Wir bauen gerade ein Fertighaus. Ende Januar wurde der Rohbau geliefert. Schon das Aufbauteam hat während den Bauarbeiten ordentlich was weggequarzt. Gut, solange noch alles offen war, stört das ja auch weniger. Bei einem Fertighaus werden Fenster und Haustür aber gleich mitgeliefert, am zweiten Tag kam der Dachstuhl drauf, ab dem dritten Tag wurde eingedeckt und damit war das Haus dann DICHT. Aber im Innenraum wurde trotzdem fröhlich weiter gequalmt.
Es hat mich schon sehr gestört, dass überall auf dem Rohfußboden die ausgetretenen Zigarettenkippen rumlagen. Allerdings hat das Aufstellteam das Haus dann Besenrein verlassen und immerhin auch die Kippen mitgenommen.
Als nächstes rückte der Gipser an. Und der qualmt genauso. Benutzt zwar ein Kehrblech als Aschenbecher, aber das ändert nichts daran, dass der ganze Mief in den Wänden hängen bleibt.
Mein Mann fand es spießig, was zu sagen. Dem ist es wichtiger, mit den Jungs gut auszukommen (mit dem Gipser haben wir uns z.B. geeignet, dass er uns die Wände in Q2 verspachtelt, laut Vertrag haben wir nur Anspruch auf Q1). Außerdem haben wir eine kontrollierte Belüftungsanlage, da ist wohl gerade auch ein Baufilter drin, der vor Hausübergabe noch mal gewechselt wird. "Da biste die Nikotinablagerungen dann auch los. " meinte mein Mann.
Ich sehe das aber anders, immerhin haben wir einen diffussionsoffenen Wandaufbau, bevor Rauchpartikel und Nikotin im Lüftungsfilter landen, setzen die sich erst mal in den Wänden ab.
Inzwischen habe ich erfahren, dass das Rauchen auf der Baustelle (IM Haus) keineswegs so üblich ist und ich auch keineswegs ein Spießer bin, wenn ich darauf bestehe, dass drinnen nicht geraucht werden darf, sondern dass das eigentlich sogar eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Und jetzt ärgert es mich erst recht, dass ich bisher nichts gesagt habe. Ich bin halt auch nicht ständig draußen und bekomme oft auch nicht mit, ob, wer und wie oft da geraucht wird. Aber ich hätte echt von Anfang an was sagen sollen. Spießer oder nicht. Muss man sich hier schon entschuldigen, wenn man will, dass in seinem eigenen Haus nicht geraucht wird? *grummel*
Der Gipser ist jetzt heute oder morgen fertig, und danach werde ich hier erst mal lüften. Und ein "Rauchen Verboten! " Schild aufhängen!
Wir haben derweil in den oberen Räumen schon angefangen, die Grundierung aufzubringen und haben auch die ersten Decken schon gestrichen. Der Innenausbau ist also in vollem Gange, alles was jetzt noch zugequalmt wird, bleibt drin und wird auch nicht einfach "überstrichen". Deshalb meine Frage: Gibt es noch irgendwelche Tipps, die ich beachten sollte, etwa wie ich die Wände behandeln kann, um die Nikotinablagerungen am besten wieder los zu werden? Oder meint ihr, dass noch nicht all zu viel Schaden entstanden ist und Durchlüften und ein Wechsel des Filters ausreicht?
Also kurz: Wie kann ich etwaige Nikotinablagerungen auf den Rigipswänden und Decken jetzt noch am besten wieder loswerden bzw. behandeln (z.B. spezielle Grundierung, spezielle Wandfarbe, etc.)? Oder würdet ihr einfach gar nichts machen? Wir sind selbst überzeugte Nichtraucher und ziehen hier mit Kleinkind ein. Und wir haben auch nicht umsonst auf eine möglichst ökologische Bauweise geachtet. Deshalb ärgert mich das ja grad auch so (auch wenn ich weiß, dass das Kind jetzt schon in den Brunnen gefallen ist ...).
Weiß nicht, vielleicht will ich auch einfach grad nur ein bisschen beruhigt oder getröstet werden ...
