Aus irgendwelchen Gründen hat mein Schuppen nur auf der vorderen Hälfte im Eingangsbereich einen Fußboden, sprich Dielen, die auf grob behauenen Baumstämmen lagern, die einfach auf Länge gesägt quer im 2-Meter-Abstand im Schuppen liegen. Einfach so auf der Erde. Aber eben nur auf vorderer Hälfte. Die hintere Hälfte, wie gesagt, purer Erdboden.
Alle waren schlau und haben nach dem Krieg (oder so) ihr Grundstück mit Mutterboden aufgeschüttet, nur mein Vorbesitzer nicht, sodass mein Grundstück sicher 20 cm tiefer liegt als die anderen und nach hinten, zum Schuppen hin, noch weiter absackt.
Spätestens ab Januar, Februar steht dann das Wasser, je weiter ich den Garten lang gehe Richtung Schuppen (ca. 20 Meter dazwischen), desto nasser wird es, bis es in richtig feuchten Frühlingen wirklich bis Oberkante Grasnarbe klatschnass ist und ich mit Gummistiefeln stehend locker 5 cm einsacke.
Im Schuppen ist es dann am schlimmsten - da steht das Wasser sogar sichtbar (also im hinteren Teil, wo ich es sehen kann) bis zu 10 cm hoch drinnen. Ich denk mal, die Baumstämme im vorderen Teil werden sicherlich auch im Wasser liegen. Aber sie sind robust.
Das Wasser macht natürlich MEGA Probleme, weil man im hinteren Schuppenteil nichts lagern oder stellen kann, weil es ganz einfach ersaufen würde. Der vordere Bereich schwächelt inzwischen auch sehr stark, an einer Stelle bin ich bereits durch die Dielen gekracht. Auch vorn an der Tür - entweder ist der erste Lagerbalken weggefault, oder das Dielenholz ist zu feucht - ich kann dort nicht hintreten, sonst gibt das Holz zu sehr nach und ich breche dort voraussichtlich auch durch, also muss ich beim Eintreten in den Schuppen erstmal 1,5 Meter springen (dorthin, wo das erste Lagerholz liegt), weil es dort deutlich trittfester ist und ich nicht einzubrechen drohe.
Im Haus habe ich solcherlei Probleme zum Glück nicht, da haben die, wie ich denke, kleine 20 cm hohe Mäuerchen gezogen, auf denen die Balken lagern, sodass hier die Baumstämme nicht im Wasser liegen. Ein vorhandener Viertelkeller erlaubt mir den Blick unter den Flur, und da sehe ich halt das kleine Trennmäuerchen zum dahinter liegenden Raum, deswegen denke ich, wird es im Rest des Hauses auch so sein.
So, nun habe ich soviel geschrieben, das es hoffentlich reichen mag für sinnvolle Antworten, was ich mit dem Schuppen nun anstellen soll. Bis die Grundmauern wegen des Wassers völlig verrottet sind, mag es noch 20 Jahre dauern, dann kann ich das Teil gern abreißen. Bis dahin wird mich das Teil mehr kosten, als es Wert ist, und den Wert schätze ich mal gegen Null.
Mein dringenstes Anliegen ist einfach, den vorauszusehenden Verfall etwas aufzuschieben. Das mit den Trennmäuerchen gefällt mir eigentlich gut - dann lägen die Tragbalken nicht permanent im Wasser, aber man müsste zumindest die Eingangstür unten absägen, sonst geht sie ja nicht mehr auf, wenn man die Balken und Dielen höher legt. Wäre aber zumindest eine Teillösung.
Kann ich da vielleicht irgendwie einen Wasserabfluss inszenieren? Ich wüsste nicht wie, das halbe Grundstück liegt ja jahreszeitenbedingt unter Wasser. Der Schuppen ist von allen Seiten zugänglich mit mind. 1 Meter, nur der Eingangsbereich sollte tabu sein, da habe ich just den Gartenweg renovieren lassen. Der Eingang ist seitlich, so vom Wohnhaus aus gesehen.
Bilder:
1. Ansicht von außen
2. Ansicht vorderer Teil (mit meinem "Durchbruch")
3. Darstellung des Schuppenzustandes "schäm"
Vielen Dank schon mal für Hinweise und Tipps.


