in 10 Tagen steht die Abnahme meiner Neubauwohnung bevor und es gibt noch ein Problem wegen Feuchtigkeit einer Wand.
Die Wohnung befindet sich im DGAbk. einer Großwohnanlage mit Flachdach und erstreckt sich über zwei Gebäudeabschnitte, die über einen Durchgang miteinander verbunden sind. Die Trennwand zwischen den beiden Bauteilen besteht aus 20 cm KS, dazwischen 5 cm Dämmschicht, dann wieder 20 cm KS.
Auf der einen Seite der Wand, wo das Schlafzimmer liegt, ist diese völlig trocken, auf der anderen Seite, wo das WoZi liegt ist die Wand seit Rohbaufertigstellung vor 10 Monaten im oberen Bereich (ca. 1 m) unter dem Dach stark durchnässt. Die Ursache ist, dass die Dachabdichtung erst 5 Monate nach Rohbaufertigstellung vorgenommen wurde, zu dieser Zeit war auch der Innenputz bereits 4 Monate drauf. Die Feuchtigkeit nimmt trotz starker Regenfälle in den letzten Monaten nicht mehr weiter zu, das Dach sollte also mittlerweile dicht sein. Die noch vorhandene Feuchtigkeit scheint aber von alleine nicht zu verschwinden, da sich die Mauer und evtl. auch die Dämmschicht wahrscheinlich wie ein Schwamm vollgesogen haben. Gut sichtbar an den gelben Flecken auf dem neuen Anstrich.
Ich werde den Schaden bei der Abnahme auf jeden Fall bemängeln, befürchte aber dass dieser vom Bauunternehmer heruntergespielt wird.
Deswegen hoffe ich auf Euer Expertenwissen zu solchen Themen.
Ein Bekannter (auch ein Laie so wie ich) riet mir, die Wand sollte an ein paar betroffenen Stellen angebohrt werden und mittels Hygrometer die Feuchtigkeit in den Steinen sowie der dahinterliegenden Dämmschicht ermittelt werden.
Meine Fragen dazu:
1) ab welchem Feuchtigkeitsgehalt ist eine natürliche Austrocknung nicht mehr möglich (insb. wegen der Doppelwand) und es müssen technische Maßnahmen ergriffen werden?
2) wie könnten geeignete Maßnahmen aussehen, um die Wand dauerhaft trocken zu bekommen?
Ich freue mich schon auf Eure Antworten
Martin