a) der Brennwerteffekt auch bei der WW-Bereitung eintreten soll (Schichtenspeicher)
b) das Gerät bis auf 25 % runtermoduliern kann
c) ein zweiter Mischerheizkreis (für die Wandheizung in einer der Wohnungen ) mittels der sowieso vorhandenen Regelung auch gleich mit gesteuert werden kann
d) das Gerät mit Fluesterleise beworben wird
Nun nach einem Jahr Betrieb stören mich folgende Umstände:
i) reltiv hohe Rücklauftemperatur bis ca. 60 Grad C bei WW-Bereitung (vermutlich kein Brennwerteffekt) => evtl. zu viel Zirkulation?
ii) Taktung in der Übergangszeit, da 25 % == 7 kW vermutlich zu viel für das 280 mm² Haus ist => muss ich nun mit leben ☹
iii) ständiger Druckabfall und Luft im Heizkreislauf (von 1.8 => 1.3 bar in zwei bis drei Wochen) => deutet das auf ein Leck hin oder verkocht da evtl. Wasser?
iv) starke Geräuschentwicklung im Kessel während der Heizphasen => kann man da was machen?
v) starke Stroemungsgerauesche in den Heizungen, wenn es draußen kalt ist und die Heizung wegen dem starken Temp. Unterschied VL-RL
den Volumenstrom hochregelt
zu i) ich fahre 52 Grad C WW-Speicher und 18 Grad Überhöhung
beim Heizen (Heiztemperatur WW Vorlauf ca. 70 Grad), das Heizen setzt ein, wenn der obere Fühler unter 47 Grad C sinkt, der Rücklauf steigt dann schnell von ca. 45 auf bis zu 62 Grad an
Eigentlich sollte im Schichtenspeicher eine relativ große Temperaturdifferenz oben/unten vorhanden sein und der WW Heizkreisrücklauf sollte annäherend auf die Temperatur der
kältesten Schichtenlage abgekühlt werden, ABER
im Schichtenspeicher gibt es einen oberen und einen unteren Temperaturfühler, die Temperaturdifferenz ist aber nie größer als 5 K.
Ich sehe zwei mögliche Ursachen:
1. eine Zerstörung der Schichtung durch zu starke Zirkulation, da (aus Kostengründen) nicht die Broetje Zirkulationspumpe mit max. 100 l/h, sondern eine WILO Z15 (laut Auskunft Wilo ca. 400 l/h) eingebaut wurde => mein Heizungsbauer und der zuständige Außendienstler von Broetje behaupten nun, dass die beiden Pumpen ein ähnliches Kennlinienfeld haben und durch den zusätzlichen Einsatz eines Drosselringes (oder Scheibe) die Zirkulationsmenge auch auf kleiner gleich 100 l/h (wie von Broetje im Prospekt gefordert) eingestellt werden kann
2. eine zu hohe Strömungsgeschwindigkeit des WW Heizkreises
- laut Broetje Außensdienst muss die Strömungsgeschwindigkeit
hoch sein, um die Heizleistung im Max. WW Lastfall rüberzubringen
- Nach meiner Meinung müsste die aber (genau wie im Heizkreis für die Heizkörper) von der Differenz der Vorlauf und Rücklauftemperatur abhängig geregelt werden - denn sonst kann ja das Versprechen des Brennwertbetriebes bei der WW-Bereitung nicht eingehalten werden.
Dieses Problem scheint recht komplex zu sein, ich kann mich aber nicht so richtig damit abfinden die in den Werbeprospekten versprochenen Eigenschaften (i und iv) nicht zu bekommen. Von den Punkten ii, iii und v - die wohl am kläglichen Versagen des Heizungsbauers liegen - ganz zu schweigen. Leider ist der Löwenanteil der Heizungsanlage schon bezahlt und die sogennannten Fachleute hier vor Ort stellen die o.g. Mängel als nichtig bzw. Normalfall dar.
Sind meine Ansichten tatsächlich überzogen oder sind die von mir aufgeführten Punkte als Mangel nachbesserungspflichtig?
Mit freundlichem Gruß
Sven Zeisberg