1) kann man irgendwie feststellen, ob geeignete Dampfsperre verwendet wurde? Ich finde keinen Hersteller/ Typ aufgedruckt. Nicht das aus Kostengründen irgendeine 0815 PE-Folie verwendet wurde? Diese wäre zwar auch 100 % dampdfdicht, aber mein Handwerker meinte, aktuelle Dampfsperren wären geringfügig dampfdurchlässig, also nur sogenannte Dampfbremsen. Die verwendete Dach-Unterspannbahn z.B. ist seine Meinung nach nicht dampfdurchlässig, aber das wäre damals so normal gewesen. Hier kann man sich nur so behelfen, indem man sie am First einschneidet, damit die Feuchtigkeit teilweise entweichen kann, was damals auch gemacht wurde. Wassereintritt durch Wind&Wetter ist dadurch nicht aufgetreten.
2) hier nun meine Bedenken: bestünde die Gefahr, dass durch einen 100 % isolierten und gedämmten Dachboden die Feuchtigkeit verstärkt durch die Wände entweicht? Könnte ja sein, dass hier ähnlich schlampig gearbeitet wurde? Zudem sind jahrelang die Mäuse in den Wänden ein und ausgegangen und wo die nicht weiterkommen, knabbern sie sich halt durch, auch durch die Dampfsperre. Und einige Löcher wurden auch gebohrt, leider ist der Abstand zwischen Gipskarton und Wandelementen für handelsübliche Dübel 5 mm zu klein, sodass teilweise versehentlich die Dampfsperre angebohrt wurde. Inzwischen wurden die Eintrittsstellen für die Mäuse entdeckt und abgedichtet sowie Fallen aufgestellt, aber man kann ja nicht alle Wände aufreißen um nachzusehen. Bis jetzt ist die Dämmung jedenfalls 100 % intakt, es gibt keinerlei Wärmebrücken, woraus ich schließe, dass die Dämmung in den Wänden trocken sind. Und ich möchte natürlich, dass das auch so bleibt. Es bringt ja nichts, oben mit Gewalt zu dämmen und damit den Schaden zu vergrößern.
3) An einem Giebel (Nordostseite) gibt es im Spitzbogen im Winter Schwitzwasser, dort ist bei Minusgraden die Wand feucht. Trocknet an warmen Tagen wieder 100 % ab, aber das Holz (Spanplatte) wird halt leicht dunkel. Kann man dort auch nur eine Dämmschicht vor der Wand machen (nach unten abgedichtet), um dies zu verhindern? Dann bestünde dort kein Temperaturunterschied mehr. Die restliche Feuchtigkeit könnte dann immer noch nach oben weg.
Die Heizkosten liegen erfreulich niedrig (ca. 1500 € pro Jahr) trotz 24 Grad auf 134 m² wegen meiner Frostbeule (Frau) Früher lag ich nur bei 600 €. Also von daher besteht eigentlich kein Handlungsbedarf.