momentan kernsaniere ich das Erdgeschoss unseres 50er Jahre Hauses. Dort gab es in einer Außenecke schon seit Jahren Probleme mit Feuchtigkeit im Innenputz. Als ich den alten Dielenboden und das darunterliegende Sandbett entfernt habe, konnte ich feststellen, dass der Sand in dieser Ecke ebenfalls "klamm" war. Dieses Wochenende bin ich dem Problem auf die Spur gegangen.
Ich musste feststellen, dass an dieser Ecke des Hauses der Außenputz abbröckelt, und die obere Reihe der Klinker ebenfalls lose ist. An dieser Ecke ist ein Balkon angeschlossen, durch den ein Fallrohr geleitet ist, durch welches ca. 1/4 der Dachfläche abgeleitet wird. Das Dach wurde bereits vor 4 Jahren vom Fachmann saniert. Die Dachdecker haben damals das neue Fallrohr in den vorhandenen Anschluss, der durch den Balkon führt, angesetzt.
Als ich nun das neue Fallrohr abgenommen habe, musste ich feststellen, dass das im Balkon liegende Stück Fallrohr (vermutlich Zinkblech aus den 50 ern) marode und brüchig ist.
Meine Vermutung ist nun, dass über die Jahre permanent Wasser von dieser Stelle ins Mauerwerk gedrungen ist. Zwischen dem Beton des Balkons hinter dem Fallrohr und dem Mauerwerk, war alles nass und sandig-porös. Konnte einfach mit einem Schraubendreher ausgenommen werden. Ich habe das alte innenliegende Stück Zinkblech entfernt und das neue Fallrohr mit einem Kunststoffrohr durch den Balkon bis in den Kanalanschluss verlängert. Das ist jetzt dicht.
Feuchtigkeitsmessungen Innen am blanken Mauerwerk (Bims), sowie Außen ergaben Werte um 21-25 %.
Hier nun meine Fragen:
- Wie tragisch sind Feuchtigkeitswerte um 21-25 %?
- Wie lange wird eine Trocknung vermutlich dauern?
- Wie ist das Vorgehen, erst außen sanieren, trocknen lassen, dann Innenputz?
- Muss Außen auch erst trocknen, bevor saniert werden kann?
- Mit welchen Materialien Außen sanieren, welcher Aufbau?
- Wie den Balkonanschluss abdichten?
Es sei noch angemerkt, dass die Ausbesserungen optisch nicht gut aussehen müssen, da ohnehin für den Sommer geplant ist, die Fassade mit geeigneter Dämmung und einem hinterlüfteten Holzvorhang aus Rombusleisten zu verkleiden.







