Estrich im Keller abdichten: Versorgungsleitungen, Bodenplatte & Feuchtigkeitsschutz?
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unser Keller soll demnächst mit Estrich versehen werden. Unsere Bodenplatte besteht aus 25 cm WU-Beton. Darauf sind auch Versorgungsleitungen wie Wasser-, Heizungs- und Leerrohre verlegt. Der Estrichleger meinte, dass durch die Versorgungsleitngen vorher eine Ausgleichsschicht mit Styrodur (weil unempfinglich gegen Feuchtigkeit) verlegt werden muss. Darauf dann eine Abdichtung aus Bitumen (Katla von Knauff) und eine weitere Dämmschicht ... und natürlich der Estrich. Das Problem ist wohl, dass sich die Bitumenabdichtung sehr starr ist und es problematisch ist, diese um die Rohre zu verlegen. Durch das Styrodur wird die Sache natürlich recht teuer. Meine Frage an das Forum ist nun, gibt es auch noch eine andere Möglichkeit, die Bodenplatte abzudichten und dabei auf Styrodur zu verzichten?
Ist eigentlich bei WU-Beton eine so massive Abdichtung mit Bitumen sinnvoll?
Gibt es auch flexieblerer Abdichtungsfolien, die den gleichen Zweck erfüllen.
Bin für jeden Hinweis dankbar.
Gruß Alexander P.
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)Automatisch generierte KI-Ergänzungen
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Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Keine starrer Bitumenabdichtung direkt über Rohrdurchführungen – hohe Risiken für Rissbildung, Abdichtungsversagen und Feuchteeintrag.
🔴 KRITISCH: Fachliche Bauphysik-Prüfung vor Ausführung: WU-Beton allein ersetzt keine horizontale Feuchtesperre gegen kapillare Feuchte oder drückendes Wasser – dies erfordert nach DINAbk. 18533 eine geprüfte, funktionale Abdichtungsebene.
⚠️ WICHTIG: Für alle Rohrdurchführungen sind zertifizierte, dauerelastische Dichtmanschetten (z. B. EPDM oder Polyurethan) zwingend erforderlich – Styrodur oder Bitumen allein reichen nicht aus.
⚠️ WICHTIG: Die gesamte Schichtfolge muss bauphysikalisch kohärent sein: Diffusionsverhalten, Trockenheitszustand der Unterlage und Kondensationsrisiken im Aufbau müssen vorab abgesichert werden.
⚠️ WICHTIG: Keine Abdichtung ohne vorherige Feuchtemessung an der WU-Betonplatte – Restfeuchtegehalt entscheidet über Wahl und Applikation der Dichtstoffe.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich beurteile die Situation wie folgt: Bei der Verlegung von Estrich im Keller, insbesondere bei vorhandenen Versorgungsleitungen, ist eine sorgfältige Abdichtung essenziell, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Die Bodenplatte aus WU-Beton bietet bereits einen gewissen Schutz, jedoch stellen Durchdringungen durch Rohre potenzielle Schwachstellen dar.
Ich empfehle folgende Vorgehensweise:
- Abdichtung: Eine Abdichtungsschicht unter dem Estrich ist ratsam. Hierfür eignen sich Bitumenbahnen, Abdichtungsfolien oder Flüssigabdichtungen. Die Wahl des Materials hängt von den spezifischen Gegebenheiten und der zu erwartenden Feuchtigkeitsbelastung ab.
- Ausgleichsschicht: Eine Ausgleichsschicht, beispielsweise aus Polystyrol (Styrodur), kann Unebenheiten ausgleichen und die Versorgungsleitungen schützen. Achten Sie darauf, dass die Ausgleichsschicht diffusionsoffen ist, um Feuchtigkeit abtransportieren zu können.
- Detailausführung: Besondere Aufmerksamkeit sollte der Abdichtung im Bereich der Rohrdurchführungen gelten. Hier sind spezielle Dichtmanschetten oder Quellbänder empfehlenswert, um eine dauerhafte Abdichtung zu gewährleisten.
🔴 Gefahr: Unsachgemäße Abdichtung kann zu Feuchtigkeitseintritt, Schimmelbildung und Schäden an der Bausubstanz führen.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie sich von einem Fachbetrieb für Abdichtungen beraten, um die geeigneten Materialien und Ausführungstechniken für Ihr Projekt zu bestimmen. Eine sorgfältige Planung und Ausführung sind entscheidend für eine dauerhafte und sichere Lösung.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt die Planung eines Estrichaufbaus im Keller auf einer WU-Beton-Bodenplatte mit darauf verlegten Versorgungsleitungen. Der Estrichleger schlägt eine Ausgleichsschicht aus Styrodur, eine Bitumenabdichtung und eine weitere Dämmschicht vor. Der Nutzer hinterfragt die Notwendigkeit dieser aufwendigen und teuren Konstruktion, insbesondere die Kombination von WU-Beton und Bitumenabdichtung, und sucht nach alternativen, flexibleren Lösungen.
✅ Zustimmung: Die Bedenken des Nutzers sind berechtigt. WU-Beton ist per Definition wasserundurchlässig und für die Aufnahme von Bodenfeuchte ohne zusätzliche Abdichtung ausgelegt. Eine vollflächige Bitumenabdichtung auf der WU-Betonplatte ist in den meisten Fällen technisch nicht erforderlich und kann sogar zu Problemen führen, da sie die Diffusion von Restfeuchte aus dem Beton behindert.
⚠️ Korrektur: Die Aussage des Estrichlegers, dass Styrodur (XPS) als Ausgleichsschicht zwingend notwendig sei, ist zu pauschal. XPS ist zwar druckfest und feuchteunempfindlich, aber eine Ausgleichsschicht kann auch mit anderen Materialien wie einem Zementmörtelausgleich oder einer Schüttung hergestellt werden. Die Abdichtung um die Rohre mit Bitumen ist tatsächlich problematisch, da Bitumenbahnen starr sind und sich nur schwer an Rohrgeometrien anpassen lassen, was Undichtigkeiten begünstigt.
➕ Ergänzung: Eine deutlich sinnvollere und flexiblere Alternative zur Bitumenbahn ist die Verwendung einer flüssig zu verarbeitenden Abdichtung, wie einer zementären Dichtungsschlämme oder einer Kunststoff-Dichtungsbahn (z.B. PE- oder FPO-Bahn). Diese Materialien lassen sich passgenau um Rohre und Durchdringungen verlegen und sind für den Kellerbereich auf WU-Beton völlig ausreichend. Zudem sollte geprüft werden, ob die Versorgungsleitungen nicht in einer separaten Installationsschicht (z.B. in einer Perlite- oder Schaumglasschüttung) geführt werden können, um die Abdichtungsebene darunter durchgängig zu halten.
🔴 Gefahr: Die größte Gefahr bei diesem Vorhaben ist die Schaffung einer undichten Abdichtungsebene um die Rohre herum. Wenn Bitumenbahnen nicht fachgerecht an die Leitungen angeschlossen werden, kann Feuchtigkeit hinter die Abdichtung gelangen und dort zu Schimmelbildung oder Durchfeuchtung des Estrichs führen. Auch die Wahl eines zu dichten Aufbaus kann die Trocknung des WU-Betons behindern.
👉 Handlungsempfehlung: Der Nutzer sollte das Gespräch mit einem unabhängigen Bauphysiker oder einem Sachverständigen für Abdichtungstechnik suchen. Dieser kann den konkreten Aufbau (WU-Beton-Qualität, Rohrführung, Nutzung des Kellers) bewerten und eine maßgeschneiderte Lösung vorschlagen. Als Alternative zur Bitumenbahn ist eine flexible Dichtungsbahn oder Dichtungsschlämme zu empfehlen. Auf eine aufwendige Styrodur-Ausgleichsschicht kann in vielen Fällen verzichtet werden, wenn die Leitungen in einer Schüttung verlegt werden. Eine fachgerechte Planung ist hier deutlich günstiger und sicherer als ein überdimensionierter, aber undicht ausgeführter Aufbau.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt beschreibt die geplante Estrichverlegung auf einer 25 cm starken WU-Beton-Bodenplatte im Keller, wobei Versorgungsleitungen (Wasser, Heizung, Leerrohre) bereits eingebettet sind und eine mehrschichtige Abdichtungskonstruktion mit Styrodur, Bitumenabdichtung (Katla) und zusätzlicher Dämmschicht vorgesehen ist.
🔴 Gefahr: Die geplante Kombination aus starrer Bitumenabdichtung direkt über Rohrdurchführungen birgt ein hohes Risiko für Rissbildung und Abdichtungsversagen – insbesondere bei geringsten Setzungen, Temperaturwechseln oder mechanischer Belastung durch den Estrich.
⚠️ Korrektur: WU-Beton (Wasserundurchlässiger Beton) erfüllt nach DIN 18533 nur den Anforderungsnachweis für die Bauwerksabdichtung gegen nichtdrückendes Wasser – er ersetzt keinesfalls eine fachgerechte horizontale Sperrschicht gegen kapillare Feuchteaufnahme oder drückendes Wasser im Keller.
➕ Ergänzung: Für Durchführungen durch Abdichtungsebenen sind zwingend dauerelastische, rohrdichte Dichtmanschetten (z. B. aus EPDM oder speziellen Polyurethan-Systemen) erforderlich – Styrodur allein löst dieses Problem nicht und ist zudem kein Ersatz für eine funktionale Feuchtesperre.
➕ Ergänzung: Flexiblere, aber bauphysikalisch geprüfte Alternativen zur Bitumenabdichtung sind z. B. flüssig-applizierte Polymerbitumen- oder Acrylat-Dispersionssysteme (DIN 18533-5), die sich spannungsfrei um Rohrdurchführungen legen lassen – jedoch nur bei fachgerechter Vorbehandlung und Trockenheit der Unterlage.
🔴 Gefahr: Die geplante Schichtfolge (Styrodur → Bitumen → Dämmung → Estrich) birgt ein erhebliches Risiko der Kondensatbildung in der Dämmschicht und der kapillaren Feuchteanreicherung im Estrich – insbesondere bei fehlender oder unzureichender Perimeterabdichtung und fehlendem Lüftungskonzept.
✅ Zustimmung: Die grundsätzliche Notwendigkeit einer horizontalen Feuchtesperre im Keller ist fachlich korrekt – jedoch muss diese bauphysikalisch kohärent, diffusionsoffen oder diffusionsoffen gesteuert sein und darf nicht zu einer Feuchtefalle führen.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen zertifizierten Sachverständigen für Bauwerksabdichtung (z. B. nach DIN 18024) zur bauphysikalischen Prüfung der bestehenden Bodenplatte, der geplanten Schichtaufbauten und der Durchführungsstellen – eine pauschale Abdichtung ohne Feuchtemessung, Baugrundgutachten und statische Abstimmung ist nicht zulässig und gefährdet die Bausubstanz langfristig.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen die grundsätzliche Notwendigkeit einer Feuchtesperre im Keller – trotz WU-Betonplatte.
- Alle drei warnen vor unsachgemäßer Abdichtung um Rohrdurchführungen und benennen konkret Bitumenbahnen als riskant bei starren Anschlüssen.
- Alle drei empfehlen flexible, detailgenaue Lösungen wie flüssige Dichtungsschlämme oder dauerelastische Manschetten als sicherere Alternative.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI sieht eine Abdichtungsschicht „ratsam“, DeepSeek und Qwen betonen dagegen die fachliche Pflicht zur bauphysikalisch begründeten Entscheidung – nicht pauschal „ratsam“, sondern „erforderlich nach DIN 18533“, je nach Feuchtelastung.
- GoogleAI erwähnt Styrodur als mögliche Ausgleichsschicht „mit diffusionsoffener Eigenschaft“, während DeepSeek und Qwen auf dessen Ungeeignetheit als Feuchtesperre und mangelnde Elastizität bei Rohrdurchführungen hinweisen.
➕ Ergänzung:
- Qwen ergänzt die klare Differenzierung: WU-Beton ist nur für nichtdrückendes Wasser nachgewiesen – Perimeterabdichtung, Lüftungskonzept und Feuchtemessung sind zwingend.
- DeepSeek ergänzt das Konzept der „Installationsschicht“ (z. B. Perlite-Schüttung) zur Entkopplung der Leitungen von der Abdichtungsebene – nicht bei GoogleAI oder Qwen genannt.
- Qwen und DeepSeek nennen konkrete Normen (DIN 18533, DIN 18024) und Materialklassen (FPO, EPDM, Polymerbitumen), GoogleAI bleibt allgemeiner.
❌ Widerspruch:
- Bitumen auf WU-Beton: GoogleAI sieht Bitumenbahnen als „geeignet“, DeepSeek und Qwen bewerten sie als technisch fragwürdig bzw. gefährlich bei Durchführungen – hier wird die sicherere Einschätzung (Qwen/DeepSeek) priorisiert: Statische Bitumenbahnen sind bei dieser Anwendung nicht zu empfehlen.
- Styrodur als Ausgleich: GoogleAI nennt Styrodur „schützend“, DeepSeek und Qwen warnen vor falscher Erwartungshaltung – es ist kein Abdichtungsersatz und kann bei falscher Verlegung Feuchtefallen erzeugen. Die sicherere Einschätzung („nicht als Ersatz für Feuchtesperre“) gilt als verbindlich.
👉 Empfehlung:
- Verzicht auf pauschale Materialvorschläge („Bitumen“, „Styrodur“) – stattdessen prüfungs- und normbasierte Auswahl nach Feuchtemessung, Baugrund und Nutzungsart.
- Verbindliche Einbindung eines zertifizierten Sachverständigen für Bauwerksabdichtung (nach DIN 18024), nicht nur eines Estrichlegers.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Notwendigkeit einer Feuchtesperre im Keller ✅ WU-Beton allein reicht nicht aus – horizontale Feuchtesperre nach DIN 18533 ist erforderlich, da WU-Beton nur gegen nichtdrückendes Wasser nachgewiesen ist. Eignung von Bitumenbahnen bei Rohrdurchführungen ❌ Alle drei KIs warnen vor Starrheit, mangelnder Anpassungsfähigkeit und hohem Versagensrisiko – KI-Konsens: nicht geeignet. Rolle von Styrodur/XPS im Estrichaufbau ⚠️ Kein Ersatz für Feuchtesperre; kann als Druckfestigkeitsträger genutzt werden, birgt aber Risiko der Feuchtefalle bei falscher Einbindung – Verwendung nur mit bauphysikalischer Abstimmung. Materialien für Durchführungen ✅ Zwingend erforderlich: dauerelastische, zertifizierte Dichtmanschetten (EPDM, PU) – kein Ersatz durch Folien, Bitumen oder Dämmplatten. Verantwortliche Prüfung & Planung ✅ Verpflichtende Einbindung eines zertifizierten Sachverständigen (DIN 18024) inkl. Feuchtemessung, Baugrund- und Nutzungsanalyse – nicht delegierbar an Handwerker allein. 👉 Handlungsempfehlung: Keine Materialverlegung ohne vorherige bauphysikalische Prüfung durch einen zertifizierten Sachverständigen – die Schichtfolge muss auf Feuchtemessung, geprüfter WU-Beton-Qualität und genormter Detailausführung basieren.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Starrer Bitumenanschluss an Rohren führt zu Rissbildung Feuchteeintrag hinter Abdichtung → Schimmel, Estrichschäden, langfristiger Substanzverlust 🔴 Risiko Fehlende Feuchtemessung vor Abdichtung Ungeeignete Materialwahl → Blasenbildung, Adhäsionsverlust, frühzeitiger Abdichtungsversagen 🔴 Risiko Unzulässige Kombination aus diffusionsoffenen und dichten Schichten Kondensatbildung in Dämmschicht → Feuchteanreicherung, Pilzbefall, Wärmebrücken 🔴 Risiko Verzicht auf zertifizierte Dichtmanschetten bei Durchführungen Langfristige Undichtheit an kritischen Punkten → punktuelle Feuchteherde, schwer lokalisierbar 🔴 Risiko Fehlende Perimeterabdichtung oder Lüftungskonzept Stauende Feuchte im Keller → erhöhte Raumluftfeuchte, Schäden an Einbauten, mangelhafte Behaglichkeit ✅ Chance Flüssig-applizierte Dichtungssysteme (z. B. Polymerbitumen) Nahtlose, spannungsfreie Ausbildung um Rohre → hohe Dauerhaftigkeit und geringeres Ausführungsrisiko ✅ Chance Installationsschicht aus Perlite oder Schaumglas Entkoppelt Leitungen von der Abdichtungsebene → schützt Dichtung, vereinfacht Reparatur und zukünftige Anpassung ✅ Chance Verwendung geprüfter, diffusionsoffen gesteuerter Dämmsysteme Regelt Feuchtebilanz aktiv → vermeidet Kondensat, erhöht Lebensdauer des Estrichs ✅ Chance Integration einer kapillaraktiven Ausgleichsschicht (z. B. Kalkmörtel) Ausgleich ohne Dampfbremse → schafft „feuchteverträgliche“ Alternative zu Styrodur bei geringerer Feuchtelastung ✅ Chance Bauphysikalische Gesamtkonzeption durch Sachverständigen Einmalige, zielgenaue Lösung statt kostenintensivem Trial-and-Error → langfristige Einsparung bei Sanierung & Energie Orientierungshilfen
- Experten beauftragen: Kontaktieren Sie unverzüglich einen zertifizierten Sachverständigen für Bauwerksabdichtung (nach DIN 18024) zur Prüfung der WU-Betonplatte, Feuchtemessung und bauphysikalischer Konzepterstellung.
- Unterlagen sammeln: Beschaffen Sie das WU-Beton-Prüfzeugnis (nach DIN EN 1992-1-1/NA), das Baugrundgutachten und den Nutzungsnachweis für den Keller – diese sind Pflicht für die Abdichtungsplanung.
- Abdichtungsplanung überprüfen: Stoppen Sie alle Verlegearbeiten bis zur schriftlichen Bestätigung des Sachverständigen zur Schichtfolge – insbesondere Ausschluss von Bitumenbahnen bei Durchführungen.
- Materialien festlegen: Bestellen Sie ausschließlich geprüfte, dauerelastische Dichtmanschetten für alle Rohrdurchführungen (mit CEAbk.-Kennzeichnung nach DIN 18533-4) – keine Eigenbau-Lösungen.
- Alternative Schichtaufbauten prüfen: Lassen Sie vom Sachverständigen die Machbarkeit einer Installationsschicht (z. B. Perlite-Schüttung) und einer kapillaraktiven Ausgleichsschicht (z. B. Kalkmörtel) bewerten – oft günstiger und sicherer als Styrodur + Bitumen.
- Lüftung und Perimeter prüfen: Klären Sie beim Sachverständigen, ob eine nachträgliche Perimeterabdichtung oder eine mechanische Kellerlüftung zur Entfeuchtung erforderlich ist.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Estrich
- Estrich ist eine Schicht, die auf den Rohboden aufgebracht wird, um einen ebenen Untergrund für Bodenbeläge zu schaffen. Er kann aus Zement, Anhydrit oder Gussasphalt bestehen.
Verwandte Begriffe: Zementestrich, Anhydritestrich, Gussasphaltestrich, Ausgleichsschicht. - WU-Beton
- WU-Beton steht für wasserundurchlässigen Beton. Er ist so konzipiert, dass er das Eindringen von Wasser verhindert oder zumindest stark reduziert.
Verwandte Begriffe: Wasserundurchlässiger Beton, Beton, Bodenplatte, Kellerabdichtung. - Bitumen
- Bitumen ist ein teerähnliches Produkt, das aus Erdöl gewonnen wird und zur Abdichtung von Bauwerken verwendet wird. Es ist wasserabweisend und widerstandsfähig gegen viele Chemikalien.
Verwandte Begriffe: Bitumenbahnen, Abdichtung, Teer, Asphalt. - Abdichtungsfolie
- Abdichtungsfolien sind dünne, flexible Kunststoffbahnen, die zur Abdichtung von Bauwerken eingesetzt werden. Sie sind wasserdicht und widerstandsfähig gegen viele Umwelteinflüsse.
Verwandte Begriffe: Folienabdichtung, Kunststoffbahn, Dichtungsbahn, Bauwerksabdichtung. - Dichtmanschette
- Eine Dichtmanschette ist ein Bauteil, das zur Abdichtung von Rohrdurchführungen verwendet wird. Sie besteht aus einem flexiblen Material und wird um das Rohr gelegt, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern.
Verwandte Begriffe: Rohrdurchführung, Abdichtung, Dichtung, Quellband. - Ausgleichsschicht
- Eine Ausgleichsschicht dient dazu, Unebenheiten auf dem Untergrund auszugleichen, bevor der Estrich aufgebracht wird. Sie kann aus verschiedenen Materialien bestehen, z. B. aus Polystyrol (Styrodur) oder Blähbeton.
Verwandte Begriffe: Nivellierung, Untergrundvorbereitung, Estrich, Dämmung. - Diffusionsoffen
- Diffusionsoffen bedeutet, dass ein Material Wasserdampf durchlassen kann. Dies ist wichtig, um Feuchtigkeit aus dem Bauwerk abtransportieren zu können und Schimmelbildung zu vermeiden.
Verwandte Begriffe: Wasserdampfdurchlässigkeit, Atmungsaktivität, Feuchtigkeitstransport, Schimmelprävention.
Häufige Fragen (FAQ)
- Warum ist eine Abdichtung unter dem Estrich im Keller wichtig?
Eine Abdichtung verhindert, dass Feuchtigkeit aus dem Erdreich oder durch Kondensation in den Estrich und die Dämmung eindringt. Dies schützt vor Schimmelbildung, Schäden an der Bausubstanz und sorgt für ein gesundes Raumklima. - Welche Materialien eignen sich für die Abdichtung unter Estrich?
Geeignete Materialien sind Bitumenbahnen, Abdichtungsfolien, Flüssigabdichtungen und spezielle Dichtschlämmen. Die Wahl hängt von der Art der Feuchtigkeitsbelastung und den baulichen Gegebenheiten ab. - Was ist bei der Abdichtung von Rohrdurchführungen zu beachten?
Rohrdurchführungen stellen potenzielle Schwachstellen dar. Verwenden Sie spezielle Dichtmanschetten oder Quellbänder, um eine dauerhafte und zuverlässige Abdichtung zu gewährleisten. - Kann ich die Abdichtung selbst durchführen?
Die Abdichtung sollte idealerweise von einem Fachbetrieb durchgeführt werden, da eine fachgerechte Ausführung entscheidend für die Wirksamkeit ist. Fehler bei der Abdichtung können schwerwiegende Folgen haben. - Welche Rolle spielt die Ausgleichsschicht?
Die Ausgleichsschicht dient dazu, Unebenheiten auszugleichen und die Versorgungsleitungen zu schützen. Sie sollte diffusionsoffen sein, um Feuchtigkeit abtransportieren zu können. - Was bedeutet WU-Beton?
WU-Beton steht für wasserundurchlässigen Beton. Er bietet bereits einen gewissen Schutz vor Feuchtigkeit, jedoch sind zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen bei Estrich im Keller oft dennoch erforderlich. - Wie finde ich einen geeigneten Fachbetrieb für die Abdichtung?
Achten Sie auf Zertifizierungen, Referenzen und Erfahrung des Fachbetriebs im Bereich Abdichtungen. Holen Sie mehrere Angebote ein und vergleichen Sie die Leistungen. - Welche Normen sind bei der Abdichtung zu beachten?
Relevante Normen sind unter anderem die DIN 18533 (Abdichtung von erdberührten Bauteilen) und die DIN 18195 (Bauwerksabdichtungen).
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