Wärmedämmung Berechnung: DIN 4108 korrekt? Oberflächentemperatur, Schimmel & Taupunkt
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Wärmedämmung Berechnung: DIN 4108 korrekt? Oberflächentemperatur, Schimmel & Taupunkt

Foto von Martin Kempf

Tach zusammen.
Nachdem in Parallelforen ja höchst angeregte Diskussionen über Sinn und Unsinn von Wärmedämmung laufen, hier nochmal eine Frage aus der Praxis. Wenn ich meine Berechnung nach der DINAbk. 4108 mache, dann ist es für die Innentemperatur der Wandoberfläche recht unerheblich, ob die Dämmschicht innen oder außen angebracht wird. Jetzt kennt wahrscheinlich jeder aus den Altbauten die PS-Untertapeten (Depron Platten) in 3 oder 6 mm Stärke. Nach der 4108-Berechnung dürfte die Oberflächentemperatur lediglich um 1,1 Grad Celsius steigen. Ich habe mir natürlich nicht die Mühe gemacht, das zu messen, doch aus dem Bauch raus würde ich sagen: Kann nicht sein, die Oberflächentemperatur müsste deutlich höher liegen, und in fast allen erlebten Fällen kann man mit diesen pöpligen Depron-Platten den Kondenswasserausfall und damit den Schimmelbefall auf der Oberfläche vermeiden. Würde ich mir allerdings vorstellen, dass ich auf der Außenwand 3 mm Polystyrol als Dämmschicht verwende, dann kann ich mir schlechterdings nicht vorstellen, dass man innen davon überhaupt einen Effekt spürt. Nach 4108 jedoch sollte der Effekt der gleiche sein  -  1,1 Grad Erhöhung.
Wo ist der Haken? Gst es Einbildung? Ein Fehler in der Berechnungsmethodik?
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    Sicherheitshinweise

    🔴 Gefahr: Schimmelbefall kann gesundheitsschädlich sein. Entfernen Sie Schimmel umgehend fachgerecht und beseitigen Sie die Ursache.

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    Ich verstehe Ihre Frage zur Berechnung der Wärmedämmung nach DINAbk. 4108 und den möglichen Diskrepanzen bei der Oberflächentemperatur. Es ist wichtig, die Berechnungsmethodik genau zu prüfen, um Kondenswasserausfall und Schimmelbefall zu vermeiden.

    🔴 Gefahr: Eine fehlerhafte Berechnung der Wärmedämmung kann zu unzureichender Dämmleistung führen, was wiederum das Risiko von Kondenswasserbildung und Schimmelbildung erhöht.

    Ich empfehle Ihnen, folgende Aspekte zu überprüfen:

    • Korrekte Eingabe der Materialwerte: Stellen Sie sicher, dass die Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) und die Dicke der verwendeten Materialien (z.B. Polystyrol, Depron Platten) korrekt in die Berechnung eingegeben wurden.
    • Berücksichtigung des Wärmeübergangswiderstands: Der Wärmeübergangswiderstand an der Innen- und Außenseite der Wand muss gemäß DIN 4108 berücksichtigt werden.
    • Taupunktberechnung: Überprüfen Sie, ob die Taupunkttemperatur innerhalb der Wand erreicht wird. Wenn die Oberflächentemperatur unterhalb des Taupunkts liegt, entsteht Kondenswasser.
    • Luftfeuchtigkeit: Die relative Luftfeuchtigkeit im Raum beeinflusst die Taupunkttemperatur. Messen Sie die Luftfeuchtigkeit, um genaue Werte für die Berechnung zu haben.

    👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie Ihre Berechnung von einem Energieberater oder Bauphysiker überprüfen. Dieser kann die spezifischen Gegebenheiten Ihres Altbaus berücksichtigen und eine detaillierte Analyse durchführen.

    📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt

    DIN 4108
    Die DIN 4108 ist eine deutsche Norm, die Anforderungen an den Wärmeschutz und die Energieeinsparung in Gebäuden festlegt. Sie beinhaltet unter anderem Berechnungsverfahren für den Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) und Anforderungen an die Luftdichtheit. Verwandte Begriffe: EnEVAbk., GEG, Wärmeschutz.
    Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert)
    Die Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) ist eine Materialeigenschaft, die angibt, wie gut ein Material Wärme leitet. Je niedriger der λ-Wert, desto besser dämmt das Material. Verwandte Begriffe: Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert), Wärmedurchlasswiderstand.
    Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert)
    Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter und pro Grad Temperaturunterschied durch ein Bauteil (z.B. eine Wand) verloren geht. Je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung. Verwandte Begriffe: Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert), Wärmedurchlasswiderstand.
    Taupunkt
    Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist und Kondenswasser entsteht. Wenn die Oberflächentemperatur eines Bauteils unter den Taupunkt fällt, bildet sich Kondenswasser. Verwandte Begriffe: Relative Luftfeuchtigkeit, Kondensation, Schimmelbildung.
    Kondenswasser
    Kondenswasser entsteht, wenn feuchte Luft an einer kalten Oberfläche abkühlt und der Wasserdampf in der Luft kondensiert. Kondenswasser kann zu Schimmelbildung und Bauschäden führen. Verwandte Begriffe: Taupunkt, Relative Luftfeuchtigkeit, Schimmelbildung.
    Schimmelbildung
    Schimmelbildung entsteht, wenn Schimmelpilze auf feuchten Oberflächen wachsen. Schimmel kann gesundheitsschädlich sein und Bauschäden verursachen. Verwandte Begriffe: Kondenswasser, Taupunkt, Luftfeuchtigkeit.
    Depron Platten
    Depron Platten sind dünne, extrudierte Polystyrol-Hartschaumplatten, die zur Innendämmung verwendet werden können. Sie haben eine geringe Wärmeleitfähigkeit und sind leicht zu verarbeiten. Verwandte Begriffe: Polystyrol, Innendämmung, Dämmstoff.

    ❓ Häufige Fragen (FAQ)

    1. Was ist der Taupunkt und warum ist er wichtig?
      Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist und Kondenswasser entsteht. Wenn die Oberflächentemperatur einer Wand unter den Taupunkt fällt, bildet sich Kondenswasser, was zu Schimmelbildung führen kann.
    2. Wie kann ich den U-Wert einer Wand berechnen?
      Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) einer Wand wird berechnet, indem man die Wärmeleitfähigkeit der einzelnen Schichten durch ihre Dicke teilt und die Ergebnisse addiert. Anschließend wird der Kehrwert gebildet. Die Formel lautet: U = 1 / (Rsi + R1 + R2 + ... + Rse), wobei Rsi und Rse die Wärmeübergangswiderstände innen und außen sind.
    3. Welche Dämmstoffe sind für die Innendämmung geeignet?
      Für die Innendämmung eignen sich Dämmstoffe mit geringer Wärmeleitfähigkeit und guter Feuchtigkeitsregulierung, wie z.B. Mineralschaumplatten, Calciumsilikatplatten oder Holzfaserdämmplatten.
    4. Was ist der Unterschied zwischen Wärmeleitfähigkeit und Wärmedurchgangskoeffizient?
      Die Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) gibt an, wie gut ein Material Wärme leitet. Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil (z.B. eine Wand) pro Quadratmeter und pro Grad Temperaturunterschied verloren geht.
    5. Wie beeinflusst die Luftfeuchtigkeit die Schimmelbildung?
      Eine hohe Luftfeuchtigkeit erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Taupunkttemperatur an der Wandoberfläche erreicht wird. Dies führt zur Kondensation von Wasser und begünstigt das Wachstum von Schimmelpilzen.
    6. Was sind Wärmebrücken und wie vermeide ich sie?
      Wärmebrücken sind Bereiche in der Gebäudehülle, an denen Wärme schneller abfließt als in den umliegenden Bereichen. Sie entstehen oft an Ecken, Kanten oder durchdringenden Bauteilen. Wärmebrücken können durch eine sorgfältige Planung und Ausführung der Dämmung vermieden werden.
    7. Welche Rolle spielt die DIN 4108 bei der Wärmedämmung?
      Die DIN 4108 ist eine deutsche Norm, die Anforderungen an den Wärmeschutz von Gebäuden festlegt. Sie enthält unter anderem Vorgaben für die Berechnung des U-Wertes, die Vermeidung von Wärmebrücken und den Feuchteschutz.
    8. Wie finde ich einen qualifizierten Energieberater?
      Einen qualifizierten Energieberater finden Sie über die Energieeffizienz-Expertenliste der Deutschen Energie-Agentur (dena) oder über die Architekten- und Ingenieurkammern der Länder.

    🔗 Verwandte Themen

    • Innendämmung von Altbauten
      Vor- und Nachteile verschiedener Dämmmaterialien für die Innendämmung von Altbauten.
    • Feuchteschutz bei der Wärmedämmung
      Maßnahmen zur Vermeidung von Kondenswasserbildung und Schimmelbildung bei der Wärmedämmung.
    • Berechnung des U-Wertes
      Detaillierte Anleitung zur Berechnung des U-Wertes von Bauteilen.
    • Förderprogramme für die Wärmedämmung
      Überblick über aktuelle Förderprogramme für die energetische Sanierung von Gebäuden.
    • Wärmebrücken vermeiden
      Tipps und Tricks zur Vermeidung von Wärmebrücken bei der Planung und Ausführung von Baumaßnahmen.
  2. Wärmedämmung: Haptik vs. Wissenschaft – Innendämmung Effekt

    vielleicht die ...
    divergenz haptischen empfindens und naturwissenschaftlicher Erkenntnis? 🙂
    gefühlsmäßig ist die Innendämmung super, weil beim Handauflegen keine Wärme aus der Hand
    "gesaugt" wird  -  bzw. weil das "wärmesaugen" langsamer erfolgt  -  das ist halt ein
    Vorgang, der instationär und im lokal begrenzten Rahmen erfolgt.
    über die gesamte innenfläche betrachtet (d.h. ganz viele Hände unbegrenzt lange aufgelegt und zum zeitpunkt unendlich gemessen), würde der
    Effekt mit Dämmung innen oder außen gleich sein.
    puh, gar nicht so einfach zu erklären ... aber deswegen sind ja auch 12 cm Holz
    behaglicher als 120 cm Beton 🙂
  3. Zusatzinfo: Styropor – Sorption als Vorteil bei Innendämmung

    genau
    sehe ich auch so markus!
    zusätzlich würde ich noch die sorption von Styro anführen. was bei den wollsocken oft als Nachteil gepredigt, kehrt sich hier zum"guten"! Styro bleibt trocken, Schimmel hasst trockenes!
  4. Behaglichkeit: Bauteiloberflächentemperatur & Wohnklima-Rolle

    "Well done" Herr Kempf!
    eine sehr interessante Frage des Forumsexperten Kempf, oder? Ich bin begeistert, da könnte die unheimliche Begegnung mit einem hochgeschätzten Geisterfahrär ja wirklich eine Initialzündung geworden sein?!?
    Jeder von uns hat sich schon mal auf Styropor gesetzt und kann auf vergleichende Erfahrungen mit Stein o.Ä. zurückgreifen! Was erspüren wir? Auf Stein wird es kalt, mit der Zeit, auf Styro wird es mollig warm! Die Bauteiloberflächentemperaturen spielen eine wesentliche Rolle bzgl. Wohnklima und Behaglichkeitsempfinden. Durch diese Art Tapete wird, so vermute ich jetzt erst mal, die Beschichtung (@MK: Textil oder Papier oder ...?) eine Art von Oberflächentemperierung aus der geheizten Raumluft erfahren, somit "Pilzgeschützt" sein. Die Dauerhaftigkeit einer solchen Komposition kenne ich nicht, würde mich aber auch mal interessieren, da eigentlich an Anschlüssen und Fugen gemäß Theorie beträchtliche Schäden aufkommen können müssten!
    Schon wieder fast Nacht, genug für Heute. Gute Nacht und schönen Morgen an alle Leser.
  5. DIN 4108: Oberflächentemperatur bei Innendämmung im Glaserdiagramm

    Hä? Noch nnie ein Glaserdiagramm gemalt?
    Da sieht man das doch ganz deutlich drauf. Gebt das doch Spaßeshalber einfach mal ein. Die Oberflächentemperatur ist bei Innendämmung  -  logischerweise  -  höher. Hat aber mit Sorption nichts zu tun. Dreisatz tut's da auch.
    • Name:
    • Martin Beisse
  6. DIN 4108: Oberflächentemperatur – Innen vs. Außendämmung irrelevant?

    Foto von

    wieso Glaserdiagramm? Will doch nicht Baden gehen?
    Mich interessiert die Oberflächentemperatur der Wand innen. Und nach der 4108-Berechnung scheint es da völlig uninteressant zu sein, ob ich die Dämmung innen oder außen auf die Wand Pappe. Der K-Wert ändert sich nicht. Als Oberflächentemperatur bekomme ich identische Werte angezeigt.
  7. Das kann nicht sein

    Haste mein Programm benutzt?
    • Name:
    • Martin Beisse
  8. Berechnungsfehler? Temperaturverlauf bei Innen- und Außendämmung

    Foto von Stefan Ibold

    ähh, doch *am-Kopf-kratz*
    Nein Martin, Martin hat Recht.
    Hämmer mal die Daten ein und verlege die Dämmung einmal nach innen und einmal nach Außen. Der Temperaturverlauf in den Schichten, der verändert sich. Die Oberflächentemperatur hingegen nicht.
    Wenn ich den Wärmeübergangswert innen konstant mit 0,13 annehme, dann bleibt der Wärmestrom (Verlust) immer derselbe.
    Entweder da stimmt was in der Berechungsmethodik etwas nicht, was nicht heißen soll, dass die U-Wert Berechnung als solches falsch ist, oder ich habe, wie ich spontan festgestellt habe, einen subjektiven Denkfehler.
    Grüße
    si
    • Name:
  9. Gefühlte Oberflächentemperatur: Wärmekapazität & Wärmeleitfähigkeit

    Des Rätsels vermutliche Lösung
    Schließe mich Sollacher+Nörpel an: Klar, die gefühlte Oberflächentemperatur, die Ihnen Ihr Bauch flüstert, hängt von Wärmekapazität und Wärmeleitfähigkeit des Materials ab. Styropor hat eine niedrige Wärmekapazität und Wärmeleitfähigkeit. Die Dämmtaptenoberfläche nimmt schnell die Handtemperatur an, und fühlt sich daher wärmer an als die gleichwarme Massivwand.
    Beispiel: Laufen über glühende Holzkohlen, schon mal probiert? Glücklicherweise hat Holzkohle ähnliche Eigenschaften wie die Dämmtapete, und fühlt sich viel "kühler" an als beispielsweise gleichwarme Steine an. Über 600 Grad heiße Steine oder Stahlplatten könnte man natürlich nicht laufen!
    Zu "in fast allen erlebten Fällen kann man mit diesen pöpligen Depron-Platten den Kondenswasserausfall und damit den Schimmelbefall auf der Oberfläche vermeiden. " Im Bad könnte man das eventuell damit erklären, dass die Oberfläche die plötzlich höhere Raumtemperatur beim Duschen etc. schneller annimmt, sodass weniger kondensiert. Vielleicht trocknet die Oberfläche bei zwischenzeitlich niedrigerer Luftfeuchtigkeit auch besser aus, und der Schimmel mag das nicht. Beides entfiele bei außenseitiger Anbringung (trotz gleicher *durchschnittlicher* Oberflächentemperaturen!). Ansonsten: Hatte schon mal jemand das Vergnügen mit Schimmelnestern *unter* Dämmtapeten?
  10. Oberflächentemperatur: Gleiche Wand, unterschiedliche Materialien?

    Herr Lange,
    Sie meinen also, dass unterschiedliche Oberflächenmaterialien auf der selben Wandkonstruktion des selben Raumes die gleichen Oberflächentemperaturen hat, wie das DINAbk. das annimmt? Das erscheint unlogisch oder doch zumindest sehr unwahrscheinlich! Habe ich Sie falsch verstanden? Wenn nein, gibt es da Untersuchungen und Veröffentlichungen?
    @Herrn Kempf: Das mit den Schimmelnestern deutete ich oben bereits an, gibt es da Erfahrungen aus der Praxis?
  11. Erklärung: K-Wert & Baustoffreihenfolge – Oberflächentemperatur Einfluss

    Herr Kirchner,
    nein, ich meine, dass bei gleichem k-Wert die Baustoffreihenfolge erstmal keinen Einfluss auf die durchschnittlichen Oberflächentemperaturen hat. Dies erscheint Ihnen vermutlich deshalb unlogisch, weil sich die Baustoffe verschieden anfühlen, selbst wenn sie die gleiche Temperatur haben, wie oben erklärt. Beispiel Korkboden und Steinboden. Man sagt umgangssprachlich, Kork sei warm, meint damit aber, dass Kork sich warm anfühlt. Erklärung siehe oben.
    @MB: Sie haben Gegenteiliges gesagt, bitte genauer erklären, wenn möglich!
  12. Erfahrungen: Depron-Platten – Schimmelnester-Risiko bei Stößen?

    Foto von

    Erfahrungen mit Depron-Platten
    Diese Depron-Platten sind mir bisher nicht als Schimmelnester aufgefallen. Das dürfte daran liegen, dass sie recht großformatig sind und so die Problematik, die Stöße dampfdicht auszuführen, nicht so zum tragen kommt  -  der Tapezierer, der die Teile anbringt (werden mit Dispersionskleben und Zahnspachtel vollflächig verklebt) passt schon deshalb auf, dass die auf Stoß geklebt oder im Zweifelsfall die Stöße nochmal nachgespachtelt werden, weil er sonst mit seiner Tapete Probleme bekommt, wenn es untendrunter Lücken gibt. Was allerdings schimmeltechnisch bedenklich ist und wo ich auch schon öfter auf (zugegeben: geringfügige, keine großflächigen) Probleme gestoßen bin, das sind diese lustigen Styropordeckenplatten, die in den 70 ern gerne an Altbaudecken geklebt wurden. Sehen aus wie Kassettendecken, haben ein Format von ungefähr 40/40 cm verschiedene Profile. Da kommt es leicht vor, dass Lücken zwischen den Platten die Raumluft an die kühle Decke gelangen lassen.
    Zurück zur Ursprungsfrage: Selbstverständlich fühlt sich beim Handauflegen die Innendämmung warm an, weil die Handwärme ja nicht erst die ganze Wand aufheizen muss, bevor sie von der Außendämmung aufgehalten wird  -  das ist aber nicht unbedingt der Knackpunkt. Was mich einfach stutzig macht, ist die Tatsache, dass es diese Dämmplatten für innen lediglich in 3 mm und 6 mm Stärke überhaupt zu kaufen gibt  -  und das offenbar wirklich ausreicht, um Tauwasserprobleme im Altbau durch Erhöhung der Oberflächentemperatur in den Griff zu bekommen, während ich rein gefühlsmäßig bezweifle, dass ich den selben Effekt erreichen könnte, wenn ich mit diesen Platten auf die Fassade gehe.
  13. Schimmelbildung: Dämmstofftapeten, Mineralwolle & PS-Platten Risiko

    schimmelnester ...
    unter dämmstofftapeten, war die Frage von hrn. lange.
    speziell mit dämmtapeten kann ich leider nicht dienen, aber Schimmel zw. Mineralwolle- und
    ps-Platten und kalter (brr ...) Außenwand ist nicht nur Theorie, sondern durfte ich
    schon mehrfach bewundern.
    wenn man so will: ps-Tapete ist so ähnlich, wie 2 cm ps-Platte.
    natürlich kommt es bei der "Schimmelbildung" noch entscheidend auf den U-Wert der Wand an, klar.
    praktisch scheinen die "dämmtapeten" also zu funktionieren ... naja, wenn man die
    nicht gerade auf Beton verlegt, der dürfte wohl zu dampfdicht und zu "kalt" sein.
  14. Wärmeübergangswiderstände: Alpha-Wert & Wärmekapazität-Abhängigkeit

    Ups, da habe ich wieder was verschwiegen, sorry
    Natürlich muss man die Wärmeüberganswiderstände anpasen. ist aber im Prinzip dasselbe, was schon gesagt wurde. Nach dem Glaser-Verfahren ändert sich bei gleichem 1/alpga i natürlich nix.
    Man muss eben halt doch ein bisschen mitdenken, der Computer rechnet nur, was man ihm eingibt.
    Aber jetzt die Sache Abhängigkeit des Aplha Wertes von der Wärmekapazität der Ströming und der Wärmeleitfähigkeit nochmal hinzuschreiben, wäre zu viel. Da haben andere Leute schon mehrere Bücher zu geschrieben.
    • Name:
    • Martin Beisse
  15. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 14.01.2026
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    📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 14.01.2026

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    Wärmedämmung: DINAbk. 4108, Oberflächentemperatur & Schimmel

    💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die korrekte Berechnung der Wärmedämmung nach DIN 4108, insbesondere im Hinblick auf die Oberflächentemperatur und das Risiko von Schimmelbildung. Es wird hinterfragt, ob die DIN 4108 die gefühlte Oberflächentemperatur korrekt abbildet und ob die Position der Dämmung (innen oder außen) einen relevanten Unterschied macht. Die Sorption von Materialien wie Styropor und deren Einfluss auf das Raumklima werden ebenfalls thematisiert. Abschließend wird die Bedeutung der Wärmeübergangswiderstände und des Alpha-Wertes für die korrekte Berechnung betont.

    ⚠️️ Wichtiger Hinweis: Wie im Beitrag Erfahrungen: Depron-Platten – Schimmelnester-Risiko bei Stößen? diskutiert, können Depron-Platten bei unsachgemäßer Anbringung, insbesondere an den Stößen, ein Risiko für Schimmelbildung darstellen. Daher ist eine sorgfältige Ausführung wichtig, um die Dampfdichtigkeit zu gewährleisten.

    ✅ Zusatzinfo: Der Beitrag Zusatzinfo: Styropor – Sorption als Vorteil bei Innendämmung hebt hervor, dass die Sorption von Styropor bei Innendämmung sogar vorteilhaft sein kann, da es trocken bleibt und somit Schimmelbildung entgegenwirkt. Dies steht im Kontrast zu Wollsocken, bei denen Sorption oft als Nachteil gesehen wird.

    📊 Fakten/Zahlen: Im Beitrag DIN 4108: Oberflächentemperatur bei Innendämmung im Glaserdiagramm wird auf die Bedeutung des Glaserdiagramms hingewiesen, um die Oberflächentemperatur bei Innendämmung zu visualisieren. Es wird betont, dass die Oberflächentemperatur bei Innendämmung höher ist, was jedoch nichts mit Sorption zu tun hat.

    👉 Handlungsempfehlung: Für eine korrekte Berechnung der Wärmedämmung und zur Vermeidung von Schimmelbildung wird empfohlen, die Wärmeübergangswiderstände anzupassen und die Berechnungsmethodik kritisch zu hinterfragen, wie im Beitrag Wärmeübergangswiderstände: Alpha-Wert & Wärmekapazität-Abhängigkeit erläutert. Es ist wichtig, nicht blind auf Computerberechnungen zu vertrauen, sondern die Ergebnisse kritisch zu prüfen und mitzudenken.

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