Mitte November wurde in meinem Einfamilienhaus ein AFE eingebracht. Ich möchte hier nun meine Erfahrungen mit der professionellen Verlegung von rund 150 m² AFE darstellen. Ich konnte sowohl positive, als auch negative Erfahrungen machen, und es sind leider auch bis dato ein paar Fragen offen geblieben. (Vielleicht kann jemand diese Fragen beantworten!? - Achja: Meinem gepostetes Problem - Frage 1095 - hat sich auch leider noch immer niemand angenommen, wird aber nun wieder aktuell, da ich nun bald mit der Verlegung der Fliesen beginnen möchte!)
Eingangs möchte ich erwähnen, dass die Verlegung des Estrichs vorzüglich geklappt hat, und die Mitarbeiter des Estrichlegers sehr nett, angenehm und rücksichtsvoll waren! - Es wurde wirklich versucht so wenig Schmutz wie möglich zu machen. Auch wurde penibel darauf geachtet "Einrichtungsgegenstände" (z.B. Holz-Säulen) nicht zu beschädigen!
Beim "Abkehren" des Estrichs hat leider nicht alles so reibungslos funktioniert. Wir haben - wie vom Estrichleger empfohlen - nach 3 Tagen mit dem Abkehren begonnen. Am 1. Tag konnten wir das komplette Dachgeschoss mit Straßenbesen und nachmittags bereits mit Schrubb-Bürsten von der Sinterschicht befreien! - Am 2. Tag mussten wir im Erdgeschoss bereits ausschließlich mit Schrubb-Bürste und Drahtbürsten arbeiten. Am 3. Tag habe ich dann in einer Nachtschicht die restlichen ca. 20 m² im Wohnzimmer mit meiner Bohrmaschine, mit eingespannter Drahtbürste, bearbeitet. Wobei leider die Bohrmaschine durchgebrannt ist, und repariert werden musste (Der Anker war verschmort! - 100 € gerade aus!).
Ich führe das schlechte Ablösen der Sinterschicht darauf zurück, dass beim zweiten Lieferwagen die Mischung zu trocken war. Der Estrichleger hat mehrmals veranlasst, dass noch mehr Wasser der Mischung zugefügt wird! - Im oben angesprochenem Wohnzimmer wurde mit dieser zweiten Lieferung begonnen. Somit war der Estrich dort also anscheinend am trockensten.
Arbeitskollegen von mir haben nur zwischen 2 und 3 Stunden für annähernd die selben Flächenverhältnisse benötigt.
Es wurden bei allen Türen ein Estrich-Abstellwinkel verlegt. Mit Ausnahme der Türe zwischen Badezimmer und Kastenraum. Hier wurde der Estrich-Abstellwinkel vergessen. Dieser steckt noch immer - bereitgelegt - im Randstreifen! - Im Dachgeschoss wurde nur ein einziger Estrich-Abstellwinkel bei der Türe zwischen Gästezimmer und Galerie verlegt.
Bis dato nicht beantwortete Fragen an den Estrichleger:
- Woran kann es gelegen haben, dass ich mehr als ein Wochenende für die Abtragung der Sinterschicht aufbringen mussten, und zu weitaus drastischeren Hilfsmittel als Straßenbesen greifen mussten?
- Welche Auswirkungen kann das Fehlen der Trennfugen in den genannten Bereichen haben?
- Was passiert mit den Estrich-Abstellwinkel? - Werden diese bei der späteren Bodenverlegung herausgezogen, oder flächenbündig abgeschnitten?
Ich hoffe, ich konnte mit meinem Bericht allen zukünftigen Häuselbauern eine kleine Hilfestellung geben!
Christian