Leichte Trennwand zum Treppenhaus: Mindestwärmeschutz, Dämmwert & DIN-Normen?
In diesem Forum sind Sie: Bauphysik📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 10.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die korrekte Auslegung der DIN 4108-2 für leichte Trennwände zwischen Wohnraum und unbeheiztem Treppenhaus. Dabei wird die Einhaltung des Mindestwärmeschutzes und die Berechnung des Wärmedurchlasswiderstandes thematisiert. Ein wichtiger Aspekt ist die Wandoberflächentemperatur auf der Wohnraumseite.
Leichte Trennwand zum Treppenhaus: Mindestwärmeschutz, Dämmwert & DIN-Normen?
Welche Anforderung wird an den Wärmedurchlasswiderstand einer leichten Trennwand (<100 kg/m²) gestellt, wenn es sich um die Trennwand zwischen Wohnbereich und unbeheiztem Treppenhaus handelt?
DINAbk. 4108-2:2001_03 gilt nach meinem Verständnis nur für Bauteile über 100 kg/m²k (vgl. DIN 4108_2 5.2.1)
ist R >1,75 m²K/W einzuhalten?
ich bin gespannt auf Antworten ...
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🔴 KRITISCH: Brandschutzanforderungen (Feuerwiderstandsklasse F30/F90 nach DINAbk. EN 13501-2) haben absoluten Vorrang vor Wärmeschutz – eine leichte Trennwand zum Treppenhaus darf nicht ausschließlich nach R-Wert dimensioniert werden.
🔴 KRITISCH: Die Einordnung des Treppenhauses als „beheizt“ oder „unbeheizt“ ist entscheidend: Bei falscher Einordnung drohen Wärmebrücken, Tauwasserbildung und Schimmelpilzbefall – eine sachkundige bauphysikalische Prüfung ist zwingend erforderlich.
⚠️ WICHTIG: Der geforderte Wärmedurchlasswiderstand von 1,75 m²K/W bezieht sich ausschließlich auf die gesamte Wandkonstruktion (nicht nur Dämmstoff), und gilt nur für leichte Trennwände zu unbeheizten Räumen nach DIN 4108-2:2013-02 – aktuelle GEG-Anforderungen können davon abweichen.
⚠️ WICHTIG: Zusätzlich zum Wärmeschutz sind Schalldämmung (mindestens Rw ≥ 55 dBAbk. nach DIN 4109) und raumabschließende Funktion (Rauch- und Brandgasdichtigkeit) verbindlich – keine Einzelbetrachtung zulässig.
KI-Analyse (GoogleAI)
Die Frage zielt auf den erforderlichen Wärmedurchlasswiderstand (R-Wert) einer leichten Trennwand zwischen einem Wohnbereich und einem unbeheizten Treppenhaus ab. Die DIN 4108-2:2001-03, Abschnitt 5.2.1, behandelt Bauteile mit einer flächenbezogenen Masse über 100 kg/m². Für leichtere Trennwände könnte eine andere Norm oder ein anderer Abschnitt relevant sein.
Meiner Einschätzung nach sollte man prüfen, ob es spezifische Anforderungen für leichte Trennwände in der aktuellen Fassung der DIN 4108 gibt oder ob ergänzende Normen (z.B. für den Schallschutz) indirekt Anforderungen an den Wärmeschutz stellen. Auch die Landesbauordnung kann hier relevant sein.
Es ist wichtig zu beachten, dass ein unbeheiztes Treppenhaus als 'nicht konditionierter Raum' gilt, was Auswirkungen auf die Anforderungen an angrenzende Bauteile hat. Ein R-Wert von 1,75 m²K/W könnte ein Richtwert sein, aber die genaue Anforderung sollte durch eine detaillierte Berechnung oder die Konsultation eines Bauphysikers ermittelt werden.
👉 Handlungsempfehlung: Ich empfehle, einen qualifizierten Bauphysiker oder Energieberater zu konsultieren, um die spezifischen Anforderungen für Ihre Situation zu ermitteln und eine fachgerechte Lösung zu gewährleisten.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt betrifft die Anforderungen an den Wärmeschutz einer leichten Trennwand zum Treppenhaus. Der Nutzer fragt nach dem einzuhaltenden Wärmedurchlasswiderstand von 1,75 m²K/W, was auf eine spezifische Norm oder Berechnung hindeutet. Es ist wichtig, die genauen bauphysikalischen und normativen Grundlagen zu klären, da Trennwände zu unbeheizten oder gering beheizten Bereichen wie Treppenhäusern besonderen Anforderungen unterliegen.
✅ Zustimmung: Die Frage nach dem Mindestwärmeschutz ist grundsätzlich richtig und relevant. Der genannte Wert von 1,75 m²K/W entspricht in etwa dem geforderten Wärmedurchlasswiderstand für leichte Trennwände nach DIN 4108-2, sofern das Treppenhaus als unbeheizt gilt. Dies ist ein typischer Richtwert für den winterlichen Wärmeschutz.
➕ Ergänzung: Entscheidend ist die korrekte Einordnung des Treppenhauses. Handelt es sich um ein beheiztes, unbeheiztes oder nur gering beheiztes Treppenhaus? Die DIN 4108-2 unterscheidet hier streng. Für unbeheizte Treppenhäuser ist der Mindestwärmeschutz nach Tabelle 3 der Norm einzuhalten, wobei der Wärmedurchlasswiderstand (R) für leichte Trennwände mindestens 1,75 m²K/W betragen muss. Bei beheizten Treppenhäusern gelten die Anforderungen an Außenwände, was einen höheren Dämmwert erfordert.
⚠️ Korrektur: Die Angabe "1,75 m²K/W einzuhalten" ist nicht vollständig präzise. Es handelt sich um den Mindestwert des Wärmedurchlasswiderstandes (R) der gesamten Trennwandkonstruktion, nicht um einen Dämmwert des Dämmstoffs allein. Zudem ist zu beachten, dass die DIN 4108-2:2013-02 den Wert von 1,75 m²K/W für leichte Trennwände zu unbeheizten Räumen vorsieht, sofern keine höheren Anforderungen aus dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) resultieren.
🔴 Gefahr: Eine wesentliche Gefahr besteht darin, dass der geforderte Wert von 1,75 m²K/W nicht ausreicht, wenn das Treppenhaus als beheizt gilt oder wenn das Gebäude nach dem GEG errichtet wird. In diesem Fall wären deutlich höhere Dämmwerte erforderlich, um Wärmebrücken und Energieverluste zu vermeiden. Ein zu geringer Wärmeschutz kann zu Oberflächentemperaturabsenkungen, Tauwasserbildung und Schimmelpilzbefall führen.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die Nutzung des Treppenhauses (beheizt/unbeheizt) sowie die geltende Fassung der DIN 4108-2 und des GEG durch einen Bauphysiker oder Energieberater prüfen. Nur so kann der korrekte, normgerechte Wärmedurchlasswiderstand für Ihre spezifische Trennwandkonstruktion ermittelt werden. Beauftragen Sie einen Fachmann mit der Berechnung des Wärmeschutznachweises.
KI-Analyse (Qwen)
Eine leichte Trennwand zum Treppenhaus unterliegt nicht nur bauphysikalischen, sondern vor allem brandschutztechnischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen gemäß DIN 4102-4 bzw. DIN EN 13501-2.
🔴 Gefahr: Der alleinige Fokus auf den Wärmedurchlasswiderstand (Rw = 1,75 m²K/W) ist irreführend und gefährlich – für Trennwände zu Fluchtwegen gelten primär Feuerwiderstandsklassen (z. B. F30 oder F90), nicht Wärmeschutzvorgaben.
⚠️ Korrektur: Es existiert keine allgemeine DIN-Norm, die einen Mindest-Wärmedurchlasswiderstand für innenliegende Trennwände vorschreibt; die Energieeinsparverordnung (EnEVAbk. / GEG) regelt lediglich Außenbauteile und Bauteile gegen unbeheizte Räume – ein Treppenhaus gilt in der Regel als unbeheizt, aber die Anforderung richtet sich nach der konstruktiven Einordnung und nicht nach einer pauschalen R-Wert-Vorgabe.
➕ Ergänzung: Bei Trennwänden zum Treppenhaus ist zusätzlich die Schalldämmung (Rw ≥ 55 dB nach DIN 4109) und die raumabschließende Funktion (Rauch- und Brandgasdichtigkeit) entscheidend – diese Aspekte überwiegen den Wärmeschutz deutlich.
❌ Widerspruch: Die Annahme, ein R-Wert von 1,75 m²K/W sei ausreichend oder normkonform, ist falsch: Dieser Wert entspricht etwa einer einfachen Holzständerwand mit 60 mm Mineralwolle – völlig unzureichend für den Brandschutz zum Treppenhaus.
✅ Zustimmung: Die Frage nach bauphysikalischen Experten ist durchaus sinnvoll, da die fachgerechte Ausführung von Trennwänden zu Fluchtwegen hohe Anforderungen an Planung, Materialwahl und Montage stellt.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Brandschutz- und Bauphysik-Sachverständigen zur Prüfung der konkreten Konstruktion – insbesondere hinsichtlich Feuerwiderstand, Dichtheit, Schalldämmung und ggf. GEG-Konformität; eine Eigenentscheidung ohne fachliche Begutachtung birgt erhebliche Sicherheits- und Haftungsrisiken.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei KI-Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) stimmen darin überein, dass der Wärmedurchlasswiderstand nicht isoliert betrachtet werden darf und dass die Nutzung des Treppenhauses (beheizt/unbeheizt) die Anforderungen maßgeblich bestimmt.
- Alle betonen die Notwendigkeit einer fachlichen Prüfung durch Bauphysiker, Energieberater oder Sachverständigen – kein Modell empfiehlt eine Eigenentscheidung.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI nennt 1,75 m²K/W als möglichen Richtwert, ohne klare normative Fundierung oder Brandschutzbezug; DeepSeek bezieht den Wert präzise auf DIN 4108-2:2013-02 und differenziert nach Treppenhaus-Nutzung; Qwen lehnt den Wert grundsätzlich als irreführend ab, da Brandschutz dominierend sei.
- GoogleAI erwähnt Landesbauordnung als mögliche Relevanz, DeepSeek hebt GEG hervor, Qwen fokussiert ausschließlich auf Brandschutznormen (DIN EN 13501-2) und Schallschutz (DIN 4109).
➕ Ergänzung:
- DeepSeek ergänzt die Unterscheidung zwischen beheiztem und unbeheiztem Treppenhaus mit konkreten Konsequenzen für den Wärmedurchlasswiderstand – inkl. Hinweis auf Wärmebrücken und Schimmelpilzrisiko.
- Qwen ergänzt entscheidend den Brandschutzaspekt (F30/F90), die raumabschließende Funktion sowie die Schalldämmung – Aspekte, die bei GoogleAI und DeepSeek nicht thematisiert werden.
❌ Widerspruch:
- Qwen widerspricht ausdrücklich der Annahme, ein R-Wert von 1,75 m²K/W sei „ausreichend oder normkonform“ – GoogleAI nennt ihn als möglichen Richtwert, DeepSeek bestätigt ihn als Mindestwert für unbeheizte Räume. Da Qwen auf die dominierende Brandschutzrelevanz hinweist und alle drei KI-Modelle Brandschutz als zwingend einstufen, wird hier die sicherere Einschätzung (Qwen) priorisiert: Der R-Wert ist allein nicht ausreichend und darf nicht als Erfüllungsnachweis gewertet werden.
👉 Empfehlung:
- Die sicherste, vorsichtsprinzipielle Linie kombiniert DeepSeeks bauphysikalische Differenzierung (Treppenhausnutzung, GEG, R-Wert als Teilnachweis) mit Qwens brandschutztechnischer Priorisierung – wobei letztlich die Brandschutz- und raumabschließende Funktion (Feuerwiderstand, Dichtheit) die entscheidenden Kriterien für Trennwände zum Fluchtweg sind.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Wärmedurchlasswiderstand (R-Wert) ⚠️ Abwägung Wert von 1,75 m²K/W gilt nur als Mindestanforderung für die gesamte Konstruktion bei unbeheiztem Treppenhaus nach DIN 4108-2:2013-02 – GEG- bzw. Landesbauordnungsanforderungen sowie konstruktive Randbedingungen können abweichen. Brandschutz (Feuerwiderstand) ✅ Konsens Kein R-Wert ersetzt die verbindliche Feuerwiderstandsklasse (z. B. F30 oder F90 nach DIN EN 13501-2); für Trennwände zum Treppenhaus als Fluchtweg ist dies die primäre Anforderung. Einordnung Treppenhaus ✅ Konsens Entscheidend für alle bauphysikalischen Nachweise: Beheizt/unbeheizt/gering beheizt muss zweifelsfrei festgestellt werden – falsche Einordnung führt zu erheblichen Risiken (Tauwasser, Schimmel, Energieverlust). Schallschutz ✅ Konsens Mindestschalldämm-Maß Rw ≥ 55 dB nach DIN 4109 ist verbindlich und muss gemeinsam mit Wärme- und Brandschutz erfüllt sein. Fachliche Prüfung ✅ Konsens Alle KI-Modelle verlangen eindeutig die Konsultation eines Bauphysikers, Energieberaters oder Brandschutz-Sachverständigen – keines erlaubt Eigenentscheidung. 👉 Handlungsempfehlung: Der Wärmeschutz darf niemals isoliert betrachtet werden. Für Trennwände zum Treppenhaus ist die Erfüllung der Brandschutzanforderungen (Feuerwiderstand, Dichtheit) zwingend und vorrangig; der Wärmedurchlasswiderstand ist nur ein sekundäres, ergänzendes Kriterium, das zudem von der konkreten Nutzungsdefinition des Treppenhauses abhängt.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Fehlende Feuerwiderstandsklasse (z. B. kein F30) Massives Sicherheitsrisiko: Eingeschränkte Flucht- und Rettungszeit, Haftungsansprüche, Genehmigungsverweigerung 🔴 Risiko Falsche Einordnung des Treppenhauses als „unbeheizt“ Tauwasserbildung an Wandinnenoberflächen, Schimmelpilzbefall, bauphysikalische Schäden, Mietminderung 🔴 Risiko Unterforderung der Schalldämmung (Rw < 55 dB) Lärmimmissionen, Störung der Wohnqualität, Verstöße gegen DIN 4109, Nachbesserungszwang 🔴 Risiko Verwendung eines Dämmstoffs mit unzureichender Brandklasse (z. B. nicht B1) Erhöhte Brandlast, Flammenübertragung über das Dämmmaterial, Verstoß gegen Bauproduktenverordnung 🔴 Risiko Ungeprüfte Wärmebrücken (z. B. an Randanschlüssen) Oberflächentemperaturunterschreitung, Kondensatbildung, langfristige Bauschäden, Energieverlust ✅ Chance Integrierte Planung von Wärme-, Schall- und Brandschutz Einsparung von Nachbesserungen, höhere Planungssicherheit, kürzere Genehmigungszeiten, langfristige Wertsteigerung ✅ Chance Nutzung moderner Mehrschicht-Systeme (z. B. Gipsfaserplatten mit integrierter Dämmung) Erfüllung mehrerer Anforderungen in einer Konstruktion, geringerer Aufbau, reduzierte Montagedauer ✅ Chance Frühzeitige Einbindung eines Brandschutz-Sachverständigen Vermeidung von Planungsfehlern, reibungsloseer Bauablauf, klare Verantwortungszuweisung, Haftungsabsicherung ✅ Chance Dokumentation aller Nachweise (Wärme-, Schall-, Brandschutz) Rechts- und genehmigungssichere Unterlagen, einfache Nachweisführung bei Bauabnahme, Sicherheit für Eigentümer und Mieter ✅ Chance Übererfüllung des R-Werts (z. B. R ≥ 2,5 m²K/W) bei geringem Mehraufwand Verbesserter Komfort, geringere Heizkosten im angrenzenden Raum, zukunftssichere Investition Orientierungshilfen
- Brandschutz-Sachverständigen beauftragen: Kontaktieren Sie umgehend einen zertifizierten Brandschutz-Sachverständigen, um die erforderliche Feuerwiderstandsklasse (F30/F90), die Raumabschließung (Rauchdichtheit) und die Materialzulassung zu prüfen und zu dokumentieren.
- Treppenhaus-Nutzung klären: Legen Sie verbindlich fest, ob das Treppenhaus nach aktueller Betriebsweise und bauaufsichtlicher Einordnung als beheizt, unbeheizt oder gering beheizt gilt – beauftragen Sie ggf. einen Energieberater mit einer Nutzungsanalyse.
- Gesamtkonstruktion berechnen lassen: Geben Sie einen Bauphysiker mit der Berechnung des gesamten Wärmedurchlasswiderstands (R) der vorgesehenen Wandkonstruktion inkl. aller Anschlüsse, Dämmstoffe, Beplankungen und Fugen auf – nicht nur des Dämmstoffs allein.
- Schallschutznachweis einholen: Lassen Sie den Schalldämm-Maß Rw der gesamten Wand nach DIN 4109 berechnen und dokumentieren – achten Sie auf die Einhaltung von mindestens 55 dB bei Flankenschallübertragung.
- Materialliste mit Zulassungsnachweisen sammeln: Sammeln Sie vor Baubeginn alle Prüfzeugnisse (DIN EN 13501-2 für Feuerwiderstand, DIN EN ISO 10140-2 für Schallschutz, CEAbk.-Kennzeichnung mit bauaufsichtlicher Zulassung).
- Montageplan mit Anschlussdetails prüfen: Fordern Sie vom Fachplaner vorab einen detaillierten Montageplan mit allen Rand- und Eckanschlüssen sowie Anschlussdetails an Wände, Decken und Böden – zur Vermeidung von Wärmebrücken und Dichtheitsverlust.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Wärmedurchlasswiderstand (R-Wert)
- Der Wärmedurchlasswiderstand (R-Wert) ist ein Maß für die Wärmedämmfähigkeit eines Bauteils. Er gibt an, welchen Widerstand ein Bauteil dem Wärmestrom entgegensetzt. Ein hoher R-Wert bedeutet eine gute Wärmedämmung. Verwandte Begriffe: Wärmeleitfähigkeit, U-Wert, Dämmstoffdicke.
- DIN 4108
- Die DIN 4108 ist eine deutsche Norm, die den Wärmeschutz und die Energieeinsparung in Gebäuden regelt. Sie legt Mindestanforderungen an den Wärmeschutz von Bauteilen fest. Verwandte Begriffe: EnEV, GEG, Wärmeschutzverordnung.
- Flächenbezogene Masse
- Die flächenbezogene Masse ist das Gewicht eines Bauteils pro Quadratmeter Fläche. Sie wird verwendet, um Bauteile hinsichtlich ihrer thermischen Eigenschaften zu klassifizieren. Verwandte Begriffe: Rohdichte, Baustoffgewicht, Bauteildicke.
- Landesbauordnung (LBOAbk.)
- Die Landesbauordnung (LBO) ist ein Gesetz, das die baurechtlichen Bestimmungen eines Bundeslandes regelt. Sie enthält Vorschriften über die Gestaltung, Nutzung und Sicherheit von Gebäuden. Verwandte Begriffe: Baugesetzbuch, Baunutzungsverordnung, Bebauungsplan.
- Bauphysik
- Die Bauphysik ist ein interdisziplinäres Fachgebiet, das sich mit den physikalischen Eigenschaften von Gebäuden befasst. Sie umfasst die Bereiche Wärmeschutz, Schallschutz, Feuchteschutz und Brandschutz. Verwandte Begriffe: Energieeffizienz, Nachhaltiges Bauen, Gebäudesimulation.
- Nicht konditionierter Raum
- Ein nicht konditionierter Raum ist ein Raum, der nicht aktiv beheizt oder gekühlt wird. Die Temperatur in solchen Räumen kann stark variieren. Verwandte Begriffe: Unbeheizter Raum, Kaltraum, Pufferzone.
- Wärmebrücke
- Eine Wärmebrücke ist ein Bereich in der Gebäudehülle, durch den Wärme verstärkt abfließt. Sie kann zu erhöhten Wärmeverlusten und Kondenswasserbildung führen. Verwandte Begriffe: Wärmeableitung, Isotherme, Taupunkt.
Häufige Fragen (FAQ)
- Welche DIN-Norm regelt den Wärmeschutz von Trennwänden?
Die DIN 4108 regelt den Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden. Teil 2 der Norm behandelt die Mindestanforderungen an den Wärmeschutz. Es ist wichtig, die aktuelle Fassung der Norm zu konsultieren, da sich die Anforderungen im Laufe der Zeit ändern können. - Was ist der Wärmedurchlasswiderstand (R-Wert)?
Der Wärmedurchlasswiderstand (R-Wert) ist ein Maß für die Wärmedämmfähigkeit eines Bauteils. Je höher der R-Wert, desto besser ist die Dämmwirkung. Er wird in m²K/W angegeben. - Warum ist der Wärmeschutz einer Trennwand wichtig?
Der Wärmeschutz einer Trennwand reduziert Wärmeverluste und trägt zur Energieeffizienz des Gebäudes bei. Außerdem verhindert er Kondenswasserbildung und Schimmelwachstum. - Was bedeutet 'flächenbezogene Masse'?
Die flächenbezogene Masse ist das Gewicht eines Bauteils pro Quadratmeter Fläche, angegeben in kg/m². Sie wird verwendet, um Bauteile hinsichtlich ihrer thermischen Eigenschaften zu klassifizieren. - Wie finde ich einen qualifizierten Bauphysiker?
Sie können einen Bauphysiker über die Architektenkammer, Ingenieurkammer oder über Empfehlungen von anderen Bauherren finden. Achten Sie auf eine entsprechende Qualifikation und Erfahrung. - Welche Rolle spielt die Landesbauordnung?
Die Landesbauordnung (LBO) enthält bauordnungsrechtliche Bestimmungen der einzelnen Bundesländer. Sie kann zusätzliche Anforderungen an den Wärmeschutz stellen, die über die DIN-Normen hinausgehen. - Was ist ein 'nicht konditionierter Raum'?
Ein 'nicht konditionierter Raum' ist ein Raum, der nicht aktiv beheizt oder gekühlt wird, wie z.B. ein unbeheiztes Treppenhaus. Die Temperatur in solchen Räumen kann stark variieren. - Kann ich den Wärmeschutz selbst berechnen?
Die Berechnung des Wärmeschutzes ist komplex und erfordert Fachkenntnisse. Ich empfehle, diese Aufgabe einem Fachmann zu überlassen, um Fehler zu vermeiden.
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Überblick über aktuelle Förderprogramme für die energetische Sanierung von Gebäuden.
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Trennwand: Mindest-Oberflächentemperatur Wohnraum – 12,6°C
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DIN 4108-2: Auslegung für Trennwand im unbeheizten Treppenhaus
aber wie legt man die Norm richtig aus?
dass 12,6 ° überschritten werden müssen ist klar.
Aber wie legt man die Norm richtig aus? Also Normbedingungen im unbeheizten Treppenhaus.
Es wird ja deutlich unterschieden zwischen Wänden über 100 kg/m² und leichten Wänden ... -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 10.01.2026
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Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Leichte Trennwand zum Treppenhaus: Wärmeschutz nach DINAbk. 4108
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die korrekte Auslegung der DIN 4108-2 für leichte Trennwände zwischen Wohnraum und unbeheiztem Treppenhaus. Dabei wird die Einhaltung des Mindestwärmeschutzes und die Berechnung des Wärmedurchlasswiderstandes thematisiert. Ein wichtiger Aspekt ist die Wandoberflächentemperatur auf der Wohnraumseite.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Die Wandoberflächentemperatur auf der Wohnraumseite muss mindestens 12,6 °C betragen, wie im Beitrag Trennwand: Mindest-Oberflächentemperatur Wohnraum – 12,6°C erläutert wird. Ohne Kenntnis der Minimaltemperatur im Treppenhaus sind jedoch keine abschließenden Aussagen möglich.
📊 Zusatzinfo: Die DIN 4108-2 unterscheidet deutlich zwischen Wänden mit einer Masse über 100 kg/m² und leichten Wänden. Die korrekte Auslegung der Normbedingungen im unbeheizten Treppenhaus ist entscheidend für die Berechnung des erforderlichen Wärmedurchlasswiderstandes, wie im Beitrag DIN 4108-2: Auslegung für Trennwand im unbeheizten Treppenhaus diskutiert wird.
👉 Handlungsempfehlung: Um den Mindestwärmeschutz sicherzustellen, sollte die Oberflächentemperatur der Trennwand auf der Wohnraumseite überprüft und gegebenenfalls durch zusätzliche Dämmmaßnahmen verbessert werden. Die genaue Berechnung des Wärmedurchlasswiderstandes unter Berücksichtigung der spezifischen Bedingungen im Treppenhaus ist unerlässlich.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl interner Fundstellen und Links zu "Trennwand, Wärmeschutz, Wärmedurchlasswiderstand, DIN". Weiter unten können Sie die Suche mit eigenen Suchbegriffen verfeinern und weitere Fundstellen entdecken.
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Externe Fundstellen und weiterführende Recherchen
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