ich habe mir, auch nach den "warnenden" Erfahrungen einiger anderer User hier, letzte Woche durch eine Brunnenbaufirma einen Brunnen im Grundstück bohren lassen. Hier kurz die Daten:
- gebohrt wurde mit Bohrkran auf 15 m Tiefe,
- bis ca. 6 m war reiner Kies, dann abwechselnd Sand / Lehm / leichteres Gestein im Wechsel,
- ab ca. 13 war nur noch Lehm, weshalb bei 15 m, also 2 m im Lehm, aufgehört wurde mit Bohren.
Das Bohrgut wurde während des gesamten Bohrens mit Wasser nach oben gespült, sodass während des Bohrens nicht genau erkannt werden konnte, wo konkret das Grundwasser begann.
In das Loch wurde (von unten beginnend) 1 m Vollrohr, dann 3 m Filterrohr, dann noch 8 m Vollrohr gesetzt. Somit wären wir bei 13 m. Die letzten 2 m, welche gebohrt wurden, hatten sich während des Ziehens des Bohrers sowie dem Einlassen der Bohr- / Filterrohre mit Erde gefüllt, sodass nun zwischen 13 und 12 m das Vollrohr liegt, zwischen 12 und 9 m die eingelassenen 3 m Filterrohr und zwischen 9 m bis zur Erdoberfläche wiederum Vollrohr liegt.
Während des gesamten Bohrens wurde dem Bohrwasser eine Art Tonmehl zugegeben, wodurch das Bohrgut besser nach oben gespült werden sollte.
Nach dem Einlassen der Bohr- und Filterrohre wurden diese bis ca. 7 m (also über den Filterrohren) noch mit Filterkies (ringsum ca. 5 cm stark) und anschließend bis zur Erdoberfläche noch mit Bohrgut verfüllt.
Am nächsten Tag habe ich den Grundwasserstand ausgelotet: Bei 4,20 Meter!
Es gibt es jetzt (3 Tage nach dem Bohren) folgende Probleme, mit denen ich nicht ganz klarkomme:
1. Zur Zeit liefert der Brunnen ca. 2 Liter / min, also fast gar nichts. Die Bohrfirma meint, das "entwickele" sich noch. Kann das sein?
2. Kann es sein, dass das Filterrohr "in der verkehrten Höhe", das heißt in einer Schicht hängt, wo (fast) gar kein Wasser ist?
3. Ist die Zugabe des "Tonmehls" (ist durch das Wasser fast wie Kleber geworden) wirklich normal und notwendig für eine solche Bohrung?
4. Wäre es möglich - falls sich der "Wasserdruck" nicht noch von selbst erhöht - die Rohre "etwas höher" und damit in eine stärker wasserführende Schicht zu ziehen?
5. Hatte irgendjemand ähnliche Erfahrungen - gleich ob mit gutem oder schlechtem Ausgang?
Bitte versteht mich nicht falsch, aber die ganze Show hat wirklich ein paar € gekostet, und da hofft man natürlich auch auf ein gewisses positives Ergebnis. Und da hier im Forum scheinbar auch echte Cracks und Fachleute teilnehmen, würde es mich freuen, Eure Antwort oder Meinung zu der einen oder anderen Frage zu erhalten.
Dafür danke ich schon jetzt und bin sehr gespannt auf Euren Rat und Eure Erfahrungen.
Euer Tilo.