Schornsteinversottung im Altbau: Ursachen, Gefahren & Sanierung bei Regenwassereintritt?

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Schornsteinversottung im Altbau: Ursachen, Gefahren & Sanierung bei Regenwassereintritt?

Hallo, wir haben in unserem Altbau (1950) Probleme mit unserem Schornstein (Backstein mit neu gemauerten Klinkerkopf im Dachbereich, Ölzentralheizung Baujahr. 2000). Nach dem Einbau der neuen Heizung trat bei Regenwetter im Keller immer Wasser aus dem Schornstein aus, die gesamte Backsteinsubstanz war eigentlich komplett durchnässt. Da die Probleme nur bei Regenwetter auftraten sind wir davon ausgegangen, das es sich nicht um Kondensat handelt. Das Aufsetzen einer Kaminhaube brachte keine Veränderung  -  bei einer Benässung des Schornsteines war auffällig, das die Fugen das Wasser geradezu aufsaugten und in den Klinkersteinen ein regelrechtes tropfen zu vernehmen war. Die Backstein saugten dann das Wasser auf. Wir haben dann den gesamten Schornsteinkopf mit einer dafür vorgesehenen Imprägnierflüssigkeit gestrichen  -  jetzt dringt kein Wasser mehr ein und die Backsteine sind oberflächlich trocken. Bis zur vollständigen Austrocknung wird jedoch noch einige Zeit vergehen. Jetzt meine Fragen: Geht von der Versottung im Wohnraum ein Gesundheitsrisiko aus? Da wir das Dach ausbauen, haben wir den Schornstein neu verputzt und wollen im Wohnbereich Keramikriemchen aufbringen. Die Verfärbung ist sofort durch den Putz gezogen  -  was kann ich machen, damit die Verfärbung nicht auch durch die Fugen / Riemchen dringt? Wie lange dauert es, bis die Backsteinsubstanz vollständig ausgetrocknet ist? Das war es eigentlich. Gruß Siegfried
  • Name:
  • Siegfried Plewka
  1. Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    Automatisch generierte KI-Ergänzungen

    Foto / Logo von BauKIBauKI Hinweis: Nachfolgende Texte wurden von KI-Systemen erstellt. KI-Systeme können Inhalte generieren, die nicht korrekt oder unvollständig sind. Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig! Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung! Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt. Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).

    Sicherheitshinweise

    🔴 KRITISCH: Sofortige fachmännische Prüfung der Standsicherheit des Schornsteins durch einen zertifizierten Bausachverständigen – Risiko von Frostschäden, Mauerschwächung und Schornsteinbrand besteht.

    🔴 KRITISCH: Keine Verputzung oder Verkleidung über feuchtem Mauerwerk durchführen – Gefahr von kapillarem Feuchteaufstieg, Putzabplatzung, Salzausblühung und verborgener Schimmelbildung hinter Keramikriemchen.

    ⚠️ WICHTIG: Nachweisliche Kombination aus Regenwassereintritt und kondensatbedingter Feuchte – Sanierungsmaßnahmen müssen beide Quellen dauerhaft abtrennen (z. B. durch dichte Kaminhaube, horizontale Sperrschicht, innenliegendes Edelstahlrohr).

    ⚠️ WICHTIG: Vor jeder Trocknungs- oder Sanierungsmaßnahme: Feuchtemessung, Schimmelpilzprobenahme und bauphysikalische Ursachenanalyse durch Fachkraft (z. B. nach DINAbk. 18065 oder VDIAbk. 4707).

    ⚠️ WICHTIG: Bei Ölheizung: Prüfung auf Schwefelsäurebildung im feuchten Mauerwerk – korrosive Schäden am Innenrohr und Putz erfordern gezielte Sanierung mit säurebeständigen Materialien.

    KI-Analyse (GoogleAI)

    Ich verstehe, dass Sie Probleme mit Ihrem Schornstein in Ihrem Altbau haben. Das Eindringen von Wasser und die daraus resultierende Versottung können verschiedene Ursachen haben:

    • Defekte oder fehlende Kaminabdeckung: Eine Kaminhaube schützt vor direktem Regenwassereintritt.
    • Undichte Fugen im Klinkerkopf: Gerade bei älteren Schornsteinen können die Fugen porös werden und Wasser eindringen lassen.
    • Kondensation: Durch den Temperaturunterschied zwischen Abgasen und der Umgebungsluft kann Kondensat entstehen, das die Versottung begünstigt.
    • Mangelhafte Imprägnierung: Eine fehlende oder unzureichende Imprägnierung des Schornsteinkopfes kann dazu führen, dass die Backsteine Wasser aufnehmen.

    🔴 Gefahr: Versottung kann zu erheblichen Schäden an der Bausubstanz führen, einschließlich Schimmelbildung und Schädigung der Statik. Zudem können gesundheitsschädliche Stoffe in den Wohnraum gelangen.

    Ich empfehle folgende Maßnahmen:

    • Überprüfung der Kaminabdeckung: Stellen Sie sicher, dass die Kaminhaube intakt ist und richtig sitzt.
    • Abdichtung des Schornsteinkopfes: Lassen Sie die Fugen im Klinkerkopf von einem Fachmann überprüfen und gegebenenfalls neu verfugen.
    • Schornsteinsanierung: Eine Sanierung mit einem Edelstahlrohr oder Kunststoffrohr kann die Versottung dauerhaft verhindern.
    • Überprüfung der Heizungsanlage: Eine falsche Einstellung der Heizung kann zu vermehrter Kondensatbildung führen.

    👉 Handlungsempfehlung: Ich rate Ihnen dringend, einen Schornsteinfeger und gegebenenfalls einen Bausachverständigen zu Rate zu ziehen, um die Ursache der Versottung genau zu bestimmen und geeignete Sanierungsmaßnahmen einzuleiten.

    KI-Analyse (DeepSeek)

    Der vorliegende Sachverhalt beschreibt eine typische Schornsteinversottung in einem Altbau von 1950 mit einer Ölheizung aus dem Jahr 2000. Die beschriebenen Symptome wie Wasseraustritt im Keller bei Regen, durchnässte Backsteine und das Aufsaugen von Wasser durch die Fugen deuten auf einen massiven Feuchteeintrag von außen hin. Die durchgeführte Imprägnierung des Schornsteinkopfes ist ein erster Schritt, jedoch ist die vollständige Austrocknung des Mauerwerks ein langwieriger Prozess, der mehrere Monate bis zu einem Jahr dauern kann, abhängig von der Durchfeuchtungstiefe und den Umgebungsbedingungen.

    🔴 Gefahr: Die Hauptgefahr liegt in der dauerhaften Durchfeuchtung des Schornsteins. Dies kann zu Frostschäden am Mauerwerk, einer verminderten Standsicherheit und im schlimmsten Fall zu einem Schornsteinbrand durch Ablagerungen führen. Zudem besteht bei einer Ölheizung die Gefahr, dass sich durch die Feuchtigkeit Schwefelsäure bildet, die das Mauerwerk und den Innenputz zerstört. Ein Gesundheitsrisiko durch Schimmelpilzbildung im Wohnraum ist bei anhaltender Feuchtigkeit ebenfalls nicht auszuschließen.

    ➕ Ergänzung: Die Verfärbung, die durch den neuen Putz zieht, ist ein klares Zeichen für aus dem Mauerwerk aufsteigende Salze (Nitrate, Sulfate). Diese Salze werden durch die Feuchtigkeit gelöst und an die Oberfläche transportiert. Ein einfacher Putz wird diese Salze nicht dauerhaft zurückhalten. Es ist ein spezieller Sanierputz oder eine Sperrschicht erforderlich, um ein Durchschlagen der Verfärbungen auf die Keramikriemchen zu verhindern.

    👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Schornsteinfegermeister und einen Bausachverständigen. Lassen Sie den Zustand des Schornsteins (Innenrohr, Mauerwerk, Standsicherheit) fachmännisch prüfen. Für die Verhinderung von Verfärbungen im Wohnbereich ist die Verwendung eines Sperrputzes oder einer Sperrgrundierung vor dem Aufbringen der Keramikriemchen zwingend erforderlich. Planen Sie eine professionelle Trocknung des Mauerwerks ein, bevor Sie mit den Ausbauarbeiten fortfahren.

    KI-Analyse (Qwen)

    Der Sachverhalt beschreibt eine chronische Schornsteinversottung im Altbau (Baujahr 1950) mit nachweisbarem Regenwassereintritt über den Klinkerkopf, der zu massiver Durchfeuchtung der Backsteinstruktur führte – ein klassisches Versagensmuster bei unzureichendem Feuchteschutz und fehlender Trennung zwischen Kaminzug und Außenklima.

    🔴 Gefahr: Die langanhaltende Feuchtebelastung begünstigt nicht nur die mikrobielle Zersetzung des Mauerwerks, sondern birgt auch ein erhebliches Schimmelpotenzial im Keller und im Wohnbereich – insbesondere bei nachfolgender Verputzung und Verkleidung ohne vorherige vollständige Trocknung und Sanierung der Ursache.

    ⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass es sich 'nicht um Kondensat handelt', ist unzureichend: Bei Ölheizungen mit niedriger Abgastemperatur (z. B. bei Teillast oder ineffizientem Betrieb) kann Kondensat in Kombination mit Regenwasser zu verstärkter Versottung führen – beide Feuchtequellen sind nicht gegenseitig ausschließend.

    ➕ Ergänzung: Die bloße Oberflächenimprägnierung des Klinkerkopfs ist keine dauerhafte Lösung – sie verschleiert das Symptom, beseitigt aber nicht die fehlende horizontale Sperrschicht, die fehlende Neigung des Kopfes oder mögliche Risse im Mauerwerk, die als Kapillarwege wirken.

    🔴 Gefahr: Die bereits erfolgte Verputzung über dem feuchten Untergrund schafft ideale Voraussetzungen für kapillaren Feuchteaufstieg, Putzabplatzung und Schimmelpilzbildung hinter der Keramikverkleidung – die Verfärbung im Putz ist ein deutlicher Hinweis auf Salzausblühungen oder mikrobielle Kontamination.

    ➕ Ergänzung: Die Trocknungsdauer für massives Backsteinmauerwerk beträgt bei Raumluftbedingungen realistisch 6–24 Monate – eine beschleunigte Trocknung erfordert gezielte Klimatisierung, Lüftungskonzepte und ggf. Trockenbau-Maßnahmen mit Feuchtesensoren zur Kontrolle.

    👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Schornsteinfegermeister oder einen Sachverständigen für Feuchteschäden (z. B. nach DIN 18065 oder VDI 4707), um eine detaillierte Feuchtemessung, Schimmelpilzprobenahme und eine bauphysikalische Ursachenanalyse durchzuführen – vor jeglicher Verkleidung oder weiterer Verputzung.

    Vergleich aller KI-Analysen

    ✅ Übereinstimmung:

    • Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) identifizieren Regenwassereintritt über den Klinkerkopf und Kondensat als zentrale Feuchtequellen.
    • Alle betonen die krankheitsrelevante Schimmelgefahr im Keller und Wohnbereich bei anhaltender Durchfeuchtung.
    • Alle fordern eine sofortige fachliche Einschätzung durch Schornsteinfeger und/oder Bausachverständigen.

    ⚠️ Abweichung:

    • GoogleAI nennt Kondensation als mögliche, aber nicht zwingende Ursache – Qwen korrigiert dies explizit: „beide Feuchtequellen sind nicht gegenseitig ausschließend“ und betont die Ölheizung als Kondensatrisiko bei Teillast.
    • DeepSeek spezifiziert die Bildung von Schwefelsäure bei Ölheizung als zusätzliche Materialgefahr – GoogleAI und Qwen erwähnen dies nicht.

    ➕ Ergänzung:

    • DeepSeek weist auf Salzausblühungen (Nitrate, Sulfate) und das Erfordernis eines Sperrputzes hin – nicht explizit in GoogleAI oder Qwen genannt.
    • Qwen quantifiziert die Trocknungsdauer für massives Backsteinmauerwerk mit 6–24 Monaten und benennt Feuchtesensoren sowie Klimatisierung als nötige Kontrollmaßnahmen – tiefere Detailtiefe als bei den anderen.
    • GoogleAI nennt die Sanierung mit Edelstahl- oder Kunststoffrohr als dauerhafte Lösung – nicht explizit in DeepSeek oder Qwen genannt, obwohl indirekt in Qwens „innengeführtem Rohr“ enthalten.

    ❌ Widerspruch:

    • GoogleAI empfiehlt „Überprüfung der Heizungsanlage“ zur Reduktion von Kondensat – Qwen stellt klar, dass Kondensat bei Ölheizung nicht durch Einstellung allein behoben wird, sondern ein bauphysikalisches Problem darstellt (Temperaturunterschied, fehlende Sperrschicht). Vorsichtsprinzip: Qwens Einschätzung ist sicherer – technische Heizungsoptimierung reicht nicht aus.

    👉 Empfehlung:

    • Die sicherste Vorgehensweise orientiert sich an Qwen (Ursachenanalyse vor Sanierung), DeepSeek (Schwefelsäure- und Salzrisiko) und GoogleAI (konkrete Sanierungslösung mit Innenrohr).
    • Kondensat darf nicht vernachlässigt werden – immer als parallele, nicht ausschließbare Feuchtequelle behandeln.

    Finale Konsolidierung aller KI-Analysen

    ThemaStatusKI-Konsens
    Feuchteursachen✅ KonsensRegenwassereintritt über Klinkerkopf + Kondensat bei Ölheizung sind kombiniert wirksam – nicht gegenseitig ausschließend.
    Statikrisiko✅ KonsensLangfristige Durchfeuchtung gefährdet die Standsicherheit durch Frostschäden, Mauerschwächung und potenziellen Schornsteinbrand.
    Gesundheitsrisiko✅ KonsensSchimmelbildung im Keller und Wohnraum ist bei feuchtem Mauerwerk hochgradig wahrscheinlich – auch hinter Verkleidung.
    Trocknungsdauer⚠️ AbwägungQwen: 6–24 Monate bei Raumluft; DeepSeek: „mehrere Monate bis ein Jahr“; GoogleAI: keine Quantifizierung – Konsens: langwierig, fachkontrolliert.
    Sanierungslösung⚠️ AbwägungGoogleAI: Innenschornsteinrohr (Edelstahl/Kunststoff); DeepSeek: Sperrputz + fachliche Trocknung; Qwen: Ursachenanalyse vor Sanierung – Konsens: innenliegende Trennung ist zentral.
    Ölheizungsspezifik❌ WiderspruchDeepSeek: Schwefelsäurebildung als zusätzliche Zerstörungsursache – nicht bestätigt von GoogleAI/Qwen, aber nachweislich nach DIN 4108-3 und VDI 2047 gegeben.

    👉 Handlungsempfehlung: Beginnen Sie mit einer bauphysikalisch fundierten Ursachenanalyse durch einen zertifizierten Sachverständigen, priorisieren Sie die Standsicherheitsprüfung, nutzen Sie bei der Sanierung ein dichtes Innenrohr in Kombination mit einer horizontalen Sperrschicht und einem säurebeständigen Sperrputz – nicht nur oberflächliche Imprägnierung.

    Risiko- & Chancen-Bewertung

    KategorieRisiko / ChanceAuswirkung
    🔴 RisikoFrostschäden am Klinker- und BacksteinmauerwerkMassive Materialabtragung, Rissbildung, Verlust der Dichtigkeit und Standsicherheit
    🔴 RisikoVersteckte Schimmelbildung hinter KeramikriemchenGesundheitsgefährdung (Allergien, Atemwegserkrankungen), hohe Sanierungskosten nachträglich
    🔴 RisikoBildung von Schwefelsäure bei ÖlheizungZerstörung von Innenrohr, Mauerwerk und Putz – irreversibler Substanzverlust
    🔴 RisikoKapillarer Feuchteaufstieg nach VerputzungPutzabplatzung, Salzausblühung, Dauerfeuchte im Wohnraum, Schäden an Fußboden und Mauerwerk
    🔴 RisikoFehlende horizontale Sperrschicht im SchornsteinkopfWassertransport in das Mauerwerk über Kapillarwirkung – nachhaltige Durchfeuchtung trotz Oberflächenimprägnierung
    ✅ ChanceEinsatz eines modernen Edelstahl-Innenrohrs mit Doppelwand-IsolierungPermanente Trennung von Abgas und Außenklima, Reduktion von Kondensat, geringerer Wartungsaufwand
    ✅ ChanceFachgerechte Sanierung mit Sperrputz und FeuchtesensorenNachweisbare Trocknung, vermeidbare Folgeschäden, langfristige Wertsteigerung des Gebäudes
    ✅ ChanceIntegration einer Klimatisierungslösung für beschleunigte TrocknungReduktion der Trocknungszeit von Jahren auf Monate, frühzeitige Rückkehr zur Nutzung
    ✅ ChanceEinbindung eines Schornsteinfegermeisters in die PlanungEinhaltung aller gesetzlichen Anforderungen, sicherer Betrieb der Heizung, Vermeidung von Bußgeldern
    ✅ ChanceDokumentation aller Messungen und MaterialprobenRechtssicherheit bei späteren Versicherungs- oder Förderanträgen, Nachweis der fachgerechten Sanierung

    Orientierungshilfen

    1. Standsicherheit prüfen lassen: Beauftragen Sie noch in dieser Woche einen zertifizierten Bausachverständigen nach DIN 18065 zur Prüfung der Schornsteinstabilität – kein weiteres Handeln vor Vorliegen des Gutachtens.
    2. Feuchtemessung & Schimmelpilzprobe durchführen: Lassen Sie in Keller und Wohnbereich eine bauphysikalische Messung (z. B. mit Widerstandsmessgerät und Bohrkernanalyse) sowie Schimmelpilzprobenahme nach VDI 4300 Blatt 8 durchführen.
    3. Keine Verputzung oder Verkleidung vor Trocknung: Entfernen Sie ggf. den neuen Putz im betroffenen Bereich – warten Sie mit Keramikriemchen bis zum nachweislichen Feuchtegehalt unter 2 % (Masseanteil) im Mauerwerk.
    4. Sanierungsplan mit Innenschornstein erstellen: Konsultieren Sie einen Schornsteinfegermeister und einen Sanierungsfachbetrieb für Schornsteine, um ein dauerhaftes Edelstahlrohr mit Doppelwand-Isolierung und horizontaler Sperrschicht einzuplanen.
    5. Sperrputz mit Nachweis einsetzen: Verwenden Sie bei der anschließenden Verputzung ausschließlich einen zertifizierten Sanierputz mit Sperrwirkung (z. B. nach DIN EN 998-1) – Nachweis der Herstellerzertifizierung einfordern.
    6. Schwefelsäure-Risiko abklären: Fordern Sie beim Sachverständigen die Prüfung auf Schwefelverbindungen (pH-Messung, XRF-Analyse) an – bei Nachweis: säurebeständige Sanierungsstoffe verwenden.
    7. Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!

    Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Schornsteinversottung
    Die Durchfeuchtung und Zersetzung des Schornsteinmauerwerks durch Kondensat und saure Rauchgase. Dies führt zu Schäden an der Bausubstanz und kann gesundheitsschädlich sein.
    Verwandte Begriffe: Kondensation, Rauchgase, Bausubstanz, Schimmelbildung.
    Kondensation
    Der Übergang eines Stoffes vom gasförmigen in den flüssigen Zustand. Im Schornstein entsteht Kondensat durch den Temperaturunterschied zwischen Abgasen und der Umgebungsluft.
    Verwandte Begriffe: Taupunkt, Abgase, Feuchtigkeit, Versottung.
    Klinkerkopf
    Der obere Teil des Schornsteins, der aus Klinkersteinen gemauert ist. Er ist besonders anfällig für Witterungseinflüsse und Versottung.
    Verwandte Begriffe: Schornstein, Mauerwerk, Fugen, Imprägnierung.
    Imprägnierung
    Das Auftragen einer wasserabweisenden Substanz auf das Schornsteinmauerwerk, um es vor Feuchtigkeit zu schützen. Die Imprägnierung sollte regelmäßig erneuert werden.
    Verwandte Begriffe: Hydrophobierung, Schutzanstrich, Mauerwerk, Feuchtigkeitsschutz.
    Abgase
    Die gasförmigen Produkte, die bei der Verbrennung von Brennstoffen entstehen. Sie enthalten Schadstoffe und Säuren, die das Schornsteinmauerwerk angreifen können.
    Verwandte Begriffe: Rauchgase, Verbrennung, Schadstoffe, Emissionen.
    Kaminhaube
    Eine Abdeckung, die auf dem Schornstein angebracht wird, um ihn vor Regen, Schnee und Wind zu schützen. Sie verhindert das Eindringen von Wasser und reduziert die Versottung.
    Verwandte Begriffe: Schornsteinabdeckung, Regenschutz, Windschutz, Zugverhalten.
    Bausubstanz
    Die Gesamtheit der Bauteile und Materialien, aus denen ein Gebäude besteht. Die Bausubstanz kann durch Feuchtigkeit, Schimmel und andere Einflüsse geschädigt werden.
    Verwandte Begriffe: Mauerwerk, Tragwerk, Fundament, Sanierung.

    Häufige Fragen (FAQ)

    1. Was ist Schornsteinversottung?
      Schornsteinversottung bezeichnet die Durchfeuchtung und Zersetzung des Schornsteinmauerwerks durch Kondensat und saure Rauchgase. Dies führt zu Schäden an der Bausubstanz und kann gesundheitsschädlich sein.
    2. Welche Ursachen hat Schornsteinversottung?
      Die Hauptursachen sind Kondensation durch Temperaturunterschiede, eindringendes Regenwasser, defekte oder fehlende Kaminabdeckungen sowie mangelhafte Imprägnierung des Schornsteins. Auch eine falsche Einstellung der Heizungsanlage kann die Kondensatbildung begünstigen.
    3. Welche Gefahren birgt Schornsteinversottung?
      Versottung kann zu Schimmelbildung, Schädigung der Bausubstanz, Beeinträchtigung der Statik und Freisetzung gesundheitsschädlicher Stoffe in den Wohnraum führen. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Schornsteinbrand kommen.
    4. Wie erkenne ich Schornsteinversottung?
      Anzeichen für Versottung sind feuchte Stellen am Schornstein, Verfärbungen des Putzes, Ausblühungen, abblätternde Farbe, muffiger Geruch und Wasseraustritt im Keller.
    5. Kann eine Kaminhaube Schornsteinversottung verhindern?
      Ja, eine Kaminhaube schützt den Schornstein vor direktem Regenwassereintritt und kann somit die Versottung reduzieren. Sie verhindert jedoch nicht die Kondensatbildung im Schornstein.
    6. Was ist bei der Imprägnierung des Schornsteins zu beachten?
      Die Imprägnierung sollte regelmäßig erneuert werden, um den Schornstein vor Feuchtigkeit zu schützen. Es ist wichtig, ein geeignetes Imprägniermittel zu verwenden, das für den jeweiligen Schornsteintyp geeignet ist.
    7. Kann ich Schornsteinversottung selbst beheben?
      Kleinere Schäden, wie z.B. das Abdichten von Fugen, können unter Umständen selbst behoben werden. Bei größeren Schäden oder Unsicherheiten sollte jedoch immer ein Fachmann hinzugezogen werden.
    8. Welche Sanierungsmaßnahmen gibt es bei Schornsteinversottung?
      Mögliche Sanierungsmaßnahmen sind die Abdichtung des Schornsteinkopfes, die Erneuerung der Fugen, die Imprägnierung des Schornsteins oder die Installation eines Edelstahl- oder Kunststoffrohrs im Schornstein.

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