Sachlage: Einfamilienhaus, ca. 30 Jahre alt, KG + EG + OG = DGAbk., 9 m (Giebelbreite) x 11 m, Streifenfundamente umlaufend und unter dem First (wo sich tragende Wände in KG + EGAbk. befinden) Kellerboden Stampfbeton, Decken KG + EG Stahlbeton, Wände Ziegel. Alle Angaben aus Bauplänen, also nicht 100 % sicher aber sehr wahrscheinlich.
Problem: Vor 3 Jahren wurde am Giebel ein neues Haus angebaut, also jetzt 2 * Doppelhaushälfte. Das Gelände des Neubaus hat in Firstrichtung Gefälle, deshalb wurde der Neubau ca. 1,5 m tiefer gesetzt als der Altbau. Neubau hat dadurch eine Etage mehr. Die Baufirma hat angeblich den Altbau nicht unterfangen, dies behauptet zu mindestens der Mieter des Altbaus. Beleg dafür sind Setzrisse an diversen Stellen im Altbau.
Meine Fragen:
1) Angenommen es wurde nicht (korrekt) unterfangen. Rutscht dann das Erdreich unter dem Fundament ab? In welchem Umfang, also sind dann sichtbare Hohlräume vorhanden? Einige cm, einige 10 cm?
2) Welche Auswirkungen auf das Gebäude gibt es dadurch? Sind immer wieder neue Setzungen und neue Risse zu erwarten? Besteht sogar Einsturzgefahr?
3) Kann man den Umfang des Schadenes überhaupt ermitteln? Macht es z.B. Sinn den Kellerboden entlang der Giebelwand zu entfernen, um Einblick zu bekommen?
4) Kann man einen solchen Schaden überhaupt beheben?
5) Welcher Sachverständige/Handwerker (Branche) ist hier kompetent?
6) In welcher Größenordnung bewegen sich die Sanierungskosten, eine 1.000 € oder einige 10.000 €?