Optionen: Infrarotheizung – lohnt sie sich?

Was bringt eine Infrarotheizung?

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Foto / Logo von BauKIBauKI: Ratgeber: Infrarotheizung – Schritt für Schritt erklärt

Infrarotheizungen erfreuen sich wachsender Beliebtheit als energieeffiziente und komfortable Heizalternative. Sie wandeln elektrische Energie direkt in Wärme um, die als angenehme Strahlungswärme empfunden wird. Dieser Ratgeber erklärt Ihnen, wie Infrarotheizungen funktionieren, welche Vorteile sie bieten und worauf Sie beim Kauf und der Installation achten sollten. So treffen Sie die richtige Entscheidung für Ihr Zuhause und profitieren von einer behaglichen Wärme.

In 6 Schritten zur optimalen Infrarotheizung

  1. Schritt 1: Wärmebedarf ermitteln

    Bevor Sie eine Infrarotheizung kaufen, ist es entscheidend, den Wärmebedarf des Raumes zu ermitteln. Dieser hängt von der Raumgröße, der Isolierung und der Lage des Raumes ab. Als Faustregel gilt: Für einen gut isolierten Raum benötigen Sie etwa 60-70 Watt Heizleistung pro Quadratmeter. Bei schlecht isolierten Räumen kann der Bedarf auf 80-100 Watt pro Quadratmeter steigen. Eine genaue Berechnung unter Berücksichtigung der individuellen Gegebenheiten ist ratsam, um eine Über- oder Unterdimensionierung der Heizung zu vermeiden. Nutzen Sie Online-Rechner oder kontaktieren Sie einen Fachmann für eine professionelle Beratung.

  2. Schritt 2: Geeigneten Heiztyp auswählen

    Infrarotheizungen sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, darunter Wandheizungen, Deckenheizungen, Standheizungen und mobile Heizpaneele. Die Wahl des geeigneten Heiztyps hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen und den räumlichen Gegebenheiten ab. Wandheizungen eignen sich gut für die flächige Beheizung von Räumen, während Deckenheizungen eine gleichmäßige Wärmeverteilung von oben gewährleisten. Mobile Heizpaneele sind flexibel einsetzbar und können bei Bedarf in verschiedenen Räumen verwendet werden. Überlegen Sie, wo die Heizung am besten platziert werden kann, um eine optimale Wärmeverteilung zu erzielen.

  3. Schritt 3: Leistung und Größe bestimmen

    Die Leistung der Infrarotheizung sollte dem ermittelten Wärmebedarf entsprechen. Achten Sie darauf, dass die Heizung nicht zu klein dimensioniert ist, da sie sonst den Raum nicht ausreichend beheizen kann. Eine zu große Heizung verbraucht unnötig viel Energie. Die Größe der Heizfläche beeinflusst die Wärmeverteilung und den Komfort. Größere Heizflächen geben eine angenehmere Strahlungswärme ab als kleine, punktuelle Heizquellen. Wählen Sie eine Heizung mit einer angemessenen Größe, die optisch in den Raum passt und eine gleichmäßige Wärmeverteilung gewährleistet.

  4. Schritt 4: Material und Oberfläche auswählen

    Infrarotheizungen sind in verschiedenen Materialien und Oberflächen erhältlich, darunter Stahlblech, Glas, Keramik und Naturstein. Das Material beeinflusst die Wärmeabgabe und die Oberflächentemperatur der Heizung. Stahlblechheizungen sind kostengünstig und heizen schnell auf, während Keramik- und Natursteinheizungen die Wärme länger speichern und eine gleichmäßigere Wärmeabgabe gewährleisten. Die Oberfläche sollte pflegeleicht und robust sein. Achten Sie auf eine hochwertige Verarbeitung und eine ansprechende Optik, die zum Raumdesign passt.

  5. Schritt 5: Thermostat und Regelung integrieren

    Ein Thermostat ist unerlässlich, um die Temperatur der Infrarotheizung zu regeln und den Energieverbrauch zu optimieren. Moderne Thermostate bieten verschiedene Funktionen, darunter Zeitschaltprogramme, Temperaturabsenkung und Fernsteuerung per App. Ein Funkthermostat ermöglicht eine flexible Platzierung des Thermostats im Raum. Eine intelligente Regelung kann den Heizbetrieb automatisch an die individuellen Bedürfnisse anpassen und so zusätzlich Energie sparen. Investieren Sie in ein hochwertiges Thermostat, um den Komfort zu erhöhen und die Betriebskosten zu senken.

  6. Schritt 6: Montage und Installation durchführen

    Die Montage einer Infrarotheizung ist in der Regel unkompliziert und kann selbst durchgeführt werden, sofern die notwendigen Kenntnisse vorhanden sind. Achten Sie auf eine fachgerechte Installation und beachten Sie die Herstellerangaben. Bei Wandheizungen ist die Befestigung an einer tragfähigen Wand wichtig. Deckenheizungen sollten von einem Fachmann installiert werden, um die Sicherheit zu gewährleisten. Stellen Sie sicher, dass die Heizung in der Nähe einer Steckdose platziert wird oder eine entsprechende Stromversorgung vorhanden ist. Nach der Installation können Sie die Heizung in Betrieb nehmen und die angenehme Strahlungswärme genießen.

Entscheidungskriterien: Pro und Contra von Infrarotheizungen

Die Entscheidung für oder gegen eine Infrarotheizung sollte wohlüberlegt sein. Die folgende Tabelle hilft Ihnen, die Vor- und Nachteile abzuwägen und die richtige Wahl zu treffen:

Pro und Contra von Infrarotheizungen
Aspekt Vorteil Nachteil Empfehlung
Anschaffungskosten: Kosten für Heizkörper und Installation Oft günstiger als herkömmliche Heizsysteme. Hochwertige Modelle können teuer sein. Vergleichen Sie Preise und wählen Sie ein Modell, das Ihrem Budget entspricht.
Betriebskosten: Stromverbrauch Effiziente Wärmeabgabe, keine Vorlaufzeiten. Stromkosten können höher sein als bei Gas- oder Ölheizungen. Nutzen Sie ein Thermostat und optimieren Sie die Raumisolierung, um Kosten zu sparen.
Wärmeverteilung: Art der Wärmeabgabe Gleichmäßige und angenehme Strahlungswärme, keine Staubaufwirbelung. Erwärmt primär Objekte und Personen, nicht die Luft. Geeignet für Allergiker und Menschen, die eine behagliche Wärme bevorzugen.
Installation: Aufwand und Kosten Einfache Montage, oft ohne bauliche Veränderungen möglich. Bei Deckenmontage ist eventuell ein Fachmann erforderlich. Prüfen Sie die Montageanleitung und entscheiden Sie, ob Sie die Installation selbst durchführen können.
Gesundheit: Auswirkungen auf das Raumklima Trocknet die Luft nicht aus, reduziert Schimmelbildung. Keine direkten gesundheitlichen Nachteile bekannt. Ideal für Menschen mit Atemwegserkrankungen oder Allergien.
Umwelt: Nachhaltigkeit und Energieeffizienz Nutzt erneuerbare Energien (Strom aus Solar- oder Windkraft). Abhängigkeit vom Stromnetz. Beziehen Sie Ökostrom, um die Umweltfreundlichkeit zu erhöhen.

Häufige Fehler und wie man sie vermeidet

Bei der Planung und Nutzung von Infrarotheizungen können Fehler auftreten, die die Effizienz und den Komfort beeinträchtigen. Hier sind einige häufige Fehler und Tipps, wie Sie sie vermeiden können:

  • Fehler: Falsche Dimensionierung der Heizung
    Die Heizleistung ist zu gering für die Raumgröße oder die Isolierung ist unzureichend.
    Vermeidung: Berechnen Sie den Wärmebedarf genau und wählen Sie eine Heizung mit ausreichender Leistung. Verbessern Sie die Raumisolierung, um den Wärmebedarf zu senken.

  • Fehler: Unsachgemäße Installation
    Die Heizung ist falsch montiert oder die Stromversorgung ist unzureichend.
    Vermeidung: Beachten Sie die Herstellerangaben und lassen Sie die Installation von einem Fachmann durchführen, wenn Sie unsicher sind. Stellen Sie sicher, dass die Stromversorgung ausreichend dimensioniert ist.

  • Fehler: Fehlende Thermostatregelung
    Die Heizung läuft dauerhaft auf voller Leistung, ohne Berücksichtigung der Raumtemperatur.
    Vermeidung: Installieren Sie ein Thermostat, um die Temperatur zu regeln und den Energieverbrauch zu optimieren. Nutzen Sie Zeitschaltprogramme, um die Heizung automatisch an Ihre Bedürfnisse anzupassen.

  • Fehler: Ungeeignete Platzierung der Heizung
    Die Heizung ist an einem ungünstigen Ort platziert, der die Wärmeverteilung beeinträchtigt.
    Vermeidung: Platzieren Sie die Heizung an einer Innenwand oder an der Decke, um eine gleichmäßige Wärmeverteilung zu gewährleisten. Vermeiden Sie die Platzierung hinter Möbeln oder Vorhängen.

  • Fehler: Vernachlässigung der Wartung
    Die Heizung wird nicht regelmäßig gereinigt oder überprüft.
    Vermeidung: Reinigen Sie die Heizung regelmäßig mit einem feuchten Tuch, um Staub und Schmutz zu entfernen. Überprüfen Sie die Heizung auf Beschädigungen und lassen Sie sie bei Bedarf von einem Fachmann reparieren.

Kostenrahmen und Fördermöglichkeiten

Die Kosten für eine Infrarotheizung variieren je nach Leistung, Material, Größe und Ausstattung. Einfache Modelle sind bereits ab etwa 100 Euro erhältlich, während hochwertige Designheizungen mehrere hundert Euro kosten können. Die Installationskosten sind in der Regel gering, da die Montage einfach ist. Die Betriebskosten hängen vom Stromverbrauch der Heizung und dem Stromtarif ab. Mit einem Thermostat und einer intelligenten Regelung lassen sich die Betriebskosten senken. Aktuelle Förderkonditionen erfragen Sie direkt bei BAFA/KfW, da diese sich ständig ändern können.

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Die folgenden Fragen helfen Ihnen, Ihre persönliche Situation besser einzuschätzen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Recherchieren Sie diese Punkte eigenständig bei Fachbetrieben, Behörden oder in der Fachliteratur - die Verantwortung für Ihre Entscheidung liegt bei Ihnen.

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