HOAI für Garten- und Landschaftsbau: Abrechnung, Anwendbarkeit & Honorar für Bauausführung?
In diesem Forum sind Sie: Architekt / Architektur📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 08.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Frage, ob ein Garten- und Landschaftsbauer nachträglich HOAI-Leistungen abrechnen kann, wenn ein Festpreis vereinbart wurde. Es wird diskutiert, ob die HOAI nur für Ingenieure gilt oder auch für andere, die Ingenieurleistungen erbringen. Einigkeit besteht, dass ohne Auftrag keine HOAI-Abrechnung möglich ist.
⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 📊 Fakten/Zahlen · 👉 Handlungsempfehlung
HOAI für Garten- und Landschaftsbau: Abrechnung, Anwendbarkeit & Honorar für Bauausführung?
mein Garten- und Landschaftsbauer (Gartenbauer, Landschaftsbauer) (kein Ingenieur oder Architekt) hat sich offensichtlich
etwas verkalkuliert und will nun mit Hilfe der HOAIAbk. Kasse machen.
Ich hatte nämlich die Gartengestaltung einschl. Wege und Terrasse mit einem Festpreis gedeckelt. Nun will er im Nachhinein "Ingenieurleistungen", welche er für die Ausführung der Arbeiten erbracht hat (Absteckplanung, Höhen Vermessen etc.) nach HOAI ein kräftiges Honorar haben.
Unabhängig davon, dass dies mit dem Betrieb nie besprochen oder vereinbart worden ist, nun folgende Frage:
Dürfen Leistungen grundsätzlich nach HAOAI abgerchnet werden, wenn gleichzeitig von diesem Betrieb, so wie bei mir, auch die Ausführung der Arbeiten erbracht werden. (Habe nämlich gelesen, dass beim Hausbau - schlüsselfertiges Bauen - nicht nach HOAI abgerechnet werden kann.)
Vielen Dank schon mal für eine Antwort
Gruß Christian
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KI-Analyse (GoogleAI): HOAIAbk. bei Gartenbau: Anwendbarkeit & Abrechnung
Die Frage dreht sich darum, ob ein Garten- und Landschaftsbauer, der kein Ingenieur oder Architekt ist, nachträglich Leistungen nach der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) abrechnen kann, obwohl ein Festpreis vereinbart wurde.
Grundsätzlich gilt: Die HOAI regelt die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen. Ob ein Garten- und Landschaftsbauer HOAI-Leistungen abrechnen darf, hängt davon ab, ob die erbrachten Leistungen tatsächlich unter die in der HOAI definierten Leistungen fallen und ob er die dafür notwendige Qualifikation besitzt. Einfache Bauausführungen sind in der Regel keine HOAI-Leistungen.
Wenn ein Festpreis vereinbart wurde, sind in der Regel alle Leistungen, die zur Erbringung der vereinbarten Leistung notwendig sind, abgegolten. Eine nachträgliche Abrechnung von zusätzlichen Leistungen ist nur dann möglich, wenn diese Leistungen nicht im Festpreis enthalten waren und gesondert beauftragt wurden.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie den Sachverhalt von einem Anwalt für Baurecht prüfen. Dieser kann beurteilen, ob die abgerechneten Leistungen tatsächlich HOAI-fähig sind und ob eine nachträgliche Abrechnung zulässig ist.
KI-Analyse (DeepSeek): HOAI bei Gartenbau: Anwendbarkeit & Abrechnung
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt eine typische Konfliktsituation zwischen einem Auftraggeber und einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb, bei dem der Unternehmer nachträglich eine Vergütung nach der HOAI für Planungsleistungen fordert, obwohl ein Festpreis für die Ausführung vereinbart wurde. Entscheidend ist, dass die HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) grundsätzlich nur für die Planung und Überwachung gilt, nicht aber für die Bauausführung selbst. Ein reiner Garten- und Landschaftsbaubetrieb ohne Ingenieur- oder Architektenstatus ist in der Regel nicht berechtigt, seine Leistungen nach HOAI abzurechnen, es sei denn, er erbringt tatsächlich eigenständige Planungsleistungen, die über die übliche Ausführungsplanung hinausgehen.
❌ Widerspruch: Die Behauptung des Unternehmers, er könne für die Bauausführung (Wege, Terrasse) nachträglich ein HOAI-Honorar verlangen, ist rechtlich unzulässig. Die HOAI gilt nur für Grundleistungen der Objektplanung, nicht für die werkvertragliche Ausführung. Zudem ist die nachträgliche Forderung ohne vorherige schriftliche Vereinbarung über die Höhe des Honorars unwirksam.
➕ Ergänzung: Bei einem Festpreisvertrag sind alle Leistungen, die zur vertragsgemäßen Erfüllung notwendig sind, bereits abgegolten. Die vom Unternehmer genannten Tätigkeiten (Absteckplanung, Höhenvermessung) sind typische Nebenleistungen der Bauausführung und keine gesondert vergütungspflichtigen Ingenieurleistungen. Der Vergleich mit dem schlüsselfertigen Hausbau ist zutreffend: Auch dort kann der Generalunternehmer keine HOAI-Honorare zusätzlich zum Pauschalpreis verlangen.
👉 Handlungsempfehlung: Sie sollten der nachträglichen HOAI-Forderung schriftlich widersprechen und sich auf den vereinbarten Festpreis berufen. Lassen Sie den Vertrag und die Rechnung von einem Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht prüfen. Bei Unsicherheiten zur Abgrenzung von Planungs- und Ausführungsleistungen kann ein Sachverständiger für Honorarfragen hinzugezogen werden. Dokumentieren Sie alle Absprachen und Zahlungen sorgfältig.
KI-Analyse (Qwen): HOAI bei Gartenbau: Anwendbarkeit & Abrechnung
Die Anfrage betrifft die zulässige Anwendung der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) durch einen Garten- und Landschaftsbauer, der gleichzeitig Planungs- und Ausführungsleistungen erbringt – ohne vorherige vertragliche Vereinbarung einer HOAI-basierten Vergütung.
🔴 Gefahr: Eine nachträgliche Geltendmachung von HOAI-Honoraren ist rechtlich unzulässig, wenn keine vertragliche Grundlage besteht – insbesondere bei reinen Handwerksleistungen ohne ingenieurmäßige Planungshoheit oder gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung (z. B. staatlich geprüfter Techniker oder Ingenieur).
⚠️ Korrektur: Die HOAI ist keine gesetzliche Zwangsordnung, sondern nur anwendbar, wenn ausdrücklich vereinbart – und zwar nur für Leistungen, die tatsächlich in den Leistungsbildern der HOAI (z. B. § 51–53 für Landschaftsarchitekten) enthalten sind; reine Absteck- oder Vermessungsarbeiten im Rahmen der Bauausführung fallen regelmäßig nicht darunter.
➕ Ergänzung: Garten- und Landschaftsbauer dürfen HOAI-Honorare nur geltend machen, wenn sie über die erforderliche Qualifikation verfügen (z. B. Meisterprüfung mit Planungsbefugnis oder staatlich geprüfte Techniker mit entsprechender Zulassung) und die Leistungen tatsächlich getrennt von der Ausführung erbracht wurden – was bei einer Festpreisvereinbarung faktisch ausgeschlossen ist.
❌ Widerspruch: Die Annahme, dass ‚Ingenieurleistungen‘ automatisch HOAI-Anwendbarkeit begründen, ist falsch: Die Berufsbezeichnung ‚Gartenbauer‘ oder ‚Landschaftsbauer‘ allein berechtigt nicht zur HOAI-Abrechnung – es fehlt regelmäßig die gesetzliche Befugnis zur eigenverantwortlichen ingenieurmäßigen Planung.
✅ Zustimmung: Die Analogie zum schlüsselfertigen Hausbau ist zutreffend: Bei integrierter Planung und Ausführung („One-Stop-Shop“) ist eine HOAI-Abrechnung grundsätzlich ausgeschlossen – auch im Garten- und Landschaftsbau gilt das Prinzip der Vertragsfreiheit und der Verbotenheit von Überraschungshonoraren.
👉 Handlungsempfehlung: Fordern Sie schriftlich die Vorlage einer vertraglichen Vereinbarung zur HOAI-Anwendung – fehlt diese, ist jede Nachforderung rechtlich unbegründet; bei weiterem Druck kontaktieren Sie die zuständige Handwerkskammer oder einen Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht.
📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt
- HOAI
- Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) ist ein deutsches Preisrecht, das die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen regelt. Sie dient dazu, eine angemessene Vergütung für diese Leistungen sicherzustellen und den Wettbewerb zu fördern.
Verwandte Begriffe: Architektenhonorar, Ingenieurhonorar, Leistungsphasen - Festpreisvertrag
- Ein Festpreisvertrag ist ein Vertrag, bei dem ein fester Preis für eine bestimmte Leistung vereinbart wird. Der Auftragnehmer trägt das Risiko, dass seine Kosten höher sind als der vereinbarte Preis.
Verwandte Begriffe: Werkvertrag, Pauschalpreisvertrag, Einheitspreisvertrag - Leistungsphasen
- Die HOAI teilt die Leistungen von Architekten und Ingenieuren in verschiedene Leistungsphasen ein, von der Grundlagenermittlung bis zur Objektbetreuung. Jede Leistungsphase umfasst bestimmte Aufgaben und Leistungen, die zu erbringen sind.
Verwandte Begriffe: Planung, Ausführung, Bauleitung - Bauausführung
- Die Bauausführung umfasst alle Arbeiten, die zur Errichtung eines Bauwerks erforderlich sind. Dazu gehören beispielsweise Maurerarbeiten, Zimmererarbeiten, Dachdeckerarbeiten und Elektroinstallationen.
Verwandte Begriffe: Rohbau, Ausbau, Handwerkerleistungen - Landschaftsarchitektur
- Landschaftsarchitektur ist die Planung, Gestaltung und der Schutz von Freiräumen, Gärten, Parks und Landschaften. Sie umfasst sowohl gestalterische als auch ökologische Aspekte.
Verwandte Begriffe: Gartenplanung, Freiraumplanung, Landschaftsplanung - Ingenieurleistungen
- Ingenieurleistungen umfassen die Planung, Berechnung und Überwachung von technischen Anlagen und Bauwerken. Dazu gehören beispielsweise Tragwerksplanung, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärplanung sowie Elektroplanung.
Verwandte Begriffe: Technische Planung, Statik, Bauphysik
❓ Häufige Fragen (FAQ)
- Frage: Was ist die HOAI?
Die HOAI ist die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Sie regelt die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen, die im Zusammenhang mit Bauvorhaben erbracht werden. Die HOAI ist ein Preisrecht und soll eine angemessene Vergütung für diese Leistungen sicherstellen. - Frage: Kann ein Garten- und Landschaftsbauer HOAI-Leistungen abrechnen?
Ob ein Garten- und Landschaftsbauer HOAI-Leistungen abrechnen kann, hängt davon ab, ob die erbrachten Leistungen unter die in der HOAI definierten Leistungen fallen und ob er die dafür notwendige Qualifikation besitzt. Reine Ausführungsleistungen sind in der Regel keine HOAI-Leistungen. - Frage: Was ist ein Festpreisvertrag?
Ein Festpreisvertrag ist ein Vertrag, bei dem ein fester Preis für eine bestimmte Leistung vereinbart wird. In der Regel sind alle Leistungen, die zur Erbringung der vereinbarten Leistung notwendig sind, mit dem Festpreis abgegolten. - Frage: Was kann ich tun, wenn der Garten- und Landschaftsbauer nachträglich HOAI-Leistungen abrechnen will?
Prüfen Sie zunächst, ob die abgerechneten Leistungen tatsächlich HOAI-fähig sind und ob diese im Festpreis enthalten waren. Holen Sie sich gegebenenfalls rechtlichen Rat von einem Anwalt für Baurecht. - Frage: Welche Qualifikation muss ein Garten- und Landschaftsbauer haben, um HOAI-Leistungen abrechnen zu dürfen?
Um HOAI-Leistungen abrechnen zu dürfen, muss der Garten- und Landschaftsbauer in der Regel über eine entsprechende Qualifikation verfügen, beispielsweise ein abgeschlossenes Studium im Bereich Landschaftsarchitektur oder eine vergleichbare Qualifikation. - Frage: Was sind typische HOAI-Leistungen im Garten- und Landschaftsbau?
Typische HOAI-Leistungen im Garten- und Landschaftsbau können beispielsweise die Planung von Außenanlagen, die Erstellung von Pflanzplänen oder die Bauleitung sein. Reine Ausführungsleistungen fallen in der Regel nicht unter die HOAI. - Frage: Was passiert, wenn keine Honorarvereinbarung getroffen wurde?
Wenn keine Honorarvereinbarung getroffen wurde, gelten die Mindestsätze der HOAI. Dies gilt jedoch nur, wenn die Leistungen tatsächlich unter die HOAI fallen und der Leistende die entsprechende Qualifikation besitzt.
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HOAI: Vergütung von Ingenieurleistungen – Anspruchsgrundlage
Ingenieurleistungen zu Recht?
Sie stellen also nicht in Frage, dass der Firma dem Grunde nach eine Vergütung der Ingenieurleistungen zusteht?
Zur Höhe: das entsprechende BGH-Urteil hat das Aktenzeichen VII ZR 290/95. Demnach ist die "HOAI auf solche Anbieter, die neben oder zusammen mit Bauleistungen auch Architekten oder Ingenieurleistungen zu erbringen haben, nicht anzuwenden" (heißt m.E. aber nicht, dass die Anwendung verboten ist). Dem Unternehmer könnte aber gem. BGB eine "übliche" Vergütung zustehen. Damit könnten wir wieder bei der HOAIAbk. landen. -
Festpreis vs. HOAI: Nachträgliche Honorarerhöhung unzulässig
Wenn
ich die Frage richtig verstanden habe, dann wurde ein Festpreis für Gartengestaltung/Ausführung dieser Arbeiten vereinbart.
Im Festpreis sind also die Planungsleistungen gem. Vertrag bereits enthalten.
Nun soll nachträglich über die Hintertür HOAIAbk. eine Erhöhung des Festpreises erreicht werden.
Denke nicht, dass das klappt. -
HOAI für Gartenbau: Anwendbarkeit auf Handwerkerleistungen?
HOAI und Handwerkerleistungen
keinesfalls ist die Leistung eines Fachbetriebes für Garten- und Landschaftsbau (Gartenbau, Landschaftsbau) HOAIAbk.-fähig. Die HOAI ist nur auf Leistungen von Ingenieuren anwendbar. Was soll also ein Handwerker auf dieser Grundlage (als Preisrecht der Ingenieure) abrechnen wollen, selbst wenn dieser "Vermessungs"arbeiten (im Rahmen dessen Vertragserfüllung) erbringt.
Ich möchte mich auch gerne den Ausführungen des Herrn Peters anschließen, nämlich, dass eine nach Pauschalvertrag zum Festpreis angebotene Leistung alle zur Erfüllung dieser Leistung nach der Verkehrssitte zu erbringenden Leistungen beinhaltet. Eine Nachforderung, gleich welcher Art, kann also nur durch eine nachträgliche schriftliche (Zusatz-) Vereinbarung Aussicht auf Erfolg haben.
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"Ingenieurleistungen" können nur von Ingenieuren erbracht werden und auch nur von Ingenieuren entsprechend den Vorgaben der HOAI be- und abgerechnet (berechnet, abgerechnet) werden.
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Auch sogenannte schlüsselfertige Angebote können keinesfalls nach HOAI abgerechnet werden, da die HOAI nur für Dienstleistungen der freien Ingenieure gilt, nicht aber für gewerblich tätige Anbieter oder eben gewerblich tätige Architekten und Ingenieure.
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Also, bloß nicht ins Boxhorn jagen lassen. Ggf. lassen Sie sich bei der Durchsetzung Ihres richtigen Standpunktes fachlich beraten und Hilfestellung leisten.
MfG
R. Kaiser -
HOAI-Berechnung: Ingenieurleistungen nur durch Ingenieure?
Das ist mir Neu
<<<<"Ingenieurleistungen" können nur von Ingenieuren erbracht werden und auch nur von Ingenieuren entsprechend den Vorgaben der HOAIAbk. be- und abgerechnet (berechnet, abgerechnet) werden. >>>
Wo steht das? -
BGH Urteil: HOAI gilt nicht für Bauleistungen mit Ingenieuranteil
Genau, Herr Carden!
VII ZR 290/95 vom 22.05.1997:
"Die Mindest- und Höchstsätze (Mindestsätze, Höchstsätze) der HOAIAbk. sind Aufgrund der für ihren Geltungsbereich maßgeblichen Ermächtigungsgrundlage des Art. 10 §§ 1,2 MRVG auf natürliche und juristische Personen unter der Voraussetzung anwendbar, dass sie Architekten- und Ingenieuraufgaben erbringen, die in der HOAI beschrieben sind. Sie sind nicht anwendbar auf Anbieter, die neben oder zusammen mit Bauleistungen auch Architekten- oder Ingenieurleistungen (Architektenleistungen, Ingenieurleistungen) erbringen. "
Die Qualifikation ist egal, ausschlaggebend ist die Art der Leistung. Ist diese in der HOAI definiert, so ist die HOAI auch anzuwenden. -
HOAI-Abrechnung: Ingenieurleistung neben Bauleistung – Was gilt?
Nachtrag
"Sie sind nicht anwendbar auf Anbieter, die neben oder zusammen mit Bauleistungen auch Architekten- oder Ingenieurleistungen (Architektenleistungen, Ingenieurleistungen) erbringen. "
Das heißt, wer nicht nur die Ingenieurleistung erbringt (z.B. Bauträger oder hier der Landschaftsgärtner) darf diese Leistung nach HOAIAbk. abrechnen, muss es aber nicht. -
so
will ich das gelesen wissen -
HOAI-Anwendung: Nur für reine Ingenieurleistungen gültig!
vielleicht einmal den Satz
"Sie sind nicht anwendbar auf Anbieter, die neben oder zusammen mit Bauleistungen auch Architekten- oder Ingenieurleistungen (Architektenleistungen, Ingenieurleistungen) erbringen. "
genauer lesen, dann würde sich Ihre unrichtige Folgerung von selbst als solche darstellen.
Natürlich gilt die HOAIAbk. nur für Ingenieurleistungen und keinesfalls für Handwerker- und Bauträgerleistungen (Handwerkerleistungen, Bauträgerleistungen). Insofern ist der Satz ""Ingenieurleistungen" können nur von Ingenieuren erbracht werden und auch nur von Ingenieuren entsprechend den Vorgaben der HOAI be- und abgerechnet (berechnet, abgerechnet) werden" als dem Laien erläuternd zu verstehen.
. -.
Wäre dem nicht so, ohne hier weitere ggf. mißverständliche Erläuterungen geben zu wollen, würde bspw. der Rohbauer seinen "Meterriss" als Ingenieurleistung des Vermessungsingenieurs nach HOAI abrechnen wollen, etc. Absurd, meine Herren Carden und Wolz.
MfG
R. Kaiser -
HOAI-Geltung: Nicht berufsstandbezogen, sondern leistungsbezogen
Nochmal ...
Nach § 1 gilt die HOAIAbk. für die Berechnung der Entgelte für die Leistung der Architekten und Ingenieure. Nach absolut herrschender Auffassung ist die Anwendung der HOAI nicht auf die Berufsgruppe der Architekten und Ingenieure beschränkt, sondern ist von allen Personen, also auch von berufsfremden, zu beachten, sofern diese Leistungen, die in den Leistungsbildern dieser Verordnung erfasst sind, erbringen. Die HOAI ist als leistungsbezogen anzuwenden, nicht Berufsstandbezogen. [BGH, BauR97,677]
Der BGH begründet seine Auffassung damit, dass sein leistungsbezogenes Verständnis der HOAI dem Zweck der Norm besser gerecht wird als ein berufsstandbezogenes.
Zweck der Vorschrift ist nach den Vorstellungen des Gesetzgebers unter anderem, einen "ruinösen Preiswettbewerb bei Architekten- und Ingenieurleistungen (Architektenleistungen, Ingenieurleistungen)" zu verhindern. Dieser kann nur dann wirkungsvoll unterbunden werden, wenn alle Anbieter denselben Preisregeln unterliegen. Da die Tätigkeit der Architekten und Ingenieure im Gegensatz zu ihrer Berufsbezeichnung gesetzlich weitgehend nicht den eingetragenen Architekten und Ingenieuren vorbehalten ist, kann dies nur erreicht werden, wenn alle Anbieter von Leistungsbildern der HOAI gleichmäßig diesen Regeln unterstellt werden. Damit sind natürliche ebenso wie juristische Personen, die Leistungen erbringen, an die Honorarsätze gebunden.
Eine Einschränkung gilt für solche Anbieter, die "neben oder zusammen mit Bauleistungen auch Architekten- oder Ingenieurleistungen (Architektenleistungen, Ingenieurleistungen) zu erbringen haben. Dies gilt insbesondere für Bauträger und andere Anbieter kompletter Bauleistungen, die die dazu erforderlichen Ingenieur- und Architektenleistungen (Ingenieurleistungen, Architektenleistungen) einschließen". Begründung: Die geschuldete Werkleistung bei diesen Verträgen besteht im fertigen körperlichen Bauwerk; die hierfür notwendige Planung ist lediglich Erfüllungsvoraussetzung, aber nicht selbständiger Gegenstand des Werkvertrags. Das verbietet dem Bauträger aber noch lange nicht, seine Planungsleistung nach der HOAI zu kalkulieren und in sein Angebot einzurechnen. Er muss es nur nicht ...!
Die HOAI ist auch auf Vertragsverhältnisse nicht anwendbar, die den Auftragnehmer verpflichten, sämtliche tatsächlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, dass ein Mietobjekt in Wohnungseigentum umgewandelt und dass Wohnungseigentum veräussert werden kann. Es kommt also bei gemischten Vertragsverhältnissen nach Auffassung des BGH [Urteil vom 4.12.1997, BauR 98,193] darauf an, ob man von einem den Architektenvertrag prägenden Werkerfolg ausgeht. Bei einer Projektentwicklung ist dies nicht der Fall.
Die HOAI mit ihren Mindest- und Höchstsätzen (Mindestsätzen, Höchstsätzen) gilt auch, wenn ein Architekt einen anderen Architekten oder Ingenieur als Subplaner mit Architekten- oder Ingenieurleistungen (Architektenleistungen, Ingenieurleistungen) beauftragt. Etwas anderes gilt nur bei einem arbeitnehmerähnlichen Dienstvertrag, etwa einem freien Mitarbeitervertrag ohne eigene Verantwortung für den Erfolg zu einer Tätigkeit und wenn dieser nach Weisung des Auftraggebers tätig ist. [Hesse/Korbion/Mantscheff/Vygen, § 1, Rdnr. 32]
Da die HOAI nur dann gilt, wenn es sich um ein privatrechtliches Vertragsverhältnis handelt, findet sie nicht Anwendung, soweit eine Behörde in Erfüllung einer öffentlich-rechtlichen Verpflichtung tätig wird. Ein solcher Fall liegt dann vor, wenn ein Gemeindeverwaltungsverband Aufgaben für die angeschlossen Mitgliedsgemeinden übernimmt (s. § 61 Abs. 3 Nr. 2 Gemeindeordnung BW). Auch die Leistungen von öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren sind nicht von der HOAI erfasst.
Fazit: Die Frage nach der Anwendbarkeit der HOAI wird immer erst dann interessant, wenn im Vorfeld keine Honorarvereinbarung getroffen wurde. -
HOAI-Abrechnung: Fokus auf Leistung, nicht Berufsbezeichnung
@Herr Kaiser Gehen Sie bitte nicht ganz so ...
@Herr Kaiser
Gehen Sie bitte nicht ganz so inflationär mit Worten wie "absurd" um.
Absurd ist nur Ihr Vergleicht mit dem Meterstrich.
Meine Frage / Feststellung zielte nur auf die Behauptung ab, "nur" Ing. und Architekt. Könnten nach HOAIAbk. abrechnen.
Die Aussage ist erwiesenermaßen Falsch.
Es müssen Leistungen erbracht werden, welche nach HOAI abrechenbar wären.
Die Ausgangsfrage ist von dieser Feststellung losgelöst zu betrachten. -
HOAI im Gartenbau: Abrechnung ohne Auftrag unzulässig!
Dies dürfte den Fragesteller nicht weiter interessieren,
insofern sind Ihre Ausführungen und Verweise auf BGH-Entscheidungen oder ein Zitieren von Kommentaren in Fachliteraturen für diesen nicht weiterführend und auch unerheblich.
Einzig was zählt ist, dass der Gartenbauer, auch wenn dieser Ingenieurleistungen erbracht haben sollte, und hierfür nicht beauftragt war, seine Leistungen oder auch nur Teilleistungen m.E. eben nicht nach der HOAIAbk. abrechnen kann. Es wäre absurd, wenn es anders wäre.
Die HOAI ist geltendes Preisrecht für die verbindliche Berechnung der Honorare (Entgelte) für Leistungen der Architekten und Ingenieure als Auftragnehmer (§ 1 HOAI). Eindeutiger kann eine Formulierung kaum sein.
Wenn Sie wüssten wie deutsche Gerichte, bis hin zu BGH-Urteilen, die sich immer wieder selbst revidieren, entscheiden, wären Sie nicht auf den Gedanken gekommen Ihre Ausführungen hier darlegen zu wollen. Wie oben beschrieben ist dies auch nicht zielführend, zumindest nicht für den Fragesteller.
Vielleicht posten Sie einmal erneut zur ausschließlichen Diskussion unter den Experten 😉
MfG und schönen Sonntag
R. Kaiser -
Diskussion zur HOAI: Falsche Sichtweise korrigiert?
Ihnen scheint entgangen zu sein
dass ich die Postings nicht gebracht habe.
Aber gschenkt.
Ihrer Schreibe ist ein gewisser Rückzug von Ihrer falschen Sichtweise zu entnehmen - und das ist gut so. -
HOAI-Diskussion: Keine Änderung der Sichtweise!
🔴 Herr Carden?
> Ihrer Schreibe ist ein gewisser Rückzug von Ihrer falschen Sichtweise zu entnehmen - und das ist gut so.
. -.
Mit Nichten, Herr Carden.
Aber sei's drum! ebenso für das "gschenkt"
over 'n' out.
MfG
R. Kaiser -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 08.01.2026
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💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Frage, ob ein Garten- und Landschaftsbauer nachträglich HOAIAbk.-Leistungen abrechnen kann, wenn ein Festpreis vereinbart wurde. Es wird diskutiert, ob die HOAI nur für Ingenieure gilt oder auch für andere, die Ingenieurleistungen erbringen. Einigkeit besteht, dass ohne Auftrag keine HOAI-Abrechnung möglich ist.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut dem Beitrag HOAI im Gartenbau: Abrechnung ohne Auftrag unzulässig! ist eine nachträgliche Abrechnung nach HOAI ohne vorherigen Auftrag nicht möglich, selbst wenn Ingenieurleistungen erbracht wurden.
✅ Zusatzinfo: Das BGH-Urteil VII ZR 290/95, erwähnt im Beitrag BGH Urteil: HOAI gilt nicht für Bauleistungen mit Ingenieuranteil, besagt, dass die HOAI nicht auf Anbieter anwendbar ist, die neben Bauleistungen auch Architekten- oder Ingenieurleistungen erbringen.
📊 Fakten/Zahlen: Die HOAI regelt die Berechnung der Entgelte für Architekten und Ingenieure, wie im Beitrag HOAI-Geltung: Nicht berufsstandbezogen, sondern leistungsbezogen erläutert wird. Die Anwendung ist nicht auf den Berufsstand beschränkt, sondern bezieht sich auf die erbrachten Leistungen.
👉 Handlungsempfehlung: Klären Sie vorab, ob Ingenieurleistungen im Garten- und Landschaftsbau nach HOAI abgerechnet werden sollen. Beachten Sie den Beitrag Festpreis vs. HOAI: Nachträgliche Honorarerhöhung unzulässig, wenn ein Festpreis vereinbart wurde.
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