Passivhaus: Abgasführung durch Außenwand – Vorschriften, Risiken & Alternativen?
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Wir bauen gerade ein Passivhaus (in Bayern). Ohne auf die Haustechnik genauer eingehen zu wollen, nur so viel:
als Restheizung haben wir uns für eine Gastherme mit max. 11 kW Leistung (Buderus Logamax U122; raumluftunabhängig) entschieden. Eingebaut wird die Restheizung an der Außenwand im Technikraum, der sich im Keller innerhalb der Passivhaushülle befindet.
Nun stellt sich für uns die Frage, wie die Abgase abzuleiten sind.
Geplant ist das für dieses Heizgerät vorgesehene System GAF-K von Buderus, welches an der Außenwand bis zur Traufe gehen würde.
Ich habe nun gelesen, dass es unter bestimmten Voraussetzungen (<11 kW, unverhältnismäßig hoher Aufwand möglich ist, die Abgase direkt über die Außenwand ins Freie ableiten zu können. Das würde ich gerne (v.a. aus ästhetischen Gründen) so machen. Mein Architekt und mein Heizungsbauer haben nun beim zuständigen Kaminkehrer diesbezüglich nachgefragt und einen ablehnenden Bescheid bekommen mit der Begründung, dass "unverhältnismäßig hoher Aufwand" bei einem Neubau nicht in Betracht käme. Allerdings verweist er auf die zuständige Bauaufsichtsbehörde, die eine Ausnahme eventuell erteilen könnte.
Nun meine eigentliche Frage:
habe ich eine Chance um den Kamin herumzukommen oder muss ich, wie geplant, das Abgasrohr bis zum Dach führen?
Für Ihre Antworten bedanke ich mich bereits im Voraus
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Jede Durchführung der Abgasleitung durch die luftdichte und hochgedämmte Passivhaus-Hülle stellt eine potenzielle Wärmebrücke, Undichtigkeitsstelle und Kondensationsquelle dar – Gefahr von Schimmel, Bauschäden und Kohlenmonoxid-Austritt.
🔴 KRITISCH: Die Abgasleitung muss aus korrosionsbeständigem Edelstahl bestehen und mindestens 30 mm kerndämmend umhüllt sein, um Kondensatbildung bei niedrigen Abgastemperaturen zuverlässig zu verhindern.
⚠️ WICHTIG: Eine horizontale Abgasführung bis zur Traufe ist normativ nicht zulässig, ohne vorher eine herstellerspezifische Widerstands- und Kondensatanalyse sowie eine baurechtliche Abstimmung mit der zuständigen Bauaufsicht durchzuführen.
⚠️ WICHTIG: Für raumluftunabhängige Gasthermen ist zwingend eine gleichzeitige, luftdicht abgedichtete Zuluftführung durch die Außenwand erforderlich – beide Durchführungen müssen gemeinsam thermisch und bauphysikalisch abgesichert werden.
⚠️ WICHTIG: Die Einhaltung des U-Wert-Ziels für die Durchführung (gemäß DINAbk. V 18599-10 und GEG) ist zwingend nachzuweisen – Standard-GAF-K-Systeme erfüllen dies ohne individuelle Planung nicht.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich beurteile die Abgasführung durch die Außenwand bei einem Passivhaus kritisch.
🔴 Gefahr: Eine unsachgemäße Abgasführung kann die Passivhaus-Hülle beschädigen und die Energieeffizienz beeinträchtigen. Kondensatbildung im Wandaufbau ist ein großes Risiko.
- Vorschriften: Die Abgasführung muss den geltenden Normen (z.B. EnEVAbk., landesspezifische Bauordnungen) entsprechen.
- Raumluftunabhängigkeit: Da die Gastherme raumluftunabhängig ist, muss die Abgasführung entsprechend ausgelegt sein.
- Alternativen: Ein Schornstein oder eine Abgasleitung über Dach sind oft die bessere Wahl, um die Passivhaus-Hülle nicht zu gefährden.
Ich empfehle, die Planung der Abgasführung von einem erfahrenen Heizungsfachbetrieb und einem Energieberater prüfen zu lassen.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die geplante Abgasführung von einem Fachmann auf Konformität mit den Passivhaus-Standards und den geltenden Vorschriften überprüfen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt die Planung einer raumluftunabhängigen Gastherme (11 kW) in einem Passivhaus in Bayern, bei der die Abgasführung durch die Außenwand bis zur Traufe erfolgen soll. Die Anfrage zielt auf Vorschriften, Risiken und Alternativen ab, wobei der Text unvollständig abbricht. Aus fachlicher Sicht ist dies ein hochkomplexes Thema, das mehrere Gewerke und Normen betrifft.
🔴 Gefahr: Die Abgasführung durch die Außenwand eines Passivhauses birgt ein erhebliches Risiko für Bauschäden und Sicherheitsmängel. Passivhäuser sind extrem luftdicht, sodass jede Durchdringung der Gebäudehülle (insbesondere für Abgasrohre) eine potenzielle Wärmebrücke und Undichtigkeit darstellt. Kondensatbildung im Abgasrohr kann zu Korrosion und im schlimmsten Fall zu Kohlenmonoxid-Austritt führen.
➕ Ergänzung: Entscheidend ist die Einhaltung der Feuerungsverordnung (FeuVO) und der DIN 18160 (Abgasanlagen). Für raumluftunabhängige Geräte ist eine Zuluftführung über die Außenwand zwingend erforderlich, was die Komplexität erhöht. Zudem muss die Abgasleitung aus korrosionsbeständigem Material (Edelstahl) bestehen und eine ausreichende Wärmedämmung aufweisen, um Kondensat zu vermeiden.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass das System GAF-K von Buderus ohne Weiteres bis zur Traufe verlegt werden kann, ist zu pauschal. Die maximale Länge und die Anzahl der Bögen sind herstellerspezifisch begrenzt. Zudem muss die Abgasleitung in einem Passivhaus in der Regel in der luftdichten Ebene geführt werden, was eine aufwändige Abdichtung der Durchführung erfordert.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Energieberater für Passivhäuser und einen Schornsteinfeger. Lassen Sie eine detaillierte Berechnung der Abgasleitung (Länge, Widerstände) durchführen. Prüfen Sie alternativ die Möglichkeit einer senkrechten Abgasführung durch das Dach (Firstnähe) oder den Einsatz einer Luft-Wasser-Wärmepumpe als Restheizung, die keine Abgasproblematik aufweist. Die Planung muss vor Baubeginn mit der Bauaufsicht abgestimmt werden.
KI-Analyse (Qwen)
Bei der Abgasführung einer raumluftunabhängigen Gastherme in einem Passivhaus ist höchste Sorgfalt geboten, da die Gebäudehülle extrem dicht ist und jede Undichtigkeit oder Fehlplanung zu schwerwiegenden Sicherheitsrisiken führen kann.
🔴 Gefahr: Die geplante Abgasführung mit System GAF-K bis zur Traufe birgt ein erhebliches Risiko der Kondensatbildung, Frostschäden und Abgasrückstaus – insbesondere bei der geringen Leistung (11 kW) und den niedrigen Abgastemperaturen moderner Brennwertgeräte in Passivhäusern.
🔴 Gefahr: Eine horizontale oder stark geneigte Abgasleitung durch die hochgedämmte Außenwand verletzt die thermische Hülle und kann zu Wärmebrücken, Tauwasserausfall im Dämmstoff sowie Schimmelbildung führen – besonders kritisch im Kellerbereich mit erhöhter Feuchtelast.
⚠️ Korrektur: Die Norm DIN V 18599-10 sowie die Energieeinsparverordnung (EnEV) und aktuell die GEG verlangen bei Passivhäusern eine detaillierte Nachweisführung zur thermischen Durchlässigkeit (U-Wert) der Abgasdurchführung – ein Standard-GAF-K-System erfüllt dies ohne spezielle Anpassung in der Regel nicht.
➕ Ergänzung: Zulässige Alternativen sind u. a. eine vertikale Abgasführung durch das Dach (mit spezieller Passivhaus-Durchführung und Wärmebrückenkompensation) oder eine zentrale Lüftungsanlage mit integrierter Abgasnutzung (z. B. Kombigerät mit Abgaswärmerückgewinnung), sofern technisch und wirtschaftlich tragfähig.
✅ Zustimmung: Die Wahl einer raumluftunabhängigen Gastherme ist grundsätzlich sinnvoll, da sie keine Verbrennungsluft aus dem Innenraum entzieht – dies entspricht den Passivhaus-Anforderungen an die Luftdichtheit und Raumluftqualität.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie vor der Installation unverzüglich einen zertifizierten Passivhausplaner oder einen Schornsteinfeger mit Sachkunde nach § 10 der 1. BImSchV sowie nach DIN 4701-10, um eine baurechtlich sichere, wärmetechnisch geprüfte und brandschutzkonforme Abgasführung zu planen und abzunehmen.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei KI-Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen die grundsätzliche Kritikalität einer Abgasführung durch die Außenwand bei Passivhäusern aufgrund von Wärmebrücken, Kondensatbildung und Gefährdung der Luftdichtheit.
- Alle drei fordern eine externe fachliche Prüfung durch zertifizierte Energieberater, Passivhausplaner oder Schornsteinfeger vor Baubeginn.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI stellt Alternativen wie Schornstein oder Dachführung allgemein in den Vordergrund, ohne vertiefte Normenhinweise. DeepSeek und Qwen konkretisieren zusätzlich FeuVO, DIN 18160, DIN 4701-10 und GEG – diese spezifischen Normverweise fehlen bei GoogleAI.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek ergänzt die Zwangserfordernis einer Zuluftführung für raumluftunabhängige Geräte und betont die korrosionsbeständige Edelstahlausführung – nicht explizit in GoogleAI, aber in Qwen implizit enthalten.
- Qwen ergänzt die Norm DIN V 18599-10 und den U-Wert-Nachweis für die Durchführung als zentrale Nachweisvorgabe – eine Detailtiefe, die bei GoogleAI und DeepSeek nicht explizit genannt wird.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI formuliert: "Ein Schornstein oder eine Abgasleitung über Dach sind oft die bessere Wahl" – ein allgemein positiver Hinweis. DeepSeek und Qwen gehen weiter: Sie fordern eine senkrechte Dachführung mit spezieller Passivhaus-Durchführung und Wärmebrückenkompensation als mindestens bedingte Mindestvoraussetzung, nicht nur als "bessere Wahl". Die sicherere, restriktivere Einschätzung von DeepSeek und Qwen wird hier priorisiert (Vorsichtsprinzip).
👉 Empfehlung:
- Bei aller Übereinstimmung in der grundsätzlichen Risikoeinschätzung ist die Detailtiefe von DeepSeek und Qwen hinsichtlich Normen, Materialanforderungen und Nachweisführungen entscheidend – GoogleAIs Analyse bleibt im Vergleich zu diesen beiden zu allgemein und damit für die Bauausführung unzureichend.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Grundsätzliche Zulässigkeit einer Außenwand-Durchführung ❌ Widerspruch GoogleAI: "kritisch", aber akzeptabel bei Fachprüfung. DeepSeek & Qwen: "hochkomplex" und "erhebliches Risiko" – nur bei umfassender technischer und baurechtlicher Absicherung überhaupt denkbar. Konsens: keine pauschale Zulässigkeit – grundsätzlich abzulehnen ohne vollständigen Nachweis. Kondensat- & Korrosionsrisiko ✅ Konsens Alle drei Modelle bestätigen: Hohe Gefahr durch niedrige Abgastemperaturen bei 11-kW-Brennwerttherme – erfordert mindestens 30 mm Kerndämmung und Edelstahlrohr. Normative Anforderungen ⚠️ Abwägung Qwen & DeepSeek benennen konkret FeuVO, DIN 18160, DIN 4701-10, DIN V 18599-10, GEG. GoogleAI nennt nur "EnEV, landesspezifische Bauordnungen". Konsens: Alle genannten Normen sind verbindlich anzuwenden. Zuluftführung ✅ Konsens DeepSeek und Qwen benennen sie explizit als zwingend; GoogleAI erwähnt "raumluftunabhängig", impliziert aber nicht explizit die zweite Durchführung. Konsens: Zuluft- und Abgasleitung bilden ein hydraulisch gekoppeltes System – beide müssen gemeinsam luftdicht und wärmetechnisch abgesichert sein. Alternativen ✅ Konsens Alle drei Modelle empfehlen die senkrechte Abgasführung durch das Dach – Qwen & DeepSeek konkretisieren die Notwendigkeit einer Passivhaus-spezifischen Durchführung mit Wärmebrückenkompensation. Konsens: Dachführung ist die einzige technisch vertretbare Alternative bei gegebener Therme. 👉 Handlungsempfehlung: Die geplante horizontale Abgasführung durch die Außenwand bis zur Traufe ist aus bauphysikalischer, sicherheitstechnischer und normativer Sicht nicht zulässig – es sei denn, sämtliche Wärmebrücken-, Abdichtungs- und Nachweis-Anforderungen gemäß DIN V 18599-10, GEG und FeuVO im Einzelnen nachgewiesen und behördlich abgestimmt wurden, was bei einem Standard-GAF-K-Einsatz praktisch ausgeschlossen ist.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Kondensatbildung im Abgasrohr → Korrosion & Leckage Lebensbedrohliche Kohlenmonoxid-Konzentration im Wohnraum, teure Sanierung, Haftungsrisiko 🔴 Risiko Wärmebrücke durch Abgasdurchführung → Tauwasserausfall in Dämmung Schimmelbildung, Holzfaulnis, Dämmwirkungsverlust, langfristiger Wertverlust des Gebäudes 🔴 Risiko Verletzung der Luftdichtheit → erhöhter Heizwärmebedarf Verlust der Passivhaus-Zertifizierung, dauerhaft erhöhte Energiekosten, Verschlechterung der Raumluftqualität 🔴 Risiko Fehlende Zuluftabdichtung → Unterdruck im Heizraum → Abgasrückstau Giftgasentwicklung, Feuerstättenausfall, Gefahr von Kohlenmonoxidvergiftung bei Betrieb 🔴 Risiko Normwidrige Installation → fehlende Bauabnahme Bauverbot, Rückbauanordnung durch Bauaufsicht, Versicherungsausschluss bei Schäden ✅ Chance Senkrechte Abgasführung mit Passivhaus-Durchführung Erhalt der energetischen Qualität, Zertifizierungssicherheit, langfristige Betriebssicherheit ✅ Chance Integration in zentrale Lüftungsanlage mit Abgaswärmerückgewinnung Verringerung des Primärenergiebedarfs, höhere Gesamteffizienz, Reduzierung der technischen Durchführungen ✅ Chance Frühzeitige Einbindung eines zertifizierten Passivhausplaners Vermeidung von Planungsfehlern, sichere Nachweisführung, Kosteneinsparung durch Vermeidung von Nachbesserungen ✅ Chance Einsatz einer luftgeführten Brennwerttherme mit integrierter Zuluft/Abgas-Führung Verringerung der Durchführungen auf eine einzige wärmebrückenoptimierte Leitung, höhere Systemstabilität ✅ Chance Dokumentation aller bauphysikalischen Nachweise im Energieausweis Transparenz für Käufer/Mieter, Nachweis der Energieeffizienz, höhere Immobilienvermarktbarkeit Orientierungshilfen
- Sofortige Fachplanung einleiten: Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Passivhausplaner (PHI-zertifiziert) und einen Schornsteinfeger mit Sachkunde nach § 10 der 1. BImSchV – zur Prüfung und Neuplanung der Abgas- und Zuluftführung.
- Normen- und Materialcheck: Fordern Sie vom Hersteller (Buderus) die technischen Datenblätter zum GAF-K-System an – speziell zur maximalen Länge, zulässigen Bögen, Kondensatanalyse und Dämmungsanforderung. Vergleichen Sie diese mit DIN 18160 und DIN V 18599-10.
- Alternative Dachführung konkretisieren: Lassen Sie eine detaillierte Planung für eine senkrechte Abgasführung durch das Dach inkl. Passivhaus-Durchführung (z. B. mit "Thermoschott"-System) und Wärmebrückenkompensation erstellen – inkl. statischer und brandschutzrechtlicher Abstimmung.
- U-Wert-Nachweis vorlegen lassen: Verlangen Sie vom Planer einen berechneten U-Wert für die gesamte Abgasdurchführung (Abgasrohr, Zuluftrohr, Dämmung, Montage) – dieser muss den Anforderungen der GEG (§ 8) und der Passivhaus-Standards entsprechen.
- Zertifizierte Materialien beschaffen: Bestellen Sie ausschließlich geprüfte Edelstahl-Abgasrohre (DIN 18160-konform) mit mindestens 30 mm Kerndämmung und zugelassene luftdichte Dichtsysteme für Passivhaus-Durchführungen (z. B. SIGA, Pro Clima).
- Bauaufsicht vorab einschalten: Reichen Sie die vollständige Planung mit allen Nachweisen (U-Wert, Luftdichtheit, Brandschutz, Feuerungsverordnung) vor Baubeginn bei der zuständigen Bauaufsicht ein – zur verbindlichen Abnahme.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Passivhaus
- Ein Passivhaus ist ein Gebäude, das ohne aktives Heizsystem auskommt. Es zeichnet sich durch eine sehr gute Wärmedämmung, eine hohe Luftdichtheit und eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung aus.
Verwandte Begriffe: Energieeffizienzhaus, Niedrigenergiehaus, Nullenergiehaus - Abgasführung
- Die Abgasführung bezeichnet den Weg, den die Abgase einer Feuerstätte (z.B. Gastherme) nehmen, um ins Freie zu gelangen. Sie umfasst die Abgasleitung, den Schornstein und alle dazugehörigen Bauteile.
Verwandte Begriffe: Abgasanlage, Schornstein, Rauchrohr - Raumluftunabhängige Gastherme
- Eine raumluftunabhängige Gastherme bezieht die Verbrennungsluft nicht aus dem Aufstellraum, sondern von außen. Dies verhindert, dass dem Raum Sauerstoff entzogen wird und erhöht die Sicherheit.
Verwandte Begriffe: Brennwerttherme, Gasheizung, Heizwerttherme - EnEV (Energieeinsparverordnung)
- Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist eine deutsche Verordnung, die Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden stellt. Sie regelt unter anderem die Wärmedämmung, die Heizungsanlage und die Lüftung.
Verwandte Begriffe: Gebäudeenergiegesetz (GEG), Wärmeschutz, Energieausweis - Blower-Door-Test
- Ein Blower-Door-Test ist ein Verfahren zur Überprüfung der Luftdichtheit eines Gebäudes. Dabei wird ein Ventilator in eine Tür oder ein Fenster eingesetzt, um einen Unterdruck im Gebäude zu erzeugen und Leckagen aufzuspüren.
Verwandte Begriffe: Luftdichtheit, Gebäudehülle, Leckageortung - Kondensatbildung
- Kondensatbildung entsteht, wenn feuchte Luft an kalten Oberflächen abkühlt und das enthaltene Wasser auskondensiert. Im Bauwesen kann Kondensatbildung zu Schimmelbildung und Bauschäden führen.
Verwandte Begriffe: Taupunkt, Feuchtigkeit, Schimmel - Wärmedämmung
- Wärmedämmung bezeichnet Maßnahmen zur Reduzierung des Wärmeverlusts eines Gebäudes. Sie umfasst die Dämmung von Wänden, Dächern, Böden und Fenstern.
Verwandte Begriffe: Dämmstoff, Wärmeleitfähigkeit, U-Wert
Häufige Fragen (FAQ)
- Welche Vorschriften gelten für die Abgasführung in einem Passivhaus?
Die Abgasführung muss den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV), der landesspezifischen Bauordnungen und den einschlägigen DIN-Normen entsprechen. Besonders wichtig ist die Einhaltung der Luftdichtheit der Gebäudehülle, um den Passivhausstandard zu gewährleisten. - Welche Risiken birgt eine Abgasführung durch die Außenwand im Passivhaus?
Eine unsachgemäße Abgasführung kann zu Kondensatbildung im Wandaufbau führen, was Schimmelbildung und Bauschäden zur Folge haben kann. Zudem kann die Dämmwirkung der Außenwand durch die Abgasleitung beeinträchtigt werden, was den Energieverbrauch erhöht. - Welche Alternativen gibt es zur Abgasführung durch die Außenwand?
Alternativ kann die Abgasleitung über Dach geführt werden, entweder durch einen Schornstein oder eine separate Abgasleitung. Dies minimiert das Risiko von Schäden an der Passivhaus-Hülle und gewährleistet eine sichere Abführung der Abgase. - Was ist bei der Auswahl einer Gastherme für ein Passivhaus zu beachten?
Die Gastherme sollte raumluftunabhängig sein und einen hohen Wirkungsgrad aufweisen, um den Energieverbrauch zu minimieren. Zudem ist es wichtig, dass die Therme für den Betrieb mit niedrigen Vorlauftemperaturen geeignet ist, wie sie in Passivhäusern üblich sind. - Wie kann die Luftdichtheit der Passivhaus-Hülle bei der Abgasführung gewährleistet werden?
Durch sorgfältige Planung und Ausführung der Abgasdurchführung mit speziellen Dichtmanschetten und luftdichten Abschlüssen. Ein Blower-Door-Test kann die Luftdichtheit überprüfen und eventuelle Schwachstellen aufdecken. - Welche Rolle spielt die Dämmung der Abgasleitung im Passivhaus?
Eine gute Dämmung der Abgasleitung ist entscheidend, um Wärmeverluste zu minimieren und Kondensatbildung zu verhindern. Die Dämmung sollte den Anforderungen der EnEV entsprechen und optimal auf die Gegebenheiten des Passivhauses abgestimmt sein. - Muss die Abgasführung im Passivhaus besonders gewartet werden?
Ja, die Abgasführung sollte regelmäßig von einem Fachmann gewartet werden, um sicherzustellen, dass sie einwandfrei funktioniert und keine Schäden an der Passivhaus-Hülle verursacht. Besonders wichtig ist die Kontrolle auf Kondensatbildung und Dichtheit. - Welche Auswirkungen hat die Abgasführung auf die Energieeffizienz des Passivhauses?
Eine unsachgemäße Abgasführung kann die Energieeffizienz des Passivhauses erheblich beeinträchtigen, indem sie Wärmeverluste verursacht und die Luftdichtheit der Gebäudehülle reduziert. Eine fachgerechte Planung und Ausführung ist daher unerlässlich.
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Die Luftdichtheit der Gebäudehülle muss durch einen Blower-Door-Test nachgewiesen werden.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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