Wir renovieren in der Umgebung von Wien ein Jahrhundertwendehaus komplett, inklusive Anbau runder Erker mit 3 Glas-Terrassentüren, die auf die Terrasse gehen.
Das ganze Haus bekommt eine Wärmedämmfassade (auch der neue Vorbau/Erker). Da dies die Südseite ist, wird es im Sommer sehr heiß. Entsprechend haben wir bei allen Fenstern dieser Seite äußere Raffstores bestellt. Diese werden mit Kasten in die Fassade eingebaut u von innen elektrisch bedient. Raffstores sind aus Metall, inklusive der seitlichen Führungsschienen.
Bei den Fenstern kein Problem; fertig eingebaut. Bei den 3 Terrassentüren: Diese sind oben mit Halbkreis-Fensterfixelementen über der Glastüre. Nun wurden auch diese Raffstores geliefert und eingebaut (wir sind mitten im Fassadenbau, die unbedingt vor dem Winter fertig werden muss):
Die Raffstores sind zu tief/zu weit unten eingebaut und schneiden oben den Kreis des Rundfensters ab. Es wurde offensichtlich beim Messen nicht bedacht, dass v.a. bei einem Rundfenster auch der Fensterrahmen (der Rundbogen) hinter und unter dem Kasten sichtbar sein muss. Ansonsten (und jetzt der Fall) sieht der Rundbogen abgeschnitten aus.
Ich habe das bereits bei der Montage festgestellt und Korrektur verlangt.
Von meinem Bauingenieur, Architekten u der Fensterfirma (Internorm) werde ich enorm unter Druck gesetzt, das so zu akzeptieren!
Argumente:
- Das muss so sein
- Den runden Fensterrahmen muss man nicht sehen
- Das sieht man bei fertiger Fassade mit Leibung (ca. 20 cm stark) nicht mehr.
- Von weitem ist nur der äußere Fassadenbogen relevant, nicht der innere Fensterrahmen
Anmerkung: Wir haben eine dominante Fassadenfarbe in Terracotta / rot. Die Fensterrahmen sind weiß (Kunststoff) und die Fensterumrahmungen/Faschen aus "Styroporstuck" werden grau/weiß.
Damit heben sich die Fensterrahmen deutlich und gut sichtbar von der Fassade ab, trotz 20 cm Fassadenleibung.
Neuester Vorschlag des Architekturbüros: Die Raffkästen werden hochgeschoben um ca. 5-6 cm. Dann passt es oben. Da die gleichen Seitenschienen verwendet werden, sind die Raffstores dann unten zu kurz - das sei irrelevant und komme nicht darauf an.
Ich verlange neue Raffstores, die höher eingebaut werden und länger sind (bis zum Boden wie geplant). Das würde den Ausbau und dann die komplette Neubestellung der längeren Raffstores bedeuten, sowohl Kästen mit Stores als auch Leitschienen seitlich.
- Ich habe Sorge, dass die zu kurzen Raffstores dann im Wind flattern und gegen die Glastüren schlagen könnten.
- Bin ich mit zu kurzen Stores weniger geschützt? Gegen Einbruch (Versicherung?), Sonne, Regen? (im Inneren des Erkers = Esszimmer liegt Parkettboden)
- Die Raffstores sind teuer: Preis für die 3 Raffstores bei Terrassentüren netto ca. 2000 €. Gesamtauftrag Fa. Internorm netto 44"000 €. (MwSt. Österreich 20 %) - ich bin der Meinung, dass ich keinen Pfusch akzeptieren muss?!
Mir ist klar, dass dabei für den Lieferanten (Internorm) Zusatzkosten entstehen. Ausgemessen wurde von der Fa. Internorm.
Das Architekturbüro hat eine langjährige, freundschaftliche Geschäftsbeziehung mit der Projektfirma v. Internorm.
Frage: Habe ich mit meiner Forderung nach neuen, passenden Raffstores recht oder kommt es wirklich nicht darauf an, wenn die unten (zum Boden hin) einige (ca. 6) cm zu kurz sind?
Ich danke bereits im Voraus herzlich für alle Antworten. Fotos lade ich später hoch.
Freundliche Grüße,
