wir haben ein neues Haus (aus 2005) mit ausgebautem und beheiztem Dachstudio.
Die Konstruktion besteht aus Betonziegel, Unterspannbahn,
200 mm Pfetten mit ebensostarker Zwischendämmung (WLG 035), Dampfbremse (blaue Folie), Kreuzlattung und Rigipsverkleidung.
Seit einiger Zeit ist an zwei Stellen die Rigipsverkleidung
nass / feucht gewesen.
Eine Teil-Öffnung der Verkleidung (etwa die Hälfte der gesamten Fläche) förderte durchnässte Dämmwolle sowie bis zum Dachfirst angeschimmelte Holzpfetten zu Tage.
Die nasse Dämmung wurde inzwischen entfernt, der Schimmel
mit Chlor-Mitteln bekämpft.
Jetzt soll seitens der Bauträgers natürlich alles wieder zu gemacht werden ...
Und genau da beginnen meine Sorgen:
- Die Dampfbremse wurde durch Spaxschrauben an einigen Stellen
durchbohrt und ist insgesamt an die Pfetten angetackert
worden. Darf das sein?
- Die Dampfsperre wurde an den Seiten mittels "Siga"Klebeband
ans Mauerwerk geklebt. OK?
- Macht es Sinn die gesamte Innenverkleidung aus Rigips zu entfernen (bis jetzt nur etwa die Hälfte) und zu kontrollieren
oder hätte man andere schadhafte Stellen bereits bemerken
müssen (z.B. weil auch nasse Flecken auftreten)?
- Kann ich die Dachkonstruktion (oben beschrieben) noch
optimieren (jetzt ist ja eh alles auf und dreckig ...)
z.B. mit zusätzlicher Dämmung zwischen Dampfbremse und Rigips?
Oder gibt es noch irgendeine schlaue Maßnahme?
- Eine grundsätzliche Frage:
Das Prinzip der Dampfbremse bzw. deren Funktion habe ich
verstanden.
Würde eine vollständig luftdicht verspachtelte (falls es das
überhaupt gibt) Rigipsverkleidung nicht ebenso wie eine
Folie das Durchdringen der feucht-warmen Innenluft verhindern?
Ich habe jetzt solche Angst vor erneutem Schaden, dass ich
überlege - wenn alles wieder verspachtelt ist-, die komplette
Rigipsverkleidung durch Auftragen von Dichtmitteln (z.B. wie
man es im Nassbereich macht) Luft- und Feuchtigkeitsundurchlässig zu machen.
Macht das Sinn? Wenn ja, mit welchem (Dicht-) Mittel?
PS:
Ich habe mich wirklich bemüht, mir vor unserem Bauvorhaben
etwas Fachwissen anzueignen um Baumängel besser erkennen zu
können.
So hat ein von mir gefordeter "Blower-Door-Test (BDT)" einen Wert
von 1,8 ermittelt.
Um so verunsicherter bin ich jetzt natürlich und hoffe
auf einige Experten-Antworten.
Gruß K. Brinkmann