Wir haben im November 2005 unser konventionell gebautes Haus bezogen. Im Giebelbereich, an der Eingangsüberdachung und unter den Dachüberstanden wurden Profilbretter verarbeitet, die weiß lackiert sind.
An der nördlichen Giebelseite hat sich nach vielleicht 1-2 Jahren ein Stück Farbe gelöst, was mich damals noch nicht beunruhigt hat. Mittlerweile hat sich aber an vielen Stellen die Farbe gelöst, ist aufgeplatzt. Sichtbar wird dadurch der Holzuntergrund. Wenn das Holz also grundiert wurde, scheint eine farblose Grundierung verwendet worden zu sein. Eigentlich wollte ich in diesem Sommer Hand anlegen. Ich habe also einen Farbenhändler angerufen, um abzuklären, welche Farbe ich am besten nehme. Er zeigte sich verwundert, dass solche Probleme nach so kurzer Zeit auftreten. Er meinte, normalerweise sei eine Standzeit von 10 Jahren normal.
Ich habe also das Bauunternehmen angemailt und Fotos zugeschickt. Man sagte mir dort, dies sei kein Gewährleistungsfall und man müsse das Holz sowieso alle 2 Jahre streichen.
Nun meine Fragen:
- Ist es normal, dass nach rund 4 Jahren die Farbe abblättert?
- Ist es normal, dass man keine Untergrundbehandlung sieht, wenn Farbe abblättert (müsste nicht eigentlich eine Grundierung sichtbar sein, oder blättert die auch gleich mit ab)
- Mir ist bewusst, dass man das Holz streichen muss - ich bezog das aber eher auf ein optisches verwittern der Farbe und nicht auf ein abblättern
- Normalerweise müsste - so denke ich - die Farbe an den betroffenen Stellen komplett abgeschliffen werden. Ein einfaches Anschleifen reicht sicher nicht aus
- Und nun die Gretchenfrage - handelt es sich (natürlich nach der subjektiven Einschätzung) um einen Garantiefall wegen einer nicht ordnungsgemäßen Lackierung - oder muss ich das so akzeptieren, weil normal.
Viele Dank für die Antworten und die Mühe!
Liebe Grüße
Helmut

