Druckverlust Heizungsanlage Neubau: Ursachen, Dichtheitsprüfung & Lösungen?
In diesem Forum sind Sie: Bauphysik📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 10.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Ursachen für Druckverlust in einer neu gebauten Heizungsanlage während der Dichtheitsprüfung. Mögliche Ursachen sind Undichtigkeiten, Ausdehnung von Materialien, defekte Ausdehnungsgefäße oder Probleme mit Absperrventilen. Der korrekte Prüfdruck und die Vorgehensweise bei der Dichtheitsprüfung werden ebenfalls thematisiert. Abschließend wird die Akzeptanz eines stabilen Drucks nach anfänglichem Abfall diskutiert.
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Druckverlust Heizungsanlage Neubau: Ursachen, Dichtheitsprüfung & Lösungen?
Meine Heizung, Neubau, wird zurzeit abgedrückt, auf Dichtheit überprüft und der Druck bleibt nicht konstant.
Der Installateur hat die Heizkörper über die Rohrleitungen verbunden ohne Heizkessel, Pumpe und Druckausgleichbehälter. Dieses kurzgeschlossene System wurde mit Wasser gefüllt (nicht gespült), an den Entlüftungsventilen der Heizkörper entlüftet und mit 3 bar bzw. 3,25 bar Wasserdruck beaufschlagt. Über die Zeit fällt der Druck, obwohl keine Leckstelle durch Wasseraustritt zu finden ist. Ist das System jetzt doch dicht? Wieso aber hält sich der Druck nicht?
Druckverlauf über die Zeit:
1. Versuch 2. Versuch
Stunden Druck Stunden Druck
0 3 0 3,35
4 2,8 10,5 3,2
14,5 2,6 45 2,9
29 2,5 70 2,6
38,5 2,35 82,5 2,4
76 2,2 106,5 2,2
Gibt es hierfür irgend eine natürlich Erklärung? z.B. Luftdiffusion in das Wasser ergibt eine Volumenreduzierung respektive ein Druckabfall. Nur treten nicht normalerweise Sauerstoffanteile aus dem Wasser aus und erzeugen dann so eine Druckerhöhung? Das ist aber irgendwie auch unlogisch. Also ich habe keine Ahnung!
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Sicherheitshinweise: Druckverlust Heizung: Ursachen & Lösungen
🔴 Kritisch: Bei anhaltendem Druckverlust besteht die Gefahr von Wasserschäden am Gebäude. Umgehend Fachmann kontaktieren!
KI-Analyse (GoogleAI): Druckverlust Heizung: Ursachen & Lösungen
Ich verstehe, dass bei Ihrer neuen Heizung während der Dichtheitsprüfung ein Druckverlust auftritt. Da das System ohne Heizkessel, Pumpe und Druckausgleichsbehälter geprüft wird, ist es wichtig, einige Punkte zu beachten.
Ein leichter Druckabfall über die Zeit kann verschiedene Ursachen haben:
- Undichtigkeiten: Selbst kleinste Leckstellen an Verbindungen oder Heizkörpern können zu Druckverlust führen.
- Lufteinschlüsse: Restluft im System kann sich komprimieren und so den Druck senken.
- Temperatureffekte: Temperaturschwankungen des Wassers beeinflussen das Volumen und damit den Druck.
🔴 Gefahr: Ein deutlicher Druckabfall deutet auf eine größere Undichtigkeit hin, die zu Wasserschäden führen kann.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie das System von einem Fachmann überprüfen, um die Ursache des Druckverlusts zu finden und zu beheben. Eine erneute Dichtheitsprüfung nach Behebung der Mängel ist ratsam.
KI-Analyse (DeepSeek): Druckverlust Heizung: Ursachen & Lösungen
Der geschilderte Druckverlust in einer Neubau-Heizungsanlage ohne Kessel, Pumpe und Ausdehnungsgefäß ist ein typisches Phänomen, das nicht zwingend auf eine Undichtheit hindeutet. Die gemessenen Druckabfälle von etwa 0,8 bar über 76 Stunden bzw. 1,15 bar über 106 Stunden sind bei einem abgedrückten System ohne Ausdehnungsgefäß physikalisch erklärbar. Der Hauptgrund liegt in der Temperaturabhängigkeit des Wasserdrucks: Wenn das eingefüllte Wasser von einer höheren Temperatur (z.B. Raumtemperatur oder durch Reibung beim Befüllen) auf eine niedrigere Temperatur abkühlt, zieht es sich zusammen, was zu einem Druckabfall führt.
✅ Zustimmung: Die Vermutung des Nutzers, dass Luftdiffusion eine Rolle spielen könnte, ist grundsätzlich richtig. Gelöste Luft im Wasser kann bei Druckänderungen ausgasen oder sich wieder lösen, was das Volumen beeinflusst. Allerdings ist dieser Effekt im Vergleich zur thermischen Kontraktion meist zweitrangig.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass Sauerstoff aus dem Wasser austritt und eine Druckerhöhung verursacht, ist in diesem Kontext falsch. Bei einem geschlossenen, abgekühlten System sinkt der Druck, da sich das Wasser zusammenzieht. Ein Ausgasen von Sauerstoff würde nur bei Erwärmung oder Druckabfall auftreten, nicht bei Abkühlung.
➕ Ergänzung: Ein entscheidender Faktor ist das Fehlen eines Ausdehnungsgefäßes. In einem normalen Heizsystem kompensiert dieses Membranausdehnungsgefäß die Volumenänderungen des Wassers. Ohne dieses Bauteil reagiert der Druck extrem empfindlich auf kleinste Temperatur- oder Volumenänderungen. Zudem wurde das System nicht gespült, was bedeutet, dass sich noch Luftpolster in den Heizkörpern oder Rohren befinden können, die sich bei Druckänderungen ausdehnen oder zusammenziehen und so den Druckabfall verstärken.
🔴 Gefahr: Ein Druckabfall von über 1 bar in wenigen Tagen ist zwar erklärbar, sollte aber nicht ignoriert werden. Wenn nach dem Anschließen des Kessels und der Pumpe der Druck weiterhin fällt, besteht die Gefahr von Kavitation an der Pumpe oder von Betriebsstörungen. Eine echte Leckage kann nie vollständig ausgeschlossen werden, auch wenn kein Wasser austritt.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie das System nach dem Anschluss aller Komponenten (Kessel, Pumpe, Ausdehnungsgefäß) erneut befüllen und auf Betriebstemperatur bringen. Führen Sie eine professionelle Dichtheitsprüfung mit einem anerkannten Prüfverfahren (z.B. mit Druckluft und Schaummittel oder mit einem elektronischen Leckageortungsgerät) durch. Beauftragen Sie einen zertifizierten Heizungsfachbetrieb, der die Anlage gemäß VDIAbk. 6022 in Betrieb nimmt und die Druckhaltung überwacht. Nur so kann sichergestellt werden, dass das System dicht ist und einwandfrei funktioniert.
KI-Analyse (Qwen): Druckverlust Heizung: Ursachen & Lösungen
Bei der Dichtheitsprüfung einer Heizungsanlage im Neubau ist ein kontinuierlicher Druckabfall über mehrere Tage hinweg – trotz fehlender sichtbarer Leckstellen – ein klares Indiz für eine nicht ausreichende Dichtheit des Systems, unabhängig von physikalischen Spekulationen über Luftdiffusion oder Gasaustritt.
🔴 Gefahr: Ein Druckverlust von über 1,1 bar innerhalb von 106,5 Stunden bei einer Prüfdruckhöhe von 3,25 bar deutet auf mindestens eine signifikante Undichtheit hin – möglicherweise an Gewindeverbindungen, Schweißnähten, Armaturen oder Übergängen zu Heizkörpern. Solche Lecks können im Betrieb zu Wasserverlust, Korrosion, Luftansammlung, Heizungsstörungen und im Extremfall zu Schäden an Bauteilen oder Gebäudesubstanz führen.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass ein Druckabfall durch "Luftdiffusion ins Wasser" oder "Sauerstoffaustritt" erklärt werden könnte, ist physikalisch nicht haltbar: Wasser ist nahezu inkompressibel, gelöste Gase verursachen bei Druckprüfung keine messbaren Druckverringerungen über Tage – vielmehr würde eine Gasentwicklung bei Temperaturänderung tendenziell zu Druckanstieg führen, nicht zu Abfall.
➕ Ergänzung: Die Prüfung wurde zudem fehlerhaft durchgeführt: Ein Dichtheitsnachweis nach DINAbk. EN 14382 oder VDI 2078 erfordert ein vollständiges, entlüftetes System mit allen Komponenten (auch Kessel, Pumpe, Ausdehnungsgefäß), mindestens 24 Stunden Haltezeit bei Prüfdruck und dokumentierte Messung unter konstanten Temperaturbedingungen – nicht ein provisorisches Kurzschluss-System ohne Spülung und ohne Temperaturkontrolle.
✅ Zustimmung: Die Beobachtung, dass kein sichtbarer Wasseraustritt feststellbar ist, ist korrekt – viele Lecks (z. B. an Gewinden oder in Schweißnähten) treten erst unter Betriebsbedingungen oder bei Temperaturwechsel auf und sind bei kalter, statischer Prüfung nicht sichtbar.
❌ Widerspruch: Die Aussage "Ist das System jetzt doch dicht?" ist grundlegend falsch: Ein messbarer, reproduzierbarer Druckabfall ist per Definition ein Beweis für Undichtheit – die fehlende Sichtbarkeit des Lecks ändert daran nichts.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten SHK-Fachbetrieb oder einen anerkannten Sachverständigen für Heizungsanlagen, um eine normkonforme Dichtheitsprüfung gemäß DIN EN 14382 durchzuführen – inklusive vollständiger Systemmontage, Spülung, Entlüftung, Temperaturkontrolle und dokumentierter 24-Stunden-Haltephase; bis zur erfolgreichen Prüfung darf die Anlage nicht in Betrieb genommen werden.
📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Dichtheitsprüfung
- Eine Dichtheitsprüfung ist ein Verfahren, um die Dichtheit von Rohrleitungen und Behältern zu überprüfen. Dabei wird das System mit einem bestimmten Druck beaufschlagt und der Druckverlust über einen bestimmten Zeitraum gemessen. Verwandte Begriffe: Druckprüfung, Lecksuche, Druckabfall.
- Druckausgleichsbehälter
- Ein Druckausgleichsbehälter dient dazu, Volumenänderungen von Flüssigkeiten in geschlossenen Systemen auszugleichen, die durch Temperaturschwankungen entstehen. Er hält den Druck im System konstant. Verwandte Begriffe: Ausdehnungsgefäß, Membrangefäß, Vordruck.
- Entlüftungsventil
- Ein Entlüftungsventil ist ein Bauteil, das dazu dient, Luft aus einem Heizungssystem oder einer Wasserleitung zu entfernen. Luft im System kann zu Geräuschen, Druckverlust und Korrosion führen. Verwandte Begriffe: Heizkörperentlüfter, Schnellentlüfter, automatische Entlüftung.
- Heizkörper
- Ein Heizkörper ist ein Wärmeübertrager, der Wärme von einem Heizmedium (z.B. Wasser) an den Raum abgibt. Es gibt verschiedene Arten von Heizkörpern, z.B. Plattenheizkörper, Rippenheizkörper und Konvektoren. Verwandte Begriffe: Radiator, Konvektor, Flächenheizung.
- Manometer
- Ein Manometer ist ein Messgerät zur Bestimmung des Drucks in einem geschlossenen System. Es gibt verschiedene Arten von Manometern, z.B. mechanische und elektronische Manometer. Verwandte Begriffe: Druckmesser, Barometer, Vakuummeter.
- Rohrleitung
- Eine Rohrleitung ist ein Hohlkörper zur Förderung von Flüssigkeiten oder Gasen. Rohrleitungen werden aus verschiedenen Materialien hergestellt, z.B. Stahl, Kupfer oder Kunststoff. Verwandte Begriffe: Leitung, Rohr, Schlauch.
- Wasserdruck
- Der Wasserdruck ist der Druck, der durch das Gewicht des Wassers in einer Wasserleitung oder einem Behälter entsteht. Er wird in der Regel in Bar oder Pascal angegeben. Verwandte Begriffe: hydrostatischer Druck, Leitungsdruck, Systemdruck.
❓ Häufige Fragen (FAQ)
- Warum fällt der Druck in meiner Heizung während der Dichtheitsprüfung?
Der Druckabfall kann durch Undichtigkeiten, Lufteinschlüsse oder Temperatureffekte verursacht werden. Eine genaue Überprüfung ist notwendig, um die Ursache zu identifizieren. - Wie finde ich eine Leckstelle in der Heizungsanlage?
Suchen Sie nach feuchten Stellen an Verbindungen, Heizkörpern und Rohrleitungen. Ein Fachmann kann eine Druckprüfung mit speziellen Geräten durchführen, um auch kleinste Lecks zu orten. - Was bedeutet es, wenn Luft aus den Entlüftungsventilen kommt?
Luft im System kann zu Druckverlust und Geräuschen führen. Entlüften Sie die Heizkörper regelmäßig, um die Luft zu entfernen. - Kann ein Druckausgleichsbehälter den Druckverlust verhindern?
Ein Druckausgleichsbehälter dient dazu, Volumenänderungen des Wassers aufgrund von Temperaturschwankungen auszugleichen und den Druck konstant zu halten. Er ist jedoch nicht dafür ausgelegt, Undichtigkeiten zu kompensieren. - Wie lange sollte eine Dichtheitsprüfung dauern?
Eine Dichtheitsprüfung sollte in der Regel mehrere Stunden dauern, um auch geringe Druckverluste feststellen zu können. Die genaue Dauer hängt von der Größe und Komplexität der Anlage ab. - Welchen Druck sollte die Heizung bei der Dichtheitsprüfung haben?
Der Prüfdruck sollte höher sein als der spätere Betriebsdruck, um auch kleinste Undichtigkeiten aufzudecken. Die genauen Werte sind in den technischen Unterlagen der Anlage angegeben. - Was passiert, wenn der Druck zu hoch ist?
Ein zu hoher Druck kann zu Schäden an den Komponenten der Heizungsanlage führen. Achten Sie darauf, den zulässigen Maximaldruck nicht zu überschreiten. - Wer darf eine Dichtheitsprüfung durchführen?
Eine Dichtheitsprüfung sollte von einem qualifizierten Heizungsinstallateur durchgeführt werden, der über die notwendigen Kenntnisse und Geräte verfügt.
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Druckverlust Heizung: Undichtigkeit finden – Lecksuche!
undicht
wenn der Druck abfällt ist das System undicht!
Meines Wissens ist ein Prüfdruck von 3 bar auch noch zu gering! Ich glaube bei einer Heizung waren das ca. 5.0 bar, bei Wasser so ca. 15.0 bar Prüfdruck.
Wenn Ihr System gefüllt und richtig entlüftet ist dann müsste es den Druck halten, falls nicht hilft nur noch die Lecksuche ... -
Druckverlust Neubau: Ursachenforschung ohne sichtbare Lecks
Tja, Andre
Der Installateur windet sich wie ein Aal. Ich glaube ins Geheime verflucht er den Tag, an dem er das Manometer angebracht und über mehrere Tage vergessen hat. An einem Neubau in der Nachbarschaft zeigt sich jetzt das gleiche Phänomen. Die Nachbarschaft spricht ja miteinander.
Nur, es ist kein Leck zu finden! Zumindest keine feuchte Stelle. Alle T-Stücke und Heizkörperanschlussstücke wurden schon mehrfach überprüft.
Möglich währe noch, dass kein Wasser austritt, sondern eine Leckstelle Luft ablässt. Luftblasen im System. Nur, wie lässt sich das denn feststellen?
Gibt es eine Vorschrift, die sich über den einzustellenden Prüfdruck auslässt?
Übrigens, schade dass meine Tabelle so Misslungen ist. Ich hatte mir soviel Mühe gegeben mit den Abständen. Ich hoffe, dass sie auch so zu lesen ist. -
Druckverlust: Absperrventile prüfen – Rücklauf in Prüfgerät?
Sind irgendwo Absperrventile drin?
insbesondere zum Prüfgerät oder an eine andere Leitung. Kann es sein, dass Wasser wieder zurück in einen Tank der Prüfpresse läuft, bedingt durch ein nicht dichtes Absperrventil? -
Druckverlust Heizung: Druckabfall stoppen – Erfahrungen & Tipps
Ich hatte ein ähnliches Problem ...
allerdings mit 9 Jahre alter Heizung. Ich habe ein paar Sachen geändert (Heizkörperposition verändert ...) und dachte so zum Testen mach ich mal hoch auf 2,5 Bar ganz normal mit der Füllarmatur. Der Druck ist dann mit ca. 0.05 bis 0.1 Bar pro Tag gesunken und zwar trotz mehrmaligem Nachfüllen. Ab 2.05 Bar war es dann OK. Ich habe gesucht wie ein blöder und immer wieder befüllt und befüllt und dachte, irgendwann wird es irgendwo schon feucht werden. Nix war es. Danach die Heizung wieder mit 1.6 Bar in Betrieb genommen und den ganzen Winter durch kein millibar Gruck verloren ... komisch, oder?
Gruß Roland -
Heizungs-Prüfdruck: Korrekter Druck – Info vom Heizungsbauer
Prüfdruck ...
ich habe mich bei meinem Schwager (Heizungsbau) erkundigt.
Also, der Prüfdruck für Heizungen liegt bei dem 1,5-fachen des zulässigen Betriebsdrucks, bei Wasserleitungen beim 2-fachen des Betriebsdrucks. So macht er es zumindest.
Sollten Sie Kunststoffleitungen haben, so müssen diese unter Umständen anfangs 2-3 mal nachgepumpt werden (Ausdehnung des Materials) Danach sollte der Druck aber stabil stehen bleiben. -
Druckverlust: Manometer-Test – Geschlossenes System vs. Pumpe
Hallo Herr Sobotta stellen Sie sich ein in ...
Hallo Herr Sobotta, stellen Sie sich ein in sich geschlossenes Rohrsystem vor mit angeschlossenen Heizkörpern. Das einzige Prüfsystem ist das Manometer. Der Kreislauf wird (wurde), aus einem offenen Behälter mittels einer Tauchpumpe mit Wasser gefüllt und anschließend mit einer modifizierten Fußpumpe auf 3 bar Druck gebracht. Die Fußpumpe ist im Prinzip nichts anderes wie ein Notpumpe für das Reserverad vom Auto. Während des Pumpvorganges steht die Pumpe natürlich auch unter Wasser. Geht nur mit Gummistiefel oder bläcke Föß. Die Pumpe wird anschließend abmontiert. Daher ist der Anfangsdruck mal 3,0 bar und ein andermal 3,35 bar.
Herr Saur-Brosch, diese Stabilisierung bei etwa 2 bar scheint sich reproduzierbar zu bestätigen. Gestern wurde im Kellergeschoss der Estrich eingebracht (wenn's jetzt nicht dicht war, dann ist es eh zu spät), aber durch die Reaktionswärme des aushärtenden Estrichs stieg der Druck von 2,2 auf 2,3 bar wieder an. Bei einem in Betrieb befindlichen Heizkreislauf ist auch der Druckausgleichbehälter mit angeschlossen um Druck-Volumenveränderungen über die Temperatur zu kompensieren. Der unschöne Nebeneffekt dieses Behälters ist natürlich auch, kleine Leckstellen über die Zeit zu kompensieren, da verlorenes Volumen nachgefüllt wird. Ist alles was kompliziert.
An eine Leckstelle glaube ich mittlerweile auch nicht mehr. Dem Installateur sag ich das aber nicht, obwohl es ihn ganz schön nervt. Aber warum schickt er mir auch eine Rechnung ohne mir eine Betriebsabnahme präsentieren zu können. Der Heizkessel samt Zubehör ist nämlich noch nicht eingebaut.
Ich glaube eher an die mir selbst gebastelte These, dass Restluft im System durch den Druck in das Wasser diffundiert. Da Luft gegenüber Wasser höher kompressibel ist, fällt durch diese Volumenveränderung der Druck. Vielleicht findet diese Diffusion bei etwa 2 bar nicht mehr statt, sodass sich das ganze hier stabilisiert.
Das sind aber alles Mutmaßungen so aus dem Bauch heraus, gemischt mit etwas praktischer Erfahrung aus dem Hydraulik-Leben. Vielleicht findet sich ja doch noch jemand der uns das erklären kann, so a la "Das fliegende Klassenzimmer" Erklärung der Funktion einer Dampfmaschine.
Schönen Tag noch zusammen! -
Druckverlust: Ausdehnung bei Alu-Kunststoffleitungen möglich?
Herr Andre Danke für Ihre Info Es sind ...
Herr Andre, Danke für Ihre Info! Es sind keine Kunststoffleitungen, sondern Kunststoffbeschichtetet Aluminium-Leitungen mit innerem O-Ring und Quetschverbindungen. Worte des Meisters: "Die sind absolut dicht! "
Aber Ihre Bemerkung bezüglich Ausdehnung. Es kann ja auch sein, dass diese Ausdehnung an den Heizkörpern stattfindet. Denn 3 bis 2 bar auf die Heizkörperfläche projiziert ergibt ja auch eine ganz schöne Kraft. -
Dichtheitsprüfung: Heizkörper kurzschließen – Vorgehensweise
Heizkörper?
Na ich nehme doch an das die Heizkörper abgeklemmt sind! Diese sollten über ein kurzes Rohr "kurzgeschlossen" werden.
Das Rohr das Sie verwenden ist schon ein Kunststoffrohr, dies hat nur einen inneren AluminiumMantel. Beidseits vom Aluminium befindet sich Kunststoff. Das PressSystem ist, wenn es richtig ausgeführt wird, wirklich dicht, das stimmt. Aber es wird gern einmal in der Hektik des Gefechts eine Pressung vergessen. Um dies herauszufinden wird abgedrückt. -
Dichtheitsprüfung: Heizkörper anschließen – Notwendigkeit?
Aufklärung tut Not!
Es ist doch interessant wie tief man sich im Laufe eines Forums in die Materie verstricken kann.
Wieso sollen denn die Heizkörper kurzgeschlossen werden? Die Verrohrung ist doch durch den Vor- und Rücklauf (Vorlauf, Rücklauf) mit den Körpern verschraubt und die Dichtheit dieser Verschraubung muss doch auch geprüft werden. Bei der Prüfung sind die Thermostate voll geöffnet. -
Heizkörper: Kein Druckbehälter – Prüfdruck beachten!
der Heizkörper ...
der Heizkörper ist kein Druckbehälter!
Die 5 bar Prüfdruck könnten Ihn evtl. "aufblasen" Im normalen Betrieb einer Heizungsanlage wird ein hoher Druck nicht erreicht, spätestens bei 2,6 bar sollte das Sicherheitsventil ansprechen. Außerdem wird Ihnen der Heizkörper neu, dicht und geprüft geliefert.
In der Bauphase ist es doch vom Ablauf her eh günstiger die Rohre vor dem Estrich einzubringen, die Heizkörper hinterher. Und sinnvollerweise wird vor dem Estrich abgedrückt, denn der Sinn des Abdrückens besteht darin undichte Stellen zu finden solange diese noch zugänglich sind. Liegen die Rohre einmal im Estrich ist's zu spät!
Und die Verschraubung am Heizkörper wird zwar in diesem Fall nicht abgedrückt, dies ist aber nicht so kritisch da diese Stelle später jederzeit zugänglich ist. Sollte hier etwas undicht sein können Sie dies jederzeit nachziehen ... -
Druckverlust: Ausdehnungsgefäß prüfen – Defekte Membran?
Prüfen Sie mal
ob das Ausdehnungsgefäß noch intakt ist. Bei unsachgemäßer Füllung reißt die Membran, wonach auch bei äußerst geringen Wasserverlusten, die durch Diffusion an sonst wasserdichten Verbindungen entstehen, der Druck beachtlich abfällt. Merke:
das frühere offene Ausdehnungsgefäß war in dieser Hinsicht besser. -
Druckverlust Neubau: Druck stabil – Dichtheitsprüfung akzeptabel?
Ok, ich glaube wir lassen es gut sein.
Der Druck steht jetzt schon seit 4 Tagen bei etwa 2,2 bar und rührt sich nicht mehr. Es scheint das gleiche Phänomen zu sein wie im Beitrag Nr. 4 vom Herrn Roland Saur-Brosch.
Da im Dezember im Wohnzimmer der Weihnachtsbaum leuchten soll, ist der Estrich jetzt komplett drin und dünstet vor sich hin.
Der Installateur hat sich gegenüber dem Bauleiter schriftlich dokumentiert, dass die Heizung dicht ist. Im stillen muss ich Ihm ja recht geben, es war wirklich nichts an Feuchtigkeit zu entdecken oder zu fühlen.
Wirbel hat es zumindest genug gemacht, sodass es schon mal in der Bauakte in der Form des Schriftverkehrs festgehalten wurde. Bei der Endabnahme kann ich ja dann immer noch meine Bedenken darlegen. Zumindest habe ich bis jetzt offiziell den Zustand nicht akzeptiert.
Und mal ehrlich, wird bei einer solchen Dichtigkeitsprüfung wirklich über einen solchen Zeitraum und unter diesem Aufwand der Druck beobachtet? Ich glaube dass das ganze normalerweise über ein, zwei Stunden geht, nach Wasseraustritt gesucht wird und das war es dann.
Also meinen Dank an alle und noch ein paar schöne Sommertage! -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 10.01.2026
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💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Ursachen für Druckverlust in einer neu gebauten Heizungsanlage während der Dichtheitsprüfung. Mögliche Ursachen sind Undichtigkeiten, Ausdehnung von Materialien, defekte Ausdehnungsgefäße oder Probleme mit Absperrventilen. Der korrekte Prüfdruck und die Vorgehensweise bei der Dichtheitsprüfung werden ebenfalls thematisiert. Abschließend wird die Akzeptanz eines stabilen Drucks nach anfänglichem Abfall diskutiert.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut dem Beitrag Druckverlust Heizung: Undichtigkeit finden – Lecksuche! ist ein konstanter Druck bei der Dichtheitsprüfung essentiell. Ein Abfall deutet auf eine Undichtigkeit hin, die gefunden und behoben werden muss.
🔧 Praktische Umsetzung: Der Beitrag Dichtheitsprüfung: Heizkörper kurzschließen – Vorgehensweise beschreibt, wie Heizkörper während der Dichtheitsprüfung kurzgeschlossen werden sollten, um die Prüfung zu vereinfachen und Fehlerquellen zu minimieren.
📊 Fakten/Zahlen: Im Beitrag Heizungs-Prüfdruck: Korrekter Druck – Info vom Heizungsbauer wird der korrekte Prüfdruck für Heizungen und Wasserleitungen genannt, der das 1,5- bis 2-fache des zulässigen Betriebsdrucks betragen sollte. Dies ist wichtig, um die Dichtheit des Systems sicherzustellen.
✅ Zustimmung/Empfohlen: Der Beitrag Druckverlust Neubau: Druck stabil – Dichtheitsprüfung akzeptabel? deutet an, dass ein stabiler Druck nach anfänglichem Abfall akzeptabel sein kann, wenn keine weiteren Anzeichen für Undichtigkeiten vorliegen. Dies sollte jedoch im Einvernehmen mit dem Installateur und dem Bauleiter geschehen.
👉 Handlungsempfehlung: Überprüfen Sie das Ausdehnungsgefäß gemäß dem Beitrag Druckverlust: Ausdehnungsgefäß prüfen – Defekte Membran?, um sicherzustellen, dass es ordnungsgemäß funktioniert. Ein defektes Ausdehnungsgefäß kann zu Druckverlust führen, auch wenn keine tatsächliche Undichtigkeit vorliegt.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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