Im Voraus schon mal danke für die Antworten.
Nun zum eigentlichen Problem. Es geht um die Dachdämmung. Mein Haus ist seit gerade mal 3 Jahren bezogen. Nun hat der Sachverständige festgestellt, dass die Aufsparrendämmung nicht richtig ausgeführt ist. Das Dach hat folgenden Aufbau:
von Innen nach Außen:
- sichtbare Sparen
- Holzverschalung (Nut und Federbretter als Sichtholz)
- PE Folie (SDAbk.-Wert nicht mehr ermittelbar)
- beidseitig alukaschierte Aufsparrendämmung
- Lattung, Konterlattung, Dachziegel
Das eigentliche Problem besteht darin, dass die PE Folie nicht an die Giebelwand angeschlossen wurde. Die Holzschalung wurde nicht unterbrochen und folgerichtig wurde dann auch die PE Folie bis nach Außen durchgelegt. Nun pfeift der Wind durch die Bretterfugen. Zweites Problem besteht darin, dass die Folie an keinem anderen Anschluss (z.B. Schornstein) angeschlossen wurde, sondern einfach nur abgeschnitten, im besten Fall hochgeklappt auslaufen gelassen wurde. Sanierung durch Herstellerfirma nicht möglich und auch sehr aufwändig und kostspielig. Nun schlägt der Sachverständige vor die Konstruktion von unten zu schließen und zwar mit PE Folie SD Wert >100. Dann könne nichts passieren. Mit dieser Folie wäre aber m.E. ein Entweichen evtl. Restfeuchte nicht mehr möglich weil ja von oben PE + dopellt Aluminium-kaschierte Dämmung. Im Prinzip schließe ich ja die Feuchtigkeit zwischen den Sparen ein. Lt. Gutachter kein Problem. Ich war aus zwei Gründen skeptisch. Erstens: muss die PE Folie die bereits verlegt ist, nicht dufussionsoffener sein als die PE Folie mit SD>100 die nun angebracht werden soll, damit evtl. Restfeuchte entweichen kann? Lt. Gutachter gilt das für meinen Bau nicht mehr (nur für Neubauten), weil mein Dach nach 3 Jahren inzw. auf eine sog. Auschgleichsfeuchte runtergetrocknet ist. Selbst wenn diese nun eingeschlossen ist so wird sie zu keinen Schäden mehr führen. (so zumindest seine Meinung) Meine 2 Skepsis beruht darauf, dass sehr wohl noch Feuchtigkeit eindringen kann. Und zwar im Sommer wo die Warmfeuchte Luft draußen ins kühlere Haus diffundiert. Und zwar über genau die Fugen im Giebelbereich die mir jetzt schon schlaflose Nächte bereiten. Dann sammelt sich über Jahre vielleicht doch Feuchtigkeit zwischen den eingeschlossenen Sparen, die dann z.B. in 10 Jahren zu Schäden führt.
Hat mein Sachverständiger nun recht oder nicht? Er hat keine Berechnung durchgeführt die seine Behauptungen belegen. Es ist aber seine 1000 %-ige Überzeugung. Es wird nichts passieren!
Ich wäre über fachmännischen Rat sehr dankbar.
Gruß
Dani
PS: ich habe diesen Beitrag auch in der Diskussionsgruppe "Dach" gepostet, weil ich nicht wusste wo ich mit meinem Anliegen richtig bin. Sorry.