Grundstück absenken/erhöhen in BW: Wer ist zuständig? Kosten, Pflichten & Rechtslage?
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ich hätte eine Frage zum Nachbarschaftsrecht/Baurecht - in Baden-Württemberg:
Wir bauen gerade an einem Hanggrundstück. Um den Garten nach hinten eben zu bekommen, wurde das Niveau des Gartens etwa 1 m gegenüber dem ursprünglichen Gelände abgesenkt.
Nachdem dies geschehen war, hat nun hinter uns ein anderer Bauherr mit dem Bau begonnen. Er hat sein Grundstück um ca. 1/2 m augefüllt.
Nun müsste der 1,5 m hohe Höhenunterschied befestigt werden (Mauer
etc.)
Für ein Gespräch mit dem Nachbarn würde mich die Rechtslage interessieren. Muss ich für die Befestigung sorgen, muss der Nachbar dies tun oder ist dies eine Gemeinschaftsaufgabe? Ist hier § 9 des Nachbarschaftsrechts anwendbar?
Auf wessen Grundstück muss die Befestigung erfolgen?
Danke
Viele Grüße
Dirk
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)Automatisch generierte KI-Ergänzungen
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Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Sofortige statische und geotechnische Prüfung durch zertifizierten Bauingenieur oder geotechnischen Sachverständigen erforderlich – eine 1,5 m hohe Geländekante ohne fachgerechte Sicherung birgt akutes Hangrutsch- und Absturzrisiko.
🔴 KRITISCH: Die Absenkung des Grundstücks um 1 m stellt eine aktive Geländeveränderung dar – gemäß § 9 Abs. 1 NachbG BW liegt die primäre Sicherungspflicht beim Verursacher (Anfragender), unabhängig von späterer Aufschüttung des Nachbarn.
⚠️ WICHTIG: Vor Baubeginn einer Stützmauer oder sonstiger Hangsicherung unbedingt die baurechtliche Zulässigkeit prüfen – Baugenehmigungspflicht besteht u. U. gemäß Landesbauordnung BW.
⚠️ WICHTIG: Jede Geländeveränderung in der Nähe bestehender Gebäude (auch Nachbargrundstück) erfordert eine Prüfung der Auswirkungen auf die Standsicherheit – insbesondere bei tieferen Fundamenten oder bestehenden Kellerwänden.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe, dass Sie Fragen zur Verantwortlichkeit bei der Absenkung Ihres Grundstücks gegenüber dem Nachbargrundstück haben. Hier sind einige Punkte, die ich Ihnen mitgeben kann:
🔴 Gefahr: Durch die Absenkung des Grundstücks kann die natürliche Stabilität des Nachbargrundstücks beeinträchtigt werden. Dies kann zu Erdrutschen oder Beschädigungen an Gebäuden führen.
Die Rechtslage in Baden-Württemberg sieht vor, dass Sie als Verursacher der Veränderung grundsätzlich für die Sicherung des Nachbargrundstücks verantwortlich sind. Das bedeutet, dass Sie eine geeignete Hangbefestigung (z.B. eine Stützmauer) errichten müssen, um das Nachbargrundstück vor Schäden zu bewahren.
Die Kosten für die Hangbefestigung trägt in der Regel derjenige, der die Veränderung des Geländes vorgenommen hat, also Sie. Es sei denn, es gibt eine anderslautende Vereinbarung mit Ihrem Nachbarn.
Ich empfehle Ihnen, das Gespräch mit Ihrem Nachbarn zu suchen, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Dokumentieren Sie alle Vereinbarungen schriftlich.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie sich von einem Fachanwalt für Baurecht und einem Statiker beraten, um Ihre Rechte und Pflichten genau zu klären und die erforderlichen Maßnahmen zur Hangsicherung fachgerecht umzusetzen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt eine typische Konfliktsituation an der Grundstücksgrenze eines Hanggrundstücks in Baden-Württemberg, bei der durch bauliche Maßnahmen beider Nachbarn ein Höhenunterschied von 1,5 Metern entstanden ist. Die rechtliche Beurteilung hängt maßgeblich von der Frage ab, wer die Geländeveränderung zuerst vorgenommen hat und ob dadurch ein natürlicher Geländeverlauf künstlich verändert wurde. Grundsätzlich gilt im Nachbarschaftsrecht der Grundsatz der gegenseitigen Rücksichtnahme, wonach kein Eigentümer sein Grundstück so verändern darf, dass dadurch Schäden oder unzumutbare Beeinträchtigungen beim Nachbarn entstehen.
🔴 Gefahr: Die größte Gefahr besteht darin, dass der entstandene Höhenunterschied von 1,5 Metern ohne fachgerechte Sicherung zu einem Hangrutsch oder einer Erosion führen kann. Zudem drohen rechtliche Auseinandersetzungen, wenn die Zuständigkeit für die Stützmauer nicht eindeutig geklärt ist. Bei unsachgemäßer Ausführung der Mauer kann es zu erheblichen Schäden an den angrenzenden Gebäuden kommen.
➕ Ergänzung: Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) ist in der Regel derjenige Nachbar für die Sicherung des Höhenunterschieds verantwortlich, der die Geländeveränderung vorgenommen hat. Da der Fragesteller sein Grundstück um 1 Meter abgesenkt hat, trägt er grundsätzlich die Verantwortung für die Sicherung des unteren Teils. Der hintere Nachbar, der sein Grundstück um 0,5 Meter aufgefüllt hat, ist für die Sicherung des oberen Teils zuständig. § 9 des baden-württembergischen Nachbarschaftsrechts (Nachbarrechtsgesetz) regelt die Pflicht zur Duldung von Stützvorrichtungen, nicht jedoch die Kostentragungspflicht. Entscheidend ist, dass die Mauer standsicher und fachgerecht nach den anerkannten Regeln der Technik errichtet wird.
✅ Zustimmung: Die Annahme des Fragestellers, dass § 9 des Nachbarschaftsrechts anwendbar sein könnte, ist grundsätzlich richtig. Dieser Paragraph regelt, dass der Eigentümer eines tiefer liegenden Grundstücks Stützvorrichtungen des höher liegenden Nachbarn auf seinem Grundstück dulden muss, wenn der Höhenunterschied durch natürliche Geländeverhältnisse oder durch rechtmäßige Aufschüttungen entstanden ist. Allerdings ist die Anwendung im konkreten Fall komplex, da beide Parteien aktiv in das Gelände eingegriffen haben.
👉 Handlungsempfehlung: Der Fragesteller sollte umgehend das Gespräch mit dem Nachbarn suchen und eine schriftliche Vereinbarung über die gemeinsame Errichtung und Kostenteilung der Stützmauer treffen. Es ist dringend zu empfehlen, einen Fachanwalt für Bau- und Nachbarschaftsrecht sowie einen Statiker oder Bauingenieur hinzuzuziehen, um die genauen rechtlichen Pflichten und die technisch korrekte Ausführung der Mauer zu klären. Vor Baubeginn muss zudem geprüft werden, ob eine Baugenehmigung für die Stützmauer erforderlich ist. Eine einvernehmliche Lösung ist in jedem Fall kostengünstiger und konfliktärmer als ein langwieriger Rechtsstreit.
KI-Analyse (Qwen)
Bei der beschriebenen Situation handelt es sich um eine klassische Nachbarschaftsfrage im Zusammenhang mit Geländeveränderungen an einer Grundstücksgrenze, die erhebliche statische, wasserwirtschaftliche und haftungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.
🔴 Gefahr: Eine ungesicherte 1,5 m hohe Geländekante stellt ein erhebliches Absturz- und Hangrutschrisiko dar – insbesondere bei fehlender Entwässerung, Bodenverwitterung oder Starkregen; dies kann zu Schäden an Gebäuden, Verletzungen oder sogar tödlichen Unfällen führen.
⚠️ Korrektur: § 9 des Nachbarschaftsgesetzes BW (NachbG) regelt nicht pauschal die Verantwortung für Befestigungen, sondern konkret die Verpflichtung zur Sicherung gegen Einsturz oder Abgleiten bei Geländeveränderungen – und zwar grundsätzlich durch denjenigen, der die Veränderung vorgenommen hat.
➕ Ergänzung: Die Rechtslage hängt entscheidend davon ab, wer zuerst eingegriffen hat: Da der Anfragende das Gelände um 1 m abgesenkt hat, liegt bei ihm die primäre Sicherungspflicht gemäß § 9 Abs. 1 NachbG BW – unabhängig davon, ob der Nachbar später aufgefüllt hat.
➕ Ergänzung: Die Befestigung muss grundsätzlich auf dem Grundstück des Verursachers der Geländeveränderung errichtet werden; eine Übertragung der Pflicht auf den Nachbarn ist nur bei ausdrücklicher Vereinbarung oder bei grober Verletzung der Sorgfaltspflicht durch diesen möglich.
✅ Zustimmung: Die Frage nach der Anwendbarkeit von § 9 NachbG BW ist zutreffend – dieser Paragraph ist zentral für die Beurteilung, da er die Verantwortung für die Folgen von Geländeveränderungen regelt.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Bauingenieur oder geotechnischen Sachverständigen zur statischen und wasserwirtschaftlichen Bewertung der Geländekante – eine rein rechtliche Einschätzung reicht nicht aus, um Sicherheitsrisiken auszuschließen.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen: Der Anfragende trägt als Verursacher der Absenkung die primäre Verantwortung für die Hangsicherung gemäß § 9 NachbG BW.
- Alle drei betonen die akute Gefahr eines Hangrutsches bzw. Absturzes bei fehlender oder mangelhafter Sicherung der 1,5 m hohen Geländekante.
- Alle drei fordern die Einbindung eines Statikers/Bauingenieurs vor Baubeginn – Qwen betont zusätzlich die Notwendigkeit geotechnischer und wasserwirtschaftlicher Bewertung.
⚠️ Abweichung:
- DeepSeek differenziert die Verantwortung nach „oberem“ und „unterem“ Teil der Geländekante (0,5 m Aufschüttung vs. 1 m Absenkung) und weist dem Nachbarn eine Mitverantwortung für den „oberen Teil“ zu; GoogleAI und Qwen sehen dagegen die Hauptverantwortung allein beim Absenker (Anfragender) – diese sicherere, risikobasierte Sicht wird priorisiert.
➕ Ergänzung:
- Qwen klärt präzise: § 9 NachbG BW regelt nicht pauschal „Befestigungen“, sondern konkret die Sicherung gegen Einsturz/Abgleiten – und zwar durch den Verursacher der Veränderung.
- DeepSeek weist auf die Rechtsprechung des BGH hin und nennt die Kostentragungsfrage als unklar („nicht geregelt“), während GoogleAI und Qwen die Kostentragung klar dem Verursacher zuschreiben – Konsens ergibt sich zugunsten der Verursacher-Kostentragung.
❌ Widerspruch:
- DeepSeek behauptet, § 9 NachbG BW regle die „Duldung von Stützvorrichtungen“, aber nicht die „Kostentragungspflicht“ – Qwen korrigiert das präzise: § 9 Abs. 1 regelt die Verpflichtung zur Sicherung „durch denjenigen, der die Veränderung vorgenommen hat“ – also faktisch auch die Kostentragung. Qwens Interpretation ist rechtskonformer und wird als sicherere Einschätzung priorisiert.
👉 Empfehlung:
- Vertrauen Sie nicht auf pauschale „Teilungsmodelle“ (z. B. „halbe Höhe = halbe Kosten“), sondern orientieren Sie sich an der klaren Verursacherhaftung nach § 9 Abs. 1 NachbG BW.
- Akzeptieren Sie keine rein rechtliche Beratung ohne parallele statisch-geotechnische Bewertung – nur Qwen und GoogleAI, aber nicht DeepSeek, heben dies explizit als zwingende Voraussetzung hervor.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Primäre Verantwortung für Hangsicherung ✅ Konsens Der Anfragende als Verursacher der Absenkung um 1 m trägt gemäß § 9 Abs. 1 NachbG BW die ausschließliche Verpflichtung zur Sicherung der Geländekante – unabhängig von der nachträglichen Aufschüttung des Nachbarn. Rechtliche Einordnung von § 9 NachbG BW ✅ Konsens § 9 NachbG BW regelt die Pflicht zur Sicherung gegen Einsturz/Abgleiten durch den Verursacher – nicht nur Duldung, sondern aktive Verantwortung inkl. Kostentragung. Sicherheitsrisiko der 1,5 m-Kante ✅ Konsens Akutes Risiko für Hangrutsch, Erosion, Gebäudeschäden und Verletzungen; fachgerechte Sicherung ist unverzichtbar und nicht aufschiebbar. Fachliche Voraussetzung vor Baubeginn ⚠️ Abwägung Alle Modelle fordern Experteneinschaltung; Qwen und GoogleAI betonen explizit geotechnische + statische Prüfung, DeepSeek nur „Statiker oder Bauingenieur“ – KI-Konsens: mindestens zertifizierter Bauingenieur mit geotechnischer Kompetenz. Kostentragung bei Stützmauer ❌ Widerspruch DeepSeek: „nicht geregelt“ → unsichere Aussage; GoogleAI & Qwen: klare Verursacher-Kostentragung → KI-Konsens folgt der sichereren, rechtskonformen Einschätzung: Kosten trägt der Verursacher, es sei denn, ausdrückliche schriftliche Vereinbarung mit Nachbarn. 👉 Handlungsempfehlung: Veranlassen Sie unverzüglich eine gemeinsame statisch-geotechnische Gutachtenerstellung zur Bemessung der Hangsicherung – dies bildet die verbindliche Grundlage für alle weiteren rechtlichen, technischen und finanziellen Entscheidungen.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Ungesicherte 1,5 m Geländekante führt zu Hangrutsch bei Starkregen Erosion, Grundstücksbeschädigung, Schäden an Nachbargebäuden, Haftung für Personenschäden 🔴 Risiko Fehlende oder unzureichende Entwässerung hinter der Stützmauer Druckaufbau im Erdreich → Mauerversagen, Setzungen, Wasseransammlung im Nachbar-Keller 🔴 Risiko Rechtsstreit mit Nachbarn über Kosten- und Verantwortungsträgerschaft Zeitintensiv, kostenintensiv (mehrere 10.000 €), langfristige Nachbarschaftszerstörung 🔴 Risiko Unzulässige Bauausführung ohne Baugenehmigung oder gegen anerkannte Regeln der Technik Baugenehmigungsverweigerung, Rückbauanordnung, Bußgelder, Haftung bei Schadensfall 🔴 Risiko Fehlende Prüfung der Auswirkung auf Standsicherheit bestehender Gebäude Setzungsrisiko für Nachbarhaus oder eigenes Gebäude, Rissbildung, evtl. Einsturzgefahr ✅ Chance Schriftliche Vereinbarung mit Nachbarn vor Baubeginn Konfliktvermeidung, klare Aufgabenteilung, geringere Rechtskosten, gemeinsame Planungsoptimierung ✅ Chance Fachgerechte Hangsicherung mit integrierter Oberflächenentwässerung Nachhaltige Geländestabilisierung, Wertsteigerung des Grundstücks, langfristige Schadensvermeidung ✅ Chance Nutzung des abgesenkten Geländes für barrierefreien Zugang oder nutzbare Außenfläche Verbesserte Nutzbarkeit, höherer Wohnkomfort, mögliche Anpassung an altersgerechtes Wohnen ✅ Chance Einbindung eines geotechnischen Sachverständigen bereits in Planungsphase Frühzeitige Erkennung von Bodenrisiken (z. B. Hangrutschneigung), optimierte Konstruktion, Kosteneinsparung durch Vermeidung von Nachbesserungen ✅ Chance Verwendung moderner, wasserdurchlässiger Stützkonstruktionen (z. B. Gabionen mit Filtervlies) Naturnahe Lösung, geringere Oberflächenabflussbelastung, ökologische Aufwertung, einfache Wartung Orientierungshilfen
- Statik- & Geotechnik-Gutachten beauftragen: Kontaktieren Sie noch heute einen zertifizierten Bauingenieur mit geotechnischer Fachkompetenz – nicht nur für die Statik, sondern auch für Bodenuntersuchung, Wasserführung und Hangstabilität.
- Baugenehmigung klären: Wenden Sie sich an die zuständige Gemeindeverwaltung oder Bauaufsichtsbehörde in Baden-Württemberg, um zu prüfen, ob Ihre geplante Stützmauer einer Baugenehmigung bedarf (Höhe, Material, Standort).
- Schriftliche Nachbarvereinbarung vorbereiten: Erstellen Sie mit Ihrem Nachbarn ein gemeinsames Protokoll mit klaren Festlegungen zu Zuständigkeiten, Kostenteilung (auch bei Verursacher-Haftung) und Ausführungszeitraum – notariell beglaubigen lässt sich das später bei Bedarf.
- Entwässerungskonzept integrieren: Fordern Sie bei der Planung explizit ein wasserableitendes System hinter der Stützmauer (z. B. Drainagerohr mit Filtervlies und Kiesbett) – dies ist entscheidend für die langfristige Standsicherheit.
- Historische Bauunterlagen sichern: Sammeln Sie alle vorhandenen Grundrisspläne, Bodengutachten und Bauakten zu Ihrem Grundstück und den angrenzenden Gebäuden – diese sind für die Standsicherheitsprüfung unverzichtbar.
- Kommunikation mit Nachbarn dokumentieren: Führen Sie ein Verzeichnis aller Gespräche, E-Mails und Briefe mit dem Nachbarn – mit Datum, Inhalt und unterschriebener Zusammenfassung („Gesprächsprotokoll“).
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Nachbarschaftsrecht
- Das Nachbarschaftsrecht regelt die Rechte und Pflichten von Grundstücksnachbarn untereinander. Es umfasst Regelungen zu Grenzabständen, Lärmbelästigung, Überhang von Pflanzen und vieles mehr.
Verwandte Begriffe: Baurecht, Grundstücksrecht, Immissionsschutz - Baurecht
- Das Baurecht umfasst alle Gesetze und Verordnungen, die das Bauen regeln. Es beinhaltet Regelungen zur Baugenehmigung, zum Bebauungsplan, zu Abstandsflächen und zur Standsicherheit von Gebäuden.
Verwandte Begriffe: Bauordnung, Bauplanungsrecht, Baugenehmigung - Hangbefestigung
- Eine Hangbefestigung dient dazu, einen Hang oder eine Böschung zu stabilisieren und vor Abrutschen zu schützen. Sie kann in Form einer Stützmauer, einer Gabione oder einer anderen Konstruktion ausgeführt werden.
Verwandte Begriffe: Stützmauer, Böschungssicherung, Gabione - Stützmauer
- Eine Stützmauer ist eine massive Konstruktion, die dazu dient, einen Höhenunterschied zwischen zwei Geländeflächen abzufangen und das Erdreich zu stabilisieren. Sie wird häufig bei Hanggrundstücken eingesetzt.
Verwandte Begriffe: Hangbefestigung, Winkelstützmauer, Schwergewichtsmauer - Grenzabstand
- Der Grenzabstand ist der Mindestabstand, der zwischen einem Gebäude und der Grundstücksgrenze eingehalten werden muss. Er ist in den jeweiligen Landesbauordnungen geregelt.
Verwandte Begriffe: Abstandsfläche, Nachbarschaftsrecht, Baulinie - Baugenehmigung
- Eine Baugenehmigung ist die behördliche Genehmigung für die Errichtung, Änderung oder Nutzungsänderung eines Gebäudes. Sie ist in den meisten Fällen erforderlich.
Verwandte Begriffe: Bauantrag, Bauordnung, Baubehörde - Grundstücksniveau
- Das Grundstücksniveau bezeichnet die Höhe des Geländes auf einem Grundstück. Veränderungen des Grundstücksniveaus können Auswirkungen auf die Nachbargrundstücke haben und sind daher oft genehmigungspflichtig.
Verwandte Begriffe: Geländeoberfläche, Höhenlinie, Topografie
Häufige Fragen (FAQ)
- Wer ist für die Hangbefestigung verantwortlich, wenn ein Grundstück abgesenkt wird?
Grundsätzlich ist derjenige verantwortlich, der die Veränderung des Geländes vorgenommen hat. Im Falle einer Absenkung des Grundstücks sind Sie als Bauherr in der Pflicht, das Nachbargrundstück vor Schäden zu bewahren. Dies beinhaltet die Errichtung einer geeigneten Hangbefestigung, wie z.B. einer Stützmauer. - Wer trägt die Kosten für die Hangbefestigung?
Die Kosten für die Hangbefestigung trägt in der Regel derjenige, der die Veränderung des Geländes verursacht hat. Es ist jedoch ratsam, das Gespräch mit dem Nachbarn zu suchen und gegebenenfalls eine einvernehmliche Lösung zu finden. Eine schriftliche Vereinbarung über die Kostenverteilung ist empfehlenswert. - Was passiert, wenn sich der Nachbar weigert, einer Hangbefestigung zuzustimmen?
Wenn sich der Nachbar weigert, einer Hangbefestigung zuzustimmen, sollten Sie sich rechtlich beraten lassen. Ein Fachanwalt für Baurecht kann Ihnen helfen, Ihre Rechte durchzusetzen und gegebenenfalls eine gerichtliche Klärung herbeizuführen. - Welche Genehmigungen sind für eine Hangbefestigung erforderlich?
Für die Errichtung einer Hangbefestigung, wie z.B. einer Stützmauer, ist in der Regel eine Baugenehmigung erforderlich. Informieren Sie sich bei der zuständigen Baubehörde über die genauen Bestimmungen und reichen Sie die erforderlichen Unterlagen ein. - Kann ich meinen Garten einfach so absenken, wie ich möchte?
Nein, Sie können Ihren Garten nicht einfach so absenken, wie Sie möchten. Sie müssen die geltenden baurechtlichen Bestimmungen und das Nachbarschaftsrecht beachten. Eine Absenkung des Geländes kann Auswirkungen auf die Stabilität des Nachbargrundstücks haben und bedarf daher einer sorgfältigen Planung und gegebenenfalls einer Genehmigung. - Was ist, wenn die Absenkung schon vor dem Kauf des Grundstücks erfolgt ist?
Auch wenn die Absenkung des Grundstücks bereits vor dem Kauf erfolgt ist, können Sie als neuer Eigentümer für die Sicherung des Nachbargrundstücks verantwortlich sein. Dies hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Lassen Sie sich rechtlich beraten, um Ihre Pflichten zu klären. - Welche Alternativen gibt es zu einer klassischen Stützmauer?
Neben einer klassischen Stützmauer gibt es verschiedene Alternativen zur Hangbefestigung, wie z.B. Gabionen, Böschungsbefestigungen oder bepflanzte Mauern. Die Wahl der geeigneten Methode hängt von den örtlichen Gegebenheiten und den baurechtlichen Bestimmungen ab. Lassen Sie sich von einem Fachmann beraten. - Was ist der Unterschied zwischen einer Stützmauer und einer Grenzmauer?
Eine Stützmauer dient dazu, einen Höhenunterschied zwischen zwei Grundstücken abzufangen und das Erdreich zu stabilisieren. Eine Grenzmauer hingegen dient in erster Linie der Abgrenzung zweier Grundstücke. Eine Stützmauer kann auch als Grenzmauer fungieren, wenn sie auf der Grundstücksgrenze errichtet wird.
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