind aufsteigende Feuchtigkeit, Kondensation, defekte Abdichtungen oder Rohrbrüche. - Frage: Kann ich den Estrich selbst ausgleichen?
Antwort: Kleinere Unebenheiten können Sie mit Spachtelmasse selbst ausgleichen. Bei größeren Höhenunterschieden (2-3 cm) empfehle ich jedoch, einen Fachmann zu beauftragen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen und Folgeschäden zu vermeiden. - Frage: Welche Estrichart ist für den Ausgleich am besten geeignet?
Antwort: Für größere Unebenheiten ist selbstnivellierender Estrich gut geeignet, da er sich selbstständig verteilt und eine ebene Fläche bildet. Achten Sie auf die Herstellerangaben bezüglich der maximalen Schichtstärke. - Frage: Was ist bei der Haftgrundierung zu beachten?
Antwort: Die Haftgrundierung muss für den jeweiligen Estrich und Untergrund geeignet sein. Sie sorgt für eine gute Verbindung zwischen altem und neuem Estrich und verhindert Rissbildung. Beachten Sie die Trocknungszeiten des Herstellers. - Frage: Kann ich jeden Fußbodenbelag auf den neuen Estrich verlegen?
Antwort: Nicht jeder Fußbodenbelag ist für jeden Estrich geeignet. Informieren Sie sich vor der Verlegung über die Anforderungen des jeweiligen Belags und die Eigenschaften des Estrichs. - Frage: Was ist der Unterschied zwischen Kalkputz und Zementputz?
Antwort: Kalkputz ist diffusionsoffen und kann Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben. Zementputz ist dichter und weniger diffusionsoffen. Bei Feuchtigkeitsproblemen ist Kalkputz oft die bessere Wahl, da er die Feuchtigkeit regulieren kann. - Frage: Wie lange muss der Estrich trocknen, bevor ich ihn belegen kann?
Antwort: Die Trocknungszeit hängt von der Estrichart und der Schichtstärke ab. Beachten Sie die Herstellerangaben. Eine Restfeuchtemessung gibt Aufschluss darüber, ob der Estrich ausreichend trocken ist. - Frage: Was bedeutet "diffusionsoffen"?
Antwort: Diffusionsoffen bedeutet, dass ein Baustoff Wasserdampf durchlassen kann. Dies ist wichtig, um Feuchtigkeit aus dem Gebäude abzuführen und Schimmelbildung zu vermeiden.
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