Mythen: Holzterrasse selber bauen und Fehler vermeiden

Holzterrasse selber bauen: Was wirklich zählt, bevor die erste Diele liegt

Holzterrasse selber bauen: Was wirklich zählt, bevor die erste Diele liegt
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Holzterrasse selber bauen: Was wirklich zählt, bevor die erste Diele liegt

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Erstellt mit DeepSeek, 04.06.2026

Foto / Logo von DeepSeekDeepSeek: Holzterrasse selber bauen – Mythen & Fakten

Das Thema Mythen & Fakten passt zum vorliegenden Pressetext, weil beim Bau einer Holzterrasse viele tradierte Irrtümer und Halbwahrheiten kursieren. Von der angeblichen "Selbstheilung" des Holzes bis zur vermeintlichen Notwendigkeit einer Vollversiegelung – die Fehler in der Planung und Ausführung sind oft auf hartnäckige Mythen zurückzuführen. Der Leser gewinnt dadurch einen faktenbasierten Leitfaden, der bewährte Praktiken von überholten Überlieferungen trennt und so für eine dauerhafte, pflegeleichte Terrasse sorgt.

Die hartnäckigsten Mythen

Wenn es um den Bau einer Holzterrasse geht, halten sich bestimmte Behauptungen besonders lange. Ein verbreiteter Mythos besagt, dass Edelstahl-Schrauben völlig unnötig seien und gängige verzinkte Schrauben für jedwede Holzart ausreichten – die Realität sieht anders aus: Nichtrostende Schrauben der Güte A2 oder A4 sind bei Tropenhölzern mit hohem Gerbsäureanteil unerlässlich, da sie sonst korrodieren und zu hässlichen Ausblühungen führen. Ein weiterer Irrglaube ist, dass eine Holzterrasse kein Gefälle benötige, wenn der Untergrund wasserdurchlässig sei. Fakt ist: Selbst bei Kiesbett oder Drainageplatten muss die Oberfläche ein Gefälle von mindestens zwei Prozent aufweisen, damit Regenwasser schnell ablaufen kann und nicht auf den Dielen steht. Auch das Gerücht, Thermoholz sei völlig wartungsfrei, hält sich hartnäckig – tatsächlich vergraut es zwar langsamer, benötigt aber dennoch regelmäßige Reinigung und Öl, um die natürliche Farbe zu bewahren.

Mythos vs. Wahrheit

Die häufigsten Mythen und die dazugehörigen Fakten
Mythos Wahrheit Quelle Konsequenz
Holz arbeitet nicht: Eine massive Diele bleibt formstabil. Holz ist ein Naturprodukt und arbeitet bei Feuchtigkeitsschwankungen. Eine Fuge von mindestens 3–5 mm zwischen den Dielen ist Pflicht. DIN 68121, Holzfeuchte-Richtwerte des Tischlerhandwerks Falsche Fugenbreite führt zu Verzug, Rissen und Quellungen im Sommer.
Gefälle ist überflüssig: Plattenuntergrund reicht aus. Auf Schotter oder Platten muss ein Gefälle von 2 % (2 cm pro Meter) hergestellt werden, damit das Wasser abläuft. Fachregel des Zimmererhandwerks, ZVDH Staunässe unter den Dielen bildet sich, was zur Fäulnis der Unterkonstruktion führt.
Bangkirai ist unzerstörbar: Tropenhölzer brauchen keine Pflege. Bangkirai und Cumaru altern durch Sonne und Regen – ohne Öl vergrauen sie und können reißen. Bauberatung der Deutschen Gesellschaft für Holzforschung Keine Pflege führt zu rauer Oberfläche, Splittern sowie frühzeitigem Austausch.
Verdeckte Befestigung ist immer besser: Sie hält länger als sichtbare Schrauben. Offene Systeme erlauben eine bessere Belüftung der Dielen und sind leichter zu tauschen. Beide Systeme sind bei korrekter Montage gleich langlebig. Herstellerangaben von Befestigungssystemen (z. B. ASSY, Spax) Bei Wartungsarbeiten sind verdeckte Systeme aufwendiger zu demontieren.
Unterkonstruktion muss aus dem gleichen Holz sein wie die Diele Die Unterkonstruktion kann aus günstigerem Nadelholz (z. B. kesseldruckimprägniert) oder Aluminium bestehen. Hartholz ist nicht zwingend nötig. Fachregeln des Holzbaus (z. B. Tabelle 4 der DHF-Richtlinien) Blinder Kauf von teurem Holz für die Unterkonstruktion ist unnötig.

Werbeversprechen unter der Lupe

Werbeversprechen: „Wartungsfrei – kein Ölen nötig" Die Realität zeigt, dass kein Holz im Außenbereich völlig ohne Pflege auskommt. Selbst thermisch modifiziertes oder tropisches Hartholz vergraut innerhalb von Monaten unter UV-Strahlung. Hersteller von Terrassenölen betonen oft, dass eine jährliche Behandlung notwendig sei – das ist zwar übertrieben, aber ein Rhythmus von zwei bis drei Jahren erhält die Farbe und schützt das Hirnholz vor Rissen. Wer auf Öl verzichtet, muss mit einer rauen, silbergrauen Oberfläche leben, die Witterungseinflüssen stärker ausgesetzt ist.

Ein weiteres verbreitetes Claim: „Verdeckte Clips halten ewig" Hier differenziert die Fachwelt: Verdeckte Befestigungssysteme sind eine gute Lösung für eine glatte Optik, doch sie sind anfälliger für Feuchtigkeit in den Klammern, wenn sie nicht aus Edelstahl gefertigt sind. Die Praxis zeigt, dass offene Systeme mit korrosionsbeständigen Schrauben oft günstiger und leichter zu ersetzen sind. Das Werbeversprechen einer „unbegrenzten Lebensdauer" hält keiner strengen Prüfung stand.

Tradierte Irrtümer

Ein alter Irrtum besagt, dass Lärche von Natur aus so widerstandsfähig sei, dass sie keinerlei Grundierung oder Kesseldruckimprägnierung brauche. Das stimmt nur bedingt: Sibirische Lärche besitzt eine hohe Harzkonzentration, aber die europäische Lärche ist anfälliger für Pilzbefall, wenn sie direkt auf dem Erdreich liegt. Ein weiterer traditioneller Fehler ist die Befestigung von Dielen direkt auf Betonplatten ohne Abstandshalter – das führt zur Staunässe und Fäulnis. Schließlich kursiert immer noch die Meinung, dass man Terrassenöl mit groben Bürsten auftragen müsse, um es tief in die Holzfasern einzuarbeiten – das ist nicht nur überflüssig, sondern schädigt die Oberfläche. Ein dünner, gleichmäßiger Auftrag mit Lappen oder Schaumstoffrolle ist schonender.

Warum Mythen sich halten

Die Hauptgründe liegen in veralteten Bauanleitungen und mündlichen „überlieferten Weisheiten" aus Zeiten, in denen Bauholz nicht behandelt wurde. Viele Heimwerker orientieren sich an Familienmitgliedern oder Internetforen, in denen Einzelfälle verallgemeinert werden. Hinzu kommt, dass Holz als Naturprodukt nicht statisch ist – was bei trockenem Kiefernholz funktioniert, kann bei feuchter Eiche versagen. Die Holzindustrie und der Einzelhandel tragen dazu bei, indem sie vereinfachende Werbebotschaften verbreiten, die selten die regionale Witterung oder individuelle Standortfaktoren berücksichtigen.

Handlungsempfehlungen auf Faktenbasis

  • Gefälle prüfen vor dem Bau: Legen Sie eine Wasserwaage auf die Unterkonstruktion und stelle Sie sicher, dass Sie ein Gefälle von 2 % (2 cm auf 1 m) vom Haus weg haben.
  • Holzart nach Nutzung wählen: Für Terrassen mit viel Schatten eignen sich Harthölzer wie Cumaru oder Bangkirai besser als Nadelhölzer, da sie weniger zum Pilzbefall neigen. Für sonnige Standorte ist Lärche oder Douglasie mit Öl ausreichend.
  • Vorbohren bei Hartholz: Spätestens bei Dicken über 20 mm ist das Vorbohren der Schraublöcher Pflicht – das verhindert Risse und Splitter am Rand.
  • Edelstahl-Schrauben verwenden: Für Bangkirai und Cumaru zwingend A4-Schrauben (für Meerwasser-/Salzluftnähe) – A2 für normale Bedingungen ist ausreichend.
  • Pflegezyklus einplanen: Nach dem ersten Bau im ersten Jahr nach sechs Monaten ölen, dann alle zwei Jahre. Im Frühjahr Reinigung mit Wasser und weicher Bürste.
  • Hirnholz versiegeln: Die Schnittenden der Dielen (Hirnholz) nehmen besonders viel Feuchtigkeit auf – mit speziellem Hirnholzlasur behandeln.

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Erstellt mit Gemini, 04.06.2026

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Das Thema Mythen & Fakten passt perfekt zum vorliegenden Kontext einer Holzterrasse, da viele Bauherren vor der Entscheidung stehen, sich selbst an dieses Projekt zu wagen. Oftmals existieren dabei tief verwurzelte Annahmen und Irrtümer über die Einfachheit, die Haltbarkeit oder die notwendigen Arbeitsschritte. Dieser Bericht zielt darauf ab, diese Unklarheiten auszuräumen und Fakten von Mythen zu trennen. Der Leser gewinnt dadurch die Sicherheit, fundierte Entscheidungen treffen zu können und vermeidet kostspielige Fehler, die die Langlebigkeit und Freude an der selbstgebauten Holzterrasse beeinträchtigen könnten. Es geht darum, die Realität hinter den oft vereinfachenden Darstellungen zu beleuchten und eine praxistaugliche Grundlage für ein erfolgreiches Bauvorhaben zu schaffen.

Die hartnäckigsten Mythen

Beim Bau einer Holzterrasse ranken sich zahlreiche Mythen, die oft von gut gemeinten, aber unzureichenden Ratschlägen oder von der Hoffnung auf einfache Lösungen gespeist werden. Ein weit verbreiteter Mythos besagt beispielsweise, dass jede Holzart für den Terrassenbau gleich gut geeignet sei, solange sie nur einmal im Jahr mit Öl behandelt wird. Dies ignoriert jedoch gravierende Unterschiede in der natürlichen Resistenz gegenüber Witterungseinflüssen, Pilzbefall und Insekten. Ebenso hält sich hartnäckig die Annahme, dass die Unterkonstruktion lediglich ein nebensächliches Detail sei, das mit einfachen Balken und ohne besondere Beachtung des Feuchtigkeitsschutzes erstellt werden kann. Dies führt oft zu frühzeitigem Verrotten und Instabilität. Auch die Vorstellung, dass die Auswahl des richtigen Gefälles nicht von entscheidender Bedeutung sei, solange das Wasser irgendwie abfließen kann, ist trügerisch und begünstigt Staunässe, die das Holz und die gesamte Konstruktion schädigt.

Ein weiterer hartnäckiger Irrtum betrifft die Befestigung der Terrassendielen. Viele glauben, dass jede Art von Schraube ausreicht und die Bohrlöcher beliebig gesetzt werden können. Dies kann jedoch zu Spannungsrissen im Holz führen, insbesondere bei härteren Holzarten. Die Annahme, dass eine Holzterrasse kaum Pflege benötigt und im Laufe der Zeit einfach "natürlich" vergraut, ohne dass dies negative Folgen hätte, ist ebenfalls problematisch. Das Vergrauen ist oft ein Zeichen von oberflächlicher Verwitterung, die bei unzureichendem Schutz tiefere Schäden verursachen kann. Schließlich gibt es noch den Mythos der "schnellen und einfachen Umsetzung" – viele unterschätzen den Aufwand für eine sorgfältige Planung und Ausführung, was zu Frustration und unerwarteten Problemen während des Baus führt.

Mythos vs. Wahrheit (Tabelle)

Mythen und Fakten rund um den Bau einer Holzterrasse
Mythos Wahrheit Quelle/Basis Konsequenz bei Fehleinschätzung
Mythos: Jede Holzart ist gleich gut geeignet. Wahrheit: Die Holzart hat erheblichen Einfluss auf Haltbarkeit, Pflegeaufwand und Resistenz gegen Schädlinge und Witterung. Unterschiedliche Holzarten wie Lärche, Douglasie, Tropenhölzer oder Thermoholz haben spezifische Eigenschaften. Holzkunde, Materialwissenschaft Frühes Verrotten, Aufquellen, Reißen, erhöhter Pflegebedarf, optische Beeinträchtigung.
Mythos: Die Unterkonstruktion ist unwichtig und kann einfach gebaut werden. Wahrheit: Eine stabile, wetterbeständige und korrekt dimensionierte Unterkonstruktion ist das Fundament jeder langlebigen Terrasse. Sie muss für ausreichenden Abstand zum Boden und eine gute Belüftung sorgen, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Statik, Holzschutzlehre, Baupraxis Instabilität, Verrottung der Unterkonstruktion, Schäden am Terrassenbelag, erhöhte Reparaturkosten.
Mythos: Ein leichtes Gefälle reicht aus, um Staunässe zu verhindern. Wahrheit: Ein konstantes Gefälle von mindestens 2% vom Haus weg ist essentiell, um Oberflächenwasser effektiv abzuleiten und Staunässe zu vermeiden. Hydraulik, Bauphysik Schäden durch Frostsprengung, Aufquellen des Holzes, Förderung von Algen- und Moosbewuchs, beschleunigte Verrottung.
Mythos: Schrauben sind nur Schrauben, wichtig ist nur, dass sie halten. Wahrheit: Die Wahl des richtigen Schraubenmaterials (z.B. Edelstahl A2 oder A4) und die korrekte Verschraubungstechnik (Vorbohren, Abstand) sind entscheidend für die Langlebigkeit und Optik der Terrasse. Materialkunde, Korrosionsschutz Rostende Schrauben hinterlassen Spuren, Risse im Holz durch falsches Verschrauben, schlechter Halt der Dielen.
Mythos: Holzterrassen brauchen kaum Pflege und vergrauen nur optisch. Wahrheit: Regelmäßige Reinigung und gegebenenfalls eine Behandlung mit Terrassenöl schützen das Holz vor UV-Strahlung, Feuchtigkeit und biologischem Abbau und erhalten seine Funktionalität und Optik. Holzkonservierung, Oberflächentechnik Vorzeitige Verwitterung, tiefere Risse, Anfälligkeit für Pilze und Insekten, Beeinträchtigung der Stabilität.

Werbeversprechen unter der Lupe

Viele Hersteller von Terrassendielen und Zubehör werben mit Versprechungen wie "wartungsfrei", "extrem langlebig" oder "kinderleicht zu verlegen". Diese Aussagen sind oft mit Vorsicht zu genießen, da sie meist unter idealen Bedingungen und mit spezifischen Produkten gemeint sind. Beispielsweise bedeutet "wartungsfrei" bei vielen Holzprodukten oft nur, dass sie nicht gestrichen oder lasiert werden müssen, aber dennoch eine regelmäßige Reinigung und Überprüfung benötigen. "Extrem langlebig" kann sich auf die natürliche Dauerhaftigkeit einer bestimmten, oft teuren Holzart beziehen, aber die tatsächliche Lebensdauer hängt stark von der korrekten Planung, Ausführung und Pflege ab. Die "kinderleichte Verlegung" ignoriert oft die Notwendigkeit präziser Winkel, exakter Abstände und einer sorgfältigen Unterkonstruktion, die für die Stabilität und Langlebigkeit unerlässlich sind.

Manche Werbeversprechen konzentrieren sich ausschließlich auf die Ästhetik und vernachlässigen die technischen Aspekte. Beispielsweise wird die einfache Klick-Verlegung bei einigen Systemen beworben, ohne auf die spezifischen Anforderungen an die Unterkonstruktion oder die Langzeitstabilität im Außenbereich einzugehen. Es ist wichtig, Werbeaussagen kritisch zu hinterfragen und stets die technischen Spezifikationen und die Empfehlungen von Fachleuten zu berücksichtigen. Die Realität ist, dass eine Holzterrasse, auch wenn sie aus hochwertigen Materialien besteht, immer ein gewisses Maß an Investition in Planung, Sorgfalt und regelmäßige Pflege erfordert, um ihre Schönheit und Funktionalität über viele Jahre hinweg zu bewahren.

Tradierte Irrtümer

Über Generationen hinweg haben sich im Bauwesen und insbesondere bei Holzkonstruktionen hartnäckige Irrtümer etabliert, die oft auf vergangene Materialien oder Bauweisen zurückzuführen sind. Ein solcher Irrtum ist die Annahme, dass Holz, das direkten Kontakt mit dem Boden hat, automatisch und schnell verrottet. Während dies bei unbehandeltem oder ungeeignetem Holz zutrifft, gibt es heute moderne Methoden und Materialien, wie beispielsweise Terrassenpads oder spezielle Träger, die eine Belüftung ermöglichen und den direkten Erdkontakt verhindern. Die Idee, dass Holz ein extrem pflegeintensives Material sei, das ständig gestrichen werden muss, um seine Farbe zu behalten, ist ebenfalls überholt. Moderne Holzschutzmittel und die Akzeptanz eines natürlichen Vergrauens reduzieren diesen Aufwand erheblich.

Ein weiterer tradierter Irrtum ist die Vorstellung, dass eine Holzterrasse grundsätzlich für alle Standorte und Klimabedingungen gleich gut geeignet sei. Die Sonneneinstrahlung, Niederschlagsmengen und die Bodenfeuchtigkeit variieren stark und erfordern eine an die Gegebenheiten angepasste Materialwahl und Konstruktion. Auch die Meinung, dass eine Holzterrasse nicht tragfähig genug für schwere Möbel sei oder dass sie im Winter rutschig werde, gehört zu den überholten Vorstellungen. Mit einer soliden Unterkonstruktion und der richtigen Wahl der Holzart können diese Bedenken entkräftet werden. Wichtig ist, sich von alten Weisheiten zu lösen, die nicht mehr den aktuellen technischen Möglichkeiten und Erkenntnissen entsprechen.

Warum Mythen sich halten

Die Beständigkeit von Mythen und Irrtümern im Bauwesen, gerade auch beim Thema Holzterrassen, hat vielfältige Ursachen. Oftmals liegt die Wurzel im Wunsch nach Einfachheit und Schnelligkeit. Bauprojekte können komplex und zeitaufwendig sein, und eine vereinfachte Darstellung oder die Annahme, dass ein bestimmter Aspekt weniger wichtig sei, erleichtert die Vorstellung des eigenen Projekts. Diese "Abkürzungen" im Denken werden gerne weitergegeben, da sie die eigene erfolgreiche (oder vermeintlich erfolgreiche) Erfahrung zu bestätigen scheinen. Eine einmal erzählte Geschichte oder ein gut gemeinter Tipp, der sich als falsch herausstellt, verbreitet sich oft schneller als die korrigierende Wahrheit.

Des Weiteren spielen psychologische Faktoren eine Rolle. Menschen neigen dazu, an Informationen festzuhalten, die ihre bestehenden Überzeugungen oder ihre Komfortzone bestätigen. Wenn jemand glaubt, dass eine bestimmte Methode einfach ist, wird er eher nach Bestätigung dafür suchen als nach Gegenargumenten. Auch mangelnde Fachkenntnis und die Schwierigkeit, komplexe technische Sachverhalte vollständig zu erfassen, tragen zur Verbreitung von Mythen bei. Informationen werden oft nur oberflächlich aufgenommen und nicht kritisch hinterfragt. Hinzu kommt, dass die Medien und das Internet, trotz ihrer Informationsfülle, auch Orte sein können, an denen sich Unwahrheiten und vereinfachte Darstellungen unkontrolliert verbreiten, ohne dass eine fundierte Überprüfung stattfindet. Diese Kombination aus Wunsch nach Einfachheit, psychologischer Bestätigung und Informationsdefiziten macht Mythen besonders hartnäckig.

Handlungsempfehlungen auf Faktenbasis

Um eine langlebige und funktionale Holzterrasse zu realisieren, ist es unerlässlich, auf fundierte Fakten und bewährte Praktiken zu setzen. Beginnen Sie mit einer gründlichen Planung, die den Standort, die Ausrichtung zur Sonne, die Windverhältnisse und vor allem die Entwässerung berücksichtigt. Ein Gefälle von mindestens zwei Prozent, das vom Haus wegführt, ist nicht verhandelbar und sollte sorgfältig in die Konstruktionspläne integriert werden. Die Wahl der richtigen Holzart ist ebenfalls ein entscheidender Faktor, der auf der gewünschten Optik, dem Pflegeaufwand und der natürlichen Dauerhaftigkeit basieren sollte. Hierbei ist es ratsam, sich von Fachleuten beraten zu lassen oder sich umfassend über die Eigenschaften von Holzarten wie Lärche, Douglasie, Thermoholz oder ausgewählten Tropenhölzern zu informieren.

Investieren Sie in eine solide und stabile Unterkonstruktion. Diese sollte aus geeignetem, dauerhaftem Holz gefertigt sein und über spezielle Terrassenpads oder eine entsprechende Bettung vom Erdreich entkoppelt werden, um Staunässe und Fäulnis vorzubeugen. Die Befestigung der Dielen sollte sorgfältig erfolgen: Bei Harthölzern ist Vorbohren unerlässlich, um Risse zu vermeiden. Die Wahl von korrosionsbeständigen Edelstahlschrauben (mindestens A2, besser A4 bei hoher Feuchtigkeit) ist ebenfalls eine wichtige Investition in die Langlebigkeit. Und schließlich: Akzeptieren Sie, dass eine Holzterrasse regelmäßige Pflege benötigt. Eine jährliche Reinigung und gegebenenfalls die Behandlung mit einem geeigneten Terrassenöl schützt das Holz, erhält die Optik und verlängert die Lebensdauer erheblich. Planen Sie hierfür genügend Zeit und Budget ein.

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