ich möchte mal Eure Meinung zu folgendem Fall wissen:
Ich baue gerade mit einem Bauträger aus Heidenheim ein Einfamilienhaus. Der Rohbau ist gerade fertig, jetzt möchte mir der Bauträger folgende Zusatzkosten in Höhe von fast 6.000 € in Rechnung stellen:
- Erhöhter Bewehrungsanteil in der Bodenplatte, Stahlbetondecke Aufgrund der Baugrundsituation
- Erhöhter Bewehrungsanteil in Stahlbetonwände
Angeblich war Aufgrund der Statik mehr Stahl für die Bodenplatte/Decken und Betonwände erforderlich, vorab wurde mir nichts mitgeteilt, dass da Zusatzkosten kommen könnten, auch nicht als die Statik fertig war.
Der Grundriss des Hauses, Kniestock, Lage etc. war alles vorab bekannt und es wurde hinterher nichts mehr geändert oder angepasst. Der Baugrund ist meiner Meinung nach ebenfalls gut und eigentlich so wie ursprünglich angenommen. Zusätzlich wurde bereits im Juli ein Bodengutachten gemacht.
Für mich ist das reine Abzocke und der Bauträger versucht noch Geld zu machen, der Bauträger meint allerdings, dass das branchenüblich sei und die Kosten für mehr Stahl immer dem Kunden in Rechnung gestellt werden.
Frage 1: Sind solche Mehrkosten hinterher überhaupt zulässig?
Wenn die mir ein Haus anbieten, sollten die doch wissen welche Statik dafür erforderlich ist.
Frage 2: Ist das wirklich branchenüblich?
Im Angebot/Auftrag steht leider nicht Bodenplatte gemäß Statik Standard Bodenplatte bei denen sind wohl 12,5 cm Stark,
bei mir wurden angeblich schon 20 cm kalkuliert, jetzt waren aber wohl 25 cm erforderlich.
Frage 3: Wie dick ist ein Standard Bodenplatte für ein Einfamilienhaus und sind so viel Mehrkosten gerechtfertigt?
Sind 12,5 bzw. 20 cm wirklich Standard Werte?
Frage 4: Sind die Mehrkosten von 6.000 € gerechtfertigt? Ich glaube da kann man einige Tonnen Stahl und Beton kaufen.
Danke vorab für eure Antworten.