- altes Haus (ca. 120 Jahre alt) wurde in der Vergangenheit mit Öl geheizt. Da wir jetzt mit Holz heizen (Außenlager), konnten wir gestern unseren Öltank ausbauen lassen und haben einen zusätzlichen Kellerraum gewonnen, der als Werkstattraum genutzt werden soll.
- vermutlich als Ölauffang-"Wanne" war die Wand bis auf etwa 1 m Höhe verputzt (und die untere Hälfte der Türöffnung abgemauert). Der Putz war bereits großflächig ohne Verbund mit dem Mauerwerk und ist bereits entfernt.
- da der Stahltank laut Blechschild Anfang der 1970er Jahre eingebaut wurde, gehe ich davon aus, dass dieser Kellerraum danach nicht mehr gestrichen wurde.
Die Wände und Decke - "Tonnengewölbe" - waren weiß gestrichen, sogar die zuvor verputzten Flächen lassen noch diese Farbe erahnen.
- die Farbe blättert im ehemals sichtbaren Bereich nicht ab, da aber der Mörtel eher weich ist, kann man im Fugenbereich leicht die (Kalk-?) Farbe eindrücken.
- das Mauerwerk ist ca. 60 cm dick, hat sicherlich keine Sperrschicht und keine Fundamentgründung. Eine Wand hat im unteren Drittel bzw. in der unteren Hälfte Erdberührung. Eine Wand ist ebenerdig also ohne Erdberührung. Die restlichen Wände sind Innenwände.
- der Keller ist trocken. Ich fühle jedoch leichte Feuchtigkeit im "Erdbereich" des ehemaligen Putzes, die möglicherweise noch abtrocknet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kellerwände von außen mit Sperrschichten versehen wurden.
- da wir in unserem Haus erst seit zwei Jahren wohnen und die Vorbesitzer nicht mehr leben, habe ich keine Möglichkeit Informationnen aus erster Hand einzuholen.
Meine Frage:
Welche Wandfarbe eignet sich am besten zum weißen?
Meine bisherige Meinung:
- da hier kein Wohnraum entstehen soll, und der Raum mit vielleicht 15 m² wenig zu bearbeitende Fläche hat, möchte ich eine kostengünstige, diffusionsoffene Farbe einsetzten, die das Mauerwerk nicht schädigt.
- da die Arbeitszeit nicht das wesentliche Kriterium ist, kommen auch mehrere Schichtaufträge in Frage.
- ein Zusatzproblem (dessen Bedeutung ich noch nicht richtig einschätzen kann) bitte ich ebenfalls zu bewerten: Bisher hatte ich gedacht, Kälken wäre in diesem Fall ideal. Oder erzeuge ich mir dadurch ein ungewolltes Problem bezüglich zukünftiger mauerschädigender Salzbildung?
Mein beabsichtigtes Vorgehen:
- ich möchte die Wände und Decke gründlich abbürsten, um die losen Partickel zu entfernen, lose Fugenbestandteile gründlich auskratzen und mit Remmers Fugenmörtel (genaue Produktbezeichnung kenne ich noch nicht) ausfugen. Nach dem Abbinden hoffe ich, dass der Meinungsbildungsprozess mit ihrer Hilfe abgeschlossen ist, und mir die passende Materialwahl möglich ist.
Ich bitte Sie mir, kritische Hinweise zu geben und bedanke mich bereits jetzt für alle Antworten.
Martin Gerbes
