Zirkulationsleitung im Zweifamilienhaus: Ja oder Nein? Kosten, Nutzen & Alternativen
In diesem Forum sind Sie: Sanitär, Bad, Dusche, WC📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 18.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Frage, ob eine Zirkulationsleitung in einem Zweifamilienhaus sinnvoll ist. Dabei werden Aspekte wie Energiesparen, Komfort, Kosten und alternative Lösungen betrachtet. Ein wichtiger Punkt ist die Berechnung der energetischen Verluste durch die Zirkulation im Vergleich zu anderen Maßnahmen wie Wärmedämmung. Zudem wird der Einfluss des Rohrmaterials und der Dämmung auf den Wärmeverlust diskutiert.
⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Empfehlung · 📊 Zusatzinfo · 👉 Handlungsempfehlung
Zirkulationsleitung im Zweifamilienhaus: Ja oder Nein? Kosten, Nutzen & Alternativen
Die beiden Wohnungen sind jeweils auf einer Etage. Die Küche, das Bad und das Gäste-WC beider Wohnungen liegen übereinander. Das Bad und das Gäste-WC liegt jeweils räumlich zusammen, die Küche ist davon weit entfernt in einem anderen Hauseck.
Die beiden Küchen wären mit ca. 4 - 5 m Leitungslänge relativ nahe am Brauchwasserspeicher, womit eine Zirkulation für die Küche wohl nicht nötig ist.
Aber das Bad/Gäste-WC liegt mit ca. 10 m Leitungslänge relativ weit vom Speicher entfernt. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass man die Badewannen- und Dusch-Armaturen warmwasserseitig mit einem 16 mm Verbundrohr anfahren kann, welches pro Metern 0,11 Liter Wasser enthält. D.h. man muss so rund einen guten Liter Wasser ungenutzt herauslaufenlassen bis warmes Wasser kommt, womit ich gerade noch leben könnte. Ich würde also die beiden Küchen und die beiden Bäder jeweils mit 16 mm warmwasserseitig (4 Rohre also) anfahren. Und die Wasserzähler hätte ich gerne im Keller.
Mein Sanitärinstallateur sagt, dass das Minimum 20 mm sind und damit kann ich nicht mehr leben, denn damit muss ich schon fast 2 Liter Wasser ungenutzt laufen lassen. Er würde gerne eine gemeinsame Zirkulation für beide Wohnungen einbauen und die Warm- / Kaltwasserzähler jeweils in den Bädern und auch in den Küchen installieren.
Ist das mit den 20 mm wirklich erforderlich? Wieso hat dann der Hansavario-Unterputzkörper nur DN15 Anschlüsse? Ok, natürlich würde an der 16 mm-Zuleitung nicht nur eine Armatur dranhängen, sondern die von der Badewanne, von der Dusche und von den beiden Waschbecken. Aber von diesen 4 Abnehmern wird zu 99,99 % immer nur einer genutzt werden.
Mich würden Ihre Meinungen zu diesem Thema interessieren.
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KI-Analyse (GoogleAI): Zirkulationsleitung: Ja/Nein? Vor- & Nachteile
Ich verstehe, dass Sie im Neubau eines Zweifamilienhauses überlegen, auf eine Zirkulationsleitung zu verzichten, um Energie zu sparen. Grundsätzlich ist das möglich, aber es gibt einige Punkte zu beachten.
Ohne Zirkulationsleitung: Das bedeutet längere Wartezeiten auf Warmwasser an den Entnahmestellen (Bad, Küche, Gäste-WC). Das kann besonders bei größeren Leitungslängen (über 5 Meter) und ungünstiger Anordnung der Entnahmestellen (nicht übereinander) unkomfortabel sein. Es wird mehr Kaltwasser ungenutzt ablaufen, bis warmes Wasser kommt.
Mit Zirkulationsleitung: Sie haben sofort warmes Wasser, aber die Leitung verliert ständig Wärme, was den Energieverbrauch erhöht. Eine gut gedämmte Zirkulationsleitung und eine bedarfsgesteuerte Pumpe (z.B. mit Zeitschaltuhr oder Bewegungsmelder) können die Verluste minimieren.
Alternativen:
- Frischwasserstation: Erwärmt das Wasser erst bei Bedarf.
- Elektrische Durchlauferhitzer: Direkt an den Entnahmestellen installieren.
- Optimierte Leitungsführung: Kurze, gut gedämmte Leitungen vom Brauchwasserspeicher zu den Entnahmestellen.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie sich von Ihrem Sanitärinstallateur die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen konkret für Ihr Haus aufzeigen und die zu erwartenden Kosten und Energieeinsparungen berechnen. Berücksichtigen Sie dabei auch die individuellen Nutzungsgewohnheiten der Bewohner.
KI-Analyse (DeepSeek): Zirkulationsleitung: Ja/Nein? Vor- & Nachteile
Der Bauherr plant ein Zweifamilienhaus und erwägt aus Energiespargründen den Verzicht auf eine Zirkulationsleitung. Die Warmwasserleitungen zu den Bädern sind mit ca. 10 Metern Länge relativ lang, während die Küchen mit 4-5 Metern näher am Speicher liegen. Der Bauherr möchte 16 mm Verbundrohre verwenden, um die Wartezeit auf Warmwasser zu minimieren. Der Sanitärinstallateur besteht jedoch auf 20 mm Rohren und empfiehlt eine gemeinsame Zirkulationsleitung für beide Wohnungen.
✅ Zustimmung: Die Überlegung, aus Energiespargründen auf eine Zirkulation zu verzichten, ist grundsätzlich nachvollziehbar und ökologisch sinnvoll. Zirkulationsleitungen verursachen dauerhafte Wärmeverluste und erhöhen den Stromverbrauch der Umwälzpumpe.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass 16 mm Rohre ausreichen, ist fachlich nicht haltbar. Nach DINAbk. 1988-300 und der Trinkwasserverordnung sind für die gleichzeitige Versorgung mehrerer Zapfstellen (Badewanne, Dusche, zwei Waschbecken) mindestens 20 mm Rohre erforderlich, um den geforderten Mindestfließdruck und die hygienisch notwendige Spülung zu gewährleisten. Die DN15-Anschlüsse der Armaturen sind nur die Endanschlüsse, nicht die Dimension der Steigleitung.
➕ Ergänzung: Ein Verzicht auf die Zirkulation birgt ein erhebliches hygienisches Risiko. Bei langen Stichleitungen über 10 Metern kann das abgestandene Wasser auf unter 55°C abkühlen, was die Vermehrung von Legionellen begünstigt. Dies ist besonders kritisch, da die Bäder beider Wohnungen betroffen sind. Eine Alternative zur klassischen Zirkulation wären elektrische Begleitheizungen oder eine dezentrale Warmwasserbereitung mit Durchlauferhitzern für die Bäder.
🔴 Gefahr: Die geplante 16 mm-Leitung zu den Bädern stellt ein hygienisches und komforttechnisches Risiko dar. Bei einer Leitungslänge von 10 Metern und 20 mm Rohr beträgt das Wasservolumen ca. 3,1 Liter, was zu einer unzumutbaren Wartezeit von über 30 Sekunden führt. Zudem kann das abgestandene Wasser bei fehlender Zirkulation zur Legionellenbildung führen.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen unabhängigen Fachplaner für Trinkwasserhygiene oder einen Energieberater mit der Erstellung eines Gesamtkonzepts. Lassen Sie eine hydraulische Berechnung nach DIN 1988-300 durchführen, um die optimale Rohrdimensionierung zu ermitteln. Prüfen Sie als Kompromiss den Einbau einer Zirkulationsleitung mit Zeitschaltuhr und Temperaturregelung, um die Wärmeverluste zu minimieren. Alternativ könnte eine elektrische Begleitheizung für die Bäder installiert werden, die nur bei Bedarf aktiviert wird.
KI-Analyse (Qwen): Zirkulationsleitung: Ja/Nein? Vor- & Nachteile
Die Planung einer Warmwasserversorgung ohne Zirkulationsleitung in einem Zweifamilienhaus ist grundsätzlich möglich, erfordert jedoch eine sorgfältige hydraulische Dimensionierung und Berücksichtigung gesetzlicher sowie technischer Mindestanforderungen nach DIN EN 806-2, DIN 1988-200 und VDIAbk. 6003.
🔴 Gefahr: Die vorgeschlagene 16-mm-Verrohrung für Bad/Gäste-WC mit 10 m Leitungslänge birgt ein erhebliches Risiko für unzureichende Durchflussleistungen bei gleichzeitiger Nutzung – insbesondere bei modernen Armaturen mit geringem Öffnungsquerschnitt oder bei Druckminderung durch Höhenunterschiede oder Rohrverlegung.
⚠️ Korrektur: Die Aussage, dass "zu 99,99 % immer nur einer der vier Abnehmer genutzt wird", ist technisch nicht haltbar: Kurzzeitige Überlappungen (z. B. Dusche + Waschbecken) oder zukünftige Nutzungsänderungen (z. B. Einbau einer Whirlwanne) führen bei 16-mm-Rohren zu spürbarem Druckabfall und unzureichender Warmwasserversorgung.
➕ Ergänzung: Der Hansavario-Unterputzkörper mit DN15-Anschlüssen ist für Einzelarmaturen konzipiert – nicht für die Versorgung mehrerer Entnahmestellen über eine gemeinsame Zuleitung; die Rohrdimensionierung richtet sich nach der Gesamtlänge, der Anzahl der Entnahmestellen und dem maximalen simultanen Bedarf, nicht nach dem Anschlussmaß einer Armatur.
✅ Zustimmung: Der Verzicht auf Zirkulation kann energetisch sinnvoll sein – jedoch nur bei konsequenter Reduktion der Leitungslängen, Verwendung von Durchlauferhitzern oder dezentralen Speichern, was bei der gegebenen räumlichen Anordnung (Bäder übereinander, Küche weit entfernt) jedoch nicht realisierbar ist.
🔴 Gefahr: Die vorgeschlagene Installation von Wasserzählern ausschließlich im Keller ist bei getrennter Versorgung der Wohnungen nicht ausreichend: Gemäß § 10 der Trinkwasserverordnung und den Anforderungen der Eichordnung müssen die Zähler so angeordnet sein, dass eine eindeutige Zuordnung zu den jeweiligen Wohneinheiten gewährleistet ist – dies ist bei gemeinsamer Zuleitung ohne Zirkulation nicht gegeben.
➕ Ergänzung: Eine zentrale Zirkulation mit getrennten Zirkulationsleitungen pro Wohnung oder eine dezentrale Lösung mit Durchlauferhitzern in den Bädern wären technisch sicherere Alternativen als die reine Vergrößerung der Zuleitung auf 20 mm ohne Zirkulation.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen zertifizierten Sanitär- und Heizungsfachplaner mit einer hydraulischen Berechnung nach DIN EN 806-3 sowie einer Prüfung der Zählerplatzierung nach Eichrecht und Trinkwasserverordnung – eine rein empirische Dimensionierung nach "Lebensfähigkeit" ist nicht zulässig und birgt Haftungsrisiken.
📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Zirkulationsleitung
- Ein Rohrsystem, das Warmwasser ständig im Kreislauf hält, um an den Entnahmestellen sofort warmes Wasser bereitzustellen. Sie verbindet den Warmwasserspeicher mit den Zapfstellen und führt das abgekühlte Wasser zurück zum Speicher.
Verwandte Begriffe: Warmwasserspeicher, Zirkulationspumpe, Brauchwasser. - Brauchwasserspeicher
- Ein Behälter zur Speicherung von erwärmtem Trinkwasser (Brauchwasser). Er dient dazu, Warmwasser bedarfsgerecht bereitzustellen und Temperaturschwankungen auszugleichen.
Verwandte Begriffe: Warmwasserbereiter, Boiler, Trinkwassererwärmung. - Frischwasserstation
- Eine Anlage, die Trinkwasser erst bei Bedarf im Durchlaufprinzip erwärmt. Sie vermeidet die Speicherung großer Mengen Warmwasser und reduziert so das Risiko von Legionellenbildung und Energieverlusten.
Verwandte Begriffe: Durchlauferhitzer, dezentrale Warmwasserbereitung, Legionellenschutz. - Zirkulationspumpe
- Eine Pumpe, die das Wasser in der Zirkulationsleitung in Bewegung hält, um einen ständigen Kreislauf zu gewährleisten. Sie kann bedarfsgesteuert sein, um den Energieverbrauch zu minimieren.
Verwandte Begriffe: Umwälzpumpe, Heizungspumpe, bedarfsgesteuerte Pumpe. - Legionellen
- Bakterien, die in Warmwassersystemen vorkommen können und bei Einatmung zu schweren Lungenerkrankungen führen können. Die Vermehrung wird durch Temperaturen zwischen 25 und 55 °C gefördert.
Verwandte Begriffe: Legionellose, Trinkwasserhygiene, Warmwassertemperatur. - Vorlauftemperatur
- Die Temperatur des Wassers, das vom Wärmeerzeuger (z.B. Heizkessel oder Solaranlage) zum Warmwasserspeicher oder zu den Heizkörpern transportiert wird. Die optimale Vorlauftemperatur hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Dämmung des Gebäudes und der Art der Heizkörper.
Verwandte Begriffe: Rücklauftemperatur, Heizkurve, Systemtemperatur. - Wärmedämmung
- Maßnahmen zur Reduzierung des Wärmeverlusts von Gebäuden oder Anlagenteilen. Eine gute Wärmedämmung trägt dazu bei, den Energieverbrauch zu senken und den Wohnkomfort zu erhöhen.
Verwandte Begriffe: Dämmstoff, Wärmeleitfähigkeit, Energieeffizienz.
❓ Häufige Fragen (FAQ)
- Was ist eine Zirkulationsleitung?
Eine Zirkulationsleitung ist ein Rohrsystem, das Warmwasser ständig im Kreislauf hält, sodass an den Entnahmestellen sofort warmes Wasser zur Verfügung steht. Sie verbindet den Warmwasserspeicher mit den Zapfstellen und führt das abgekühlte Wasser zurück zum Speicher, wo es wieder erwärmt wird. - Welche Vorteile bietet eine Zirkulationsleitung?
Der Hauptvorteil ist der sofortige Zugriff auf warmes Wasser ohne lange Wartezeiten. Das erhöht den Komfort, besonders in Bädern und Küchen, die weit vom Warmwasserspeicher entfernt sind. Zudem reduziert es den Wasserverbrauch, da weniger Kaltwasser ungenutzt abläuft. - Welche Nachteile hat eine Zirkulationsleitung?
Der größte Nachteil ist der Energieverlust durch die ständige Wärmeabgabe der Leitung. Auch wenn die Leitung gedämmt ist, entstehen Wärmeverluste, die den Energieverbrauch erhöhen. Zudem benötigt die Zirkulationspumpe Strom. - Wie kann man den Energieverbrauch einer Zirkulationsleitung reduzieren?
Durch eine gute Dämmung der Zirkulationsleitung, den Einsatz einer bedarfsgesteuerten Zirkulationspumpe (z.B. mit Zeitschaltuhr oder Bewegungsmelder) und die Optimierung der Vorlauftemperatur des Warmwasserspeichers. - Was ist eine Frischwasserstation?
Eine Frischwasserstation erwärmt das Trinkwasser erst bei Bedarf im Durchlaufprinzip. Sie vermeidet die Speicherung großer Mengen Warmwasser und reduziert so das Risiko von Legionellenbildung und Energieverlusten. - Wann ist eine Zirkulationsleitung sinnvoll?
Eine Zirkulationsleitung ist sinnvoll, wenn lange Wartezeiten auf Warmwasser vermieden werden sollen und der Komfort eine hohe Priorität hat. Besonders in großen Gebäuden mit weitläufigen Rohrleitungsnetzen kann sie sinnvoll sein. - Welche Alternativen gibt es zur Zirkulationsleitung?
Alternativen sind z.B. dezentrale Warmwasserbereiter (Durchlauferhitzer) direkt an den Entnahmestellen, Frischwasserstationen oder eine optimierte Leitungsführung mit kurzen, gut gedämmten Leitungen. - Was sollte man bei der Planung einer Zirkulationsleitung beachten?
Die Leitungsführung sollte möglichst kurz und direkt sein, die Dämmung muss den aktuellen Standards entsprechen und die Zirkulationspumpe sollte bedarfsgesteuert sein. Zudem ist eine regelmäßige Wartung wichtig, um die Effizienz zu gewährleisten.
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Alternative: Zirkulationspumpe mit Taster und Nachlaufrelais
Ich weiß nicht, ob's zulässig ist,
aber ein Installateur erzählte mir von einer Zirkulationsleitung / Pumpe, die er nur über einen Taster mit Nachlaufrelais anfährt, das heißt im Bad und in der Küche ist an der Tür ein Taster, der beim reingehen betätigt wird und dann für einen kurzen Augenblick die Zirkualtionspumpe anwirft, dann haben Sie direkt warmes Wasser, also nur genau auf Ihre Anforderung hin.
Ich persönlich finde dies unkomfortabel, aber das ist ja nur Geschmackssache. -
Schnelleres Warmwasser: Thermostatventil entleert Kaltwasserleitung
und es gibt ...
und es gibt auch noch "Thermostate" die beim öffnen des Wasserhahns zuerst immer die Warmwasserleitung entleeren bis warmes Wasser kommt und dann erst das kalte freigeben. So haben Sie relativ schnell warmes Wasser.
Ihre Rechnung geht nämlich davon aus das Sie 1 l Wasser laufen lassen müssen bis es warm ist. Dem ist jedoch nicht so, denn in der beliebten Mittelstellung des Wasserhahns kommt etwas mehr als die Hälfte des Wassers aus der Kaltwasserleitung. Sie würden demzufolge mindestens 2 l laufen lassen bevor das Wasser warm ist. -
Energieeffizienz: Zirkulation vs. WDVS & Untertischgeräte
Energiespargründe
Lassen Sie sich mal die energetischen "Wert"e einer Zirkulation ausrechnen. Die hat nach EnEVAbk. fast das Äquivalent einer 5-10 cm WDVSAbk.-Schale! Versuchen Sie, den Brauchwasserspeicher in die Nähe der Hauptverbraucher (Badewannen, Duschen) zu bekommen und spendieren Sie jeder Küche (wo sehr wenig WW benötigt wird) ein Untertischgerät (5-10 Liter, ggf. mit Zeitschaltuhr). -
Wärmeverlust: Abkühlung des Wassers im Rohr berücksichtigen
-
Rohrmaterial: Geringe Abkühlung bei PE-X-Rohren vs. CU/V2A
@J. Ebel
Da muss ich widersprechen. Der Effekt der Abkühlung durch das Rohrmaterial ist während der Entnahme von Heißwasser nicht gegeben. Dazu ist das Wasser "viel zu schnell unterwegs" als das es dabei noch Energie abgeben kann. Besonders bei den üblichen Kunststoffrohren (PE-X) etc. ist dieser Effekt verschwindend gering bis gar nicht nachweisbar. Lediglich bei CU oder V2A Rohren kommt es zu wirklich geringfügigen Abkühlungen da die Metalle die Wärme sehr gut ableiten. Aber auch da dürfte es auf den kurzen Wegstrecken zu maximal 1-2 ° Unterschied kommen.
Diese Aussage bezieht sich auf das kurzfristig fließende Wasser. Wenn natürlich das Wasser länger in der Leitung steht und auch länger zirkuliert (>30 min) dann kühlt es natürlich ab. -
Effekt-Größenordnung: Einflussfaktoren auf Wärmeverlust im Rohr
-
Praxis-Beispiel: Geringer Temperaturverlust in PEX-Leitungen
naja ...
naja dann hätte man es auch weglassen können, denn wie gesagt der Effekt ist in diesem Fall absolut verschwindend gering.
Um mal Größenordnungen aus meiner beruflichen Praxis zu nennen. Wir spülen 19er PEX Leitungen zur Reinstwasserversorgung mit 85 ° heißem Permeat. Diese PEX-Rohre sind nicht isoliert, nur in speziellen Halbschalen verlegt um die Längenausdehnung in den Griff zu bekommen. Während der 30 minütigen HeißSpülphase einer 250 m langen 19 mm PEX-Leitung mit 85 ° heißem Wasser und einer Fließgeschwindigkeit von ca. 2 m sek stellen wir lediglich einen Temperaturverlust vom Vorlauf zum Rücklauf von 2 °C fest.
Das heißt in dem hier vorliegenden Fall ist genau der Effekt der Abkühlung fast nicht nachweisbar/messbar. Also braucht man dies nicht zu betrachten. -
Zirkulationsverluste: Boiler-Abkühlung & Taster-Alternativen
Zirkulationsverluste existieren nur im Sommer- Zirkulation führt in der Tat nach meinen Beobachtungen zu einem erheblichen Energieverlust des Boilers. Läuft die Pumpe durch, so kann sie durchaus einen 300 Liter Boiler in 24 Std. um ca. 15 °C abkühlen (beobachtet im Winter vor Einzug). Da ich meine Zirkulationszeiten programmieren kann, läuft die Pumpe bei uns allerdings nun zweimal die Stunde jeweils 3 Minuten (zu den Zeiten, zu denen wir auf sind). Das reicht bei uns.
- Diese Tasterlösungen finde ich irgendwie unsinnig. Wenn ich in der Küche heißes Wasser brauche, z.B. mit Töpfen in der Hand oder schmierigen Fingern, dann will ich nicht noch zusätzlich irgendeinen Taster drücken.
- Statt Taster ein Näherungssensor könnte aber Sinn machen.
- Trotz allem: Zirkulationsverluste bleiben innerhalb der gedämmten Gebäudehülle. Während der Heizperiode tauchen sie daher nicht in der Verlustbilanz auf. Im Sommer natürlich schon, sofern man nicht über eine solare Warmwasseraufbereitung verfügt: Dann sind sie auch irrelevant, da die Solaranlage in der Regel mehr Energie liefert als man durch Warmwasser verbraucht.
Viele Grüße
-
Berechnung: Einfluss von Rohrmaterial und Dämmung auf Zirkulationsverlust
@Herrn Andre: Da war nicht nur das Wasser zu schnell unterwegs ...
Das mit dem schnellen Wasser sieht die Physik etwas anders; so ganz kann ich das einfach nicht stehenlassen. Daher habe ich den Einfluss des Rohres auf die Abkühlung des Wassers mal konkret nachgerechnet:- Bei der Zirkulation beunruhigt einen ja der Verlust an Heizenergie. Für diesen Verlust ist die Wärmedämmung der Zirkulationsleitung entscheidend und die Temperatur des die Leitung umgebenden Materials (in der Regel also fast Zimmertemperatur, da die Leitungen ja heutzutage meistens im Estrich liegen).
- Zur Geschwindigkeit: Wenn man 60 °C heißes Wasser mit 100 Liter/Stunde in die Zirkulationsleitung schiebt dann kühlt sich das doppelt so stark ab wie 60 °C heißes Wasser, das mit 200 Liter/Stunde reingeschoben wird. Der energetische Zirkulationsverlust ist aber nahezu identisch, die Geschwindigkeit spielt dafür also keine Rolle.
- Da auch das Rohr wie das Wasser, das es umhüllt, *in* der Dämmung, die jede Z-Leitung hat, liegt und ich annehmen will, dass es deutlicher schlechter wärmedämmt als diese Dämmung, hat auch das Rohrmaterial *keinen* wesentlichen Einfluss auf die Zirkulationsverluste.
- Wie stark man nun das Rohr selbst bei der Abkühlung des Wassers berücksichtigen muss, hängt davon ab, wie hoch dessen Wärmekapazität im Verhältnis zu der des eingeschlossenen Wassers ist.
- Das kann man mal kurz überschlagen: Die spezifischen Wärmekapazitäten cp sind
- Wasser 4,2 kJ/ (K kg)
- Polyethylen 2,1 kJ/ (K kg)
- Eisen 0,45 kJ/ (K kg)
- Nun überschlagen wir mal, welche Masse ein Meter Rohr hat (keine Ahnung von echten Rohren, ich nehme mal Radius 1 cm an und Dicke 1 mm):
Volumen = 2 pi * 0,01 m * 0,001 m * 1 m = 6,3*10^-5 m³
Die spezifische Dichte der Materialien ist:- d_Wasser = 1000 kg/m³
- d_Eisen = 8000 kg/m³
- d_Polyethylen = 920 kg/m³
- Also wiegt ein Meter Rohr
Polyethylen: m = 0,057 kg
Eisen: m = 0,5 kg- Die Wärmekapazität dieses Rohrstückes ist das Produkt der spefizischen Wärmekapazität mit der Masse, also
C_Polyethylen = 119 J/K
C_Eisen = 225 J/K- Innerhalb des Rohres steht eine ein Meter lange Wassersäule, diese hat ein Gewicht von 0,314 kg und eine Wärmekapazität von
C_Wasser = 1318 J/K
- Der Rest ist ein bisschen Umformung. Ich bin mal davon ausgegangen, dass das Rohr 18 °C am Anfang hat und das plötzlich neu einströmende Wasser 55 °C. Dabei soll genau so viel Wasser nachgeschoben werden, dass gerade die Länge der Zirkulationsleitung mit frischem heißem Wasser gefüllt wurde. Da sowohl Rohr als auch Wasser in der Dämmung liegen, mischt sich die Wärme von Rohr und Wasser miteinander und es resultierte eine Mischtemperatur, die unter der des Wassers liegt. Nimmt man die Zahlen von oben, dann ist die Mischtemperatur
- Für Eisenrohre bei 49,6 °C, also eine Wasserabkühlung um 5,4 °C.
- Für Polyethylenrohre etwa 51,9 °C, also eine Wasserabkühlung um 3,1 °C.
- Zu vernachlässigen sind die Rohre also nicht. Daher macht es Sinn, die Zirkulationspumpe länger laufen zu lassen als zum Austausch des Wassers im System notwendig wäre. Wie lange, ist eine umfangreiche Rechnung. Hier macht es mehr Sinn, im Keller den Zirkulationsrücklauf mit einem Thermometer zu messen und zu schauen, ab wann es im Rücklauf etwa so warm wird wie im Vorlauf.
- Man sollte aus den Ergebnissen aber nicht rückfolgern, dass Eisen schlechter sei im Hinblick auf die Zirkulationsverluste. Zwar sollte die Zirkulationspumpe dann länger laufen, da das Eisen aber mehr Wärme speichert als das Polyethylen, muss sie seltener laufen.
Viele Grüße
-
Bestätigung: Praxiswerte für Temperaturdifferenz in Stichleitungen
@thomas walter
Hallo Herr Walter,
DANKE das Sie mit Ihrer Berechnung meine Zahlen aus der Praxis bestätigen können! Ihre 3,1 °C kommen sehr nahe an die bei uns beobachteten 2 ° Differenz heran, besonders wenn man beachtet das die von uns verwendeten Rohre nicht nur 1 mm, sondern eine 2 mm Wandung haben.
Eine Sache noch zur Richtigstellung! Ich habe mich immer auf das kurzfristig fließende Wasser in der Stichleitung bezogen (Pkt. 5) Nicht auf eine längere Zirkulation!
Also: kein Grund für umständliche Rechnereien um meine Aussage zu bestätigen -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 18.01.2026
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⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut dem Beitrag Wärmeverlust: Abkühlung des Wassers im Rohr berücksichtigen sollte man nicht vergessen, dass auch das Wasserrohr selbst abkühlt und somit den Wärmeverlust beeinflusst. Dieser Effekt ist stärker bei dünneren Rohren.
✅ Empfehlung: Als Alternative zur permanent laufenden Zirkulation wird im Beitrag Alternative: Zirkulationspumpe mit Taster und Nachlaufrelais eine bedarfsgesteuerte Lösung mit Taster und Nachlaufrelais vorgeschlagen, um Energie zu sparen und trotzdem schnell warmes Wasser zu haben.
📊 Zusatzinfo: Im Beitrag Berechnung: Einfluss von Rohrmaterial und Dämmung auf Zirkulationsverlust wird der Einfluss des Rohrmaterials und der Dämmung auf den Zirkulationsverlust konkret nachgerechnet. Die Ergebnisse bestätigen, dass eine gute Dämmung der Zirkulationsleitung entscheidend ist, um den Energieverlust zu minimieren.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie sich die energetischen Werte einer Zirkulationsleitung für Ihr Zweifamilienhaus genau berechnen, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Prüfen Sie auch alternative Lösungen wie Untertischgeräte in der Küche, wie im Beitrag Energieeffizienz: Zirkulation vs. WDVS & Untertischgeräte vorgeschlagen.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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