Kriterien: Technische Gebäudeausrüstung planen

Technische Gebäudeausrüstung: Das hat es damit auf sich

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Technische Gebäudeausrüstung: Das hat es damit auf sich

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Erstellt mit DeepSeek, 12.06.2026

Foto / Logo von DeepSeekDeepSeek: Technische Gebäudeausrüstung (TGA) – Kriterien für die richtige Planung und Umsetzung

Die technische Gebäudeausrüstung (TGA) ist das zentrale Nervensystem jedes modernen Gebäudes. Sie umfasst alle technischen Installationen, die für Komfort, Sicherheit und Effizienz sorgen – von der Heizung über die Lüftung bis zur Gebäudeautomation. Dieser Leitfaden hilft Ihnen, unabhängig von konkreten Produkten und Herstellern, die richtigen Bewertungsmaßstäbe für die Planung und Auswahl von TGA-Komponenten zu entwickeln. Denn eine fundierte Entscheidung auf Basis objektiver Kriterien ist der Schlüssel zu einer langfristig kosteneffizienten und zuverlässigen Gebäudetechnik.

Die wichtigsten Auswahlkriterien

Die Auswahl der richtigen TGA-Komponenten und die Planung des Gesamtsystems ist eine komplexe Aufgabe, die weit über den reinen Preis-Leistungs-Vergleich einzelner Geräte hinausgeht. Entscheidend sind vor allem die Integration der einzelnen Gewerke (Heizung, Sanitär, Lüftung, Elektro) und die langfristige Betriebswirtschaftlichkeit. Ein isoliert effizientes Gerät nützt wenig, wenn es im Zusammenspiel mit anderen Anlagen suboptimal arbeitet. Daher sollten Sie bei der Bewertung von Angeboten und Konzepten stets das Gesamtsystem im Blick behalten und Wert auf eine integrale Planung legen.

Kriterien-Matrix (Tabelle)

Übersicht über die zentralen Bewertungsmaßstäbe für TGA-Systeme
Kriterium Beschreibung Gewichtung Prüfmethode
Systemintegration: Fähigkeit der Komponenten, nahtlos zusammenzuarbeiten. Kompatibilität von Heizung, Lüftung, Kühlung und Elektrik über eine gemeinsame Steuerung. Sehr hoch Planungsunterlagen auf Schnittstellen prüfen; Gebäudeautomationskonzept anfordern.
Energieeffizienz: Jahresnutzungsgrad und Betriebskosten. Gesamteffizienz des Systems unter Berücksichtigung aller Verluste. Hoch Energieausweis und Berechnungen nach Gebäudeenergiegesetz (GEG) anfordern; Effizienzklassen vergleichen.
Wartungsfreundlichkeit: Zugänglichkeit und Serviceintervalle der Anlagen. Einfacher Zugang zu Filtern, Pumpen und Ventilen für Reinigung und Reparatur. Hoch Wartungspläne und Montagezeichnungen einsehen; Zugänglichkeit vor Ort beurteilen.
Flexibilität & Zukunftssicherheit: Möglichkeit zur Nachrüstung und Anpassung. Unterstützung für erneuerbare Energien, smarte Steuerung oder spätere Erweiterungen. Mittel Anschlussmöglichkeiten prüfen; Reservekapazitäten in der Planung erfragen.
Bauphysikalische Verträglichkeit: Einfluss auf Schallschutz und Raumklima. Vermeidung von Körperschallbrücken und Zugluft durch Leitungsführung. Mittel Schallschutznachweise prüfen; Kennwerte zu Schallpegeln der Geräte vergleichen.
Brandschutzkonformität: Einhaltung der geltenden Brandschutzvorschriften. Verwendung von Brandschutzklappen, Abschottungen und feuerbeständigen Materialien. Hoch Brandschutznachweis und Prüfzeugnisse anfordern; Zustimmung des Brandschutzsachverständigen einholen.

Muss-Kriterien vs. Kann-Kriterien

Bei der TGA-Planung gibt es Kriterien, die zwingend erfüllt sein müssen, und solche, die optional sind und Komfort oder Zukunftsfähigkeit verbessern. Zu den Muss-Kriterien gehören die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften (Energieeinsparverordnung, Arbeitsschutzgesetz) und Normen (DIN VDE für Elektro, EN-Standards für Lüftung). Ebenfalls nicht verhandelbar ist die Betriebssicherheit, etwa durch regelmäßige Wartung gemäß den Herstellervorgaben und gesetzlichen Prüfintervallen. Kann-Kriterien sind dagegen Aspekte wie eine vollständige Gebäudeautomation (Smart Home), die Integration einer Regenwassernutzungsanlage oder die Vorbereitung auf eine spätere Erweiterung. Diese Optionen sollten Sie nach Kosten und Nutzen abwägen.

Häufig übersehene Kriterien

Viele Bauherren und selbst Planer konzentrieren sich zu stark auf die Anschaffungskosten und einzelne Geräteeigenschaften. Dabei werden folgende Kriterien oft vernachlässigt: Die thermische Behaglichkeit – also die gleichmäßige Temperaturverteilung ohne Zugluft – hängt nicht nur von der Heizleistung, sondern auch von der Positionierung der Heizkörper und der Luftführung ab. Die Regelungstechnik hat einen enormen Einfluss auf den tatsächlichen Energieverbrauch; eine unzureichend eingestellte Regelung kann die Effizienz um 20–30 % mindern. Auch die Wärmebrückenfreiheit an Durchdringungen der Gebäudehülle (z. B. für Lüftungskanäle) wird oft unterschätzt und kann zu Schimmelbildung führen. Prüfen Sie daher stets, ob ein detailliertes Regelungskonzept und ein Wärmebrückennachweis Teil des Angebots sind.

Kriterien gewichten: Was ist wirklich wichtig?

Eine objektive Gewichtung der Kriterien hilft, Fehlinvestitionen zu vermeiden. Die Systemintegration und die Energieeffizienz sollten in der Regel das höchste Gewicht erhalten, da sie die langfristigen Betriebskosten maßgeblich beeinflussen. Unterhalb dieser Spitzenkriterien rangieren Wartungsfreundlichkeit und Brandschutzkonformität, die für den sicheren und reibungslosen Betrieb unerlässlich sind. Eine geringere Priorität können Sie bei den Anschaffungskosten einräumen, sofern die Mehrkosten eines effizienteren Systems durch niedrigere Verbrauchskosten innerhalb weniger Jahre amortisiert werden. Erstellen Sie am besten eine tabellarische Nutzwertanalyse, in der Sie Ihre persönlichen Anforderungen den einzelnen Kriterien gegenüberstellen.

Handlungsempfehlungen

Bevor Sie ein TGA-Gesamtsystem oder einzelne Komponenten auswählen, holen Sie mindestens drei Vergleichsangebote von unterschiedlichen Fachplanern ein. Lassen Sie sich nicht nur die Geräteliste, sondern ein integrales Planungskonzept vorlegen, aus dem das Zusammenspiel aller Gewerke hervorgeht. Achten Sie darauf, dass der Planer seine Referenzen und die regelmäßige Weiterbildung nachweisen kann. Prüfen Sie die Einhaltung der aktuellen Normen – fragen Sie beim Fachbetrieb explizit nach den gültigen DIN-Vorschriften. Falls Sie eine Sanierung planen, lassen Sie eine energetische Bestandsaufnahme durchführen, um die tatsächlichen Schwachstellen zu identifizieren. Für den Neubau ist die frühzeitige Einbindung eines TGA-Fachplaners in die Architekturplanung entscheidend, um spätere kostspielige Änderungen zu vermeiden.

🔍 Weiterführende Fragen zur Selbstrecherche

Nutzen Sie diese Kriterien als Grundlage für Ihre eigene Bewertung.

Erstellt mit Gemini, 12.06.2026

Foto / Logo von GeminiGemini: Technische Gebäudeausrüstung – Kriterien für die richtige Auswahl

Die Auswahl und Planung der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) ist ein komplexer Prozess, der maßgeblich für den späteren Komfort, die Sicherheit, die Energieeffizienz und die Betriebskosten eines Gebäudes verantwortlich ist. Angesichts der Vielzahl an technischen Systemen und der steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeit und Digitalisierung ist eine strukturierte Herangehensweise unerlässlich. Dieser Leitfaden soll Ihnen helfen, die relevanten Kriterien zu identifizieren und eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen, um die optimale technische Gebäudeausrüstung für Ihr Vorhaben zu wählen. Die Berücksichtigung von Auswahlkriterien ist dabei entscheidend, um sicherzustellen, dass alle Anforderungen erfüllt werden und das System langfristig wirtschaftlich und leistungsfähig ist.

Die technische Gebäudeausrüstung (TGA) mag auf den ersten Blick weit von den alltäglichen Kaufentscheidungen im Baumarkt entfernt erscheinen. Doch die Prinzipien der strukturierten Auswahl und die Anwendung objektiver Bewertungsmaßstäbe sind universell. So wie Sie bei der Auswahl einer neuen Heizung nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch auf Effizienz, Wartungsaufwand und Lebensdauer, so erfordert auch die TGA eine durchdachte Evaluation verschiedener Komponenten und Systeme. Wir übertragen die Methodik, die wir bei BAU.DE für die Bewertung von Baustoffen und -elementen anwenden, auf die TGA: Wir zerlegen den komplexen Bereich in seine Bestandteile, definieren klare Leistungskennzahlen und entwickeln Prüfmethoden, um die bestmögliche Entscheidungsgrundlage zu schaffen – unabhängig von spezifischen Herstellern oder Produkten.

Die wichtigsten Auswahlkriterien

Die Auswahl der richtigen technischen Gebäudeausrüstung erfordert eine sorgfältige Betrachtung mehrerer Schlüsselkriterien, die über den reinen Installationsaufwand hinausgehen. Im Kern steht die Funktionalität, also die Erfüllung des spezifischen Bedarfs des Gebäudes hinsichtlich Heizung, Kühlung, Lüftung, Sanitär und Elektrotechnik. Eng damit verbunden ist die Energieeffizienz, ein immer wichtiger werdender Faktor, der sowohl die Betriebskosten senkt als auch zur Nachhaltigkeit beiträgt. Die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der gewählten Systeme sind entscheidend für geringe Wartungskosten und eine lange Lebensdauer. Auch die Integration und Kompatibilität der einzelnen TGA-Gewerke untereinander spielt eine wichtige Rolle, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Nicht zuletzt sind die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Normen sowie die Kosten, sowohl in der Anschaffung als auch im laufenden Betrieb, zentrale Entscheidungsparameter.

Ein weiterer essenzieller Aspekt ist die Flexibilität und Skalierbarkeit der TGA. Gebäude verändern sich im Laufe ihrer Nutzung, und die technische Infrastruktur sollte so gewählt werden, dass sie Anpassungen und Erweiterungen ermöglicht, ohne dass ein kompletter Austausch notwendig wird. Die Benutzerfreundlichkeit und der Komfort für die Gebäudenutzer sind ebenfalls von Bedeutung, insbesondere bei modernen, automatisierten Systemen. Die Sicherheit, beispielsweise im Hinblick auf Brandschutz und elektrische Anlagen, hat höchste Priorität und muss von Anfang an integraler Bestandteil der Planung sein. Schließlich spielt auch die Wartungsfreundlichkeit eine Rolle; gut zugängliche und leicht zu wartende Komponenten reduzieren den Aufwand und die Kosten für den Betrieb.

Kriterien-Matrix (Tabelle)

Um die Komplexität der TGA-Auswahl zu strukturieren, bietet sich eine Bewertungsmatrix an. Diese Matrix hilft dabei, die verschiedenen Kriterien systematisch zu erfassen und zu gewichten. Für jedes Kriterium werden eine klare Beschreibung, die relative Gewichtung im Entscheidungsprozess und die Methode zur Überprüfung oder Bewertung angegeben. Dies schafft Transparenz und ermöglicht einen objektiven Vergleich verschiedener Lösungsansätze oder Systemkonfigurationen. Die Tabelle dient als Werkzeug, um sicherzustellen, dass alle relevanten Aspekte berücksichtigt werden und die endgültige Entscheidung auf einer soliden Grundlage basiert.

Kriterien-Matrix für die Auswahl Technischer Gebäudeausrüstung
Kriterium Beschreibung Gewichtung (relativ) Prüfmethode / Indikatoren
Funktionalität & Bedarfsdeckung: Erfüllung der spezifischen Nutzungsanforderungen des Gebäudes (Heizung, Kühlung, Lüftung, Sanitär, Elektro, etc.) Sicherstellung, dass alle notwendigen Funktionen für den geplanten Einsatzzweck des Gebäudes abgedeckt sind. Dies beinhaltet auch die Berücksichtigung von Spitzenlasten und zukünftigen Anforderungen. Sehr Hoch (25%) Analyse des Gebäudezwecks, Spezifikationsblätter, Bedarfsprognosen, Referenzprojekte.
Energieeffizienz: Verbrauch von Primärenergie, Nutzenergie und der CO2-Fußabdruck. Minimierung des Energieverbrauchs durch den Einsatz effizienter Komponenten und Systeme, Berücksichtigung von erneuerbaren Energien und intelligenter Steuerung. Sehr Hoch (25%) Energieausweise, Berechnungen nach relevanten Normen (z.B. GEG), Wirkungsgradangaben, Herstellerdaten.
Zuverlässigkeit & Langlebigkeit: Störungsfreie Funktion über die geplante Lebensdauer, Robustheit der Komponenten. Auswahl von Systemen und Komponenten, die für ihre Beständigkeit und geringe Ausfallwahrscheinlichkeit bekannt sind. Langfristige Betriebssicherheit ist entscheidend. Hoch (15%) Herstellergarantien, Lebensdauerprognosen, Wartungsintervalle, Erfahrungsberichte, Marktstandards.
Betriebskosten: Laufende Kosten für Energie, Wartung, Reparaturen und Verbrauchsmaterialien. Optimierung der Gesamtkosten über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes. Dies umfasst nicht nur die Anschaffung, sondern auch die laufenden Ausgaben. Hoch (15%) Kostenaufstellungen der Hersteller, Erfahrungswerte, Vergleich von Betriebsverbrauchsdaten, Wartungsverträge.
Integration & Kompatibilität: Nahtlose Zusammenarbeit der verschiedenen TGA-Gewerke. Sicherstellung, dass alle technischen Systeme reibungslos miteinander kommunizieren und interagieren können, z.B. Heizungssteuerung über Gebäudeleittechnik. Mittel (10%) Schnittstellenstandards, Kommunikationsprotokolle (z.B. BACnet, KNX), Abstimmungsgespräche zwischen den Gewerken, BIM-Modelle.
Wartungsfreundlichkeit & Zugänglichkeit: Einfache und kostengünstige Instandhaltung. Die Möglichkeit, Wartungsarbeiten und Reparaturen schnell und unkompliziert durchzuführen, was Ausfallzeiten und Kosten reduziert. Mittel (10%) Platzierung von Komponenten, Verfügbarkeit von Ersatzteilen, Dokumentation, Servicefreundlichkeit der Geräte.
Nachhaltigkeit & Umweltverträglichkeit: Ressourcenschonung, Emissionen, Recyclingfähigkeit. Berücksichtigung des ökologischen Fußabdrucks der TGA über den gesamten Lebenszyklus, von der Herstellung bis zur Entsorgung. Mittel (5%) Ökobilanzen, Materialzertifizierungen, Einsatz von recycelten oder recycelbaren Materialien, Emissionsangaben.
Regulatorische Konformität: Einhaltung von Gesetzen, Normen und Richtlinien. Gewährleistung, dass alle installierten Systeme den geltenden Bauvorschriften, Sicherheitsstandards und Umweltauflagen entsprechen. Hoch (optional, da oft Mindestanforderung) (5%) Prüfung von Zertifikaten, Konformitätserklärungen, Fachplaner-Bestätigungen, Einhaltung von DIN-Normen und VDE-Vorschriften.

Muss-Kriterien vs. Kann-Kriterien

Bei der Auswahl der technischen Gebäudeausrüstung ist es entscheidend, zwischen Muss- und Kann-Kriterien zu unterscheiden. Muss-Kriterien sind jene, die zwingend erfüllt sein müssen, damit das System überhaupt in Betracht gezogen werden kann. Hierzu zählen insbesondere die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, die grundlegende Funktionalität für den angestrebten Zweck sowie essenzielle Sicherheitsstandards. Diese Kriterien sind nicht verhandelbar und bilden die absolute Mindestanforderung für jede TGA-Lösung.

Kann-Kriterien hingegen stellen Optimierungspotenziale dar oder sind wünschenswerte Zusatzfunktionen, die den Komfort, die Effizienz oder die Nachhaltigkeit verbessern können, aber nicht zwingend für die Grundfunktion sind. Dazu gehören beispielsweise erweiterte Automatisierungsfunktionen, besonders hohe Energieeffizienzklassen, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen, oder die Integration von Smart-Home-Technologien. Die Priorisierung und Bewertung der Kann-Kriterien erfolgt dann anhand der Budgetvorgaben, der gewünschten Qualitätsstufe und der strategischen Ziele des Bauvorhabens. Durch diese Unterscheidung wird sichergestellt, dass die wichtigsten Anforderungen zuerst abgedeckt werden, bevor zusätzliche Features in Betracht gezogen werden.

Häufig übersehene Kriterien

Obwohl die Hauptaspekte wie Energieeffizienz und Funktionalität oft im Fokus stehen, gibt es bei der Planung und Auswahl der technischen Gebäudeausrüstung auch Kriterien, die in der Praxis gerne übersehen werden. Dazu gehört beispielsweise die Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten. Sind Komponenten verbaut, die später nur schwer oder nur mit hohem Aufwand erreicht werden können, steigen die Wartungskosten und die Wahrscheinlichkeit von Vernachlässigung. Ebenso kritisch ist die Langlebigkeit von Verbrauchsmaterialien und Ersatzteilen; die Verfügbarkeit von Ersatzteilen über die gesamte Lebensdauer des Gebäudes ist essenziell.

Ein weiterer oft unterschätzter Punkt ist die Skalierbarkeit und Flexibilität des Systems. Gebäudeanforderungen ändern sich über die Zeit. Eine TGA, die sich problemlos erweitern oder an neue Technologien anpassen lässt, vermeidet teure Umbauten in der Zukunft. Die Integration und Schnittstellenfähigkeit zu anderen Systemen, wie der Gebäudeautomation oder IT-Infrastruktur, wird ebenfalls häufig unterschätzt, obwohl sie für einen effizienten und komfortablen Betrieb unerlässlich ist. Auch die Akzeptanz und Bedienbarkeit durch die Nutzer ist wichtig; ein komplexes System, das niemand versteht oder bedienen kann, verliert schnell an Effektivität. Die Berücksichtigung dieser Aspekte trägt maßgeblich zur langfristigen Zufriedenheit und Wirtschaftlichkeit bei.

Kriterien gewichten: Was ist wirklich wichtig?

Die Gewichtung der Auswahlkriterien ist der entscheidende Schritt, um eine auf das spezifische Projekt zugeschnittene Entscheidung zu treffen. Was für ein Wohngebäude Priorität hat, kann für ein Bürogebäude oder eine Industrieanlage eine andere Bedeutung haben. Die Gewichtung sollte sich daher immer an den übergeordneten Zielen des Bauvorhabens orientieren. Steht beispielsweise die maximale Energieeinsparung im Vordergrund, erhält das Kriterium Energieeffizienz eine besonders hohe Punktzahl. Bei einem öffentlichen Gebäude, wo Zuverlässigkeit und geringe Ausfallzeiten oberste Priorität haben, wird die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit stärker gewichtet.

Es ist ratsam, die Gewichtung in einem interdisziplinären Team vorzunehmen, das alle relevanten Stakeholder wie Bauherren, Architekten, Fachplaner und eventuell spätere Nutzer einbezieht. Die relative Gewichtung, wie in der Kriterien-Matrix dargestellt, ermöglicht eine quantitative Bewertung, die hilft, subjektive Präferenzen zu objektivieren. Ein systematisches Vorgehen bei der Gewichtung verhindert, dass nur einzelne Aspekte überbewertet werden und gewährleistet eine ausgewogene Betrachtung aller relevanten Faktoren. Die abschließende Entscheidung sollte stets auf einer transparenten und nachvollziehbaren Bewertung basieren, die sich an diesen gewichteten Kriterien orientiert.

Handlungsempfehlungen

Für eine erfolgreiche Auswahl und Planung der technischen Gebäudeausrüstung empfehlen wir, frühzeitig einen qualifizierten TGA-Fachplaner zu beauftragen. Dieser bringt das notwendige Fachwissen mit, um alle relevanten Kriterien zu analysieren und die optimale Lösung für Ihr spezifisches Bauvorhaben zu entwickeln. Nutzen Sie die in diesem Leitfaden vorgestellten Kriterien als Grundlage für die Kommunikation mit Ihrem Fachplaner und zur gemeinsamen Entwicklung eines detaillierten Leistungsverzeichnisses. Stellen Sie sicher, dass alle Muss-Kriterien klar definiert sind und die Kann-Kriterien entsprechend Ihrer Prioritäten und Ihres Budgets bewertet werden.

Dokumentieren Sie den gesamten Auswahlprozess sorgfältig. Führen Sie detaillierte Protokolle über Planungsbesprechungen, Entscheidungen und die Begründungen dafür. Dies dient nicht nur der Nachvollziehbarkeit, sondern auch als Grundlage für spätere Wartungs- und Umbaumaßnahmen. Vergleichen Sie verschiedene Systemkonzepte nicht nur hinsichtlich der Anschaffungskosten, sondern analysieren Sie stets die Lebenszykluskosten unter Berücksichtigung von Energieverbrauch, Wartung und potenziellen Reparaturen. Achten Sie auf die Kompatibilität und Schnittstellen der einzelnen Gewerke, um spätere Integrationsprobleme zu vermeiden.

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