ich habe folgendes Problem:
kurze Historie:
Bei der Wohnung handelt es sich um einer Dachgeschosswohnung (DG). Die betreffende Nachbarwohnung befindet sich in einem sep. Haus. Die Häuser stehen (wie Reihenhäuser) nebeneinander und wurden von 1990 bis 1992 erbaut (Planung ab ca. 1989). Wir sind im Februar 2009 in diese Wohnung eingezogen. Seit März 2009 sind bei uns in der DG-Wohnung deutlich die Nachbarn zu hören (Getrampel, Geschrei, Musik, etc.). Diese wurden bereits mehrfach durch den Vermieter angeschrieben und letztendlich auch gekündigt. Ein Lärmprotokoll unsererseits wurde geführt (ca. vier DINAbk. A3 Seiten).
Kurz vor Weihnachten 2009 die gute Nachricht vom Vermieter: "Die Fam. xxx zieht aus. "
Ist-Stand:
Derzeit wird diese Wohnung komplett saniert (gem. Vermieter ca. 20 T€ Schaden). Bei meiner Recherche, ob bzw. wo ggf. Baumängel an der Wohnungstrennwand vorhanden sein können, bin ich zu folgenden möglichen Ergebnissen gekommen:
- Gemäß Planung ist zwischen den beiden Wohnungen eine Dämmfuge vorhanden: 11 cm Kalksandstein - Dämmung - 11 cm Kalksandstein (Erkenntnis resultiert aus Gesprächen mit dem damaligem Architekten und vorliegenden Planunterlagen)
- Nach dem Abmessen am Ist-Zustand vermute ich, dass zwar zwei 11 er-Kalksandsteinwände gestellt wurden, aber keine Dämmung im Zwischenraum verbaut wurde (Skizzen können bei Bedarf versandt werden), d.h. die Kalksandsteinwände stehen so gut wie bzw. direkt aneinander. Dies wiederum würde alle auftretenden Schallübertragungen erklären.
Das Problem wäre m.E. im Zuge der Sanierung relativ einfach durch eine Vorsatzwand (entkoppelt, etc.) oder ähnlichem zu lösen.
Dem Vermieter habe ich diese Sachverhalte bereits geschildert und die Empfehlung des Architekten übermittelt.
Ich wollte nun gern vom Vermieter wissen, ob er eine Wand stellt oder nicht. Bisher wurde nur gesagt " ... weitere Schritte werden eingeleitet ... ", " ... ich weiß selber ganz genau was ich tue ... ", etc. - also keine genauen Aussagen, ob er weiß wie das Haus bzw. die Trennwand aufgebaut ist. (Bei den ersten Gesprächen wurde bereits deutlich klar, dass der Vermieter keinerlei Planunterlagen und demnach auch nicht wissen kann wie der Aufbau der Wand ist.)
Prinzipiell kann ich ihn verstehen, er hat erst mal genug mit der Sanierung zu tun. Das Problem ist nur, dass trotz Wissen über einen Mangel nichts für den Schallschutz getan wird, ich weiterhin mit der Lärmbelästigung (wenn auch evtl. nicht mehr so schlimm) leben muss.
Meine Frage:
Wie kann ich weiterhin vorgehen, ohne den Vermieter zu verärgern und mich selber für die Zukunft abzusichern?
In meinem Interesse lag es eigentlich mein Wissen und meine Erfahrungen dem Vermieter "gratis" zur Verfügung zu stellen. Nebenbei, ich bin im Bereich Haustechnik/Bauingenieurwesen tätig und habe da schon einige Erfahrungen sammeln dürfen. Weiterhin haben wir auch eine eigene Akustikabteilung, die ich ebenfalls mit meinen Fragen gelöchert habe.
Danke im Voraus für eure Antworten bzw. Gegenfragen.
MfG Sani_1980