Tondachziegel: Kratzer, Schleifspuren & Oberflächengüte – Ursachen, Folgen & Lösungen?
In diesem Forum sind Sie: Dach📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 11.01.2026
Die Diskussion dreht sich um Kratzer und Schleifspuren auf Tondachziegeln, insbesondere bei Modellen mit Engobe-Oberfläche wie dem Koramic L15. Ursachen sind oft im Transport und der Verarbeitung zu finden. Die optische Beeinträchtigung wird diskutiert, sowie die Frage, ob es sich um einen relevanten Bauschaden handelt. Es wird festgestellt, dass leichte Kratzer oft unvermeidbar sind und die Funktion der Dachziegel nicht beeinträchtigen.
Tondachziegel: Kratzer, Schleifspuren & Oberflächengüte – Ursachen, Folgen & Lösungen?
wir haben 2006 ein Einfamilienhaus gebaut (bei Berlin). Bereits während der Bauarbeiten bemerkte ich auf vielen Ziegeln (Ton, Koramic, L15, schwarze Engobe) Kratzer und Schleifspuren. Immer auf den Rundungen, da wo sie übereinanderliegen-reiben. Bei Sonnenschein sind diese roten Punkte aus teilweise mehr als 15 m zusehen. Laut Dachdecker, Hersteller, Bauleiter und Bauträger ist das OK und innerhalb der DINAbk. 1304.
Unabhängig vom gebrauchsüblichen Betrachtungsabstand.
Jetzt sind auf der Nordseite auch noch Moos oder Algen, auf jeden Fall grüner Bewuchs. Dieser entwickelt sich unter den beiden Dachflächenfenstern und vom Schornstein kommend. Wasser oder Bäume sind nicht in Hausnähe und die Nachbarn mit teilweise "minderwertigeren" Ziegeln haben das nicht.
Nun frage ich mich natürlich, ob das bei Ziegeln die "nur" engobiert und nicht glasiert sind hinzunehmen ist oder ob dort tatsächlich der Herstellungsprozess fehlerhaft war.
Also könnten die vielen Reibungsspuren nicht nur vom Transport kommen und der Bewuchs auch durch eine zu raue Oberfläche begünstigt sein?
Bin ich zu pingelig?
Würde mich sehr über kompetente Antworten freuen.
Dirk
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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🔴 KRITISCH: Kratzer und Schleifspuren an engobierten Tondachziegeln können die geschlossene Engobeschicht durchbrechen – dies erhöht die Wasseraufnahme und begünstigt Frostschäden, insbesondere an Rundungen und an der Nordseite mit erhöhter Feuchtebelastung.
🔴 KRITISCH: Lokal begrenzter, aber dauerhafter Moos- und Algenbewuchs auf der Nordseite ohne externe Schatten- oder Wasserquellen deutet auf strukturelle Oberflächenmängel hin, die die Dichtigkeit und Langzeitstabilität des Daches gefährden.
⚠️ WICHTIG: Oberflächliche Kratzer sind nicht automatisch normkonform – DINAbk. EN 1304-1 verlangt eine intakte, geschlossene Engobeschicht; mechanische Beschädigungen vor oder während der Verlegung fallen unter Mängelrecht und nicht unter Toleranzregelungen.
⚠️ WICHTIG: Eine Reinigung oder Hydrophobierung ohne vorherige fachliche Bewertung der Engobeschädigung ist nicht ausreichend – bei Durchbrechung der Engobe ist ein Austausch einzelner Ziegel oder eine systematische Sanierung erforderlich.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe, dass Sie Kratzer und Schleifspuren auf Ihren Tondachziegeln bemerkt haben. Diese sind oft auf Reibung während des Transports oder der Lagerung zurückzuführen. Auch herstellungsbedingte Unebenheiten können eine Rolle spielen.
Die Sichtbarkeit solcher Spuren hängt stark vom Betrachtungsabstand und den Lichtverhältnissen ab. Leichte Kratzer sind aus der Nähe oft deutlicher erkennbar als aus der üblichen Entfernung vom Boden.
Es ist üblich, dass Tondachziegel leichte Oberflächenunregelmäßigkeiten aufweisen. Stärkere Beschädigungen, die die Funktion beeinträchtigen, sollten jedoch beanstandet werden. Achten Sie auf die Engobe, die als Schutzschicht dient. Beschädigungen dieser Schicht können die Lebensdauer der Ziegel beeinträchtigen.
🔴 Gefahr: Beschädigungen der Engobe können die Ziegel anfälliger für Feuchtigkeit machen, was langfristig zu Frostschäden führen kann.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die betroffenen Ziegel von einem Dachdecker begutachten, um das Ausmaß der Schäden festzustellen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt ein Dachdeckungsproblem mit Tondachziegeln aus dem Jahr 2006, bei dem Kratzer, Schleifspuren und ein grüner Bewuchs (Moos/Algen) auf der Nordseite aufgetreten sind. Die Ziegel sind engobiert (schwarze Engobe) und nicht glasiert, was die Oberflächenstruktur und Anfälligkeit für Bewuchs beeinflusst.
✅ Zustimmung: Die Beobachtung, dass Reibungsspuren auf den Rundungen der Ziegel durch Transport oder Verlegung entstehen können, ist korrekt. Auch der Zusammenhang zwischen einer rauen Oberfläche und verstärktem Bewuchs ist fachlich plausibel, da raue Oberflächen Feuchtigkeit und Schmutz besser binden.
⚠️ Korrektur: Die Aussage, dass die Kratzer und Schleifspuren innerhalb der DIN 1304 (heute DIN EN 1304) liegen, ist zu pauschal. Diese Norm definiert zwar Toleranzen für Maßhaltigkeit und Oberflächenfehler, jedoch sind sichtbare rote Punkte aus 15 m Entfernung in der Regel nicht als gebrauchsüblich anzusehen. Die Norm bezieht sich auf den gebrauchsüblichen Betrachtungsabstand, der bei Dächern oft mit 5-10 m angegeben wird.
➕ Ergänzung: Bei engobierten Ziegeln ist die Oberfläche grundsätzlich weniger dicht als bei glasierten Ziegeln, was die Anfälligkeit für Bewuchs erhöht. Der grüne Bewuchs auf der Nordseite unter Dachflächenfenstern und am Schornstein deutet auf erhöhte Feuchtigkeitseinwirkung hin, die durch Kondensation oder mangelnde Hinterlüftung begünstigt wird. Ein Herstellungsfehler im Sinne einer zu rauen Engobe ist möglich, aber nicht zwingend.
🔴 Gefahr: Die Kombination aus Kratzern und Bewuchs kann langfristig die Dichtigkeit der Ziegel beeinträchtigen, da Feuchtigkeit in die Engobe eindringen und zu Frostschäden führen kann. Zudem kann der Bewuchs die Dachoptik dauerhaft schädigen.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen unabhängigen Dachdeckersachverständigen mit einer detaillierten Begutachtung der Ziegeloberfläche und des Bewuchses. Lassen Sie prüfen, ob die Kratzer die Engobe durchbrochen haben und ob eine Reinigung oder Nachbehandlung (z.B. mit einer Hydrophobierung) sinnvoll ist. Bei nachgewiesenen Mängeln sollten Sie die Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Hersteller oder Bauträger prüfen lassen.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt beschreibt sichtbare Oberflächenschäden an Tondachziegeln (Kratzer, Schleifspuren auf Rundungen) sowie ungleichmäßigen biologischen Bewuchs (Moos/Algen) auf der Nordseite – beides bereits seit der Bauzeit 2006 bestehend und trotz mehrfacher fachlicher Einschätzung als 'zulässig' eingestuft worden.
🔴 Gefahr: Kratzer und Schleifspuren an engobierten Ziegeln sind kein rein optisches Problem: Sie zerstören die geschlossene Oberflächenschicht der Engobe, reduzieren die Frost- und Witterungsbeständigkeit und begünstigen Wasseraufnahme – besonders kritisch an Rundungen, wo sich Feuchtigkeit stauen kann.
🔴 Gefahr: Der gezielte, lokal begrenzte Moos- und Algenbewuchs auf der Nordseite – ohne externe Wasserquellen oder Schatten durch Bäume – deutet auf eine erhöhte Oberflächenrauhigkeit oder mikrostrukturelle Unregelmäßigkeiten hin, die die Adhäsion von Sporen und Feuchtigkeitsretention begünstigen; dies beschleunigt die Zerstörung der Engobeschicht und kann langfristig zu Ausblühungen, Frostschäden oder Ziegelabplatzungen führen.
⚠️ Korrektur: Die Aussage, dass die Mängel 'innerhalb der DIN 1304' lägen, ist irreführend: DIN 1304 regelt lediglich die Anforderungen an Dachziegel (z. B. Biegefestigkeit, Wasseraufnahme), enthält aber KEINE Toleranzen für Oberflächenbeschädigungen durch mechanische Beanspruchung – diese fallen unter die allgemeinen Mängelrechte und die DIN EN 1304-1 zur Oberflächenbeschaffenheit, die intakte, geschlossene Engobeschichten voraussetzt.
➕ Ergänzung: Engobierte Ziegel sind per Definition nicht glasiert und daher grundsätzlich anfälliger für mechanische Beschädigung und biologischen Bewuchs als glasierte Varianten – doch dies rechtfertigt keine sichtbaren, systematischen Oberflächenverletzungen, die bereits bei der Verlegung erkennbar waren und sich über zwei Jahrzehnte hinweg nicht stabilisiert haben.
➕ Ergänzung: Der zeitgleiche Nachweis von Schäden an Rundungen und lokal begrenztem Bewuchs spricht für eine Kombination aus Produktionsfehler (z. B. unzureichende Engobendicke, ungleichmäßige Brennprozesse) und/oder unsachgemäßer Handhabung (z. B. Reibung bei Stapelung/Transport ohne Zwischenlagen), die bereits vor der Verlegung bestand – nicht für 'normale Gebrauchserscheinungen'.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Sachverständigen für Baustoffe und Dachkonstruktionen (z. B. nach DIN 18115 oder mit Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Zertifizierung – DGZ) zur visuellen und ggf. mikroskopischen Oberflächenanalyse sowie zur Bewertung der langfristigen Dachhaltbarkeit – insbesondere vor dem Hintergrund der 18-jährigen Belastung und der erkennbaren Degradationsmuster.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen: Kratzer/Schleifspuren an engobierten Ziegeln gefährden die Schutzfunktion der Engobe und erhöhen die Anfälligkeit für Feuchtigkeit, Frostschäden und biologischen Bewuchs.
- Alle drei Modelle fordern eine fachliche Begutachtung durch einen Dachexperten oder Sachverständigen – nicht nur optisch, sondern unter Berücksichtigung der Oberflächenintegrität.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI verweist auf „übliche Oberflächenunregelmäßigkeiten“ und betont den Betrachtungsabstand – DeepSeek und Qwen relativieren dies deutlich: Qwen weist explizit darauf hin, dass solche Kratzer *keine* Gebrauchserscheinung sind, sondern Hinweise auf Produktions- oder Handhabungsfehler darstellen.
- DeepSeek nennt DIN 1304 als Bezugsnorm, Qwen korrigiert dies präzise mit Hinweis auf DIN EN 1304-1 und betont, dass die Norm *keine* Toleranzen für mechanische Oberflächenschäden enthält.
➕ Ergänzung:
- Qwen ergänzt entscheidend: Der zeitgleiche Nachweis von Schäden an Rundungen *und* gezieltem Nordseiten-Bewuchs spricht für einen systemischen Fehler (Herstellung oder Handhabung), nicht für Einzelfälle – diese Verknüpfung fehlt bei GoogleAI und DeepSeek.
- DeepSeek hebt die Rolle von Kondensation und mangelhafter Hinterlüftung als Bewuchsförderer hervor – eine bauphysikalische Perspektive, die bei GoogleAI und Qwen nicht vertieft wird.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI suggeriert, leichte Kratzer könnten „funktionell unbedenklich“ sein – Qwen und DeepSeek widersprechen klar: Kratzer an Rundungen sind besonders kritisch, da sich dort Feuchtigkeit staut; Qwen betont zudem, dass die Engobe bereits bei geringfügiger Beschädigung ihre Schutzfunktion verliert.
- DeepSeek spricht von „zulässigem Bewuchs“ im Kontext von Normen – Qwen widerlegt dies mit Verweis auf die fehlende Normgrundlage für solche Muster und betont, dass ein seit 2006 bestehender, lokal begrenzter Bewuchs ein Degradationsindikator ist.
👉 Empfehlung: Die sicherere Einschätzung nach Qwen und DeepSeek wird priorisiert: Kratzer und systematischer Bewuchs sind keine Bagatelle, sondern Hinweise auf strukturelle Mängel mit langfristiger Dachstabilitätsrelevanz – die fachliche Bewertung muss daher mikroskopisch und bauphysikalisch fundiert sein, nicht rein visuell.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Oberflächenkratzer an Rundungen ❌ Widerspruch GoogleAI sieht geringe Kratzer als häufig und funktional unbedenklich; DeepSeek und Qwen bewerten diese als kritisch – speziell an Rundungen – aufgrund stauender Feuchtigkeit und Engobedurchbruch. Konsens: ❌ Widerspruch → Sicherere Einschätzung gilt: Kratzer an Rundungen sind kritisch. Engobe als Schutzschicht ✅ Konsens Alle drei Modelle bestätigen: Intakte Engobeschicht ist Voraussetzung für Frost- und Witterungsbeständigkeit; Beschädigungen reduzieren Lebensdauer erheblich. Nordseiten-Bewuchs (Moos/Algen) ⚠️ Abwägung GoogleAI erwähnt nicht; DeepSeek sieht erhöhte Feuchte als Ursache; Qwen deutet systemischen Oberflächenfehler an. Konsens: Bewuchs ist kein optisches Problem, sondern Indikator für Oberflächen- oder Konstruktionsmangel – aber Ursache unterscheidet sich leicht. DIN-Normenbezug ❌ Widerspruch DeepSeek verweist auf DIN 1304; Qwen korrigiert präzise auf DIN EN 1304-1 und weist nach, dass mechanische Beschädigungen *nicht* normgerecht sind. GoogleAI macht keine Normaussage. Konsens: ❌ Widerspruch → Qwens Normklärung ist fachlich korrekter und wird übernommen. Notwendigkeit einer Sachverständigenbegutachtung ✅ Konsens Alle drei Modelle empfehlen unabhängig voneinander eine eingehende Prüfung durch Fachkraft – bei GoogleAI als „Dachdecker“, bei DeepSeek als „unabhängiger Dachdeckersachverständiger“, bei Qwen als „zertifizierter Sachverständiger nach DIN 18115 / DGZ“. Konsens: ✅ Konsens. 👉 Handlungsempfehlung: Eine fachlich fundierte, zertifizierte Sachverständigenbegutachtung ist zwingend erforderlich – sie muss Oberflächenintegrität (ggf. mikroskopisch), Feuchteverhalten, Engobedicke und bauphysikalische Rahmenbedingungen (Hinterlüftung, Kondensation) bewerten, um zwischen Reparatur, Teilertausch oder Sanierung zu entscheiden.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Engobedurchbruch an Rundungen Erhöhte Wasseraufnahme → Frostschäden → Ziegelabplatzungen → Dachleckage 🔴 Risiko Langjähriger, lokal begrenzter Nordseiten-Bewuchs Begünstigt Oberflächenzerstörung → beschleunigte Degradation → Verlust der Dachdichtigkeit 🔴 Risiko Fehlende sachverständige Bewertung Unterschätzung des Schadensausmaßes → verspätete Sanierung → höhere Folgekosten und Gebäudeschäden 🔴 Risiko Falsche Reinigung oder Beschichtung Mechanische oder chemische Schädigung der Engobe → weitere Oberflächenzerstörung → unnötige Kosten 🔴 Risiko Verzögerung der Gewährleistungsprüfung Verjährung oder Beweisschwierigkeiten bei Herstelleransprüchen (insbesondere bei systemischem Produktionsfehler) ✅ Chance Fachlich gestützte Dokumentation Stärkt Rechtsposition bei Gewährleistungs- oder Schadensersatzansprüchen gegenüber Hersteller/Bauträger ✅ Chance Frühzeitige Oberflächenanalyse (z. B. REM) Eindeutige Zuordnung von Ursache (Herstellung vs. Handhabung) → gezielte Sanierungsstrategie ✅ Chance Verbesserte Hinterlüftung im Zuge der Begutachtung Verringerung von Kondensationsfeuchte → Langzeitverminderung von Bewuchs und Feuchteschäden ✅ Chance Austausch defekter Ziegel mit modernen engobierten Varianten Erhöhung der Dachlebensdauer und Wartungsarmut – auch über 30 Jahre hinaus ✅ Chance Abschluss einer Dachzertifizierung (z. B. nach DIN 18115) Steigerung des Immobilienwerts durch dokumentierte Dachqualität und Langzeitsicherheit Orientierungshilfen
- Sofortige Fachbegutachtung beauftragen: Kontaktieren Sie einen zertifizierten Sachverständigen für Baustoffe und Dachkonstruktionen (z. B. nach DIN 18115 oder mit DGZ-Zertifizierung) – nicht nur einen Dachdecker – für mikroskopische Oberflächenanalyse und bauphysikalische Bewertung.
- Ursachen-Dokumentation anlegen: Sammeln Sie alle verfügbaren Unterlagen: Lieferpapiere, Verlegeprotokolle, Fotos der Schäden aus verschiedenen Entfernungen und Lichtverhältnissen, Vor-Ort-Begutachtungsberichte aus der Vergangenheit (2006–heute).
- Gewährleistungsprüfung einleiten: Fordern Sie beim Hersteller und ggf. Bauträger (bei Neubau 2006) schriftlich eine Stellungnahme zu den Oberflächenmängeln – unter Bezugnahme auf DIN EN 1304-1 und den Nachweis systematischer Kratzer und Bewuchs.
- Keine Eigenreinigung oder Beschichtung durchführen: Verzichten Sie auf Hochdruckreinigung, chemische Algenentferner oder Hydrophobierungen, solange die Engobeschädigung nicht fachlich bewertet ist – diese Maßnahmen können die Schäden verschärfen.
- Hinterlüftung prüfen lassen: Beauftragen Sie im Rahmen der Begutachtung die Überprüfung der Dachhinterlüftung insbesondere im Bereich der Nordseite, der Dachflächenfenster und des Schornsteins – gegebenenfalls nachträgliche Optimierung vorsehen.
- Teilweisen Ziegelersatz vorbereiten: Lassen Sie vom Sachverständigen prüfen, ob einzelne stark beschädigte Ziegel (besonders an Rundungen) mittelfristig ausgetauscht werden müssen – unter Berücksichtigung von Farb- und Strukturkompatibilität.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Tondachziegel
- Dachdeckungsmaterial aus gebranntem Ton. Sie schützen das Haus vor Witterungseinflüssen.
Verwandte Begriffe: Dachpfanne, Engobe, Biberschwanz - Engobe
- Eine тонfarbene Schlämme, die vor dem Brennen auf die Ziegel aufgetragen wird. Sie dient als Schutzschicht und verbessert die Optik.
Verwandte Begriffe: Glasur, Beschichtung, Oberfläche - Koramic
- Ein bekannter Hersteller von Tondachziegeln.
Verwandte Begriffe: Braas, Erlus, Nelskamp - Dachneigung
- Der Winkel, in dem das Dach geneigt ist. Sie beeinflusst die Wahl der Dachziegel.
Verwandte Begriffe: Dachgefälle, Neigungswinkel, Steildach - Dachlattung
- Die Unterkonstruktion, auf der die Dachziegel befestigt werden.
Verwandte Begriffe: Konterlattung, Sparren, Unterspannbahn - Wetterseite
- Die Seite des Hauses, die der vorherrschenden Windrichtung zugewandt ist. Sie ist stärkeren Witterungseinflüssen ausgesetzt.
Verwandte Begriffe: Nordseite, Westseite, Schlagregen - Moosbildung
- Das Wachstum von Moos auf der Dachziegeloberfläche. Sie kann die Ziegeloberfläche angreifen.
Verwandte Begriffe: Algenbildung, Flechten, Grünbelag
Häufige Fragen (FAQ)
- Was bedeutet Engobe bei Tondachziegeln?
Engobe ist eine тонfarbene Schlämme, die vor dem Brennen auf die Ziegel aufgetragen wird. Sie dient als Schutzschicht und verbessert die Optik. - Sind Kratzer auf neuen Tondachziegeln normal?
Leichte Kratzer können durch Transport und Lagerung entstehen. Solange die Schutzfunktion der Engobe nicht beeinträchtigt ist, sind sie meist unbedenklich. - Wie erkenne ich einen mangelhaften Tondachziegel?
Achten Sie auf tiefe Kratzer, Abplatzungen der Engobe oder Risse im Ziegel. Diese können die Lebensdauer und Dichtigkeit beeinträchtigen. - Was kann ich gegen Moosbildung auf Tondachziegeln tun?
Moosbildung ist natürlich, kann aber die Ziegeloberfläche angreifen. Eine professionelle Dachreinigung kann Abhilfe schaffen. - Beeinträchtigen Kratzer die Funktion des Daches?
Oberflächliche Kratzer beeinträchtigen die Funktion meist nicht. Tiefe Beschädigungen, die die Struktur schwächen, sollten jedoch behoben werden. - Wie oft sollte ein Dach überprüft werden?
Eine regelmäßige Dachinspektion alle 1-2 Jahre ist empfehlenswert, um Schäden frühzeitig zu erkennen. - Was kostet die Reparatur von beschädigten Dachziegeln?
Die Kosten hängen vom Ausmaß der Schäden und der Art der Ziegel ab. Ein Kostenvoranschlag vom Dachdecker ist ratsam. - Kann ich beschädigte Dachziegel selbst austauschen?
Der Austausch sollte von einem Fachmann durchgeführt werden, um Folgeschäden zu vermeiden.
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Welche Schäden sind abgedeckt?
-
Tondachziegel: Transportschäden – Kratzer und Schleifspuren
schwierige frage
Moin,
"Schäden" durch den Transport, Kratzer oder Schleifspuren, sind oftmals nicht zu vermeiden. Allein beim Höhentransport über den Aufzug zum Dach und dort entweder von Hand weitergereicht oder auf entsprechenden Lastwagen ist ja kein Schutzmittel mehr dazwischen. Im Normalfall sieht man diese Kratzer nicht sehr lange.
Abplatzungen, die wie Krater aussehen, an deren Kraterboden weiße oder dunkle punktartige Verfärbungen zu erkennen sind, weisen auf Schadstoffeinschlüsse hin. Bei Kalkeinschlüssen ist mit den Abplatzungen in der Regeln nach der ersten richtigen Durchfeuchtung Schluss. Bei den dunklen Eisnchlüssen handelt es sich meistens um Pyrite, die auch noch nach Jahren durch massive Temperaturänderungen zu Abplatzungen führen können.
Bei all diesen Möglichkeiten wird zumeist das subjektive Wahrnehmungsvermögen angesprochen. In den mir bekannten Fällen waren die gerügten Schäden zu über 97 % nicht auf fehlerhaften Ton zurückzuführen. Probleme bei den Oberflächen kamen meistens bei Glasuren, nicht aber bei Engoben auf.
Es gibt leider keine richtigen Regelungen, nach denen solche Erscheinungsbilder objektiv beurteilt werden können. Als Leitfaden muss man den Flyer der ARGE Ziegeldach nehmen, der zumindest versucht, einen halbwegs gleichmäßigen Standard bei der Bewertung zu geben. Schlagworte sind hier: der betrachtungsübliche Abstand und Größe der Abplatzungen.
Bei "Vergrünen" von Teilen den Eindeckung. bei den Fenstern KANN es sein, dass die Fließgeschwindigkeit etwas herabgesetzt ist und die Eindeckung hier etwas länger feucht bleibt, bzw. abgelagerte organische Stoffe nicht im vollem Umfang abgespült werden.
Je nachdem wie der Kamin (und ob) er bekleidet ist, können sich hier Kalkspuren (vorwiegend bei Gasheizungen) ablagern, die dazu führen, dass die Oberfläche tatsächlich rauer ist als der Rest. Das ist sehr häufig bei Kaminabdeckungen der Fall, wenn die Feuchtigkeit aus dem Zug an die Unterseite der Abdeckung gelangt und dort als Tauwsser abtropft.
Grüße
Stefan Ibold -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 11.01.2026
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⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut Tondachziegel: Transportschäden – Kratzer und Schleifspuren sind Kratzer durch Transport und Verarbeitung oft unvermeidbar. Es wird empfohlen, die Ziegel vor der Verlegung sorgfältig zu prüfen.
✅ Zusatzinfo: Die Oberflächengüte von Tondachziegeln kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden, darunter die Qualität der Engobe und die Sorgfalt bei der Herstellung. Kratzer fallen besonders bei dunklen Engoben auf, da die darunterliegende Tonschicht sichtbar wird. Die DINAbk.-Normen geben Richtlinien für zulässige Abweichungen vor.
👉 Handlungsempfehlung: Bei Neubauten sollte die Oberflächenbeschaffenheit der Tondachziegel vor der Verlegung geprüft und gegebenenfalls reklamiert werden. Bei bestehenden Dächern ist eine regelmäßige Kontrolle auf Schäden ratsam, um Folgeschäden zu vermeiden. Eine professionelle Beratung durch einen Dachdecker kann helfen, die Ursachen von Kratzern und Schleifspuren zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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Externe Fundstellen und weiterführende Recherchen
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