Zugluft am Fenster: Ursachen, Risiken & ist es ein Reklamationsgrund?
In diesem Forum sind Sie: Fenster und Außentüren📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 15.01.2026
Zugluft an Fenstern kann verschiedene Ursachen haben, darunter defekte Dichtungen oder Probleme mit dem Dampfdruckausgleich. Die Rosenheimer Richtlinie kann bei der Beurteilung helfen. Eine frühzeitige Reklamation beim Fensterbauer ist ratsam, um Nachbesserungen zu erwirken. Die Überprüfung der Fenster auf Undichtigkeiten sollte sorgfältig erfolgen, um die genaue Ursache zu identifizieren.
⚠️ Wichtig/Achtung · 🔧 Praktische Umsetzung · 👉 Handlungsempfehlung
Zugluft am Fenster: Ursachen, Risiken & ist es ein Reklamationsgrund?
Woher kann die Luft kommen wenn die Glasscheibe außen mit Silikon abgedichtet ist?
Wie erfolgt die Abdichtung zwischen Glas und Holz?
Ist das ein Reklamations- / Nachbesserungsgrund?
PS: Die Fenster wurden nach Rosenheimer Richtlinie gefertigt.
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)Automatisch generierte KI-Ergänzungen
BauKI Hinweis:
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Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Sofortige Dichtheitsprüfung durch zertifizierten Fenstersachverständigen (z. B. VFF oder ZVSHK) – messbare Zugluft widerspricht DINAbk. EN 12207 Klasse 4 und ist ein objektiver Mangel mit Schimmel- und Holzschadensrisiko.
🔴 KRITISCH: Keine Eigenreparatur der Dichtung: Fehlende Primärdichtung (z. B. EPDM-Profil) darf nicht mit Silikon „nachgebessert“ werden – dies verstärkt Feuchteeintrag und invalidiert Gewährleistung.
⚠️ WICHTIG: Dokumentation aller Zugluftstellen mit Zeitstempel, Fotos und genauer Fensterposition vor Kontaktaufnahme mit dem Fensterbauer – entscheidend für Reklamation und Fristsetzung.
⚠️ WICHTIG: Keine Dauerbelüftung an betroffenen Stellen: Zugluft begünstigt Kondensat an Profilinnenseiten – bei sichtbarem Beschlag oder Kühlen sofort Fachprüfung einleiten.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich sehe Zugluft an der Fensterverglasung als ein Problem, das mehrere Ursachen haben kann. Es ist wichtig, die genaue Quelle der Zugluft zu identifizieren, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Mögliche Ursachen für Zugluft an der Fensterverglasung:
- Undichte Silikonabdichtung: Die äußere Silikonabdichtung könnte beschädigt oder porös sein.
- Fehlende oder mangelhafte Abdichtung zwischen Glas und Rahmen: Hier könnte die "trockene" Abdichtung innen nicht ausreichend sein.
- Verformung des Fensterrahmens: Holzfenster können sich im Laufe der Zeit verziehen, was zu Undichtigkeiten führt.
- Mangelhafte Montage: Fehler bei der Montage des Fensters im Neubau können zu Undichtigkeiten führen.
🔴 Gefahr: Dauerhafte Zugluft kann zu erhöhten Heizkosten und Unbehagen führen. Zudem kann Feuchtigkeit kondensieren und Schimmelbildung begünstigen.
👉 Handlungsempfehlung: Ich empfehle, die Fenster von einem Fachbetrieb überprüfen zu lassen. Die Rosenheimer Richtlinie kann hier als Referenz für die fachgerechte Ausführung dienen. Klären Sie, ob ein Reklamationsgrund vorliegt, da die Fenster erst 2 Jahre alt sind.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt Zugluft an Holzfenstern in einem Neubau, die nach ca. zwei Jahren Nutzungsdauer an den unteren Ecken zwischen Glasscheibe und innerer Trockenverglasung spürbar ist. Die Fenster wurden nach der Rosenheimer Richtlinie gefertigt, was einen hohen Qualitätsstandard impliziert. Die Zugluft tritt trotz äußerer Silikonabdichtung auf, was auf eine unzureichende oder fehlerhafte innere Abdichtung hindeutet.
🔴 Gefahr: Die Zugluft kann zu erhöhten Heizkosten, Behaglichkeitsverlust und potenziell zu Bauschäden durch Kondensatbildung im Bereich der undichten Stellen führen. Bei Holzfenstern besteht zudem die Gefahr von Feuchteschäden am Holzrahmen, wenn Feuchtigkeit eindringt.
➕ Ergänzung: Die Abdichtung zwischen Glas und Holz erfolgt bei modernen Fenstern typischerweise durch ein Dichtprofil (Glasdichtung) oder eine innere Verglasungsleiste mit Dichtung. Die äußere Silikonabdichtung dient primär dem Wetterschutz, nicht der luftdichten Abdichtung. Die Zugluft an den unteren Ecken deutet auf eine fehlerhafte Montage oder Beschädigung der inneren Dichtung hin.
✅ Zustimmung: Die Zugluft ist ein klarer Reklamationsgrund, da sie auf einen Mangel in der Ausführung oder Materialqualität hinweist. Die Rosenheimer Richtlinie definiert hohe Anforderungen an die Dichtheit, die hier offenbar nicht erfüllt werden.
👉 Handlungsempfehlung: Dokumentieren Sie die Zugluftstellen mit Fotos und notieren Sie die betroffenen Fenster. Kontaktieren Sie umgehend den Fensterbauer oder die ausführende Firma schriftlich mit Fristsetzung zur Nachbesserung. Bestehen Sie auf einer Überprüfung der inneren Dichtungen und ggf. einer Nachjustierung der Fensterbeschläge. Sollte keine Einigung erzielt werden, ziehen Sie einen unabhängigen Sachverständigen für Fenstertechnik hinzu, der die Mängel fachlich feststellt.
KI-Analyse (Qwen)
Zugluft an neu eingebauten Holzfenstern nach nur zwei Jahren Betrieb ist ein deutlicher Indikator für eine fehlerhafte oder unvollständige Verglasungsdichtung, insbesondere da die Luftströmung gezielt an den unteren Ecken zwischen Scheibe und innerer Trocken-Verglasung spürbar ist.
🔴 Gefahr: Dauerhafte Zugluft führt zu erhöhtem Wärmeverlust, Kondensatbildung im Fensterprofil und langfristig zur Schädigung des Holzrahmens durch Feuchteeintrag – mit Risiko für Schimmelbildung und statische Schwächung.
⚠️ Korrektur: Die Aussage, die Scheibe sei "außen mit Silikon abgedichtet", ist irreführend: Silikon ist kein geeignetes primäres Dichtungsmaterial für die primäre Glaseinlage – hier sind spezielle Dichtungsprofile (z. B. EPDM-Dichtungen) nach DIN EN 14351-1 vorgeschrieben; Silikon dient lediglich als sekundärer Wetterschutz.
➕ Ergänzung: Die Abdichtung zwischen Glas und Holz erfolgt in der Regel dreischichtig: 1. Primärdichtung (elastisches Dichtungsprofil im Glasausschnitt), 2. Glaseinlage mit Abstandhalter und Gasfüllung, 3. Sekundärdichtung (z. B. Silikon oder Acrylat) als Wetterschutz – ein Versagen der Primärdichtung ist hier sehr wahrscheinlich.
✅ Zustimmung: Ja, dies ist ein klarer Reklamationsgrund: Nach der Rosenheimer Richtlinie und der DIN 68121-1 müssen Fenster luftdicht sein; messbare Zugluft widerspricht der vertraglichen und normativen Dichtheitsanforderung (Klasse 4 nach DIN EN 12207).
❌ Widerspruch: Die Annahme, dass eine "trockene" innere Verglasung ausreicht, ist falsch – eine funktionierende Trocken-Verglasung setzt eine intakte Primärdichtung voraus; ohne diese dringt Feuchte in den Zwischenraum ein und führt zur Beschlagbildung oder Kondensat.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Fensterfachmann oder Sachverständigen für Fenstertechnik (z. B. nach VFF oder ZVSHK) zur detaillierten Dichtheitsprüfung (Blower-Door-ähnlich oder Druckdifferenzmessung) und Dokumentation – dies ist Voraussetzung für eine wirksame Gewährleistungs- oder Mängelrüge.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) identifizieren die Zugluft als klaren Reklamationsgrund bei nur 2 Jahre alten Fenstern – insbesondere im Hinblick auf die Rosenheimer Richtlinie und DIN-Normen (EN 12207, 68121-1).
- Alle betonen das gesundheitliche und bauliche Risiko durch Feuchteeintrag: Schimmelbildung, Holzschäden, Kondensat, erhöhte Heizkosten.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI nennt „Verformung des Fensterrahmens“ als mögliche Ursache – wird von DeepSeek und Qwen nicht bestätigt; beide fokussieren konsequent auf Fehler in der Verglasungsdichtung (insb. Primärdichtung) und ausschließen Rahmendeformation bei Neubau-Holzfenstern mit Rosenheimer Ausführung.
- GoogleAI erwähnt die Rosenheimer Richtlinie lediglich als Referenz für „fachgerechte Ausführung“, während DeepSeek und Qwen explizit darauf hinweisen, dass die Richtlinie konkrete Dichtheitsanforderungen enthält und ein Versagen hier einen Normverstoß darstellt.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek betont die Unterscheidung zwischen äußerer Silikonabdichtung (Wetterschutz) und interner Dichtung (Luftdichtheit) – kritisiert die irreführende Annahme, Silikon sei für luftdichte Abdichtung geeignet.
- Qwen liefert die präziseste technische Einordnung: Dreischichtige Abdichtung (Primär–Glaseinlage–Sekundär), verweist auf DIN EN 14351-1 und korrigiert den Begriff „trockene Verglasung“ als Missverständnis – ohne intakte Primärdichtung ist sie keine funktionierende Trockenverglasung.
❌ Widerspruch:
- Qwen stellt klar: „Silikon ist kein geeignetes primäres Dichtungsmaterial“ – GoogleAI nennt dagegen „beschädigte äußere Silikonabdichtung“ als mögliche Ursache, ohne zu differenzieren; diese Aussage ist technisch irreführend und wird von Qwen und DeepSeek korrigiert.
- Qwen widerspricht ausdrücklich der Annahme, eine „trockene innere Verglasung“ sei ausreichend – GoogleAI spricht dagegen von „mangelhafter trockener Abdichtung innen“, was den Eindruck erweckt, diese sei grundsätzlich ausreichend – Qwen relativiert dies entscheidend.
👉 Empfehlung:
- Die sicherere, normkonforme Einschätzung von Qwen und DeepSeek wird priorisiert: Primärdichtung ist entscheidend, Silikon ist nur Sekundärschutz, Reklamation ist gerechtfertigt und muss sachlich fundiert werden.
- Die Druckdifferenz- oder Blower-Door-ähnliche Dichtheitsprüfung nach Qwen ist die einzige objektive Methode – GoogleAI’s allgemeine Empfehlung „Fachbetrieb überprüfen lassen“ ist zu unpräzise, DeepSeek’s Fokus auf Dokumentation und schriftliche Fristsetzung ist ergänzend unverzichtbar.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Reklamationsfähigkeit ✅ Alle Modelle stimmen überein: Zugluft nach 2 Jahren ist ein objektiver Mangel; Rosenheimer Richtlinie und DIN EN 12207 Klasse 4 werden verletzt – Reklamation ist gerechtfertigt und fristgebunden einzuleiten. Hauptursache ✅ Übereinstimmend: Versagen der Primärdichtung zwischen Glas und Holzrahmen (z. B. EPDM-Dichtprofil); äußere Silikonabdichtung ist nicht für Luftdichtheit verantwortlich. Risiko durch Zugluft ✅ Einheitlich: Erhöhter Wärmeverlust, Kondensatbildung im Profil, langfristiger Holzschaden, Schimmelrisiko – nicht nur Behaglichkeitsproblem. Dokumentation & Vorgehen ⚠️ DeepSeek und Qwen fordern schriftliche Fristsetzung und Fachdokumentation; GoogleAI bleibt vage – KI-Konsens: Dokumentation ist zwingend, aber Qwen legt korrekterweise den Fokus auf fachlich validierte Messung, nicht nur visuelle Prüfung. Erstmaßnahmen ❌ GoogleAI empfiehlt „Fachbetrieb überprüfen lassen“, DeepSeek „Fensterbauer kontaktieren“, Qwen „zertifizierten Sachverständigen beauftragen“. Widerspruch besteht darin, ob der ausführende Betrieb (Interessenkonflikt) oder ein unabhängiger Sachverständiger (objektiv, aber kostenintensiver) zuerst eingeschaltet werden soll. KI-Konsens: Unabhängige Prüfung hat Vorrang bei klarem Normverstoß – daher wird Qwens Vorschlag priorisiert (Vorsichtsprinzip). 👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen unabhängigen, zertifizierten Fenstersachverständigen (z. B. nach VFF-Richtlinie) zur objektiven Dichtheitsprüfung und schriftlichen Mängeldokumentation. Nutzen Sie dieses Gutachten als Grundlage für eine fristgebundene, schriftliche Reklamation beim Fensterbauer – bei ablehnender Haltung oder Untätigkeit unverzüglich eine Sachverständigenanhörung im Rahmen eines Schlichtungsverfahrens einleiten.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Unentdeckte Primärdichtungsfehler im Glasausschnitt Kondensatbildung im Fensterzwischenraum → Beschlag, Schimmel, Korrosion des Abstandhalters → Dämmwertverlust und Fensterfunktionsausfall 🔴 Risiko Feuchteeintrag in den Holzrahmen über undichte Stellen Langsame Holzfäulnis, Verformung, statische Schwächung, notwendige Austauschmaßnahmen mit hohen Folgekosten 🔴 Risiko Unterlassene Reklamation innerhalb der Gewährleistungsfrist Verlust des Rechtsanspruchs auf kostenfreie Nachbesserung; Eigenaufwand für Sanierung ohne Kostenerstattung 🔴 Risiko Unfundierte Eigenreparatur (z. B. Nachsilikonierung) Verstärkter Feuchteeintrag, Verklebung der Dichtungsebene, Ausschluss der Gewährleistung, Verschlechterung der Luftdichtheit 🔴 Risiko Keine normkonforme Dokumentation der Zugluftstellen Schwierigkeiten bei Mängelbehebung oder Schiedsverfahren; fehlende Beweisgrundlage für den Reklamationsanspruch ✅ Chance Fachgerechte Reklamation mit Sachverständigen-Gutachten Schnelle, kostenfreie Nachbesserung durch den Fensterbauer; langfristige Sicherstellung der Energieeffizienz und Wertbeständigkeit ✅ Chance Nutzung der Rosenheimer Richtlinie als vertraglicher Qualitätsnachweis Stärkere Verhandlungsposition im Reklamationsprozess; gerichtlich anerkannte Referenz für fachgerechte Ausführung ✅ Chance Systematische Analyse aller Fenster im Gebäude Früherkennung sonst unentdeckter Mängel; umfassende Sanierung vor Eintritt größerer Schäden ✅ Chance Einbindung einer Schlichtungsstelle (z. B. ZVSHK) Kostenfreies, schnelles Verfahren mit bindender Empfehlung; Vermeidung teurer Gerichtsverfahren ✅ Chance Modernisierung der Dichtungskonzepte bei Nachbesserung Einsatz neuerer EPDM-Profile mit höherer Alterungsbeständigkeit und besseren Dichtwerten – langfristige Verbesserung der Lebensdauer Orientierungshilfen
- Unabhängige Fachprüfung einleiten: Beauftragen Sie noch heute einen zertifizierten Fenstersachverständigen (z. B. nach VFF- oder ZVSHK-Richtlinie) zur objektiven Dichtheitsmessung an allen betroffenen Fenstern – nicht den ausführenden Betrieb.
- Dokumentation erstellen: Fotografieren Sie alle Zugluftstellen mit Zeitstempel und Fensternummer, notieren Sie bei jedem Fenster Ort, Zeitpunkt und Intensität der Zugluft (z. B. „spürbar bei 20 °C Raumtemperatur mit Hand“).
- Schriftliche Reklamation mit Frist: Senden Sie dem Fensterbauer einen formellen Mängelbrief mit Fristsetzung (14 Tage angemessen), unter Bezugnahme auf Rosenheimer Richtlinie, DIN EN 12207 Klasse 4 und dem Gutachten.
- Keine Eigenmaßnahmen ergreifen: Verzichten Sie auf Silikonieren, Dichtungsband-Anbringung oder Beschlag-Nachjustierung – dies kann den Mangel verschleiern und Ihre Gewährleistungsansprüche gefährden.
- Rechtliche Absicherung klären: Kontaktieren Sie Ihre Bauspar- oder Hausratversicherung – manche Policen übernehmen Kosten für unabhängige Sachverständigengutachten bei Mängeln in Neubauten.
- Schlichtungsstelle informieren: Sollte der Fensterbauer nicht innerhalb der Frist reagieren, wenden Sie sich an die Schlichtungsstelle des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) – kostenfrei und bindend.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Zugluft
- Zugluft bezeichnet eine unerwünschte Luftbewegung in Innenräumen, die als unangenehm empfunden wird. Sie entsteht durch Undichtigkeiten an Fenstern, Türen oder anderen Bauteilen.
Verwandte Begriffe: Konvektion, Luftdichtheit, Wärmebrücke - Trockene Verglasung
- Trockene Verglasung ist eine Methode zur Abdichtung von Glasscheiben in Fensterrahmen, bei der keine dauerelastischen Dichtstoffe verwendet werden. Stattdessen kommen Dichtprofile oder -bänder zum Einsatz.
Verwandte Begriffe: Silikonabdichtung, Glasleiste, Dichtungsprofil - Silikonabdichtung
- Eine Silikonabdichtung ist eine Abdichtung mit Silikon, die verwendet wird, um Fugen und Spalten an Fenstern, Türen und anderen Bauteilen abzudichten. Sie ist dauerelastisch und witterungsbeständig.
Verwandte Begriffe: Dichtstoff, Fugendichtung, Acryl - Rosenheimer Richtlinie
- Die Rosenheimer Richtlinie ist ein Regelwerk, das detaillierte Anforderungen an die Planung, Ausführung und Prüfung von Fenstern und Fassaden enthält. Sie dient als Grundlage für die Qualitätssicherung.
Verwandte Begriffe: DIN-Normen, EnEVAbk., RAL-Gütezeichen - Reklamation
- Eine Reklamation ist eine Beanstandung eines Mangels oder einer Schlechtleistung gegenüber einem Vertragspartner. Im Baubereich bezieht sie sich oft auf Mängel an Bauleistungen oder Baustoffen.
Verwandte Begriffe: Gewährleistung, Mängelanzeige, Nachbesserung - Wärmebrücke
- Eine Wärmebrücke ist ein Bereich in der Gebäudehülle, durch den Wärme schneller nach außen abgeleitet wird als durch die umliegenden Bauteile. Sie kann zu erhöhten Heizkosten und Schimmelbildung führen.
Verwandte Begriffe: Dämmung, EnEV, Taupunkt - Luftdichtheit
- Luftdichtheit bezeichnet die Eigenschaft eines Gebäudes, ungewollten Luftaustausch zwischen Innen- und Außenraum zu minimieren. Sie ist wichtig für die Energieeffizienz und das Raumklima.
Verwandte Begriffe: Blower-Door-Test, Winddichtheit, Dichtungsebene
Häufige Fragen (FAQ)
- Was bedeutet "trockene Verglasung" bei Fenstern?
Trockene Verglasung bezieht sich auf eine Abdichtungsmethode, bei der keine dauerelastischen Dichtstoffe wie Silikon verwendet werden, sondern stattdessen Dichtprofile oder -bänder eingesetzt werden, um die Glasscheibe im Fensterrahmen zu fixieren und abzudichten. - Wie finde ich die Ursache für Zugluft am Fenster?
Überprüfen Sie zuerst die äußere Silikonabdichtung auf Risse oder Beschädigungen. Fahren Sie dann mit der Hand an den Rändern der Glasscheibe entlang, um Zugluft zu spüren. Beobachten Sie bei kalten Temperaturen, ob Kondenswasserbildung auf Undichtigkeiten hindeutet. - Ist Zugluft am Fenster ein Mangel, der zur Reklamation berechtigt?
Ja, Zugluft am Fenster kann als Mangel betrachtet werden, insbesondere bei neu eingebauten Fenstern. Die Fenster müssen gemäß den anerkannten Regeln der Technik (z.B. Rosenheimer Richtlinie) fachgerecht abgedichtet sein. - Was ist die Rosenheimer Richtlinie im Zusammenhang mit Fenstern?
Die Rosenheimer Richtlinie ist ein Regelwerk, das detaillierte Anforderungen an die Planung, Ausführung und Prüfung von Fenstern und Fassaden enthält. Sie dient als Grundlage für die Qualitätssicherung und zur Vermeidung von Baumängeln. - Kann ich Zugluft am Fenster selbst beheben?
Kleinere Undichtigkeiten an der Silikonabdichtung können Sie eventuell selbst mit geeignetem Dichtstoff beheben. Bei größeren Problemen oder Unsicherheiten sollten Sie jedoch einen Fachbetrieb beauftragen. - Welche Risiken birgt Zugluft am Fenster?
Zugluft kann zu erhöhten Heizkosten, Unbehagen und im schlimmsten Fall zu gesundheitlichen Problemen durch Unterkühlung führen. Zudem kann Feuchtigkeit kondensieren und Schimmelbildung begünstigen. - Wie oft sollte die Silikonabdichtung an Fenstern erneuert werden?
Die Silikonabdichtung an Fenstern sollte in der Regel alle 5 bis 10 Jahre erneuert werden, abhängig von der Witterungsbelastung und der Qualität des verwendeten Silikons. - Was tun, wenn die Fensterfirma die Reklamation ablehnt?
Wenn die Fensterfirma die Reklamation ablehnt, können Sie einen unabhängigen Sachverständigen hinzuziehen, der die Mängel begutachtet und ein Gutachten erstellt. Mit diesem Gutachten können Sie Ihre Ansprüche gegenüber der Firma geltend machen.
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Zugluft Fenster: Dampfdruckausgleich – Ursache & Lösung
Dampfdruckausgleichsöffnungen!
Alle Fenster egal ob aus Holz, Kunststoff oder Aluminium gefertigt, besitzen sogenannte Dampfdruckausgleichsöffnungen. Diese Öffnungen verbinden den Glasfalz mit der Außenluft.
Wenn nun die inneren Glashalteleisten etwas geschwunden sind (geschrupft) kann der Anpressdruck der inneren Glasdichtung nachlassen. Dadurch kann durchaus eine Verbindung mit der Außenluft entstehen.
Wenn die Zugluft zweifelsfrei hieraus resultiert, und nicht über normale Abkühlung an der Glasoberfläche entsteht, ist dies ein Reklamationsgrund.
MfG
Jürgen Sieber -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 15.01.2026
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⚠️ Wichtig/Achtung: Laut dem Beitrag Zugluft Fenster: Dampfdruckausgleich – Ursache & Lösung können Dampfdruckausgleichsöffnungen in Fenstern in Kombination mit geschrumpften Glashalteleisten Zugluft verursachen. Dies sollte bei der Fehlersuche berücksichtigt werden.
🔧 Praktische Umsetzung: Überprüfen Sie die Dichtungen der Fenster sorgfältig auf Beschädigungen oder Verschleiß. Achten Sie besonders auf die inneren Glashalteleisten und deren Anpressdruck. Eine Abdichtung mit Silikon kann helfen, die Zugluft zu reduzieren, sollte aber fachgerecht erfolgen.
👉 Handlungsempfehlung: Bei anhaltender Zugluft sollte eine professionelle Fensterwartung in Betracht gezogen werden. Dokumentieren Sie alle Feststellungen und kontaktieren Sie den Fensterbauer für eine mögliche Reklamation gemäß der Rosenheimer Richtlinie. Achten Sie darauf, die Reklamation schriftlich einzureichen.
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