Zweite Eigenheimzulage bei kostenloser Überlassung? Voraussetzungen, Urteile & Auswirkungen
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Zweite Eigenheimzulage bei kostenloser Überlassung? Voraussetzungen, Urteile & Auswirkungen

Ich möchte weitere Fragen zu Forumsbeitrag Nr. 513 stellen. Dieser Beitrag ist bis jetzt ohne Antworten und ich hoffe, dass doch noch jemand einen Rat gibt.
Es geht um kostenlose Überlassung, anstatt Vermietung an Angehörige, um nach dem aktuellen Urteil des BFH bei Wohnungen, die im räumlichen Zusammenhang stehen, die Eigenheimzulage für beide Wohnungen zu erhalten.
Kann ich meinen Mietvertrag auf kostenfrei umstellen, ohne eine Rückzahlung der Steuererstattung in 2000 wegen der entstandenen vorweggenommenen Werbungskosten und der 2001 entstandenen Verluste aus Vermietung und Verpachtung wegen evtl. Liebhaberei oder fehlender Absicht Überschüsse zu erzielen, befürchten zu müssen?
Soll ich sofort die Mietzahlung per Einzugsermächtigung stoppen und erhaltene Mietzahlungen zurückzahlen, um evtl. noch für dieses Jahr die Zulage zu erhalten?
Kann ich den in der Miete enthaltenen Anteil für die Nebenkostenvorauszahlung von der Zurückzahlung ausschließen?
Im Grundsteuerbescheid wurde es als Mietwohngrundstück bezeichnet, was hat es da für Auswirkungen, bzw. muss ich reagieren oder geht es automatisch übers Finanzamt, falls eine andere Berechnung zutrifft?
Da es für diese Situation sicher noch keine Erfahrungswerte gibt, sollte man vielleicht doch lieber zum Steuerberater gehen?!
Mit freundlichen Grüßen Marie
  • Name:
  • Marie
  1. Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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    Automatisch generierte KI-Ergänzungen

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    Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme

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    Ich verstehe, dass Sie Fragen zur Eigenheimzulage im Zusammenhang mit kostenloser Überlassung an Angehörige haben. Das Thema ist komplex, da es steuerliche Aspekte berührt.

    Grundlegendes: Wenn Sie eine Wohnung unentgeltlich an Angehörige überlassen, kann dies Auswirkungen auf Ihre Möglichkeit haben, Werbungskosten oder Verluste aus Vermietung und Verpachtung geltend zu machen. Das Finanzamt prüft, ob eine sogenannte "Liebhaberei" vorliegt, also ob Sie die Immobilie nicht mit Gewinnerzielungsabsicht halten.

    BFH-Urteil: Das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) ist hier relevant. Es besagt, dass bei einer teilweisen unentgeltlichen Überlassung (z.B. unterhalb der ortsüblichen Miete) die Werbungskosten nur anteilig abzugsfähig sind. Wenn die Miete sehr niedrig ist, kann das Finanzamt die Gewinnerzielungsabsicht insgesamt verneinen.

    Eigenheimzulage: Ob eine zweite Eigenheimzulage möglich ist, hängt von den individuellen Umständen ab, insbesondere davon, ob die Voraussetzungen (z.B. erstmaliger Erwerb, Eigennutzung) erfüllt sind und ob die vorherige Förderung bereits ausgeschöpft wurde.

    👉 Handlungsempfehlung: Ich empfehle Ihnen dringend, sich von einem Steuerberater oder Fachanwalt für Steuerrecht beraten zu lassen. Dieser kann Ihre individuelle Situation prüfen und Ihnen konkrete Handlungsempfehlungen geben.

    📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Eigenheimzulage
    Eine staatliche Förderung für den Bau oder Kauf von Wohneigentum, die in Deutschland bis 2005 gewährt wurde. Ziel war die Förderung des Wohneigentums. Verwandte Begriffe: Wohnungsbauprämie, Bausparvertrag, KfW-Förderung.
    Liebhaberei
    Eine Tätigkeit, die nicht mit Gewinnerzielungsabsicht ausgeübt wird, sondern aus persönlichen Gründen. Verluste aus Liebhaberei können steuerlich nicht geltend gemacht werden. Verwandte Begriffe: Gewinnerzielungsabsicht, Einkunftsquelle, Steuerrecht.
    Werbungskosten
    Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Erzielung von Einkünften entstehen. Bei Vermietung und Verpachtung können z.B. Reparaturkosten, Grundsteuer oder Zinsen für Kredite als Werbungskosten abgesetzt werden. Verwandte Begriffe: Betriebsausgaben, Sonderausgaben, Steuererklärung.
    Mietvertrag
    Ein Vertrag zwischen Vermieter und Mieter, der die Bedingungen für die Überlassung einer Wohnung oder eines Hauses regelt. Er enthält Angaben zur Miete, Nebenkosten, Mietdauer und Kündigungsfristen. Verwandte Begriffe: Mietrecht, Mietkaution, Wohnraummietvertrag.
    Steuererstattung
    Die Rückzahlung von zu viel gezahlter Steuer durch das Finanzamt. Sie erfolgt, wenn die gezahlten Steuern höher sind als die tatsächlich geschuldete Steuer. Verwandte Begriffe: Steuererklärung, Einkommensteuer, Steuerbescheid.
    Finanzamt
    Eine Behörde, die für die Verwaltung und Erhebung von Steuern zuständig ist. Das Finanzamt prüft Steuererklärungen, setzt Steuern fest und nimmt Zahlungen entgegen. Verwandte Begriffe: Steuerbehörde, Steuerrecht, Steuerpflicht.
    Mietwohngrundstück
    Ein Grundstück, auf dem sich ein oder mehrere Wohnhäuser befinden, die überwiegend zu Wohnzwecken vermietet werden. Die Mieteinnahmen sind steuerpflichtig. Verwandte Begriffe: Grundstück, Wohnraum, Vermietung.

    ❓ Häufige Fragen (FAQ)

    1. Frage: Was bedeutet "Liebhaberei" im Steuerrecht?
      Antwort: Liebhaberei bedeutet, dass das Finanzamt davon ausgeht, dass Sie eine Tätigkeit (z.B. Vermietung) nicht mit der Absicht ausüben, Gewinne zu erzielen, sondern aus persönlichen Gründen. In diesem Fall können Verluste nicht steuerlich geltend gemacht werden.
    2. Frage: Welche Auswirkungen hat eine kostenlose Überlassung auf die Werbungskosten?
      Antwort: Bei einer teilweisen oder vollständigen unentgeltlichen Überlassung an Angehörige können die Werbungskosten nur anteilig oder gar nicht abzugsfähig sein. Das Finanzamt prüft, ob die Miete unterhalb der ortsüblichen Miete liegt und ob eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt.
    3. Frage: Kann ich eine zweite Eigenheimzulage erhalten?
      Antwort: Ob eine zweite Eigenheimzulage möglich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. ob Sie die Voraussetzungen für die Förderung erfüllen und ob die vorherige Förderung bereits ausgeschöpft wurde. Eine individuelle Prüfung ist erforderlich.
    4. Frage: Was ist ein Mietwohngrundstück?
      Antwort: Ein Mietwohngrundstück ist ein Grundstück, auf dem sich ein oder mehrere Wohnhäuser befinden, die überwiegend zu Wohnzwecken vermietet werden. Die Mieteinnahmen sind steuerpflichtig.
    5. Frage: Wie berechnet das Finanzamt die ortsübliche Miete?
      Antwort: Das Finanzamt kann die ortsübliche Miete anhand von Mietspiegeln, Vergleichsmieten oder Gutachten ermitteln. Diese dient als Grundlage, um zu beurteilen, ob eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt.
    6. Frage: Was passiert, wenn das Finanzamt eine Liebhaberei feststellt?
      Antwort: Wenn das Finanzamt eine Liebhaberei feststellt, können Sie die Verluste aus der Vermietung nicht steuerlich geltend machen. Die Einnahmen sind zwar weiterhin steuerpflichtig, aber die Verluste mindern nicht Ihre Steuerlast.
    7. Frage: Welche Rolle spielt der Grundsteuerbescheid bei der Vermietung?
      Antwort: Der Grundsteuerbescheid dient als Nachweis für die entstandenen Kosten des Grundstücks. Die Grundsteuer kann als Werbungskosten bei der Vermietung geltend gemacht werden.
    8. Frage: Was ist der Unterschied zwischen Vermietung und Verpachtung?
      Antwort: Vermietung bezieht sich auf die Überlassung von unbeweglichen Sachen (z.B. Wohnungen) oder beweglichen Sachen (z.B. Autos) gegen Entgelt. Verpachtung bezieht sich auf die Überlassung von Rechten (z.B. Jagdrechte) oder Sachen zur Nutzung und Fruchtziehung (z.B. landwirtschaftliche Flächen).

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  2. Kostenlose Überlassung: Keine Abzüge & Werbungskosten möglich

    keine Abzugsmöglichkeiten
    Hallo Lisa,
    Bei kostenloser Überlassung gibt es keine Abschreibungsmöglichkeit und auch keinen Werbungskostenabzug . Es ist ja dann, als wenn man selbst darin wohnen würde und die Eigenheimzulage erhält.
    Aber, es ergeben sich für mich, da ich ebenfalls vermiete und lieber kostenlos überlassen würde, noch weitere Fragen.
    z.B. kann ich einfach von Vermietung zu kostenloser Überlassung wechseln?
    Kann ich einfach die bisherige Miete zurückzahlen und noch für dieses Jahr Zulage beantragen oder reicht es, wenn ich ab sofort kostenlos überlasse?
    Da es solche Fälle sicher nicht so häufig gibt und das Urteil erst neu ist, gibt es sicher kaum Erfahrung damit.
    Mit freundlichen Grüßen Marie
    • Name:
    • Reg2023-Frau Marie
  3. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 16.01.2026
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    Eigenheimzulage bei kostenloser Überlassung – Das müssen Sie wissen!

    💡 Kernaussagen: Der Thread diskutiert die Möglichkeit der zweiten Eigenheimzulage bei kostenloser Überlassung an Angehörige statt Vermietung. Es werden Voraussetzungen, Urteile des BFH und steuerliche Auswirkungen beleuchtet. Ein wichtiger Aspekt ist der Verzicht auf Werbungskostenabzug bei kostenloser Überlassung. Die Diskussion dreht sich auch um den Wechsel von Vermietung zu kostenloser Überlassung und dessen Konsequenzen.

    ⚠️️ Wichtiger Hinweis: Gemäß Kostenlose Überlassung: Keine Abzüge & Werbungskosten möglich entfallen Abschreibungsmöglichkeiten und Werbungskostenabzug bei kostenloser Überlassung, da dies steuerlich wie Selbstnutzung behandelt wird.

    💰 Zusatzinfo: Die Entscheidung für kostenlose Überlassung statt Vermietung kann sich auf die Eigenheimzulage auswirken, insbesondere im Hinblick auf die räumliche Nähe der Wohnungen und die Anerkennung durch das Finanzamt. Es ist ratsam, die steuerlichen Konsequenzen genau zu prüfen.

    👉 Handlungsempfehlung: Vor einer Umstellung von Vermietung auf kostenlose Überlassung sollte eine detaillierte steuerliche Beratung in Anspruch genommen werden, um die Auswirkungen auf die Eigenheimzulage und andere steuerliche Aspekte zu klären. Prüfen Sie Urteile zur Eigenheimzulage bei kostenloser Überlassung, um die aktuelle Rechtslage zu berücksichtigen.

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