kurze vorgeschichte/ finanzieller background: nach einigen Jahre schmalen einkommens (zuletzt halbtagskraft in einem Baumarkt) bekam ich die Chance eine Umschulung durchzuziehen. die letzten Monate Baumarkt waren - Dank eines verständnisvollen chefs - vollzeit, damit der unterhalt des arbeitsamtes halbwegs ausreicht. während der Umschulung war das Geld noch knapper, aber wir haben es geschafft. samstags Prüfung, montags vom praktikumsbetrieb vollzeit und unbefristet übernommen 🙂! seit über zwei Jahren festangestellt haben wir in der Zeit die Wohnung sarniert, die (wirklich!) nötigen neuen Möbel gekauft, anderes Auto war leider auch fällig ... sparen war halt nach der durststrecke nicht unbedingt drin.
nun zum derzeitigen Dilemma: es begann mit einer Einladung unserer Bank (Sparkasse), um über unsere zukunftspläne zu reden. was wir denn für träume hätten ... ein (unerreichbarer?) Traum wäre für uns ein Haus, war unsere Antwort. könnte man ja mal drüber nachdenken, war deren Antwort ... unser Einwand: aber kein eigenkapital, wenn man von ~3000 € absieht (man merkt: wir wollten eigentlich nicht 🙂! deren Antwort: hm, aber 4 Kinder, macht 4450 * 8 = 35600 € BauKindergeld und Eigenheimzulage. dazu noch (machbare) Eigenleistung, sagen wir min. 20000 € ... das könnte als eigenkapital anerkannt werden. dazu noch richtig günstiges Geld von der WFA, evtl. noch sonderdarlehen für eines der Kinder (100 % schwerbehindert) ... soweit unser netter filialleiter. er sprach mit der Immobilienabteilung und diese wollte eine prognose der WFA. denn: wenn prognose der WFA positiv dann wäre das ganze schon machbar. diese prognose haben wir besorgt. Fazit: Höchstförderung möglich! also 57000 € (NRW) zu besten Konditionen, und das auch noch nachrangig. Grundlage für deren Berechnungen: familieneinkommen (2 erwachsene, 4 Kinder) ca. 3300 € netto (ohne Urlaubs- / Weihnachtsgeld (Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld)), kapitalbedarf max. 240000 € für Grund und Hausbau (Grund für 45000 € erschlossen wäre möglich). angestrebt sind eher 220000, ich habe einen erfahrenen Architekten, der hält das für absolut machbar.
meine Belastungsrechnung (zins und Tilgung, 5/2,10 Jahre) liegt bei unter 1000 € im Monat. das Baukindergeld würde dabei sogar angespart werden, um erstens die kritischen Jahre 6 bis 10 (Steigung der Tilgung WFA) überbrücken und zweitens nach 10 Jahren eine SonderTilgung machen zu können. selbst bei 6/2 wäre die Belastung ab Jahr 10 weiterhin weit unter 1000 € ...
nun der Hammer: Freitag morgen Anruf der Immobilienabteilung der Bank: aach, nöööö ... wär ja doch nicht genügend eigenkapital da (das wussten die doch vorher schon!?!?). wenn ich als kinderloser alleinverdiener zu denen komme und sage: ich habe 26000 € eigenkapital (entspricht dem Baukindergeld) und kann 20000 € Eigenleistung bringen bekomme ich die Hypothek garantiert. obwohl ich eigentlich auch nicht mehr Geld habe ...
nun steh ich hier, habe wochenlang kalkuliert, habe recherchiert, bin von der Machbarkeit überzeugt, bin sozusagen heiß - und habe keine Bank.
nun zu den fragen:
- ist es in dieser Situation überhaupt sinnvoll bei einer anderen Bank als bei der Hausbank anzufragen? die kennt ja, im Gegensatz zu fremden Banken, die (positive) finanzielle Entwicklung der letzten Jahre. und wenn die Hausbank schon "nö" sagt ...
- und wieso werden die Eigenheimzulage und das Baukindergeld nicht wie eigenkapital angesehen? ist doch sicheres Geld ...
- kann man neben der Eigenheimzulage (Eigenheimzulagedarlehen) auch das Baukindergeld sozusagen "vorfinanziert" bekommen?
ich will nicht ohne Kampf aufgeben 🙂 ...
Gruß klaus