ich habe folgendes Problem:
In meiner neuen Eigentumswohnung habe ich die Tapete vom Vormieter abgerissen, um eine glatt geputzte Oberfläche herzustellen.
Der ursprüngliche Mauerwerks Aufbau ist von außen nach innen wie folgt:
- Außenputz
- Mauerwerk (Ziegel)
- Gipskartonplatte mit Ansetzbinder befestigt
- ca. 2 mm Gipsputz (geschätzt Rotband o.Ä.)
- Tapete
Nach Ablösen der Tapete habe ich nun festgestellt, dass an sehr vielen Stellen im Bereich der Plattenstöße Risse entstanden sind.
Das ist natürlich nicht sehr ansehnlich und ich überlege, wie ich rissfreie, glatte Oberfläche herstellen kann.
Ein Mitarbeiter eines Bekannten Farbherstellers empfohl mir zuerst eine Verfestigung des Untergrundes mit einer Grundierung. Auf diese würde dann ebenfalls vollflächig ein Armierungskleber aufgebracht, in den dann ein Glasfasergewebe eingearbeitet wird. Abschlißend würde als Oberputz ein kalk-Zement-gebundener PII Putz in ca. 2-3 mm Stärke aufgebracht.
Soweit so gut ...
Als ich dann bei einem anderen Hersteller nachfragte, riet dieser mir davon ab eine neue Putzschicht vollflächig auf den alten Gipsputz aufzutragen, weil er meinte, dass Gipsputze immer nur einlagig geputzt werden würden. Das Auftragen einer weiteren Schicht wäre problematisch und ich sollte lieber nur die entstanden Risse aufweiten und zuspachteln. Da der alte Putz aber alles andere als gut verarbeitet und eben ist, möchte ich schon gerne eine komplett neue Oberfläche herstellen.
Wer hat jetzt "Recht"? Ich bin nach diesen Aussagen sehr verwirrt, zumal ich in dem technischen Beiblatt für den Armierungskleber keinen PiV (Gipsputz) als geeigneten Untergrund gefunden habe. Dort sind nur PII und PIII Putze als geeignet aufgelistet.
Was kann ich also tun? Oder gilt ein ausreichend Grundierter Gipsputz als tragfähig genug?
Ich hoffe, mein Problem ist deutlich geworden und bedanke mich schon einmal für eure Antworten 🙂
