Nach der Fertigstellung bin ich mir gerade bei der Realisierung mit Trockenestrich hinsichtlich des Trittschalls etwas unsicher. Im Obergeschoss ist jede Gehbewegung in der darüber liegenden Räumen des Dachgeschosses, auch ohne festes Schuhwerk deutlich hörbar.
Der Deckenaufbau OG/DGAbk. ist wie folgt (von oben nach unten):
- 22 mm OSBAbk.-Platte
- 240 mm Deckenbalken
- 100 mm mineralische Wärme- und Schalldämmung (Wärmedämmung, Schalldämmung)
- 32 mm Unterkonstruktion (Lattung)
- 12,5 mm Gipsbauplatte
Die Deckenverkleidung OG wurde mit einer Lattung (20 mm) und Holzpaneelen (12 mm) ausgeführt.
Auf dieser Decke wurden nun die Fermacell-Trockenestrichplatten direkt, ohne weitere Unterfütterung (z.B. mit Styropor) verlegt. Auf den Estrich kam zusätzlich eine Lage pr1 muss-Trittschallplatten (9 mm). Als Belag waren Keramikfliesen vorgesehen (noch nicht verlegt).
Ich hätte nun erwartet, das zumindest normale Gehbewegungen (ohne Schuhwerk) nicht in den darunterliegenden Räumen zu hören sind. Dies war zumindest vor dem Umbau (Deckenaufbau identisch mit 10 cm Zementestrich (Estrich+Styropor) ) der Fall.
Laut Baufirma soll der realisierte Trittschall jedoch gut sein.
Habe ich etwa eine zu hohe Erwartungshaltung und der Geräuschpegel ist üblich, oder könnten hier evtl. die Schallschutzvorschriften bei der Bauausführung nicht eingehalten worden sein (Obergeschoss und Dachgeschoss sind eine Wohneinheit)? In diesem Fall wäre es doch sicherlich besser ein entsprechendes Gutachten erstellen zu lassen.
Falls hier kein Fehler seitens des Herstellers vorliegen sollte, mit welchem Bodenbelag könnte hier die beste Verringerung der Gehgeräusche erreicht werden? Könnte man dies mit Korkparkett und einem zusätzlichen Trittschall-Unterboden aus Holzfasern erreichen?