Kellerabdichtung Altbau: Stahlbesen, Auskratzen oder Wasserstrahl zur Schadsalzbehandlung?
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Kellerabdichtung Altbau: Stahlbesen, Auskratzen oder Wasserstrahl zur Schadsalzbehandlung?

Hallo,
bei der Vertikalabdichtung meines Kellers (100-jähriger Altbau) stellen sich mir noch folgende Fragen:
  • Soll die Wand mit dem Stahlbesen gereinigt und die Fugen mit dem Spachtel ausgekratzt werden? Oder kann man das mit dem Wasserstrahl machen? Oft hört man ja, dass sogar der "Abfall" sofort zu entsorgen sei.
  • Ist eine Schadsalzbehandlung nötig? Ich habe gehört, dass es nicht gegen alle Salze etwas gibt und die teilwirksamen Produkte seien außerdem umweltunverträglich. Insgesamt handele es sich um Bauzauber.
  • Was bewirkt das Austrocknenlassen der Wand nach dem Freilegen? Wie lange sollte man das tun?

Danke!

  • Name:
  • David Roth
  1. Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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    Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme

    Sicherheitshinweise

    🔴 Kritisch: Bei Arbeiten in alten Kellern ist Vorsicht geboten, da möglicherweise Asbest oder andere gesundheitsschädliche Stoffe vorhanden sind.

    🔴 Kritisch: Feuchtigkeit im Keller kann zu Schimmelbildung führen. Achten Sie auf ausreichende Belüftung und tragen Sie eine Atemschutzmaske.

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    Ich empfehle bei der Vorbereitung einer Vertikalabdichtung im Altbau folgende Vorgehensweise:

    • Reinigung mit Stahlbesen: Entfernt lose Putzreste und Verschmutzungen.
    • Fugen auskratzen: Schafft Platz für eine neue, tragfähige Verfugung. Tiefe von ca. 2 cm ist ideal.
    • Wasserstrahl: Kann zur Reinigung eingesetzt werden, aber mit Vorsicht. Zu hoher Druck kann die Bausubstanz schädigen und Salze tiefer ins Mauerwerk transportieren.

    🔴 Gefahr: Bei der Reinigung können schädliche Stoffe wie Asbest freigesetzt werden, besonders in Altbauten.

    👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie vor Beginn der Arbeiten eine Materialprobe auf Asbest untersuchen und tragen Sie entsprechende Schutzkleidung.

    📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Vertikalabdichtung
    Die Vertikalabdichtung ist eine Abdichtung von außen gegen Erdreich, um das Eindringen von Feuchtigkeit in Kellerwände zu verhindern. Sie wird senkrecht zur Erdoberfläche aufgetragen.
    Verwandte Begriffe: Horizontalsperre, Perimeterdämmung, Drainage.
    Schadsalze
    Schadsalze sind wasserlösliche Salze, die im Mauerwerk enthalten sind und durch Feuchtigkeit gelöst werden. Sie können zu Ausblühungen, Putzabplatzungen und Schäden an der Bausubstanz führen.
    Verwandte Begriffe: Ausblühungen, Salpeter, Kristallisation.
    Ausblühungen
    Ausblühungen sind weiße, kristalline Ablagerungen an der Oberfläche von Mauerwerk oder Putz, die durch die Auskristallisation von Salzen entstehen. Sie sind ein Zeichen für Feuchtigkeit und Schadsalze im Mauerwerk.
    Verwandte Begriffe: Schadsalze, Salpeter, Effloreszenz.
    Kapillarwirkung
    Kapillarwirkung ist die Fähigkeit von porösen Materialien, Flüssigkeiten aufgrund von Oberflächenspannung und Adhäsion anzusaugen und zu transportieren. Im Mauerwerk kann dies dazu führen, dass Feuchtigkeit von unten nach oben steigt.
    Verwandte Begriffe: Feuchtigkeitstransport, Saugfähigkeit, Porosität.
    Hydrophobierung
    Hydrophobierung ist eine Behandlung von Oberflächen, um sie wasserabweisend zu machen. Sie wird oft bei der Sanierung von Fassaden und Mauerwerk eingesetzt, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern.
    Verwandte Begriffe: Imprägnierung, Wasserabweisend, Fassadenschutz.
    Bausubstanz
    Die Bausubstanz umfasst alle tragenden und raumbildenden Bauteile eines Gebäudes, wie z.B. Mauerwerk, Beton, Holz und Stahl. Sie ist die Grundlage für die Stabilität und Lebensdauer des Gebäudes.
    Verwandte Begriffe: Tragwerk, Rohbau, Gebäudehülle.
    Altbau
    Als Altbau werden Gebäude bezeichnet, die vor einer bestimmten Zeit errichtet wurden, oft vor dem Zweiten Weltkrieg oder vor einer bestimmten Bauordnung. Sie weisen oft besondere Bauweisen und Materialien auf.
    Verwandte Begriffe: Bestandsbau, Sanierung, Denkmalpflege.

    ❓ Häufige Fragen (FAQ)

    1. Warum ist die Vorbereitung der Wand so wichtig bei der Kellerabdichtung?
      Eine sorgfältige Vorbereitung der Wand ist entscheidend für den Erfolg der Kellerabdichtung. Durch die Reinigung und das Auskratzen der Fugen wird eine tragfähige Oberfläche geschaffen, die eine optimale Haftung der Abdichtungsschicht ermöglicht. Dies verhindert, dass Feuchtigkeit eindringen kann und Schäden verursacht.
    2. Welche Art von Wasserstrahl ist für die Reinigung geeignet?
      Für die Reinigung ist ein Niederdruck-Wasserstrahl am besten geeignet. Ein zu hoher Druck kann die Bausubstanz beschädigen und Salze tiefer in das Mauerwerk transportieren. Achten Sie darauf, dass das Wasser nicht in die Wand eindringt, sondern nur oberflächlich reinigt.
    3. Was ist bei der Schadsalzbehandlung zu beachten?
      Bei der Schadsalzbehandlung ist es wichtig, die richtigen Produkte zu verwenden und die Anweisungen des Herstellers genau zu befolgen. Eine falsche Anwendung kann die Situation verschlimmern und zu weiteren Schäden führen. Lassen Sie sich im Zweifelsfall von einem Fachmann beraten.
    4. Wie lange sollte die Wand nach der Reinigung austrocknen?
      Die Trocknungszeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Luftfeuchtigkeit, der Temperatur und der Art des Mauerwerks. In der Regel sollte die Wand mehrere Tage bis Wochen austrocknen, bevor mit der eigentlichen Abdichtung begonnen wird. Messen Sie die Restfeuchte mit einem geeigneten Messgerät.
    5. Kann ich die Kellerabdichtung selbst durchführen oder sollte ich einen Fachmann beauftragen?
      Die Kellerabdichtung ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die Fachkenntnisse und Erfahrung erfordert. Wenn Sie sich unsicher sind, sollten Sie einen Fachmann beauftragen, um sicherzustellen, dass die Abdichtung fachgerecht ausgeführt wird und dauerhaft hält.
    6. Welche Risiken bestehen bei einer unsachgemäßen Kellerabdichtung?
      Eine unsachgemäße Kellerabdichtung kann zu Feuchtigkeitsschäden, Schimmelbildung und Schäden an der Bausubstanz führen. Dies kann nicht nur die Wohnqualität beeinträchtigen, sondern auch zu erheblichen finanziellen Schäden führen.
    7. Wie erkenne ich, ob Schadsalze vorhanden sind?
      Schadsalze können sich durch Ausblühungen an der Wandoberfläche zeigen. Diese sehen oft wie weiße, kristalline Ablagerungen aus. Auch abplatzender Putz kann ein Hinweis sein. Eine Analyse durch einen Fachmann gibt Aufschluss über die Art und Konzentration der Salze.
    8. Welche Alternativen gibt es zum Auskratzen der Fugen?
      Neben dem Auskratzen mit Spachtel oder Fugenkratzer kann man auch spezielle Fräsen oder Trennschleifer mit Diamantscheiben verwenden, um die Fugen zu öffnen. Wichtig ist, dass die Fugen ausreichend tief (ca. 2 cm) geöffnet werden, um eine gute Haftung der neuen Verfugung zu gewährleisten.

    🔗 Verwandte Themen

    • Horizontalsperre nachträglich einbauen
      Informationen zu Methoden und Kosten, um aufsteigende Feuchtigkeit zu stoppen.
    • Keller richtig lüften
      Tipps zur Vermeidung von Schimmelbildung und Feuchtigkeitsschäden im Keller.
    • Drainage am Haus verlegen
      Anleitung und Hinweise zur Ableitung von Oberflächenwasser und Schutz der Bausubstanz.
    • Schimmel im Keller entfernen
      Ursachen, Gefahren und Maßnahmen zur Beseitigung von Schimmelbefall.
    • Feuchtemessung im Mauerwerk
      Methoden und Geräte zur Bestimmung des Feuchtigkeitsgehalts in Wänden.
  2. Kellerabdichtung: Flüssigkeitstransport stoppen – Schadsalz-Folgen minimieren

    Abdichtung von innen oder von außen?
    Das müsste ich zunächst noch einmal wissenum zum Thema etwas vernünftiges sagen zu können. Aber vorab kann man wohl sagen, dass eine "Salzbehandlung" also solches nicht geht. Sie können den Flüssigkeitstransport in das Mauerwerk unterbinden und somit die Schädigende Wirkung beim Abtrocknen der Feuchtigkeit unterbinden. Oder sie dichten von innen ab, dann bleibt die Wand nass, die Salze in Lösung und stören auch niemand mehr weiter. Aber alle Wundermittelchen, die es auf dem Markt gibt, würde ich mit einer großen Portion Skepsis betrachten. Ein paar mehr Infos, dann kann ich mehr dazu sagen
  3. Altbau: Kellerabdichtung – Notwendigkeit vs. I-Bausystem (Innendämmung)

    Foto von Edmund Bromm

    Abdichtung wegen was? Ich würde diese Arbeit nicht machen! Wenn, dann nur von innen mit dem I-Bausystem.
    Abdichtungsarbeiten: Ist alles, was machbar ist, auch wirklich notwendig?
    Vom Sollen und Können des (Ab) Dichtens
    Abdichtungen und Wärmedämmungen  -  sowohl von außen, als auch im Querschnitt  -  sind bei Neubauten unerlässlich. Bei Altbauinstandsetzungen sollte zumindest eine Trennung des Wandquerschnitts zwischen Keller und Erdgeschoss gegen aufsteigende Feuchte hergestellt werden, eine Maßnahme, die nicht nur der Optik (Putzschäden) zugute kommt, sondern auch Energie sparen hilft!
    Ob ein solches Unterfangen jedoch auch im Kellerbereich eines Gebäudes obligatorisch ist, muss von Fall zu Fall genau geprüft werden.
    Bei Abdichtungsplanungen auf dem Gebiet der Altbauinstandsetzung heißt es immer wieder: "Wenn wir schon dabei sind, dann machen wir's doch gleich gescheit". Dann wird der alte (und durchaus nicht immer zutreffende) Spruch zitiert, dass die Ursache für Feuchtigkeit im Keller stets von außen eindringendes Wasser sei. Und so wird fleißig von außen aufgegraben, abgedichtet, wärmegedämmt, geschützt und wieder verfüllt  -  und dabei eines völlig außer acht gelassen: das Kosten-Nutzen-Verhältnis.
    Denn zunächst bleibt innen der "alte" Zustand bestehen. Es müssen die Oberflächen erneuert werden. Dies bedeutet in der Regel alten salzbelasteten und sehr oft schimmelpilzbefallenen Putz abschlagen und durch Sanierputz ersetzen.
    Bei Bauobjekten, in das tatsächlich Wasser von außen eindringt, ist es oft ratsam, an allen eindeutig kritischen Stellen aufzugraben. Außerdem sind alle möglichen Fehlerquellen abzustellen, wie zum Beispiel eine undichte Wasserleitung reparieren oder auch ein schadhaftes Regenablaufrohr.
    Der Baustoff macht's
    Zu unterscheiden ist zunächst, ob ein Gebäude in Ziegelbauweise oder aus Beton gebaut wurde. Im ersten Fall ist zu überprüfen ob jemals zuvor Wasser in den Keller eingedrungen ist und, sollte dies der Fall sein, wie hoch der Wasserstand war und wie hoch der mögliche Grundwasserspiegel ist. Sollte der Grundwasserspiegel in einem kritischen Bereich liegen, ist zu überlegen, ob die Nutzung eines solchen Kellerraums generell eingeschränkt werden muss.
    Trotzdem gibt es Möglichkeiten, selbst solche feuchtigkeitgefährdeten Keller hochwertig zu nutzen  -  solange einige Schutzmaßnahmen vollzogen werden.
    Abdichtungen von innen
    Hier bietet sich zum Beispiel die Möglichkeit einer innenliegenden Drainanlage an, sodass an einer Stelle das Wasser gesammelt und von dort abgepumpt werden kann. (siehe auch Systembeschreibung für das I-Bau Saniersystem Nr. 13)
    Ist in einem Keller zuvor noch nie Wasser eingedrungen, kann davon ausgegangen werden, dass diesbezüglich auch in Zukunft kein ernsthaftes Problem entstehen wird.
    Die Oberflächen solcher Keller können aber dennoch starke Feuchteschäden aufweisen, was die alte Mär von den ausschließlich von außen eindringendem Wasser herrührenden Feuchteschäden, widerlegt. Ursache für solche Schäden ist vielmehr die Tatsache, dass die Außenwände von außen nicht ausreichend abgedichtet und /oder wärmegedämmt sind. Wenn es dadurch zu einer Durchfeuchtung des Ziegels kommt, wird die Wärmeleitfähigkeit erhöht  -  und dann spielt die Tauwasserbildung eine ganz erhebliche Rolle.
    Gute Wärmeleitfähigkeit bedeutet schlechte Wärmedämmung!
    Wird die Luftfeuchtigkeit nicht gemindert, führt dies zu einer weiteren Durchfeuchtung und zu einer Verschlimmerung der Schäden, was wir in unserem Artikel "Sinn und Unsinn einer Mauertrockenlegung "klar zum Ausdruck gebracht haben. *Bereits i.d. Süddeutschen Zeitung (Planen und Bauen) erschienen.
    Es ist durchaus möglich, die Feuchtigkeit im Keller durch einen Luftentfeuchter mit ausreichend hoher Kapazität soweit abzusenken, dass eine ausreichende Nutzung der Kellerräume möglich wird.
    Eine positive Ergänzung ist die Abdichtung der Außenwände an ihrer Innenseite, sodass die Feuchtigkeitszufuhr durch die Außenwand eingeschränkt wird. Erfahrungsgemäß ist es ausreichend, die Außenmauern und ca. 1,5 bis 2 Meter der einbindenden Zwischenwände abzudichten. Dies kann ohne weiteres mit wasserdichten Putzen und mit sogenannten Sanierputzen erreicht werden. Aber auch andere Abdichtungen, wie beispielsweise das I-bau-System  -  eine Konstruktion aus einer wasserdichten, dampfundurchlässigen Noppenfolie und einem Putzträger sowie einen Wärme-dämmenden Putz auf der Oberseite -, gewährleisten, dass keine Feuchtigkeit mehr von der Außenseite in den Raum gelangen kann.
    Man ist heute durchaus in der Lage, auch mit anderen Maßnahmen, nur von der Innenseite ausreichend trockene Oberflächen herzustellen, und dies ist in der Regel weitaus kostengünstiger als von außen abzudichten.
    Was schädigt Baustoffe, Ziegel und Mörtel?
    Die Bedenken, dass eine Wand feucht bleibt und Schaden nimmt, wenn sie nur von innen isoliert wird, sind unbegründet!
    Denn:
    • im Erdreich sind Baustoffe in der Regel nicht frostgefährdet,
    • sie werden durch Salze nicht geschädigt (diese bleiben in Lösung)
    • und sie können nicht faulen.
    • Die Mauern dichten sich zum Teil selbst ab, wenn die Kapillaren mit Wasser gefüllt sind

    Es gibt auch kein Gesetz, wenn ein Gebäude fünfzig Jahre feucht war, dass durch eine Abdichtung von innen sich das Wasser anschließend einen anderen Weg suchen könnte.
    Ob sich somit der arbeits- und kostenaufwendige (arbeitsaufwendige, kostenaufwendige) Einsatz, außen aufzugraben, lohnt, ist äußerst fragwürdig.
    Ferner ist zu überlegen welche Probleme zusätzlich auftreten können!
    Wie können zum Beispiel

    • Sparten (Gas, Wasser, Strom, Telefon, Fernheizung und dergleichen) verlegt werden?
    • Anschlüsse im Bereich der Kommunwände hergestellt werden?
    • Anbauten z.B. Eingangspodeste, Treppen abgedichtet und,
    • unter Garagen und Begrenzungsmauern etc., die Verbindungen zu den Abdichtungen ergänzt werden?

    Ein Beispiel aus der Praxis
    Im Münchner Zentrum steht ein Palais aus dem Jahr 1880. Natürlich ist hier alles an Sparten vorhanden, was nur möglich ist; und trotzdem hat man an diesem Gebäude bis auf vier Meter (zum Teil auch tiefer) ringsum aufgegraben. Es mussten neben den Sparten außerdem Provisorien (Abstützungen für das Gerüst und den Baukran etc.) für die Bauzeit geschaffen werden, um die Abdichtungen an der Außenseite ordnungsgemäß anzulegen.
    Nach dem Freilegen wurden die Oberflächen gesäubert und erst einmal vorbetoniert. Auf diesen Beton kam eine bituminöse Dickbeschichtung, davor wurden "Schemelsteine" gestellt (ca. 12 cm dicke Betonsteine mit Hohlkammern und Anschlüssen für eine außenliegende Drainanlage). Darauf wurde eine Perimeterdämmung aufgebracht (die Mauerdicke war über 1 bis zu 1,40 Meter) und, nicht genug damit, man hatte noch eine Wellplatte davor gestellt  -  als Schutz der Wärmedämmung!
    Es ist somit absolut sicher, dass dieses Objekt von außen her dicht ist und bleibt. Doch wen wundert es, dass bei einem solchen Aufwand mehr als 150 € (Mietzins im Monat) pro Quadratmeter erforderlich sind, um die Instantsetzungskosten einigermaßen auszugleichen?!
    Nur wenige Bauherren könnten sich diese Aktion leisten, die meisten anderen müssten nach kostengünstigeren Alter-nativen suchen.
    Die Kehrseite.
    Wie verhält es sich mit der Sicherheitsgarantie für die Instandsetzung? Wenn nun zu einem späteren Zeitpunkt aus welchem Grunde auch immer doch ein Wasser- oder Schimmelfleck (Wasserfleck, Schimmelfleck) an der Wand auftaucht  -  wie würde ein Rechts-Streit enden?
    Interessant bleibt auch die Frage, was passiert, wenn der Wasserspiegel ansteigt und so Wasser in das Gebäude eindringt.
    Man hat bei dem Palais in der Münchener Innenstadt auch daran gedacht, eine Abdichtung gegen den ansteigenden Wasserdruck herzustellen, ferner daran, dass man die Außenwände im Keller von unten abdichtet, also auch den Querschnitt der Mauer mit einbindet. Und auch bei dieser Investition wurde nicht gespart: man trug eine mehrlagige Abdichtungsbahn auf. Sollte nun jedoch der Wasserspiegel ansteigen, so müssten auch die dementsprechenden Auflasten eingebracht werden. Das heißt: wenn man davon ausgeht, dass der Wasserspiegel einen Meter über die Kellersohle ansteigen würde, so müsste mindestens eine 50 cm dicke Betonschicht aufgebracht werden, um die Lasten des drücken-den Wasser aufzunehmen. Dies allerdings war aus Platzgründen nicht machbar, und so ergibt sich auch hier wieder einmal die Frage, ob das ganze Unterfangen überhaupt sinnvoll und konsequent geplant und durchgeführt worden ist.
    Es ist durchaus verständlich, dass Baufirmen heute mehr machen, als unbedingt notwendig ist. Schließlich ist die Gefahr einer Klage wegen Nachlässigkeit sehr groß. Nicht wenige Sachverständige und Rechtsanwälte verdienen sehr gut daran, geringfügige Mängel zu einem "erheblichen Schaden" hochzupuschen.
    Es ist verständlich, dass sich heute niemand mehr traut, irgendwo Einsparungen vorzunehmen, selbst wenn sie auch noch so sinnvoll erscheinen. Jedoch sei die Frage erlaubt, wohin diese Einstellung führen soll. Hätte man im besagten Palais beispielsweise die Abdichtungen- und Wärmedämmungen und sonstiges nur von innen vorgenommen, hätte man möglicherweise eine Sicherheit von "nur" 95 Prozent erzielt, so aber das Drei- bis Vierfache (Dreifache, Vierfache) einer Abdichtungsmaßnahme von der Außenseite eingespart. Die restlichen fünf Prozent hätte man mit Hilfe einer Klimaanlage zur Absenkung der relativen Luftfeuchtigkeit oder auch zur Beheizung der Außenmauer an der Innenseite erzielen können.
    Aber es soll ja noch immer Instanzen geben, für die ein paar Tausender nur Peanuts sind ...

  4. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 15.01.2026
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    📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 15.01.2026

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    Kellerabdichtung Altbau: Schadsalzbehandlung – Methoden und Notwendigkeit

    💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die optimale Vorbereitung zur Kellerabdichtung im Altbau, insbesondere die Schadsalzbehandlung. Es wird erörtert, ob Stahlbesen, Auskratzen oder Wasserstrahl die geeignete Methode ist. Ein wichtiger Punkt ist die Beurteilung, ob eine Abdichtung überhaupt notwendig ist und welche Alternativen es gibt.

    ⚠️️ Wichtiger Hinweis: Eine reine "Salzbehandlung" ist nicht möglich, wie im Beitrag Kellerabdichtung: Flüssigkeitstransport stoppen – Schadsalz-Folgen minimieren betont wird. Stattdessen sollte der Flüssigkeitstransport ins Mauerwerk unterbunden werden, um die schädigende Wirkung beim Austrocknen zu minimieren.

    ✅ Zusatzinfo: Alternativ zur äußeren Abdichtung kann eine Innendämmung mit dem I-Bausystem in Betracht gezogen werden, wie im Beitrag Altbau: Kellerabdichtung – Notwendigkeit vs. I-Bausystem (Innendämmung) vorgeschlagen. Dies kann eine Option sein, wenn eine äußere Abdichtung nicht möglich oder gewünscht ist.

    👉 Handlungsempfehlung: Vor Beginn der Kellerabdichtung sollte eine gründliche Analyse des Feuchtigkeitsproblems und der Ursachen erfolgen. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis verschiedener Abdichtungsmethoden, einschließlich der Schadsalzbehandlung, sollte sorgfältig geprüft werden, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Beachten Sie den Beitrag Altbau: Kellerabdichtung – Notwendigkeit vs. I-Bausystem (Innendämmung) für weitere Überlegungen.

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