Nächste Woche soll es mit meinem Hausbau (in Bayern) endlich losgehen.
Da ich meinem Architekten nicht blind vertrauen möchte, wende ich mich nun mit einer wichtigen Frage an euch:
Es hat sich vor kurzem herausgestellt, dass auf meinem Grundstück - knapp an der Grenze zum Nachbargrundstück - ein Hauptstromkabel verlegt ist. Laut meinem Nachbarn, welcher Elektroingenieur ist, wurde dieses Kabel nicht fachgerecht verlegt (nur ca. 1 m unter der Oberfläche; ohne Kiesschicht).
Da es sich um ein Hanggrundstück handelt, welches teilweise abgetragen wird und meine Garage genau an dieser Stelle gebaut wird, muss dieses Kabel nun umgelegt werden.
Mein Architekt meinte, er hätte mit den Stromwerken vereinbart, dass dieses Kabel nun so verlegt wird, dass es auf dem Nachbargrundstück verläuft.
Jetzt endlich meine Fragen:
- Können die Stromwerke dieses Kabel einfach ohne Zustimmung meines Nachbarn auf dessen Grundstück verlegen?
- In anderen Bundesländern gibt es ein Baulastenverzeichnis. Wie ist es aus rechtlicher Sicht in Bayern (im Grundbuch ist keine Grunddienstbarkeit eingetragen)? Ein Leitungsverzeichnis (?) hat sich mein Architekt leider noch nicht besorgt ...
- Falls sich mein Nachbar weigert, könnte ich von den Stromwerken verlangen, dass das Kabel auf öffentlichen Grund (Straße) verlegt wird?
- Wie lange dauert so etwas ungefähr (inkl. Bürokratie)?
- Wer muss die Kosten dafür tragen?
Besten Dank im Voraus!
MfG
Jürgen L.