Wir haben ein Badezimmer (mit einer Dusche in der rechten hinteren Ecke)
dass einen viertel Stockwerk höher an ein Zimmer angrenzt.
Die hintere Wand der Dusche hatte nun schon seit geraumer Zeit eine undichte Silikonfuge und es drang über einen ungewissen Zeitraum Wasser in die Wand ein. Es handelt sich um die horizontale Anschlussfuge an der Oberkante der Duschwanne. Der Wassereintritt machte sich jedoch auf der anderen Seite optisch erst bemerkbar, nachdem ich einen Schrank dort verschoben hatte und die Glasfasertapete große Blasen schlug und sogar einen kleinen Schimmelfleck aufwies.
Ich Grenze den Zeitraum des Feuchtigkeitseintritts grob auf ein halbes/dreiviertel Jahr ein, denn zuvor Stand der Schrank nicht an der Stelle und ein Schaden wäre mir bestimmt aufgefallen.
Beim drücken auf die Blasen knirschte es ...
Ich habe natürlich sofort eine provisorische, dicke Silikonnaht gelegt da ich erstmal nicht wusste wie es weitergeht.
Dann wurde die Tapete entfernt und der Putz der sich leicht lösen lies abgeklopft. Letzten Endes ist nun der komplette Putz um die kreisförmige Schadstelle (ca. 1 m Durchmesser) abgeklopft worden und die Steine liegen nun an der betroffenen Stelle frei.
Da die Duschwanne sehr flach ist (ca. 15 cm) habe ich diese erstmal nicht ausgebaut, obwohl ich es eingangs vorhatte, da ich vermutete dass dort das u.U. Wasser steht.
Lokal liegt das Zentrum der sichtbaren Schadstelle, nach messen, exakt in Höhe der rechte Ecke IN der Dusche. Ein Installateur der lediglich die Silikonfuge erneuern wollte war der Meinung dass das Wasser wohl direkt in die Wand geflossen ist, und wenn dann wären da keine Unmengen an Wasser vorzufinden da die Wanne so flach ist.
Nun treten täglich mehr schneeweiße Salze aus, wenn Wasser aus dem Stein verdunstet und ich rechne damit das ich die Stelle noch 2-3 Monate offen lassen sollte damit der Stein atmen kann, ...
Die Salze habe ich schon mal abgekratzt diese "wachsen" jedoch langsam und schwächer nach. Momentan ist die Wand erst seit 5 Tagen Putz-frei, und ich bin am Überlegen ob es besser wäre einen Heizlüfter zu kaufen und auf die Stelle zu richten. Optional könnte ich auch ein Trockengerät von einem Freund ausleihen, bin mir aber nicht sicher ob dies funktioniert wenn es nur nebendran steht und im Prinzip die Raumluft entfeuchtet.
Nun zu meinen Fragen:
- Wie lange könnte das trocknen einer solchen Stelle i.d.R. dauern, wartet man hier bis keine Salze mehr rausdrücken bzw. sich bilden?
- Muss ich etwas gegen das Salz in der jetzigen Phase unternehmen ...?
- Ich wollte die Stelle, wenn alles in trocken ist, mit Schimmelstopp behandeln der ähnlich wie ein Tiefengrund zu sein scheint da auch ein paar kleine Stockflecken abgekratzt wurden. Sollte ich die Wand noch mit weiteren Stoffen bearbeiten (ich habe was von Kalklösung gelesen)?
- Wird generell empfohlen derlei Schäden durch eine Spezialfirma behandeln zu lassen da diese bestimmte Trockengeräte und Messinstrumente zur Verfügung hat?
- Sollte ich die Duschwanne doch lieber ausbauen? Eventuell gibt es ja eine "Empfehlung" oder einen Erfahrungsbericht zu dieser Sache.
Ehe ich es vergesse. : Das Haus ist Baujahr 1986 ... ,
und es wurde mit großen, grauen und sehr harten Steinen erbaut die wie Beton ausschauen ...
Im Vorfeld schon mal Tausend Dank an alle die mir bei meinen Fragen zum weiteren Vorgehen helfen können, und die Geduld aufbringen einem Baustoff-Laien wie mir unter die Arme zu greifen.
Allerbeste Grüße