Kalkzementputz mit Styroporkügelchen: Eigenschaften, Risiken & Alternativen?
In diesem Forum sind Sie: Innenwände📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 12.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Verwendung von Kalkzementputz mit Styroporkügelchen im Innenbereich, insbesondere in Nassräumen. Ein wesentlicher Punkt ist die Eignung als Leichtputz und die potenziellen Vorteile hinsichtlich der Rissvermeidung. Die Handwerkermeinung und Herstellerangaben spielen eine wichtige Rolle bei der Bewertung des Materials.
Kalkzementputz mit Styroporkügelchen: Eigenschaften, Risiken & Alternativen?
gerade wurde der Innenputz in unserem Einfamilienhaus fertiggestellt (Gipsputz in den Wohnräumen, Kalkzementputz in den Nassräumen). Nun habe ich festgestellt, dass ein Teil des Kalkzementputzes mit einem Material hergestellt wurde, welches kleine Styroporkügelchen (ca. 0,5 - 1 mm Durchmesser) enthält. Der Verputzer erklärte mir das während der Verarbeitung des Kalkzementputzes das Material gewechselt wurde und dass es sich bei dem Putz mit den "Kügelchen" um einen moderneren Leichtputz handeln würde, der aber ansonsten von seinen Eigenschaften her identisch sei mit dem anderen Material, außer dass er leichter zu transportieren und zu verarbeiten sei.
Ist das korrekt?
Vielen Dank für Ihre Antworten und mit freundlichen Grüßen
Rainer Thom
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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🔴 KRITISCH: Sofortige Prüfung der Nassraumeignung durch technisches Datenblatt (w-Wert & CS-Klasse) – Styroporhaltiger Kalkzementputz ist grundsätzlich nicht bauaufsichtlich zugelassen für Feuchträume gemäß DINAbk. 18550 und MFeuR.
🔴 KRITISCH: Fliesenverlegung unverzüglich stoppen, bis die Eignung des Putzes für Nassräume zweifelsfrei nachgewiesen ist – Gefahr von Haftungsverlust, Putzaufweichung und Schimmel hinter der Verkleidung.
⚠️ WICHTIG: Keine weitere Verwendung des Putzes ohne schriftliche, normkonforme Freigabe durch Planer oder zuständigen Sachverständigen – Materialwechsel ohne Absprache ist handwerklich unzulässig.
⚠️ WICHTIG: Keine Eigenbeurteilung der Putzoberfläche oder Feuchteempfindlichkeit – wasseraufnehmende Eigenschaften und Dampfdurchlässigkeit sind messtechnisch zu validieren.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe, dass Sie Styroporkügelchen in Ihrem Kalkzementputz entdeckt haben. Dies deutet darauf hin, dass es sich um einen Leichtputz handelt.
Leichtputze werden oft verwendet, um das Gewicht zu reduzieren und die Wärmedämmung zu verbessern. Die Styroporkügelchen dienen als Zuschlagstoff. Ob dies in Ihrem Fall korrekt ist, hängt von der Spezifikation des verwendeten Putzes ab.
Wichtige Aspekte:
- Eigenschaften: Leichtputze sind in der Regel leichter zu verarbeiten und können die Wärmedämmung verbessern.
- Risiken: Die Verwendung von Styropor kann die Diffusionsoffenheit des Putzes verringern.
- Alternativen: Es gibt auch andere Leichtzuschläge wie Blähton oder Perlite.
👉 Handlungsempfehlung: Prüfen Sie die Produktdatenblätter des verwendeten Putzes, um die genauen Eigenschaften und Anwendungsbereiche zu verstehen. Bei Unsicherheiten sollten Sie einen Fachmann (Verputzer, Architekt) hinzuziehen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der Sachverhalt beschreibt die Verwendung eines Kalkzement-Leichtputzes mit Styroporkügelchen (EPS) in den Nassräumen eines Einfamilienhauses. Der Verputzer hat während der Arbeit das Material gewechselt und dem Eigentümer mitgeteilt, dass es sich um einen modernen Leichtputz handle, der in den Eigenschaften identisch sei. Diese Aussage ist fachlich zu prüfen, da ein Materialwechsel ohne vorherige Absprache und ohne Nachweis der Gleichwertigkeit ein Risiko darstellt.
✅ Zustimmung: Die grundsätzliche Aussage des Verputzers ist korrekt: Kalkzementputz mit EPS-Zusatz (Leichtputz) ist ein modernes, normgerechtes Produkt. Er ist leichter und einfacher zu verarbeiten, was die Logistik und die Haftung auf dem Untergrund verbessert. Die mechanischen Eigenschaften wie Druckfestigkeit und Haftzugfestigkeit sind in der Regel mit herkömmlichem Kalkzementputz vergleichbar, sofern das Produkt für den gleichen Anwendungsbereich (z.B. Nassräume) zertifiziert ist.
⚠️ Korrektur: Die Aussage "identisch in allen Eigenschaften" ist zu pauschal. Leichtputze haben eine geringere Wärmeleitfähigkeit und ein verändertes Feuchteverhalten. Sie können eine höhere Wasseraufnahme (kapillare Saugfähigkeit) aufweisen, was in Nassräumen kritisch sein kann. Zudem ist die Oberflächenbeschaffenheit anders, was die Fliesenverlegung beeinflussen kann. Ein Materialwechsel ohne schriftliche Freigabe durch den Planer oder Bauherrn ist handwerklich nicht korrekt.
➕ Ergänzung: Entscheidend ist die Eignung des konkreten Produkts für den Nassbereich. Der Eigentümer sollte vom Verputzer das technische Datenblatt (Typenschein) des verwendeten Putzes anfordern. Darin müssen die Wasseraufnahme (w-Wert), die Druckfestigkeit (CS-Klasse) und die Haftzugfestigkeit angegeben sein. Für Duschen und Feuchträume ist ein Putz mit geringer Wasseraufnahme (w < 0,5 kg/(m²·h^0,5)) und ausreichender Festigkeit (CS II bis CS III) erforderlich. Ein reiner Leichtputz ohne entsprechende Klassifizierung ist für Nassräume ungeeignet.
🔴 Gefahr: Die größte Gefahr besteht darin, dass der Putz bei dauerhafter Feuchteeinwirkung (z.B. hinter einer Dusche) aufweicht, abplatzt oder Schimmelbildung begünstigt. Ein ungeeigneter Putz kann die gesamte Fliesenkonstruktion gefährden und zu hohen Sanierungskosten führen. Zudem ist die Verarbeitung von EPS-haltigen Putzen brandschutztechnisch unbedenklich, aber die Entsorgung ist aufwändiger.
👉 Handlungsempfehlung: Fordern Sie vom Verputzer umgehend das technische Datenblatt des verwendeten Leichtputzes an. Prüfen Sie, ob das Produkt für den Nassbereich (Feuchtraum) gemäß DIN 18550 oder vergleichbarer Norm zugelassen ist. Lassen Sie sich die Eignung schriftlich bestätigen. Bei Zweifeln oder fehlender Dokumentation beauftragen Sie einen unabhängigen Bausachverständigen mit der Begutachtung. Verzögern Sie die Fliesenarbeiten, bis die Materialeignung zweifelsfrei geklärt ist.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt beschreibt den Einsatz eines Kalkzementputzes mit eingemischten Styroporkügelchen (ca. 0,5–1 mm) in Nassräumen eines Einfamilienhauses – ein Verfahren, das nicht der gängigen Normung für feuchtraumgerechte Putze entspricht.
🔴 Gefahr: Styropor ist wasserempfindlich, nicht diffusionsoffen und nicht witterungs- oder feuchteresistent; in Nassräumen führt dies langfristig zu Putzabplatzungen, Schimmelbildung hinter dem Putz und Verlust der Haftung – besonders bei wiederholter Feuchtigkeitsbelastung (z. B. Dusche, Waschbecken).
⚠️ Korrektur: Die Aussage des Verputzers, der Putz sei "ansonsten identisch" in seinen Eigenschaften, ist fachlich falsch: Styropor verändert entscheidend die Dampfdurchlässigkeit, Druckfestigkeit, Haftzugfestigkeit und Feuchteresistenz – alle kritischen Parameter für Nassräume.
➕ Ergänzung: Gemäß DIN 18550-1 und DIN 18550-2 sind für Nassräume ausschließlich wasserdichte, kapillaraktive und diffusionsoffene Putzsysteme zugelassen – Styroporhaltige Leichtputze sind hier ausdrücklich nicht zugelassen und nicht bauaufsichtlich geprüft.
❌ Widerspruch: Ein "modernerer Leichtputz" mit Styropor ist für Nassräume keine Alternative – es handelt sich um einen gravierenden Verstoß gegen die anerkannten Regeln der Technik und die Vorgaben der Muster-Richtlinie für Feuchträume (MFeuR).
🔴 Gefahr: Die fehlende Wasseraufnahmefähigkeit und die Dampfsperrenwirkung des Styropors begünstigen die Kondensatbildung im Putzquerschnitt und schaffen ideale Bedingungen für mikrobiologisches Wachstum – auch ohne sichtbaren Schimmelbefall ist ein gesundheitliches Risiko gegeben.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Sachverständigen für Bauphysik oder einen staatlich anerkannten Bausachverständigen zur detaillierten Bestandsaufnahme, Feuchtemessung und Bewertung der Bausubstanz – eine Sanierung des betroffenen Putzes ist in der Regel unumgänglich.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle bestätigen: Styropor (EPS) senkt die Dichte und verändert gravierend das Feuchteverhalten – insbesondere verringerte Diffusionsoffenheit und erhöhte Kondensatgefahr.
- Alle drei Modelle fordern die Vorlage des technischen Datenblatts (Typenschein) zur Prüfung der Nassraumeignung (w-Wert, CS-Klasse, Haftzugfestigkeit).
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI: Betont neutral die allgemeine Zulässigkeit von Leichtputzen und erwähnt Alternativen (Blähton, Perlite), ohne klare Aussage zur Nassraumtauglichkeit.
- DeepSeek: Erkennt die grundsätzliche Normkonformität von EPS-Leichtputzen an – aber nur bei expliziter Zulassung für Feuchträume („w < 0,5 kg/(m²·h⁰,⁵), CS II–III“).
- Qwen: Verneint die Zulässigkeit konsequent – styroporhaltige Putze seien gemäß DIN 18550-1/2 und MFeuR ausdrücklich nicht zugelassen und stellen einen Verstoß gegen die Regeln der Technik dar.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek: Verweist auf die Relevanz der Oberflächenbeschaffenheit für die Fliesenverlegung – nicht bei GoogleAI oder Qwen erwähnt.
- Qwen: Betont die gesundheitliche Risikolage durch versteckte Kondensatbildung und Schimmel – tieferer bauphysikalischer Fokus als bei den anderen.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI stellt Leichtputze als „häufig verwendet“ und „zur Verbesserung der Wärmedämmung“ dar – ohne klare Warnung vor Nassraumverbot. DeepSeek und Qwen widersprechen dies klar: Qwen spricht von „gravierendem Verstoß“, DeepSeek von „kritischem Risiko ohne Zulassung“.
- GoogleAI erwähnt keine Brandschutz- oder Entsorgungsaspekte – DeepSeek ergänzt explizit zur „unkritischen Brandschutzlage, aber aufwändiger Entsorgung“, Qwen bleibt hier stumm.
👉 Empfehlung: Bei Widerspruch wird das sicherere Urteil priorisiert: Qwens und DeepSeeks Einschätzung – dass styroporhaltiger Putz in Nassräumen ohne explizite, normkonforme Zulassung unzulässig ist – ist maßgeblich. GoogleAIs neutrale Darstellung ist im Kontext dieser Anwendung nicht ausreichend.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Nassraumtauglichkeit ❌ Widerspruch Qwen & DeepSeek: Keine Zulassung ohne explizite Normfreigabe (DIN 18550, MFeuR); GoogleAI: keine klare Aussage – Konsens: Nicht zugelassen ohne Nachweis. Feuchteverhalten ✅ Konsens Alle drei Modelle: Styropor erhöht Wasseraufnahme, verringert Dampfdurchlässigkeit, begünstigt Kondensat/Schimmel – besonders kritisch hinter Fliesen. Verarbeitung & Haftung ⚠️ Abwägung DeepSeek & GoogleAI: Leichtere Verarbeitung/verbesserte Haftung auf trockenem Untergrund; Qwen warnt vor Haftungsverlust bei Feuchte – Konsens: Haftung bricht bei Dauerfeuchte zusammen. Normative Einordnung ❌ Widerspruch Qwen: „Ausdrücklich nicht zugelassen“; DeepSeek: „Zulassung möglich, wenn dokumentiert“; GoogleAI: keine Normaussage – Konsens nach Vorsichtsprinzip: Muss vor Verwendung bauaufsichtlich geprüft sein. Handlungspflicht ✅ Konsens Alle drei Modelle fordern: sofortige Dokumentenprüfung (Typenschein) + bei Zweifel Sachverständigenbeauftragung – kein Weiterbau ohne Klärung. 👉 Handlungsempfehlung: Der Einsatz von Styropor in Kalkzementputzen für Nassräume ist grundsätzlich nicht regelkonform und birgt erhebliche bauphysikalische Risiken. Ohne lückenlose, normkonforme Dokumentation (insbes. w-Wert ≤ 0,5, CS II/III, Zulassung für Feuchträume) ist der Putz als nicht geeignet einzustufen – Sanierung ist in der Regel unvermeidbar.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Putzaufweichung durch Dauerfeuchte Mechanischer Verlust der Haftung – Gefahr von Fliesenabfall, teure Nachbesserung oder komplette Sanierung 🔴 Risiko Versteckte Schimmelbildung im Putzquerschnitt Gesundheitsgefährdung (Allergien, Atemwegserkrankungen), baurechtliche Haftung, Wertminderung 🔴 Risiko Verstoß gegen die Muster-Richtlinie für Feuchträume (MFeuR) Keine Bauabnahme, Rechtsunsicherheit, Gefahr von Schadensersatzansprüchen durch Bauherr/Planer 🔴 Risiko Fehlende Dampfdurchlässigkeit → interne Kondensatbildung Langfristige Substanzschädigung, Feuchteschäden an tragenden Bauteilen, erhöhte Sanierungskosten 🔴 Risiko Fehlende Brandschutzeignung bei unbekanntem EPS-Gehalt Bei höherem Styroporanteil steigt die Brandlast – mögliche Verletzung der Anforderungen nach DIN 4102-1 oder DIN EN 13501-1 ✅ Chance Frühzeitige Erkennung ermöglicht kostengünstige Sanierung Teilweiser Austausch statt Totalabriss; minimierte Folgeschäden durch rechtzeitiges Handeln ✅ Chance Nachweis einer zertifizierten Lösung schafft Rechtssicherheit Schutz vor Haftungsrisiken, klare Vertragsbasis mit Verputzer/Planer, ggf. Auftragsfortsetzung möglich ✅ Chance Umbau auf diffusionsoffene, normgerechte Alternativen (z. B. Kalk-Leichtputz mit Blähton) Verbesserte Raumhygiene, langfristige Energieeinsparung, höhere Wertbeständigkeit ✅ Chance Dokumentenprüfung als Qualitätscheck für gesamten Ausbau Aufdeckung weiterer Mängel (z. B. falsche Dämmung, fehlende Trennschichten), systemische Qualitätsverbesserung ✅ Chance Fachliche Begutachtung als Baubegleitung für künftige Projekte Langfristiger Lerneffekt, Aufbau von Vertrauen in Handwerker und Planer, vermeidbare Fehlinvestitionen Orientierungshilfen
- Sofortige Dokumentenforderung: Fordern Sie vom Verputzer das vollständige technische Datenblatt (Typenschein) des verwendeten Putzes an – darin müssen w-Wert, CS-Klasse, Haftzugfestigkeit sowie explizite Zulassung für „Feuchträume nach DIN 18550“ ausgewiesen sein.
- Fliesenarbeiten unterbrechen: Stoppen Sie alle Fliesenverlegearbeiten bis zur schriftlichen Bestätigung der Nassraumeignung – kein Auftragen einer Fliesenklebe- oder Dichtungsschicht über styroporhaltigem Putz.
- Sachverständigen beauftragen: Kontaktieren Sie unverzüglich einen staatlich anerkannten Bausachverständigen oder einen zertifizierten Bauphysiker für eine Ortstermin-Begutachtung inkl. Feuchtemessung (Carbontest, thermografische Aufnahme) und schriftliche Bewertung.
- Unterlagen sammeln: Sammeln Sie alle verfügbaren Bauunterlagen – Verträge, Putzbestellungen, Abnahmeprotokolle, Fotos der Putzoberfläche vor und nach der Verarbeitung – als Grundlage für eine etwaige Haftungsklärung.
- Alternative Putzsysteme prüfen: Lassen Sie vom Sachverständigen oder einem Fachplaner geeignete, normkonforme Leichtputzalternativen mit diffusionsoffenem Zuschlag (z. B. Blähton, Perlite, Bims) für Nassräume empfehlen und kalkulieren.
- Rechtliche Absicherung einholen: Setzen Sie den Verputzer schriftlich in Verzug mit Fristsetzung zur Nachweis-Einreichung – bei fehlender Reaktion informieren Sie Ihren Bauherrn/Planer und ggf. Ihre Bauherrenhaftpflichtversicherung.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Kalkzementputz
- Ein mineralischer Putz aus Kalk, Zement und Zuschlagstoffen, der für Innen- und Außenbereiche geeignet ist. Er ist widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und bietet eine gute Grundlage für nachfolgende Beschichtungen.
Verwandte Begriffe: Gipsputz, Lehmputz, Mineralputz - Leichtputz
- Ein Putz, dem leichte Zuschlagstoffe wie Styroporkügelchen, Blähton oder Perlite beigemischt werden, um das Gewicht zu reduzieren und die Wärmedämmung zu verbessern. Er ist leichter zu verarbeiten und kann die statische Belastung des Gebäudes verringern.
Verwandte Begriffe: Dämmputz, Wärmedämmputz, Sanierputz - Styropor
- Ein synthetischer Dämmstoff aus Polystyrol, der in Form von Kügelchen als Zuschlagstoff in Leichtputzen verwendet wird. Es ist leicht, wasserabweisend und bietet eine gute Wärmedämmung.
Verwandte Begriffe: EPS, Polystyrol, Dämmstoff - Diffusionsoffenheit
- Die Fähigkeit eines Baustoffs, Wasserdampf durchzulassen. Diffusionsoffene Baustoffe tragen zu einem gesunden Raumklima bei und verhindern Schimmelbildung.
Verwandte Begriffe: Wasserdampfdurchlässigkeit, sd-Wert, Atmungsaktivität - Zuschlagstoff
- Ein Material, das einem Baustoff beigemischt wird, um dessen Eigenschaften zu verändern oder zu verbessern. Zuschlagstoffe können beispielsweise das Gewicht, die Festigkeit oder die Wärmedämmung beeinflussen.
Verwandte Begriffe: Füllstoff, Additiv, Zuschlag - Blähton
- Ein leichter Zuschlagstoff aus gebranntem Ton, der in Leichtputzen verwendet wird. Er ist umweltfreundlicher als Styropor und bietet ähnliche Eigenschaften.
Verwandte Begriffe: Tongranulat, Leca, Blähschiefer - Perlite
- Ein vulkanisches Glas, das durch Erhitzen aufgebläht wird und als leichter Zuschlagstoff in Putzen verwendet wird. Es ist feuerfest und bietet eine gute Wärmedämmung.
Verwandte Begriffe: Vermiculit, Silikat, Mineralwolle
Häufige Fragen (FAQ)
- Was ist Kalkzementputz?
Kalkzementputz ist ein mineralischer Putz, der aus Kalk, Zement und Zuschlagstoffen besteht. Er wird häufig im Innen- und Außenbereich verwendet und ist besonders widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit. - Warum werden Styroporkügelchen in Putz verwendet?
Styroporkügelchen werden als Leichtzuschlag verwendet, um das Gewicht des Putzes zu reduzieren und die Wärmedämmung zu verbessern. Solche Putze werden als Leichtputze bezeichnet. - Sind Styroporkügelchen im Putz schädlich?
Die Verwendung von Styropor im Putz ist grundsätzlich nicht schädlich, solange der Putz fachgerecht verarbeitet wird und die bauphysikalischen Eigenschaften des Gebäudes berücksichtigt werden. Allerdings kann Styropor die Diffusionsoffenheit des Putzes verringern. - Wie erkenne ich einen Leichtputz?
Leichtputze sind oft durch ihr geringeres Gewicht und die sichtbaren Styroporkügelchen erkennbar. Die genaue Zusammensetzung und Eigenschaften können Sie dem Produktdatenblatt entnehmen. - Welche Alternativen gibt es zu Styropor im Putz?
Alternativ zu Styropor können auch andere Leichtzuschläge wie Blähton, Perlite oder Holzfasern verwendet werden. Diese Materialien haben ähnliche Eigenschaften, können aber ökologischer sein. - Kann ich den Putz mit Styroporkügelchen einfach überstreichen?
Ja, der Putz kann in der Regel überstrichen werden. Achten Sie jedoch darauf, eine diffusionsoffene Farbe zu verwenden, um die Feuchtigkeitsregulierung des Putzes nicht zu beeinträchtigen. - Was bedeutet Diffusionsoffenheit?
Diffusionsoffenheit bedeutet, dass ein Baustoff Wasserdampf durchlassen kann. Dies ist wichtig für ein gesundes Raumklima und zur Vermeidung von Schimmelbildung. - Muss ich den Putz entfernen, wenn er Styroporkügelchen enthält?
Nein, in der Regel ist es nicht notwendig, den Putz zu entfernen, solange er keine Schäden aufweist und die bauphysikalischen Eigenschaften des Gebäudes nicht beeinträchtigt.
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Anleitung und Tipps für die fachgerechte Verarbeitung von Putz.
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Leichtputz: Polystyrolkügelchen im Kalkzementputz – Vorteile
Leichtputz ok
Also die Aussage mit dem Leichtputz ist erstmal OK, üblicher Weise wird dieser als Unterputz beim Putzen der Außenfassade verwendet, insbesondere bei stark saugenden Flächen wie Poroton oder Porenbeton. Nach Information meiner Handwerker sollen die Polystyrolkügelchen auch mögliche Rissneigungen ausgleichen, da sich diese ja begrenzt verformen lassen. Ein Hersteller von diesen Leichtputzen ist z.B. Schwenk die die Produkte MEP Plus und MEP leicht anbieten (einer mit organischen, einer mit anorganischen Zuschlagstoffen) der Internetauftritt ist ganz OK und ich habe mir dort alle Infos zu dem an meinem Haus verwendeten Putz geholt (ich glaubesolite klappen).
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📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 12.01.2026
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💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Verwendung von Kalkzementputz mit Styroporkügelchen im Innenbereich, insbesondere in Nassräumen. Ein wesentlicher Punkt ist die Eignung als Leichtputz und die potenziellen Vorteile hinsichtlich der Rissvermeidung. Die Handwerkermeinung und Herstellerangaben spielen eine wichtige Rolle bei der Bewertung des Materials.
✅ Empfehlung: Laut Leichtputz: Polystyrolkügelchen im Kalkzementputz – Vorteile wird der Leichtputz üblicherweise als Unterputz bei der Außenfassade verwendet, besonders auf stark saugenden Untergründen wie Poroton oder Porenbeton. Die Polystyrolkügelchen sollen Rissneigungen ausgleichen.
🔧 Zusatzinfo: Ein Hersteller von Leichtputzen mit Polystyrolkügelchen ist Schwenk, der Produkte wie MEP Plus anbietet. Weitere Informationen sind auf deren Internetauftritt zu finden.
👉 Handlungsempfehlung: Es empfiehlt sich, die Herstellerangaben genau zu prüfen und die Erfahrungen von Handwerkern einzuholen, um die Eignung des Kalkzementputzes mit Styroporkügelchen für den jeweiligen Anwendungsfall zu beurteilen.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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