Kriterien: Vinyl oder Laminat – was ist besser?

Vinyl oder Laminat - welcher Boden ist besser?

Vinyl oder Laminat - welcher Boden ist besser?
Bild: Alexandre Boucher / Unsplash

Vinyl oder Laminat - welcher Boden ist besser?

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Erstellt mit DeepSeek, 12.06.2026

Foto / Logo von DeepSeekDeepSeek: Vinyl oder Laminat – Kriterien für die richtige Auswahl

Die Entscheidung zwischen Vinyl und Laminat ist eine klassische Kaufabwägung, bei der die Priorisierung verschiedener Eigenschaften im Mittelpunkt steht. Als Experte für Auswahlkriterien helfe ich Ihnen, die relevanten Bewertungsmaßstäbe zu verstehen, damit Sie systematisch den für Ihre individuellen Anforderungen passenden Bodenbelag identifizieren können. Dieser Leitfaden fokussiert auf objektive Kriterien und ermöglicht eine strukturierte Entscheidung, ohne Produkte direkt zu vergleichen.

Die wichtigsten Auswahlkriterien

Bei der Wahl zwischen Vinyl und Laminat stehen mehrere grundlegende Kriterien im Vordergrund. Die Feuchtraumeignung ist entscheidend für Räume wie Bäder oder Küchen, da Vinyl wasserresistent ist, während Laminat bei dauerhafter Nässe quellen kann. Ein weiteres zentrales Kriterium ist die Raumakustik: Vinyl mindert Trittschall von Haus aus, während Laminat eine zusätzliche Trittschalldämmung benötigt. Auch die Wohngesundheit spielt eine Rolle, wobei beide Materialien bei modernen Produkten schadstoffarm sein können. Die Nutzungsklasse gibt Aufschluss über die Belastbarkeit für private oder gewerbliche Zwecke. Schließlich ist die Oberflächenstruktur relevant, da sie das visuelle Erscheinungsbild und die Haptik beeinflusst, etwa durch Embossing-Techniken bei Vinyl.

Kriterien-Matrix (Tabelle)

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Bewertungsmaßstäbe zusammen und hilft Ihnen, diese nach Ihrer persönlichen Wichtigkeit zu gewichten. Die Prüfmethode zeigt, wie Sie die Qualität selbst beurteilen können.

Übersicht der Auswahlkriterien
Kriterium Beschreibung Gewichtung Prüfmethode
Feuchtraumeignung: Beständigkeit gegen Feuchtigkeit und Nässe Vinyl ist wasserresistent, Laminat quillt bei Wasser Hoch (bei Feuchträumen), Mittel (bei Trockenräumen) Prüfen Sie die Herstellerangaben zur Wasserdichtheit und die Garantie für Feuchträume
Trittschallverhalten: Geräuschentwicklung beim Begehen Vinyl ist trittschallarm, Laminat benötigt Dämmung Hoch (bei Mehrfamilienhäusern), Mittel (bei EG) Vergleichen Sie die Trittschallwerte in dB und integrierte Dämmungen
Wohngesundheit: Schadstoffgehalt und Raumluftverträglichkeit Achten Sie auf emissionsarme Produkte Hoch (bei Allergikern und Kindern), Mittel (allgemein) Suchen Sie nach Siegeln wie Blauer Engel oder Prüfberichte zu VOC
Nutzungsklasse: Belastbarkeit im privaten oder gewerblichen Bereich Klassen 21-23 (privat), 31-34 (gewerblich) Hoch (bei hoher Beanspruchung), Mittel (bei geringer Nutzung) Lesen Sie die Nutzungsklasse auf der Verpackung oder im Datenblatt
Oberflächenstruktur: Haptik und Optik durch Prägung Vinyl hat oft realistische Embossing-Strukturen Mittel (für Designanspruch), Niedrig (für Funktionalität) Fühlen Sie die Oberfläche oder fordern Sie Muster an

Muss-Kriterien vs. Kann-Kriterien

Eine systematische Entscheidung erfordert die Trennung von zwingenden und optionalen Anforderungen. Zu den Muss-Kriterien zählen die Feuchtraumeignung für Bäder und Küchen, die Nutzungsklasse für die erwartete Belastung und die Wohngesundheit, um Schadstoffe zu vermeiden. Diese Kriterien sind nicht verhandelbar, da sie die Funktionalität und Sicherheit des Bodenbelags direkt betreffen. Kann-Kriterien sind dagegen die Oberflächenstruktur für eine bestimmte Optik, die Raumakustik als Komfortmerkmal und die Wärmeleitfähigkeit, die für eine Fußbodenheizung relevant sein kann. Diese Kriterien können je nach Budget oder persönlichen Vorlieben priorisiert oder zurückgestellt werden.

Häufig übersehene Kriterien

Bei der Entscheidung zwischen Vinyl und Laminat werden oft wichtige Aspekte vernachlässigt. Die Renovierungsfreundlichkeit ist ein solches übersehenes Kriterium: Während Laminat bei Beschädigung einzelner Dielen leichter austauschbar ist, erfordert Vinyl oft den Austausch größerer Abschnitte. Die Wärmeleitfähigkeit ist für Räume mit Fußbodenheizung entscheidend, da Vinyl die Wärme besser überträgt als Laminat. Ein weiterer Punkt ist die Quellverhalten bei Klickverbindungen: Moderne Laminatsysteme haben verbesserte Versiegelungen, doch Vinyl bleibt auch bei hoher Luftfeuchtigkeit formstabil. Schließlich sollten Sie die Entsorgungskosten bedenken, da Vinyl als Kunststoff schwieriger zu recyceln ist als Laminat auf Holzbasis.

Kriterien gewichten: Was ist wirklich wichtig?

Die Gewichtung der Kriterien hängt stark von Ihrem individuellen Wohnsituation ab. Wenn Sie in einer Mietwohnung im Erdgeschoss leben, ist die Trittschalldämmung weniger wichtig als die Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit. Für Familien mit kleinen Kindern haben Wohngesundheit und einfache Reinigung höchste Priorität. Hier ist eine Faustregel: Branchenüblich: Die Nutzungsklasse sollte für normale Wohnräume 21-23 sein, bei intensiver Nutzung wie Fluren 31. Gewichten Sie die Feuchtraumeignung mit 5 von 5 Punkten für Bäder, mit 3 von 5 für Küchen und mit 1 von 5 für Schlafzimmer. Die Raumakustik ist in Mehrfamilienhäusern häufiger ein Muss, während sie in Einfamilienhäusern ein Kann-Kriterium ist.

Handlungsempfehlungen

Basierend auf den Kriterien können Sie eine fundierte Wahl treffen. Für Räume mit hoher Feuchtigkeit ist Vinyl die bevorzugte Option, da es wasserresistent ist. In Wohnbereichen mit geringer Feuchtigkeit und begrenztem Budget kann Laminat wirtschaftlicher sein. Achten Sie bei der Auswahl auf die Vinylbodenstärke und die Nutzschichtdicke, die für die Langlebigkeit entscheidend sind. Für Allergiker empfehlen sich emissionsarme Produkte, die Sie an Siegeln wie dem Blauen Engel erkennen. Vor dem Kauf sollten Sie Muster anfordern, um die Oberflächenstruktur zu prüfen und die Dielenformate auf die Raumgröße abzustimmen. Letztlich ist die professionelle Verlegung durch einen Fachbetrieb für die Einhaltung der Normen zur Trittschalldämmung und Untergrundvorbereitung zu empfehlen.

🔍 Weiterführende Fragen zur Selbstrecherche

Nutzen Sie diese Kriterien als Grundlage für Ihre eigene Bewertung.

Erstellt mit Gemini, 12.06.2026

Foto / Logo von GeminiGemini: Vinyl oder Laminat – Kriterien für die richtige Auswahl

Die Wahl des richtigen Bodenbelags ist eine Entscheidung, die sowohl die Ästhetik als auch die Funktionalität eines Raumes maßgeblich beeinflusst. Sowohl Vinyl als auch Laminat haben sich als beliebte Alternativen zu traditionellen Holz- oder Fliesenböden etabliert und bieten jeweils spezifische Vorzüge. Um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, ist es unerlässlich, die relevanten Auswahlkriterien und Bewertungsmaßstäbe objektiv zu betrachten, ohne dabei auf konkrete Produkturteile oder Markenpräferenzen einzugehen. Dieser Leitfaden soll Ihnen dabei helfen, die für Ihre individuellen Bedürfnisse und den jeweiligen Einsatzbereich passenden Eigenschaften von Vinyl und Laminat zu identifizieren und zu bewerten.

Bei der Gegenüberstellung von Vinyl- und Laminatböden stehen oft Fragen der Haptik, der Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit, der Robustheit, der Schallabsorption, der Pflege und der Designvielfalt im Vordergrund. Diese Aspekte sind entscheidend dafür, wie gut ein Bodenbelag den alltäglichen Anforderungen eines Wohn- oder Arbeitsbereichs gerecht wird. Die Verlegung, die Wohngesundheit und die Langlebigkeit sind weitere Faktoren, die in die Gesamtbewertung einfließen sollten.

Die wichtigsten Auswahlkriterien

Die Auswahlkriterien für Bodenbeläge wie Vinyl und Laminat sollten stets auf die spezifischen Anforderungen des Anwendungsortes und die persönlichen Präferenzen des Nutzers zugeschnitten sein. Eines der fundamentalen Kriterien ist die Feuchtraumeignung, besonders relevant für Bereiche wie Badezimmer und Küchen. Hierbei ist entscheidend, wie der Bodenbelag auf stehendes Wasser oder hohe Luftfeuchtigkeit reagiert, ohne sich zu verziehen oder aufzuquellen.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Nutzungsklasse. Diese Klassifizierung gibt Auskunft darüber, für welche Beanspruchungsintensität ein Bodenbelag konzipiert ist – von geringer privater Nutzung bis hin zu stark beanspruchten gewerblichen Bereichen. Die richtige Auswahl der Nutzungsklasse gewährleistet die Langlebigkeit und Funktionalität des Bodens über einen längeren Zeitraum hinweg und verhindert vorzeitigen Verschleiß.

Die Oberflächenbeschaffenheit spielt ebenfalls eine große Rolle. Ob glatt, strukturiert oder geprägt (Embossing), die Oberfläche beeinflusst nicht nur die Optik, sondern auch die Rutschfestigkeit und die Reinigungsfreundlichkeit. Eine geeignete Oberflächenstruktur kann beispielsweise die Sicherheit erhöhen und die Pflege des Bodens erleichtern. Auch die Wärmeleitfähigkeit ist ein zu berücksichtigendes Kriterium, insbesondere wenn eine Fußbodenheizung vorhanden ist.

Die Trittschalldämmung ist ein wichtiger Faktor für den Wohnkomfort. Ein Bodenbelag, der Geräusche effektiv absorbiert, trägt zu einer ruhigeren Raumatmosphäre bei und mindert die Lärmübertragung in darunterliegende Stockwerke. Die Wohngesundheit, insbesondere Aspekte wie die Emission von flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) oder die Verwendung von umstrittenen Weichmachern, gewinnt zunehmend an Bedeutung und sollte bei der Auswahl kritisch hinterfragt werden.

Schließlich ist die Renovierungsfreundlichkeit, also die einfache Verlegbarkeit und gegebenenfalls auch die Wiederentfernbarkeit des Bodens, ein praktisches Kriterium, das bei der Planung von Bau- oder Renovierungsprojekten nicht außer Acht gelassen werden sollte. Die Art der Verlegung (Klickverbindung, Klebeverlegung) beeinflusst sowohl den Aufwand als auch die Eignung für verschiedene Untergründe.

Kriterien-Matrix (Tabelle)

Um die verschiedenen Auswahlkriterien übersichtlich darzustellen und eine strukturierte Bewertung zu ermöglichen, empfiehlt sich die Erstellung einer Kriterien-Matrix. Diese Tabelle fasst die wesentlichen Merkmale zusammen, beschreibt deren Bedeutung und gibt Hinweise zur Prüfmethode. Die Gewichtung kann individuell angepasst werden, je nachdem, welche Aspekte für das jeweilige Projekt Priorität haben.

Kriterien-Matrix für Vinyl und Laminat
Kriterium Beschreibung Gewichtung (1-5, 5=sehr wichtig) Prüfmethode / Indikator
Feuchtraumeignung: Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit und stehendem Wasser. Besonders wichtig für Küchen, Bäder, Flure. Achten Sie auf Angaben des Herstellers zur Wasserbeständigkeit und Quellverhalten der Trägerplatte. 5 Herstellerangaben, Prüfzertifikate (z.B. nach EN 13574 für Vinyl)
Nutzungsklasse: Eignung für spezifische Beanspruchungsbereiche (privat/gewerblich, leicht/stark). Definiert die Belastbarkeit und Langlebigkeit des Bodens. Entspricht nationalen und internationalen Normen. 4 Kennzeichnung nach EN 685 (für Laminat und Vinyl)
Abriebfestigkeit: Widerstandsfähigkeit der Oberfläche gegen Abnutzung und Kratzer. Ein Indikator für die Langlebigkeit der obersten Schutzschicht, besonders relevant in stark frequentierten Bereichen. 4 Prüfung nach EN ISO 10874 (Nutzschichtdicke und Abriebklasse)
Oberflächenstruktur & Haptik: Beschaffenheit der Oberfläche (glatt, geprägt, matt, glänzend) und dessen Anmutung. Beeinflusst Rutschfestigkeit, Pflegeaufwand und das Gesamterlebnis. Geprägte Oberflächen (Embossing) können die Holzoptik realistischer gestalten. 3 Visuelle Prüfung, haptische Wahrnehmung, ggf. Rutschfestigkeitsprüfung (nach DIN 51130/51131)
Trittschallverbesserung: Reduktion von Gehgeräuschen im Raum und Weiterleitung in angrenzende Räume. Wichtig für den Wohnkomfort. Vinyl ist oft von Natur aus schalldämmender als Laminat. 4 Angabe der Trittschallverbesserung in dB (Dezibel) gemäß EN ISO 10140-3
Wohngesundheit / Emissionen: Freisetzung von Schadstoffen und Chemikalien. Achten Sie auf phthalatfreie Produkte und geringe VOC-Emissionen für ein gesundes Raumklima. 5 Zertifikate (z.B. Blauer Engel, A+ Label für VOC-Emissionen), Herstellererklärungen
Wärmeleitfähigkeit: Eignung für Fußbodenheizung. Ein niedriger Wärmedurchlasswiderstand ist für effiziente Fußbodenheizungssysteme entscheidend. 3 Wärmedurchlasswiderstand (Rw) in m²K/W, Herstellerangaben
Pflegeaufwand: Leichtigkeit der Reinigung und Instandhaltung. Die Oberflächenbeschaffenheit und Materialeigenschaften beeinflussen den Reinigungsaufwand erheblich. 3 Herstellerangaben zur empfohlenen Reinigung, Erfahrungen Dritter
Designvielfalt: Bandbreite an verfügbaren Dekoren und Optiken. Die Möglichkeit, den Bodenbelag an den individuellen Einrichtungsstil anzupassen. 2 Herstellerkataloge, Online-Angebote
Verlegung: Einfachheit und Eignung für verschiedene Untergründe. Klick-Systeme sind oft einfacher zu verlegen als Klebevarianten, aber nicht immer für jeden Untergrund oder jede Beanspruchung ideal. 3 Art der Verlegung (Klick, Kleben), Herstelleranleitung

Muss-Kriterien vs. Kann-Kriterien

Bei der Bewertung von Bodenbelägen ist es hilfreich, zwischen Muss-Kriterien und Kann-Kriterien zu unterscheiden. Muss-Kriterien sind jene Eigenschaften, die zwingend erfüllt sein müssen, damit der Bodenbelag überhaupt in die engere Wahl kommt. Ein Beispiel hierfür wäre die Feuchtraumeignung für ein Badezimmer – ist diese nicht gegeben, scheidet der Bodenbelag von vornherein aus, unabhängig von anderen positiven Eigenschaften.

Kann-Kriterien hingegen sind wünschenswerte Eigenschaften, die den Komfort, die Ästhetik oder die Funktionalität verbessern, aber nicht zwingend für die grundsätzliche Eignung erforderlich sind. Die Trittschalldämmung oder eine besonders hohe Designvielfalt können in diese Kategorie fallen. Während ein Bodenbelag mit vielen erfüllten Kann-Kriterien als hochwertiger und angenehmer empfunden wird, sind sie nicht immer ausschlaggebend für die Grundfunktion.

Diese Unterscheidung hilft dabei, den Fokus auf das Wesentliche zu legen und eine effektive Vorauswahl zu treffen. Indem Sie Ihre persönlichen Muss-Kriterien definieren, stellen Sie sicher, dass die grundlegenden Anforderungen Ihres Projekts erfüllt werden. Die Kann-Kriterien dienen dann als Optimierungsparameter, um den bestmöglichen Kompromiss aus Funktionalität, Ästhetik und Budget zu finden.

Häufig übersehene Kriterien

Neben den offensichtlichen Aspekten wie Optik und Robustheit gibt es eine Reihe von Kriterien, die bei der Auswahl von Vinyl und Laminat oft übersehen werden, aber einen erheblichen Einfluss auf die langfristige Zufriedenheit haben können. Dazu gehört beispielsweise die Reparierbarkeit. Während kleinere Kratzer auf beiden Materialien oft schwer zu kaschieren sind, ist bei Klick-Systemen die Austauschbarkeit einzelner Dielen eine überlegenswerte Option.

Ein weiterer oft unterschätzter Faktor ist die Umweltverträglichkeit und Entsorgung. Die Herstellungsweise, die verwendeten Rohstoffe und die Möglichkeit des Recyclings sind wichtige ökologische Aspekte. Informationen hierzu sind bei vielen Herstellern erhältlich und können bei einer nachhaltigen Kaufentscheidung eine Rolle spielen. Auch die Kompatibilität mit anderen Materialien im Raum, wie z.B. Sockelleisten oder Türschwellen, sollte bedacht werden, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzielen.

Die Flexibilität der Verlegung ist ebenfalls von Bedeutung. Manche Vinylböden (insbesondere dünne Bahnenware) sind flexibler und können leichter um Ecken oder um Türrahmen verlegt werden als steife Laminatdielen. Dies kann bei komplexen Raumgeometrien von Vorteil sein. Schließlich sollte die Langzeitstabilität der Klickverbindung (bei Klick-Vinyl und Laminat) nicht vernachlässigt werden. Eine minderwertige Verbindung kann sich mit der Zeit lockern oder brechen, was zu unschönen Spalten oder Knarrgeräuschen führt.

Kriterien gewichten: Was ist wirklich wichtig?

Die Gewichtung der einzelnen Kriterien ist ein entscheidender Schritt im strukturierten Auswahlprozess. Was für den einen Nutzer das wichtigste Kriterium ist, kann für einen anderen weniger relevant sein. Typischerweise werden die Kriterien nach ihrer Priorität geordnet und mit einer Punkteskala (z.B. 1 für geringe Wichtigkeit, 5 für sehr hohe Wichtigkeit) versehen, wie in der Kriterien-Matrix dargestellt. Dies ermöglicht eine quantitative Bewertung und einen direkteren Vergleich verschiedener Optionen.

Für einen Haushalt mit kleinen Kindern oder Haustieren, die zu erhöhter Beanspruchung und potenziellen Verschmutzungen führen, wären Kriterien wie Abriebfestigkeit, Pflegeleichtigkeit und Wohngesundheit wahrscheinlich von höchster Priorität. In einem gut isolierten Neubau mag die Trittschalldämmung eine geringere Rolle spielen als in einem älteren Mehrfamilienhaus, wo die Geräuschübertragung ein störender Faktor sein kann.

Wenn die Anschaffungskosten eine wesentliche Rolle spielen, wird das Kriterium Preis-Leistungs-Verhältnis eine hohe Gewichtung erhalten. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass das günstigste Produkt immer das beste ist. Eine höhere Anfangsinvestition kann sich durch höhere Langlebigkeit und geringere Instandhaltungskosten langfristig auszahlen. Die individuelle Gewichtung der Kriterien bildet die Grundlage für eine objektive und nachvollziehbare Entscheidung.

Handlungsempfehlungen

Um die Auswahl des passenden Bodenbelags zu erleichtern, empfehlen sich folgende Handlungsschritte. Beginnen Sie mit der sorgfältigen Analyse Ihrer Raumbedingungen und Nutzungsanforderungen. Definieren Sie klar Ihre Muss-Kriterien – jene Eigenschaften, auf die Sie auf keinen Fall verzichten können.

Nutzen Sie die Kriterien-Matrix als Werkzeug, um die für Sie relevanten Merkmale zu bewerten und zu gewichten. Recherchieren Sie anschließend unverbindlich Produkte, die Ihren Muss-Kriterien entsprechen. Beziehen Sie dabei Informationen von verschiedenen Herstellern und unabhängigen Quellen mit ein. Achten Sie auf aussagekräftige Zertifikate und Prüfsiegel, die objektive Qualitätsmerkmale belegen.

Vergleichen Sie die gesammelten Informationen systematisch anhand Ihrer gewichteten Kriterien. Eine tabellarische Gegenüberstellung kann hierbei sehr hilfreich sein. Fordern Sie, wenn möglich, Muster an, um die Haptik und Optik der Bodenbeläge in Ihrem eigenen Umgebungslicht zu beurteilen. Berücksichtigen Sie nicht nur den reinen Materialpreis, sondern auch eventuell anfallende Zusatzkosten für Kleber, Trittschalldämmung, Sockelleisten oder die Verlegung durch Fachpersonal.

Holen Sie gegebenenfalls die Meinung von Fachleuten ein, insbesondere bei komplexen Verlegearbeiten oder besonderen Anforderungen (z.B. Denkmalschutz, spezielle Bodenbeläge). Prüfen Sie stets die Garantiebedingungen des Herstellers. Eine gut durchdachte Auswahl basierend auf objektiven Kriterien minimiert das Risiko einer späteren Unzufriedenheit und stellt sicher, dass Ihr neuer Bodenbelag Ihren Erwartungen langfristig gerecht wird.

🔍 Weiterführende Fragen zur Selbstrecherche

Nutzen Sie diese Kriterien als Grundlage für Ihre eigene Bewertung und vertiefen Sie Ihre Recherche mit folgenden Fragen:

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