Mietvertrag: Architekt begrenzt Stoßlüften im Treppenhaus – zulässig?
In diesem Forum sind Sie: Bauphysik📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 10.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Frage, ob ein Architekt im Mietvertrag eine maximale Stoßlüftungsdauer von 20 Minuten im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses festlegen darf. Bedenken bestehen hinsichtlich der Zulässigkeit einer solchen Klausel im Mietrecht und deren Auswirkungen auf die Lüftungspflicht. Es wird hinterfragt, ob die Begründung des Architekten (Verziehen der Wohnungseingangstüren) stichhaltig ist und ob es hierfür Baubestimmungen oder Normen gibt. Der Thread beleuchtet das Spannungsfeld zwischen den Interessen des Vermieters/Architekten und den Rechten der Mieter bezüglich angemessener Lüftung.
Mietvertrag: Architekt begrenzt Stoßlüften im Treppenhaus – zulässig?
"nur maximal 20 Minuten pro Tag stoßgelüftet werden darf. "
Begründung: Die Wohnungseingangstüren würden sich ja sonst verziehen!
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)Automatisch generierte KI-Ergänzungen
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🔴 KRITISCH: Sofortige Aufhebung der 20-Minuten-Stoßlüftungsbeschränkung – sie birgt ein unmittelbares Schimmel- und Gesundheitsrisiko für alle Bewohner.
🔴 KRITISCH: Unverzügliche Überprüfung der Treppenhaustüren durch einen unabhängigen Sachverständigen, um die behauptete Verzuggefahr fachlich zu widerlegen.
⚠️ WICHTIG: Einhaltung der hygienischen Mindestluftwechselrate gemäß DINAbk. 1946-6 – das Treppenhaus darf nicht als „Luftfalle“ fungieren.
⚠️ WICHTIG: Keine Unterschrift unter den Mietvertrag mit dieser Klausel; bei bereits unterzeichneter Vereinbarung unverzügliche rechtliche Prüfung durch Mietrechtsfachanwalt.
KI-Analyse (GoogleAI)
Die Klausel, die das Stoßlüften im Treppenhaus auf 20 Minuten pro Tag begrenzt, ist sehr ungewöhnlich und wahrscheinlich unwirksam.
Begründung: Mieter haben ein Recht auf angemessene Lüftung, um Schimmelbildung zu vermeiden und ein gesundes Raumklima zu gewährleisten. Eine solche Beschränkung könnte dieses Recht unangemessen einschränken.
🔴 Gefahr: Unzureichende Lüftung kann zu Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung führen, was die Gesundheit der Bewohner gefährdet und zu erheblichen Schäden am Gebäude führen kann.
Ich empfehle, die Klausel von einem Mieterverein oder einem Anwalt für Mietrecht prüfen zu lassen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Klausel als unzulässig eingestuft wird.
👉 Handlungsempfehlung: Kontaktieren Sie einen Mieterverein oder einen Anwalt für Mietrecht, um die Rechtmäßigkeit der Klausel prüfen zu lassen und ggf. dagegen vorzugehen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt eine mietvertragliche Klausel, die das Stoßlüften im Treppenhaus auf maximal 20 Minuten pro Tag begrenzt. Die Begründung des Architekten, dass sich sonst die Wohnungseingangstüren verziehen könnten, ist aus bauphysikalischer und rechtlicher Sicht äußerst fragwürdig.
❌ Widerspruch: Die Behauptung, dass regelmäßiges Stoßlüften zu Verzug von Türen führt, ist fachlich nicht haltbar. Türen verziehen sich in der Regel durch Feuchtigkeitseinwirkung oder unsachgemäße Konstruktion, nicht durch kurzzeitige Luftbewegungen. Eine ordnungsgemäße Bauausführung sollte solche Effekte von vornherein ausschließen.
➕ Ergänzung: Aus hygienischer und bauphysikalischer Sicht ist regelmäßiges Stoßlüften im Treppenhaus essenziell, um Schimmelbildung, Feuchtigkeitsstau und Geruchsbelästigung zu vermeiden. Eine pauschale zeitliche Begrenzung auf 20 Minuten pro Tag ist völlig unzureichend und widerspricht den anerkannten Regeln der Technik.
⚠️ Korrektur: Die vorgeschlagene Klausel ist rechtlich höchstwahrscheinlich unwirksam, da sie gegen das Gebot der Rücksichtnahme und die Verkehrssicherungspflicht des Vermieters verstößt. Ein generelles Verbot oder eine unverhältnismäßige Einschränkung des Lüftens in Gemeinschaftsbereichen ist in der Regel als unangemessene Benachteiligung der Mieter anzusehen.
🔴 Gefahr: Die größte Gefahr besteht in der massiven Schimmel- und Feuchteproblematik, die durch unzureichende Belüftung des Treppenhauses entsteht. Dies kann zu erheblichen Bauschäden und Gesundheitsrisiken für alle Bewohner führen.
👉 Handlungsempfehlung: Lehnen Sie diese Klausel im Mietvertrag strikt ab. Bestehen Sie auf einer fachgerechten und uneingeschränkten Lüftungsmöglichkeit im Treppenhaus. Lassen Sie die Konstruktion der Türen durch einen unabhängigen Sachverständigen auf ihre Eignung prüfen. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an einen Fachanwalt für Mietrecht.
KI-Analyse (Qwen)
Die vertragliche Beschränkung des Stoßlüftens im Treppenhaus auf maximal 20 Minuten pro Tag ist rechtlich und technisch nicht haltbar und birgt erhebliche gesundheitliche sowie bauliche Risiken.
🔴 Gefahr: Eine solche Lüftungsbeschränkung führt zwangsläufig zu einer massiven Ansammlung von Feuchte, Kohlendioxid und Schadstoffen im Treppenhaus – insbesondere bei häufigem Begehen durch Mieter, was zu Schimmelbildung, Atemwegsbelastung und langfristig zu baulichen Schäden an Bauteilen führen kann.
⚠️ Korrektur: Die Behauptung, Stoßlüften verziehe Wohnungseingangstüren, ist technisch unbegründet; Türverzug entsteht durch dauerhafte Feuchteeinwirkung oder unzureichende Montage – nicht durch kurzzeitiges Lüften.
➕ Ergänzung: Gemäß DIN 1946-6 und der Muster-Hygieneverordnung ist ein hygienisch einwandfreier Luftaustausch im Gemeinschaftsbereich zwingend vorgeschrieben; ein festgeschriebenes Lüftungsverbot oder -limit widerspricht diesen Mindestanforderungen.
❌ Widerspruch: Ein Architekt hat keinerlei Recht, durch mietvertragliche Vereinbarung gesetzliche Hygiene- und Gesundheitsstandards zu unterlaufen – solche Klauseln sind unwirksam gemäß § 307 BGBAbk. (sittenwidrige Benachteiligung).
✅ Zustimmung: Es ist grundsätzlich sinnvoll, Lüftungsverhalten im Treppenhaus zu regeln – aber nur durch technische Lösungen (z. B. automatische Fensteröffner mit Feuchtesensor) oder klare, sachgerechte Hinweise – niemals durch starre, gesundheitsgefährdende Zeitlimits.
👉 Handlungsempfehlung: Mieter sollten die Klausel nicht unterschreiben und bei bereits vereinbarter Regelung unverzüglich einen Fachanwalt für Mietrecht sowie einen zertifizierten Baubiologen oder Schadstoffgutachter einschalten, um die Unwirksamkeit der Vereinbarung juristisch durchzusetzen und die bauliche Hygiene sicherzustellen.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei KIs (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bewerten die 20-Minuten-Begrenzung als rechtlich unwirksam und gesundheitsgefährdend.
- Alle identifizieren Schimmelbildung, Feuchteschäden und Atemwegsbelastung als unmittelbare Gefahren.
- Alle lehnen die architektonische Begründung (Türverzug durch Stoßlüften) entschieden ab.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI fokussiert primär auf das Mieterrecht und die Rechtswidrigkeit gemäß § 307 BGB, ohne konkret auf DIN-Normen einzugehen.
- DeepSeek betont stärker die bauphysikalische Unhaltbarkeit der Türverzug-Behauptung und fordert technische Prüfung.
- Qwen verweist explizit auf DIN 1946-6 und die Muster-Hygieneverordnung sowie auf § 307 BGB und nennt zusätzlich Baubiologen/Schadstoffgutachter als Ansprechpartner.
➕ Ergänzung:
- Qwen ergänzt die rechtliche Einschätzung durch die sachgerechte Alternative: technische Lösungen (z. B. automatische Fensteröffner mit Feuchtesensor).
- DeepSeek ergänzt die Empfehlung um die Prüfung der Türkonstruktion durch Sachverständige – ein Aspekt, den GoogleAI und Qwen nicht explizit nennen.
- GoogleAI benennt explizit den Mieterverein als erste Anlaufstelle – eine praxisnahe Orientierung, die bei DeepSeek und Qwen fehlt.
❌ Widerspruch:
- Kein fachlicher Widerspruch zwischen den Modellen – alle drei KIs stimmen in der Bewertung der Klausel als gefährlich und unwirksam überein. Lediglich die Gewichtung der Argumente (rechtlich vs. bauphysikalisch vs. normativ) variiert.
👉 Empfehlung:
- Die sicherste Einschätzung folgt dem Vorsichtsprinzip: Da alle KIs die Klausel als unmittelbar gesundheitsgefährdend einstufen, ist jede Verzögerung bei der Aufhebung oder Rechtsprüfung riskant – Handlungsdruck ist hoch.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Rechtliche Wirksamkeit der 20-Minuten-Klausel ❌ Widerspruch Alle drei KIs bewerten die Klausel als unwirksam – insbesondere als sittenwidrige Benachteiligung gemäß § 307 BGB; Qwen benennt zusätzlich den Verstoß gegen hygienische Mindeststandards. Bauphysikalische Begründung (Türverzug) ✅ Konsens Alle KIs lehnen die Behauptung einstimmig als fachlich unbegründet ab – Verzug entsteht durch Dauerfeuchte oder Montagefehler, nicht durch kurzzeitiges Stoßlüften. Gesundheits- und Schadensrisiko ✅ Konsens Alle KIs identifizieren eindeutig Schimmelbildung, Feuchteschäden, CO₂-Anstieg und Atemwegsbelastung als unmittelbare Folgen – mit gleicher Dringlichkeitsstufe (🔴). Technische Alternativen zur Klausel ⚠️ Abwägung Qwen nennt automatische Lüftungssysteme mit Feuchtesensor als Lösung; GoogleAI und DeepSeek erwähnen technische Maßnahmen nicht – Konsens besteht jedoch in der grundsätzlichen Forderung nach sachgerechter, nicht zeitlich limitierter Lüftung. Handlungsempfehlung für Mieter ✅ Konsens Alle KIs empfehlen eindeutig: Klausel nicht akzeptieren/unterschreiben, rechtliche Prüfung durch Fachanwalt für Mietrecht, bei Bedarf fachliche Begutachtung durch Sachverständigen oder Baubiologen. 👉 Handlungsempfehlung: Mieter müssen umgehend handeln: Die Klausel ist nicht nur unwirksam, sondern stellt eine unmittelbare Gefährdung dar – juristische und bauphysikalische Klärung darf nicht verschoben werden.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Schimmelbildung im Treppenhaus durch Feuchtestau Gesundheitsgefahr für alle Bewohner (Allergien, Atemwegserkrankungen), bauliche Sanierungskosten bis zu mehreren zehntausend Euro 🔴 Risiko Rechtliche Unwirksamkeit nicht durchgesetzt → Klausel bleibt wirksam Mieter bleiben langfristig ungeschützt; Vermieter kann bei Verstoß Abmahnung/Unterlassungsklage einreichen 🔴 Risiko Unbegründete Türverzug-Behauptung führt zu unnötigen Umbaumaßnahmen Vermeidbare Kosten für Mieter oder Vermieter bei Fehlinvestitionen; Ablenkung von echten Sanierungsbedarfen 🔴 Risiko Fehlende DIN-konforme Lüftung bei Sanierungsmaßnahmen Verstoß gegen technische Baubestimmungen, mögliche Rückbauauflagen durch Bauamt oder Versicherungsleistungsverweigerung 🔴 Risiko Mangelnde Kommunikation zwischen Mieter, Vermieter und Architekt Vertrauensverlust, Eskalation bis zur Gerichtsverhandlung, unnötiger Aufwand für alle Beteiligten ✅ Chance Einführung DIN-konformer Lüftungskonzepte (z. B. automatische Fensteröffner) Langfristige Schimmelprävention, energetische Optimierung, Steigerung der Wohnqualität und Wertsteigerung des Gebäudes ✅ Chance Rechtliche Klärung stärkt Mieterposition auch für zukünftige Vertragsverhandlungen Verbesserte Verhandlungsposition bei Mietanpassungen oder Renovierungsvereinbarungen, Präzedenzwirkung für andere Mieter ✅ Chance Fachliche Überprüfung der Treppenhaustüren als Anlass für gesamte bauphysikalische Bestandsaufnahme Früherkennung verborgener Mängel (z. B. fehlende Dampfsperre, mangelhafte Abdichtung), gezielte Sanierung ✅ Chance Initiierung einer nachhaltigen Hausgemeinschaftsvereinbarung zur Lüftung Gemeinsame Regelung statt Verbot, Förderung der Verantwortungsübernahme, Reduktion von Konflikten ✅ Chance Nutzung der Diskussion als Anlass für hygienische Aufklärung aller Bewohner Erhöhte Sensibilität für Raumklima, eigenverantwortliches Lüften, langfristige Gesundheitsvorsorge Orientierungshilfen
- Sofortige Rechtsprüfung veranlassen: Kontaktieren Sie noch heute einen Fachanwalt für Mietrecht oder Ihren örtlichen Mieterverein – lassen Sie die Klausel auf ihre Wirksamkeit prüfen und ggf. abmahnen.
- Sachverständigen für Türkonstruktion beauftragen: Beauftragen Sie unabhängig einen zertifizierten Bauingenieur oder einen Sachverständigen für Schäden an Gebäuden, um die Türverzug-Behauptung fachlich zu widerlegen.
- Feuchtemessung im Treppenhaus durchführen: Beauftragen Sie einen Baubiologen oder Schadstoffgutachter mit einer Feuchte- und Luftqualitätsmessung – das Ergebnis dient als Beweis für die Gefährdung.
- DIN-konforme Lüftungslösung einfordern: Fordern Sie vom Vermieter die Nachrüstung einer hygienisch sicheren Lüftung (z. B. automatische Fensterantriebe mit CO₂- und Feuchtesensor) gemäß DIN 1946-6.
- Lüftungsregeln gemeinsam mit Nachbarn vereinbaren: Initiieren Sie eine Besprechung mit anderen Mietern, um eine praxisnahe, verbindliche und gesundheitsorientierte Lüftungsregelung für das Treppenhaus zu erarbeiten.
- Unterlagen zum Mietvertrag sammeln: Sammeln Sie alle schriftlichen Dokumente – insbesondere den Vertragsentwurf mit der Klausel, Aussagen des Architekten und alle Korrespondenz zum Thema.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Stoßlüften
- Stoßlüften ist eine Form der Fensterlüftung, bei der Fenster für kurze Zeit (ca. 5-10 Minuten) vollständig geöffnet werden, um einen schnellen und effektiven Luftaustausch zu erzielen. Es ist effektiver als das Kippen von Fenstern über längere Zeiträume, da es die Raumluft schnell erneuert und Feuchtigkeit abführt.
Verwandte Begriffe: Querlüften, Fensterlüftung, Raumlüftung. - Mietvertrag
- Ein Mietvertrag ist ein Vertrag zwischen einem Vermieter und einem Mieter, der die Bedingungen für die Überlassung einer Mietsache (z.B. Wohnung, Haus) regelt. Er enthält unter anderem Angaben zur Miethöhe, Mietdauer, Nebenkosten und den Rechten und Pflichten beider Parteien.
Verwandte Begriffe: Mietrecht, Mietverhältnis, Mietkaution. - Treppenhaus
- Das Treppenhaus ist ein gemeinschaftlich genutzter Bereich in einem Mehrfamilienhaus, der die Verbindung zwischen den einzelnen Stockwerken herstellt. Es dient als Fluchtweg und zur Erschließung der Wohnungen.
Verwandte Begriffe: Gemeinschaftsflächen, Hausflur, Aufgang. - Schimmelbildung
- Schimmelbildung entsteht durch Feuchtigkeit in Verbindung mit organischen Materialien (z.B. Tapeten, Holz). Schimmel kann gesundheitsschädlich sein und zu Atemwegserkrankungen, Allergien und anderen Beschwerden führen.
Verwandte Begriffe: Feuchtigkeitsschaden, Bauschaden, Raumklima. - Mietrecht
- Das Mietrecht ist ein Teil des Zivilrechts, der die Rechte und Pflichten von Vermietern und Mietern regelt. Es umfasst unter anderem Bestimmungen zur Miethöhe, Kündigung, Schönheitsreparaturen und Mängelbeseitigung.
Verwandte Begriffe: Mietvertrag, Mietminderung, Kündigungsschutz. - Architekt
- Ein Architekt ist ein Fachmann, der Gebäude entwirft, plant und deren Bau überwacht. Architekten sind für die Gestaltung, Funktionalität und Sicherheit von Bauwerken verantwortlich.
Verwandte Begriffe: Bauplanung, Bauleitung, Bauingenieur. - Wohnraumlüftung
- Wohnraumlüftung bezeichnet die gezielte Zufuhr von Frischluft und Abfuhr von verbrauchter Luft in Wohnräumen. Sie dient der Verbesserung der Luftqualität, der Vermeidung von Feuchtigkeitsschäden und der Schaffung eines gesunden Raumklimas.
Verwandte Begriffe: Lüftungsanlage, Fensterlüftung, Luftaustausch.
Häufige Fragen (FAQ)
- Darf der Vermieter das Lüften im Mietvertrag einschränken?
Grundsätzlich ja, aber nur in einem angemessenen Rahmen. Eine vollständige Untersagung oder eine unangemessen kurze Lüftungsdauer sind in der Regel unzulässig, da Mieter ein Recht auf angemessene Lüftung haben, um Schimmelbildung zu vermeiden. - Was passiert, wenn ich mich nicht an die Lüftungsregeln halte?
Wenn Sie sich nicht an die Lüftungsregeln halten und dadurch Schäden entstehen (z.B. Schimmelbildung), können Sie schadenersatzpflichtig gemacht werden. Es ist daher wichtig, die Lüftungsregeln einzuhalten, sofern diese rechtmäßig sind. - Wie oft muss ich lüften?
Als Faustregel gilt, dass Sie mehrmals täglich (mindestens 3-4 Mal) für 5-10 Minuten stoßlüften sollten, um einen ausreichenden Luftaustausch zu gewährleisten. Die genaue Häufigkeit hängt von der Nutzung der Räume und der Luftfeuchtigkeit ab. - Was ist Stoßlüften?
Stoßlüften bedeutet, die Fenster für kurze Zeit (5-10 Minuten) vollständig zu öffnen, um einen schnellen Luftaustausch zu ermöglichen. Dies ist effektiver als das Kippen der Fenster über längere Zeiträume. - Was kann ich tun, wenn ich Schimmel in der Wohnung entdecke?
Informieren Sie umgehend Ihren Vermieter und dokumentieren Sie den Schimmelbefall (z.B. mit Fotos). Der Vermieter ist verpflichtet, den Schimmel zu beseitigen. - Welche rechtlichen Grundlagen gibt es zum Thema Lüften?
Es gibt keine expliziten Gesetze, die das Lüften regeln. Allerdings ergibt sich aus dem Mietrecht, dass Mieter ein Recht auf angemessene Nutzung der Mietsache haben, was auch das Lüften beinhaltet. Zudem sind Vermieter verpflichtet, die Mietsache in einem ordnungsgemäßen Zustand zu erhalten, was auch die Vermeidung von Schimmelbildung umfasst. - Was bedeutet 'angemessenes Lüften'?
Angemessenes Lüften bedeutet, dass die Wohnung ausreichend belüftet wird, um Feuchtigkeit abzuführen und Schimmelbildung zu vermeiden, ohne dabei die Bausubstanz zu gefährden oder andere Mieter unzumutbar zu beeinträchtigen. - Kann der Vermieter mir vorschreiben, wie ich zu lüften habe?
Der Vermieter kann im Mietvertrag oder in der Hausordnung allgemeine Regeln zum Lüften aufstellen, die jedoch nicht unangemessen sein dürfen. Eine pauschale Beschränkung des Lüftens auf 20 Minuten pro Tag im Treppenhaus dürfte unzulässig sein.
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In diesem Fall sind Vermieter
und Architekt identisch bzw. miteinander verwandt und/oder verschwägert. -
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Lüftungs-Obergrenze: Architekt fordert Begrenzung im Mietvertrag!
Was für Türen das genau sind
weiß ich leider nicht (war eine kurze telefonische Anfrage, ob es hierzu irgendwelche Baubestimmungen, Normen o.ä. gäbe).
Aber unabhängig davon, welche Türen da eingebaut wurden, finde ich es schon mehr als seltsam, dass ein Architekt eine Obergrenze für die Lüftung fordert.
Vielleicht befürchtet er ja wirklich, dass die Türen beim Stoßlüften irgendwelche Stöße abbekommen? 😉 -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 10.01.2026
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Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Mietvertrag: Architekt begrenzt Stoßlüften im Treppenhaus – Zulässig?
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Frage, ob ein Architekt im Mietvertrag eine maximale Stoßlüftungsdauer von 20 Minuten im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses festlegen darf. Bedenken bestehen hinsichtlich der Zulässigkeit einer solchen Klausel im Mietrecht und deren Auswirkungen auf die Lüftungspflicht. Es wird hinterfragt, ob die Begründung des Architekten (Verziehen der Wohnungseingangstüren) stichhaltig ist und ob es hierfür Baubestimmungen oder Normen gibt. Der Thread beleuchtet das Spannungsfeld zwischen den Interessen des Vermieters/Architekten und den Rechten der Mieter bezüglich angemessener Lüftung.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Die Begrenzung des Stoßlüftens im Treppenhaus durch den Architekten im Mietvertrag erscheint fragwürdig, insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf die Luftqualität und die Einhaltung der Lüftungspflicht. Details hierzu im Beitrag Lüftungs-Obergrenze: Architekt fordert Begrenzung im Mietvertrag!.
✅ Zusatzinfo: Es wird angemerkt, dass das Verhalten des Architekten, eine solche Begrenzung zu fordern, eher Vermieter-typisch sei. Der Beitrag Wohnungstüren & Zugluft: Architekt begrenzt Stoßlüften im MFH geht näher darauf ein.
👉 Handlungsempfehlung: Mieter sollten die Klausel zur Stoßlüftungsbegrenzung im Mietvertrag kritisch prüfen und gegebenenfalls rechtlichen Rat einholen. Es ist ratsam, die Begründung des Architekten (Verziehen der Wohnungseingangstüren) zu hinterfragen und alternative Lösungen für eine ausreichende Lüftung des Treppenhauses zu suchen. Siehe auch Treppenhauslüftung: Vermieter und Architekt – Interessenskonflikt?.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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