Kaminreinigung bei hohem Schornstein: Zugang, Kosten & Pflichten für Eigentümer?
In diesem Forum sind Sie: Kamin und Kachelofen📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 14.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Kaminreinigung eines 20m hohen Schornsteins in einem Stadthaus. Der korrekte Zugang zur Reinigung, die damit verbundenen Kosten und die Pflichten des Eigentümers werden thematisiert. Ein wichtiger Aspekt ist der Bestandsschutz bei baulichen Veränderungen am Schornstein.
✅ Zustimmung/Empfohlen · ⚠️ Wichtig/Achtung · 💰 Kosten · 👉 Handlungsempfehlung
Kaminreinigung bei hohem Schornstein: Zugang, Kosten & Pflichten für Eigentümer?
wir haben seit letztem Dezember einen Kaminofen, der an einem sonst unbenutzen Kamin eines Stadthauses der Jahrhundertwende betrieben wird. Wir wohnen im EGAbk. und der Kamin ist ca. 20 m hoch mit einer durchbrochenen Abdeckhaube.
Der Kaminfeger hatte uns die Betriebserlaubnis zunächst erteilt, hat jedoch bei Abnahme des Ofens entdeckt, dass er bei Genehmigung den falschen Kamin auf dem Dach im Auge hatte. Der von uns genutzte steht nun ganz außen an der Dachkante und kann nicht über den Dachboden erreicht werden. Jetzt ergibt sich das Problem, wie der Kamin gefegt werden kann.
Möglichkeit 1: Stufen auf das Schieferdach und Plattform am Kamin.
Ist sehr, sehr teuer und hat den Nachteil, dass wahrscheinlich nicht alle Wohnungseigentümer zustimmen, da das Dach ja Gemeinschaftseigentum ist.
Möglichkeit 2: Im 3. Geschoss an der Hausaußenwand eine Klapppe und eine Leiter für den Kaminfeger, damit dieser den Kamin von unten haspeln kann.
Sehr unsichere Lösung, da der Nachfolger des jetzigen Kaminfegers diese Lösung nicht akzeptieren muss.
Hat jemand noch eine sinnvolle Idee, die auch bezahlbar ist?
Danke vorab und herzliche Grüße
Ute Vogt
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Der Kaminofenbetrieb ist bis zur Herstellung eines regelkonformen, statisch gesicherten und schornsteinfegergeprüften Zugangs gemäß § 19 der 1. BImSchV sofort einzustellen – andernfalls besteht akute Brand- und Kohlenmonoxid-Vergiftungsgefahr.
🔴 KRITISCH: Ein Dachzugang ohne fest installierte, abgesicherte Leiter und Wartungsplattform ist rechtlich unzulässig und stellt ein erhebliches Absturz- sowie Dachschadensrisiko dar – provisorische Lösungen (Klappen, Haspel-Leitern, freie Dachbegehung) sind nicht genehmigungsfähig.
⚠️ WICHTIG: Die Zustimmung der WEG oder einzelner Eigentümer ersetzt nicht die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen nach DINAbk. 18160-1/2, KÜO und 1. BImSchV – bauliche Zugangslösungen benötigen stets statische Prüfung und schornsteinfegerliche Anerkennung.
⚠️ WICHTIG: Die Betriebserlaubnis des Kaminofens ist rechtsunwirksam, solange kein sicherer, dauerhafter und dokumentierter Reinigungszugang vorhanden ist – dies führt bei Schaden haftungsrechtlich zu voller persönlicher Verantwortung des Betreibers.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe, dass Sie eine Lösung für die Kaminreinigung Ihres Kamins suchen, der sich in einem Mehrfamilienhaus befindet und schwer zugänglich ist. Da der Kamin zu einem Kaminofen in Ihrer Wohnung gehört, sind Sie grundsätzlich für die Reinigung verantwortlich.
Mögliche Zugangswege:
- Dachzugang: Eine Möglichkeit ist der Zugang über das Dach. Hierbei ist zu klären, ob eine sichere Plattform oder Stufen vorhanden sind. 🔴 Ein fehlender oder unsicherer Zugang birgt Unfallgefahr.
- Klappe/Leiter: Eventuell gibt es eine Klappe oder Leiter im Dachboden, die den Zugang zum Kamin ermöglicht.
- Zugang von der Wohnung: In manchen Fällen kann der Kamin auch von der Wohnung aus gereinigt werden.
Wichtig: Klären Sie die Zuständigkeit und die möglichen Zugangswege mit Ihrem Schornsteinfeger und der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEGAbk.). Die WEG ist für das Gemeinschaftseigentum, also das Dach und den Kamin selbst, verantwortlich. Sie als Eigentümer sind für den Kaminanschluss in Ihrer Wohnung zuständig.
👉 Handlungsempfehlung: Kontaktieren Sie Ihren Schornsteinfeger und die WEG, um eine sichere und gesetzeskonforme Lösung für die Kaminreinigung zu finden. Lassen Sie sich schriftlich bestätigen, wer für die Kosten aufkommt.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt ein Problem mit der Kaminreinigung bei einem hohen, 20 m messenden Schornstein eines Stadthauses aus der Jahrhundertwende. Der Kamin wird von einer Erdgeschosswohnung aus genutzt, ist jedoch nur schwer zugänglich, da er außen an der Dachkante steht und nicht über den Dachboden erreichbar ist. Die vom Eigentümer vorgeschlagenen Lösungen umfassen den Bau einer teuren Plattform auf dem Schieferdach oder die Installation einer Klappe und Leiter im dritten Geschoss. Beide Optionen sind mit erheblichen Kosten, Genehmigungsfragen und Unsicherheiten verbunden.
🔴 Gefahr: Die größte Gefahr besteht in der unzureichenden oder unterlassenen Kaminreinigung. Ein nicht gereinigter Kamin kann zu Rußbränden, Ablagerungen von Glanzruß und einer unkontrollierten Rauchentwicklung führen, was eine akute Brand- und Vergiftungsgefahr für die Bewohner darstellt. Die Betriebserlaubnis des Kaminofens ist ohne eine nachweislich sichere und regelmäßige Reinigung faktisch ungültig.
➕ Ergänzung: Die rechtliche Grundlage ist klar: Nach der Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) ist der Schornsteinfeger verpflichtet, den Kamin zu reinigen. Der Eigentümer ist in der Pflicht, den Zugang zu ermöglichen. Eine dauerhafte, sichere und für den Bezirksschornsteinfeger akzeptierte Zugangslösung ist zwingend erforderlich. Die vorgeschlagene Klappleiter-Lösung ist oft nicht normgerecht und wird von vielen Schornsteinfegern abgelehnt, da sie ein erhöhtes Absturzrisiko birgt.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass die Zustimmung aller Wohnungseigentümer für eine Dachplattform nicht erreichbar sei, ist zwar nachvollziehbar, aber nicht zwingend. Eine fachgerechte und sicherheitstechnisch einwandfreie Lösung, die den Wert der Immobilie steigert, kann durchaus mehrheitsfähig sein. Die Kosten für eine solche Maßnahme sind als Instandhaltungs- oder Modernisierungskosten umlagefähig.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Sachverständigen für Schornsteintechnik oder einen Statiker mit der Erstellung eines detaillierten Zugangskonzepts. Dieses Konzept muss die örtlichen Gegebenheiten, die Dachneigung, die Statik und die Anforderungen der Schornsteinfeger-Innung berücksichtigen. Parallel dazu ist die Eigentümerversammlung einzuberufen, um über die notwendige und finanzierbare Lösung zu beschließen. Eine provisorische oder nicht genehmigte Lösung ist aus Sicherheitsgründen strikt abzulehnen.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt beschreibt einen Kaminofenbetrieb an einem historischen Kamin im Stadthaus der Jahrhundertwende, der nicht gemäß den geltenden Schornsteinfeger- und Bauordnungsanforderungen zugänglich ist – insbesondere mangels sicherem, dauerhaftem und regelkonformem Reinigungszugang über die gesamte Schornsteinhöhe von ca. 20 m.
🔴 Gefahr: Ein nicht zugänglicher Schornstein stellt eine erhebliche Brand- und Kohlenmonoxid-Gefahr dar, da Ablagerungen (Ruß, Teer, Glanzruß) nicht regelmäßig entfernt werden können; dies birgt ein hohes Risiko für Schornsteinbrände und tödliche Gasaustritte, insbesondere bei Kaminöfen mit hoher Abgastemperatur und unvollständiger Verbrennung.
⚠️ Korrektur: Die erteilte Betriebserlaubnis war rechtsunwirksam, da sie auf einer fehlerhaften technischen Prüfung beruhte – die Zugänglichkeit ist keine optionale, sondern eine zwingende Voraussetzung nach der 1. BImSchV und der Schornsteinfeger-Handwerksordnung (§ 14 SchfHwO).
➕ Ergänzung: Eine Klappöffnung an der Außenwand ist keine zulässige Ersatzlösung: Sie verletzt die Anforderungen an die Dichtheit, Witterungsbeständigkeit und brandschutztechnische Trennung (DIN 18160-1, DIN 18160-2); zudem ist ein "Haspeln von unten" bei 20 m Höhe technisch unmöglich und rechtlich unzulässig.
❌ Widerspruch: Die Annahme, dass eine Zustimmung der Wohnungseigentümer für Dachzugang ausreichend sei, ist falsch – selbst bei Einwilligung bleibt die bauliche und sicherheitstechnische Unzulässigkeit bestehen; die Gemeinschaftseigentumsregelung ändert nichts an den gesetzlichen Anforderungen an den Feuerstättenbetrieb.
✅ Zustimmung: Die Sorge um die Akzeptanz durch zukünftige Schornsteinfeger ist berechtigt – nur dauerhafte, dokumentierte und regelkonforme Zugangswege (z. B. über Dachaufstieg mit fest installierter Leiter und Sicherheitsvorrichtung) sind langfristig anerkannt.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Schornsteinfegermeister mit Prüf- und Beratungsauftrag sowie einen statisch geprüften Dachdecker oder Fassadenmonteur, um eine dauerhafte, sicherheitskonforme Zugangslösung (z. B. Dachaufstieg mit fest installierter, abgesicherter Leiter und Wartungsplattform) zu planen und umzusetzen – bis zur Fertigstellung ist der Kaminofenbetrieb gemäß § 19 1. BImSchV einzustellen.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei KI-Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen die akute Gefahr durch fehlende Kaminreinigung (Rußbrand, CO-Vergiftung, Glanzrußentwicklung) und die Rechtspflicht des Eigentümers zum Zugangsschaffen.
- Alle drei identifizieren den Dachzugang als technisch primär geeignete, aber hochgradig sicherheitsrelevante Lösung, die statische, brandschutztechnische und schornsteinfegerliche Anforderungen erfüllen muss.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI betont die Kooperation mit WEG/Schornsteinfeger als ersten Schritt – ohne klare Priorisierung der Betriebsunterbrechung; DeepSeek und Qwen fordern dagegen ausdrücklich die sofortige Einstellung des Betriebs bis zur Zugangsherstellung (§ 19 1. BImSchV).
- GoogleAI sieht eine Klappe/Leiter im Dachboden als mögliche Option – Qwen widerspricht dies klar („nicht zulässig“, „verletzt Dichtheit und Brandschutz“); DeepSeek bewertet Klappleitern als „oft nicht normgerecht“.
➕ Ergänzung:
- Qwen benennt konkret die Rechtsgrundlagen: 1. BImSchV, § 14 SchfHwO, DIN 18160-1/2 – fehlt bei GoogleAI und DeepSeek.
- DeepSeek betont die Umlagefähigkeit der Kosten als Instandhaltung und die Möglichkeit, durch fachgerechte Lösung Mehrheitsbeschlüsse zu erreichen – ein Aspekt, den GoogleAI und Qwen nicht adressieren.
❌ Widerspruch:
- Qwen stellt explizit fest: „Die Annahme, dass eine Zustimmung der Wohnungseigentümer für Dachzugang ausreichend sei, ist falsch“ – dies widerspricht implizit der GoogleAI-Aussage, die Zustimmung der WEG als entscheidend für Zugangsregelung darstellt.
- Qwen erklärt die erteilte Betriebserlaubnis als „rechtsunwirksam“, während GoogleAI von einer bestehenden Verantwortung des Eigentümers ausgeht, ohne die Rechtswidrigkeit der Erlaubnis zu hinterfragen.
👉 Empfehlung: Bei allen Widersprüchen gilt das Vorsichtsprinzip: Die sicherere, präventivere und rechtskonformere Einschätzung von Qwen und DeepSeek wird priorisiert – insbesondere die sofortige Betriebseinstellung, die Rechtswidrigkeit der aktuellen Erlaubnis und die Unzulässigkeit provisorischer Zugänge.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Kaminbetrieb ohne sicheren Zugang ❌ Widerspruch GoogleAI sieht Handlungsbedarf, aber keine unmittelbare Betriebsverbots-Pflicht; DeepSeek und Qwen fordern ausdrücklich § 19 1. BImSchV-Betriebseinstellung – Konsens: Betrieb ist rechtswidrig und muss gestoppt werden. Zuständigkeit für Zugangsschaffung ✅ Konsens Eigentümer der Feuerstätte (Wohnung) ist verpflichtet, Zugang für Reinigung zu ermöglichen; WEG trägt Verantwortung für Gemeinschaftseigentum (Dach/Kamin), aber nicht für Erfüllung der Zugangsverpflichtung im Sinne der 1. BImSchV. Regelkonformer Zugang ✅ Konsens Nur dauerhafte, fest installierte, statisch geprüfte und schornsteinfegerlich anerkannte Lösungen (z. B. abgesicherte Dachleiter mit Plattform) sind zulässig – Klappen, Leitern über Innentreppe oder freie Dachbegehung sind unzulässig. Rechtliche Grundlagen ⚠️ Abwägung Qwen benennt konkrete Vorschriften (1. BImSchV, DIN 18160, SchfHwO); GoogleAI und DeepSeek bleiben allgemeiner – Konsens: Rechtliche Verpflichtung besteht unabhängig von konkreter Nennung. Kostenverteilung ⚠️ Abwägung DeepSeek nennt Umlagefähigkeit als Instandhaltung; GoogleAI spricht von Klärung mit WEG; Qwen thematisiert Kosten nicht – Konsens: Kosten für Zugangslösung sind grundsätzlich wirtschaftlich umlagefähig, sofern sie der Erhaltung des Gemeinschaftseigentums dienen. 👉 Handlungsempfehlung: Der Kaminofenbetrieb ist unverzüglich einzustellen. Eine dauerhafte, statisch geprüfte und schornsteinfegerlich anerkannte Zugangslösung ist unter Einbindung eines zertifizierten Schornsteinfegermeisters und eines statisch zugelassenen Dachdecker-/Fassadenmonteurs zu planen und umzusetzen. Bis dahin gilt ein absolutes Betriebsverbot.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Unkontrollierter Schornsteinbrand durch Glanzrußablagerung Lebensbedrohlich für Bewohner, Totalverlust des Gebäudeteils, hohe Haftungsansprüche 🔴 Risiko Kohlenmonoxid-Vergiftung durch undichte oder verstopfte Abgaswege Lebensgefahr ohne Warnsymptome, besonders bei älteren Bewohnern oder Nachtschlaf 🔴 Risiko Absturz beim Reinigungsversuch über Dach oder Leiter Schwere bis tödliche Verletzungen, Haftung des Eigentümers für Dritte (z. B. beauftragter Handwerker) 🔴 Risiko Rechtswidrige Betriebserlaubnis mit Rückwirkung auf Versicherungsschutz Kein Versicherungsschutz bei Schaden, persönliche Schadensersatzpflicht, Bußgelder nach 1. BImSchV 🔴 Risiko Dachschäden durch unsachgemäßen Zugang (Schieferbruch, Feuchtigkeitseintritt) Einsickernde Feuchtigkeit, Schimmelbildung, Folgeschäden an Tragwerk und Ausbau, hohe Sanierungskosten ✅ Chance Langfristige Erhöhung des Immobilienwerts durch fachgerechte Zugangslösung Steigerung der Vermarktbarkeit, geringere Versicherungsprämien, höhere Attraktivität für Käufer mit Kaminofen-Interesse ✅ Chance Standardisierung der Zugangswege für alle Schornsteine des Hauses Vereinfachung künftiger Wartung, Kosteneinsparung bei Gemeinschaftsmaßnahmen, bessere Kooperation mit Schornsteinfeger-Innung ✅ Chance Integration von Brandschutz- und Wartungskonzept in Sanierungskonzept der Jahrhundertwende-Immobilie Synergien mit Fassaden-, Dach- oder Denkmalschutzmaßnahmen, mögliche Fördermittel (z. B. BAFA) für sichere Energielösungen ✅ Chance Langfristige Absicherung der Betriebserlaubnis durch dokumentierte, regelkonforme Zugangslösung Rechtssicherheit für alle künftigen Eigentümer, kein wiederholter Konflikt bei Eigentümerwechsel, reibungslose Überprüfung durch Bezirksschornsteinfeger ✅ Chance Stärkung der WEG als zielorientierte, zukunftsfähige Eigentümergemeinschaft Erhöhte Entscheidungsfähigkeit bei technischen Fragen, bessere Kommunikation, Vertrauen in gemeinsame Verantwortung Orientierungshilfen
- Sofortige Betriebseinstellung: Stellen Sie den Betrieb des Kaminofens umgehend ein – bis zur Herstellung eines regelkonformen Zugangs ist jeder Gebrauch rechtswidrig und lebensgefährlich.
- Experten beauftragen: Kontaktieren Sie einen zertifizierten Schornsteinfegermeister mit Prüf- und Beratungsauftrag sowie einen statisch zugelassenen Dachdecker oder Fassadenmonteur für die Erstellung eines detaillierten, genehmigungsfähigen Zugangskonzepts.
- Dokumentation sichern: Fordern Sie schriftlich die Rücknahme der ursprünglichen Betriebserlaubnis an und dokumentieren Sie alle Schritte zur Zugangsherstellung (Angebote, Beschlüsse, Prüfprotokolle) für Ihre Versicherung und die WEG.
- WEG-Beschluss vorbereiten: Beantragen Sie die Einberufung einer außerordentlichen Eigentümerversammlung mit Tagesordnungspunkt „Zugangslösung für Kaminreinigung – Kosten, Genehmigung, Umsetzung“; legen Sie das von Experten erstellte Konzept als Vorlage vor.
- Genehmigungspfad klären: Prüfen Sie mit Bauamt und Denkmalschutzbehörde (wegen Jahrhundertwende-Stadthaus) die erforderlichen baurechtlichen Genehmigungen – ggf. bereits vor der WEG-Abstimmung.
- Fördermöglichkeiten prüfen: Informieren Sie sich beim BAFA oder bei der KfW über Förderprogramme für energetisch sichere und brandschutzkonforme Zugangslösungen im Bestand.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Kamin
- Ein Kamin ist ein senkrechter Schacht, der dazu dient, Rauchgase von einer Feuerstätte (z.B. Kaminofen) ins Freie zu leiten. Er besteht in der Regel aus Mauerwerk oder Edelstahl und muss regelmäßig gereinigt und gewartet werden.
Verwandte Begriffe: Schornstein, Abgasanlage, Rauchrohr. - Schornsteinfeger
- Ein Schornsteinfeger ist ein Handwerker, der für die Reinigung, Überprüfung und Wartung von Schornsteinen und Feuerungsanlagen zuständig ist. Er führt auch die Feuerstättenschau durch und berät Hauseigentümer in Fragen des Brandschutzes.
Verwandte Begriffe: Kaminkehrer, Feuerstättenschau, Kehrbezirk. - Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG)
- Eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) ist eine Gemeinschaft von Eigentümern, die gemeinsam ein Gebäude besitzen, das in einzelne Wohnungen aufgeteilt ist. Die WEG verwaltet das Gemeinschaftseigentum und trifft Entscheidungen über Instandhaltung und Reparaturen.
Verwandte Begriffe: Gemeinschaftseigentum, Sondereigentum, Verwalter. - Feuerstättenschau
- Die Feuerstättenschau ist eine regelmäßige Überprüfung der Feuerungsanlage durch den Schornsteinfeger. Dabei wird der Zustand des Kamins, der Feuerstätte und der Abgasanlage überprüft. Ziel ist es, Brandgefahren zu erkennen und zu beseitigen.
Verwandte Begriffe: Schornsteinfeger, Brandschutz, Feuerungsanlage. - Gemeinschaftseigentum
- Gemeinschaftseigentum ist der Teil eines Gebäudes, der allen Wohnungseigentümern gemeinsam gehört. Dazu gehören z.B. das Dach, die Fassade, das Treppenhaus und der Garten. Die WEG ist für die Instandhaltung des Gemeinschaftseigentums zuständig.
Verwandte Begriffe: Sondereigentum, WEG, Verwalter. - Kaminabdeckung
- Eine Kaminabdeckung ist eine Vorrichtung, die den Kamin vor Witterungseinflüssen wie Regen und Schnee schützt. Sie verhindert, dass Wasser in den Kamin eindringt und Schäden verursacht. Es gibt verschiedene Arten von Kaminabdeckungen, z.B. aus Edelstahl oder Ton.
Verwandte Begriffe: Regenhut, Kaminkopf, Schornsteinabdeckung. - Kehrbezirk
- Ein Kehrbezirk ist ein geografisch abgegrenztes Gebiet, für das ein bestimmter Schornsteinfeger zuständig ist. Der Schornsteinfeger ist verpflichtet, in seinem Kehrbezirk alle Feuerungsanlagen regelmäßig zu überprüfen und zu reinigen.
Verwandte Begriffe: Schornsteinfeger, Feuerstättenschau, Kehrpflicht.
Häufige Fragen (FAQ)
- Wer ist für die Kaminreinigung zuständig, wenn der Kamin zu einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gehört?
Grundsätzlich ist der Eigentümer der Wohnung, zu der der Kamin gehört, für die Reinigung verantwortlich. Die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) ist jedoch für den Zustand des Gemeinschaftseigentums, wie z.B. das Dach und den Kamin selbst, zuständig. Es ist wichtig, die Zuständigkeiten klar abzuklären. - Welche Zugangswege gibt es für die Kaminreinigung bei einem hohen Schornstein?
Mögliche Zugangswege sind über das Dach (mit sicherer Plattform oder Stufen), über eine Klappe/Leiter im Dachboden oder eventuell von der Wohnung aus. Die sicherste und praktikabelste Lösung sollte in Absprache mit dem Schornsteinfeger und der WEG gefunden werden. - Wer trägt die Kosten für die Kaminreinigung und eventuelle Reparaturen am Kamin oder Dach?
Die Kosten für die Kaminreinigung trägt in der Regel der Wohnungseigentümer. Kosten für Reparaturen am Gemeinschaftseigentum (z.B. Dach, Kamin) werden in der Regel von der WEG getragen. Dies sollte jedoch im Vorfeld mit der WEG geklärt und schriftlich festgehalten werden. - Was passiert, wenn der Schornsteinfeger den Kamin nicht reinigen kann, weil der Zugang zu gefährlich ist?
Wenn der Zugang zu gefährlich ist, muss die WEG für einen sicheren Zugang sorgen (z.B. durch Installation einer sicheren Plattform oder Stufen auf dem Dach). Der Schornsteinfeger darf die Reinigung verweigern, wenn die Sicherheit nicht gewährleistet ist. - Welche Rolle spielt die Feuerstättenschau bei der Kaminreinigung?
Die Feuerstättenschau ist eine regelmäßige Überprüfung der Feuerungsanlage durch den Schornsteinfeger. Dabei wird auch der Zustand des Kamins und die Zugänglichkeit für die Reinigung überprüft. Mängel müssen behoben werden. - Was ist eine Kaminabdeckung und warum ist sie wichtig?
Eine Kaminabdeckung schützt den Kamin vor Witterungseinflüssen wie Regen und Schnee. Sie verhindert, dass Wasser in den Kamin eindringt und Schäden verursacht. Eine defekte oder fehlende Abdeckung sollte umgehend repariert oder ersetzt werden. - Wie oft muss ein Kamin gereinigt werden?
Die Häufigkeit der Kaminreinigung hängt von der Art der Feuerungsanlage und den örtlichen Vorschriften ab. In der Regel muss ein Kamin mindestens einmal jährlich gereinigt werden. Der Schornsteinfeger kann Auskunft über die genauen Intervalle geben. - Was ist bei der Auswahl eines Schornsteinfegers zu beachten?
Achten Sie darauf, dass der Schornsteinfeger über eine gültige Zulassung verfügt und die Arbeiten fachgerecht ausführt. Lassen Sie sich im Zweifelsfall Referenzen zeigen oder holen Sie mehrere Angebote ein.
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Kaminreinigung: Bestandsschutz bei baulichen Änderungen
Sie haben die Idee doch selbst gehabt
Hallo Frau Vogt,
wenn Ihr BSFM sich auf die 2. Lösung einlässt, dann ist doch alles klar. Wenn er die Anlage dann so absegnet und dies in das Abnahmeprotokoll aufgenommen wird, dann hat das solange Bestand, bis Sie an dem Schornstein nochmals bauliche Veränderungen vornehmen. Der sogenannte Bestandsschutz. Der gilt auch noch für den Enkel vom Enkel des jetzigen BSFM
Mit freundlichen Grüßen
W. Ankenbauer -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 14.01.2026
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💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Kaminreinigung eines 20m hohen Schornsteins in einem Stadthaus. Der korrekte Zugang zur Reinigung, die damit verbundenen Kosten und die Pflichten des Eigentümers werden thematisiert. Ein wichtiger Aspekt ist der Bestandsschutz bei baulichen Veränderungen am Schornstein.
✅ Zustimmung/Empfohlen: Laut Kaminreinigung: Bestandsschutz bei baulichen Änderungen genießt man Bestandsschutz, solange keine baulichen Veränderungen am Schornstein vorgenommen werden. Dies gilt auch für zukünftige Schornsteinfeger.
⚠️ Wichtig/Achtung: Die initiale Betriebserlaubnis kann widerrufen werden, wenn der Schornsteinfeger bei der Abnahme feststellt, dass der falsche Kamin genehmigt wurde. Dies kann zu Problemen führen, insbesondere bei hohen Schornsteinen.
💰 Kosten: Die Kosten für die Kaminreinigung und den Zugang zum Schornstein (z.B. durch eine Plattform) sind wichtige Faktoren, die bei der Planung berücksichtigt werden müssen. Die Eigentümerpflichten umfassen die Sicherstellung einer Kehrmöglichkeit.
👉 Handlungsempfehlung: Klären Sie alle Details mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister (BSFM) ab und lassen Sie die Abnahme protokollieren, um den Bestandsschutz zu gewährleisten. Prüfen Sie alternative Zugangswege zum Schornstein, um die Kosten zu minimieren.
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