Ich möchte im obersten Stockwerk unseres Hauses (Baujahr 53) den gesamten Dachboden als eigene Wohnung ausbauen. Dieser ist in diesem Sinne schon "ausgebaut" und wurde in den 70 ern von meinen Eltern als Wohnräume genutzt, de facto sind die Räume aber seit ca. 20 Jahren ungenutzt und auch nicht geheizt.
Aus ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten handelt es sich dort oben im Grunde um eine Katastrophe.
- Dünnes Mauerwerk und Heizkörpernischen
- im Winter mit Heizung nicht warm zu bekommen
- im Sommer unerträglich heiß
- keinerlei Dämmung
Da mir als Azubi da das Geld für eine "rundum-sorglos" Methode fehlt bleibt für mich prinzipiell nur die Innendämmung. Die Dachschrägen laufen von beiden Seiten zu, also ist bis auf wenige m²² Wand ein Großteil der Dämmung erledigt durch die Dachdämmung.
Das Dach ist mit Tondachziegeln verlegt, die Dachstreben darunter haben eine Dicke von ca. 14 cm.
Es bliebe also in den Zwischenräumen Dämmung von bis zu 14 cm Höhe.
unter den Tonziegeln wurden direkt die Rigipsplatten verschraubt. Also bis auf ein dünnes Stück Wand ist da nichts was dämmt. Gleiches beim ca. 70 cm hohen Drempel.
ein Kabelschacht führt hinter den Platten, dort habe ich mal die Hand reingehalten. Um den mit Platten verkleideten Bereich zieht ein steter Wind. Ist zwar schön gegen Feuchtigkeit, aber so bekomme ich nie etwas warm.
Mein Vater meint nun, dass es vollkommen ausreichen würde, wenn man die ganzen Platten von der Wand und Drempel reißt und alles mit ca. 16 cm dicker Glaswolle in den Zwischenräumen zustopft. So dass weder Seitlich noch an den Dachschrägen ein Zwischenraum für Luft bleibt.
Dort wo dann die Platten kämen zunächst noch eine Dampfsperre und darunter dann wieder Platten anbringen die dann verputzt werden.
Jetzt habe ich gelesen dass sowas nicht grade förderlich ist, denn Feuchtigkeit (woher kommt die dann? aus den Wohnbereichen oder vom Dach?) kann die Glaswolle dann kaum aufnehmen und es fängt an zu schimmeln.
Ist da was dran oder ist das mit dieser Methode grundsätzlich machbar? Oder gibt es in meinem Fall grundsätzlich bessere Szenarien? Wenn ja, mit welchen Kosten muss ich ungefähr pro m² Dachfläche rechnen?
Ich sollte vielleicht noch erwähnen dass mein Vater MOMENTAN einer Dachabdeckung nicht zustimmen möchte, aber es durchaus sein kann, dass in einigen Jahren doch noch ein Dämmung von außen erfolgt ... ist in solchen fällen eine Innendämmung hinfällig und muss entfernt werden oder bleibt sowas dann bestehen?