Baupfusch Perimeterdämmung: Rechtliche Schritte, Mangelanzeige & Kosten bei zu geringer Dämmstärke?
In diesem Forum sind Sie: Architekt / Architektur📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 08.01.2026
Bei mangelhafter Perimeterdämmung (zu geringe Dämmstärke) besteht Anspruch auf Kostenerstattung. Der Architekt ist nicht befugt, Verträge eigenmächtig zu ändern. Ein EnEV-Nachweis ist wichtig zur Klärung der geschuldeten Dämmleistung. Die rechtliche Bewertung erfordert genaue Kenntnis der Aktenlage. Bei einem Baupfusch sollte eine Mangelanzeige erfolgen.
Baupfusch Perimeterdämmung: Rechtliche Schritte, Mangelanzeige & Kosten bei zu geringer Dämmstärke?
Ich mache es kurz: statt 6 cm Perimeterdämmung/Drainplatte habe ich am Haus 2,8 cm Drainplatte. Der Bauunternehmer hatte das als Mangel anerkannt, wollte sogar die austauschen. Plötzlich weigert er sich, da er angeblich mit dem 1. Architekten das so abgesprochen hat, was im seinen Bautagebuch steht (war davon bei der Bauabnahme keine Rede).
Wir
1. wissen nicht davon,
2. würden unsere Zustimmung nie geben, da wir auf die Kellerdämmung verzichten würden
3. Im Endrechnung stehen die ursprünglich geplannte 6 cm Platten, keine 2,8 cm
Da wir noch nicht bezahlt haben, können wir reagieren ... Da die Kosten um 1000 € liegen, wollte ich mir den teuren RA zuerst sparen..
Ich weiß, es ist eine rechtliche Frage, aber trotzdem vielleicht Laienmeinung?
Danke, Thomas Grünbeck
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)Automatisch generierte KI-Ergänzungen
BauKI Hinweis:
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Sofortige bauphysikalische Prüfung durch zertifizierten Bausachverständigen erforderlich – Risiko von Kondensatbildung, Schimmel, Wärmebrücken und Bausubstanzschäden ist hoch.
🔴 KRITISCH: Verstoß gegen die GEG (Gebäudeenergiegesetz) vorliegend – unzureichende Dämmung gefährdet die Energieeffizienzanforderungen und kann zukünftige Verkaufs- oder Belegungsvorgänge rechtlich behindern.
⚠️ WICHTIG: Keine Abnahme des Mangels dokumentieren – der Kellerbereich darf erst nach fachgerechter Nachbesserung und schriftlicher Abnahme freigegeben werden.
⚠️ WICHTIG: Keine Zahlung der Schlussrechnung vor Mängelbehebung; Zurückbehaltungsrecht gemäß § 320 BGBAbk. besteht bis zur vollständigen Mangelbeseitigung.
⚠️ WICHTIG: Alle Kommunikation mit dem Bauunternehmer ausschließlich schriftlich führen – mündliche Vereinbarungen mit Architekten oder anderen Beteiligten sind für den Auftraggeber nicht bindend.
KI-Analyse (GoogleAI)
Der Fall schildert einen klaren Mangel: Die vereinbarte Dämmstärke der Perimeterdämmung wurde nicht eingehalten. Dies kann zu erhöhten Heizkosten, Feuchtigkeitsproblemen und Bauschäden führen.
🔴 Gefahr: Eine zu geringe Dämmstärke kann langfristig zu Feuchtigkeitsschäden im Kellerbereich führen, was die Bausubstanz gefährdet.
Ich empfehle folgende Schritte:
- Mangelanzeige: Setzen Sie dem Bauunternehmer schriftlich eine Frist zur Nachbesserung. Dokumentieren Sie den Mangel detailliert (Fotos, Bautagebuch).
- Beweissicherung: Beauftragen Sie einen Bausachverständigen mit der Erstellung eines Gutachtens. Dieses dient als Grundlage für weitere Schritte.
- Rechtliche Beratung: Konsultieren Sie einen Anwalt für Baurecht. Dieser kann Ihre Rechte prüfen und Sie bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche unterstützen.
Die angebliche Absprache des Bauunternehmers mit dem Architekten entbindet ihn nicht von seiner vertraglichen Verpflichtung gegenüber Ihnen, sofern im Bauvertrag eine bestimmte Dämmstärke vereinbart wurde.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die Dämmstärke von einem unabhängigen Bausachverständigen prüfen und fordern Sie den Bauunternehmer schriftlich zur Nachbesserung auf. Ziehen Sie einen Anwalt für Baurecht hinzu.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt einen klassischen Fall von Bauausführung, die von der vertraglich vereinbarten Leistung abweicht. Statt der vereinbarten 6 cm Perimeterdämmung wurden nur 2,8 cm Drainplatten verbaut, was eine erhebliche Minderung der Dämmwirkung darstellt. Die nachträgliche Berufung des Bauunternehmers auf eine angebliche Absprache mit dem Architekten ist rechtlich problematisch, da diese Absprache weder dokumentiert noch dem Bauherrn bekannt gegeben wurde.
🔴 Gefahr: Die zu geringe Dämmstärke kann zu erheblichen bauphysikalischen Schäden führen. Eine unzureichende Perimeterdämmung erhöht das Risiko von Wärmebrücken, Kondensatbildung und Schimmelbildung im Kellerbereich. Dies kann langfristig die Bausubstanz gefährden und zu hohen Sanierungskosten führen.
✅ Zustimmung: Die Entscheidung, die Schlussrechnung aufgrund des Mangels zurückzuhalten, ist aus rechtlicher Sicht nachvollziehbar und ein probates Druckmittel. Der Bauherr hat ein Zurückbehaltungsrecht gemäß § 320 BGB, bis der Mangel beseitigt ist.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass ein Rechtsanwalt bei einem Streitwert von 1.000 Euro zu teuer sei, ist ein Trugschluss. Die Kosten für eine anwaltliche Erstberatung sind gesetzlich gedeckelt (ca. 190 Euro netto) und können im Falle eines Prozesses vom Gegner zurückgefordert werden. Zudem können die Folgekosten eines Baumangels den Streitwert schnell um ein Vielfaches übersteigen.
➕ Ergänzung: Es ist dringend zu empfehlen, den Mangel schriftlich zu dokumentieren und eine Frist zur Nachbesserung zu setzen. Die angebliche Absprache mit dem Architekten ist für den Bauherrn nicht bindend, da dieser ohne ausdrückliche Vollmacht keine nachteiligen Änderungen am Vertrag vornehmen darf. Die Rechnungsposition von 6 cm Platten bei tatsächlichem Einbau von 2,8 cm Platten stellt zudem einen Abrechnungsbetrug dar.
👉 Handlungsempfehlung: Setzen Sie dem Bauunternehmer umgehend eine schriftliche Frist von 14 Tagen zur fachgerechten Nachbesserung auf Kosten des Unternehmers. Beauftragen Sie parallel einen Bausachverständigen mit der Erstellung eines Mängelgutachtens, um die Minderung der Dämmwirkung und mögliche Folgeschäden zu dokumentieren. Ziehen Sie die Einschaltung eines Fachanwalts für Bau- und Architektenrecht in Betracht, um Ihre Ansprüche rechtssicher durchzusetzen.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt beschreibt einen gravierenden baulichen Mangel: Die installierte Perimeterdämmung weist mit 2,8 cm weniger als die halbe Dicke der vertraglich vereinbarten und in der Endrechnung ausgewiesenen 6 cm auf – ein eklatanter Abweichung von der vertraglichen Leistungspflicht.
🔴 Gefahr: Eine derart stark reduzierte Dämmstärke führt zu erheblichen Wärmebrücken, erhöhtem Heizenergieverbrauch, Kondensatbildung im Kellerbereich und langfristig zu Schimmelpilzbildung sowie Feuchteschäden an der Baukonstruktion – insbesondere bei nicht ausreichend entwässerter Perimeterdämmung.
🔴 Gefahr: Die fehlende Dämmleistung verletzt zudem die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEVAbk. bzw. GEG), was bei zukünftigen Verkauf oder Belegungswechsel zu rechtlichen und wertmindernden Konsequenzen führen kann.
⚠️ Korrektur: Die Behauptung des Bauunternehmers, eine Abweichung sei mit dem Architekten 'abgesprochen' worden, ist ohne schriftliche, vom Auftraggeber ausdrücklich genehmigte Änderungsvereinbarung rechtlich irrelevant – mündliche Absprachen oder Eintragungen im Bautagebuch binden den Auftraggeber nicht.
➕ Ergänzung: Die fehlende Zustimmung des Auftraggebers, die Abweichung in der Endrechnung und die Nichtabnahme des Mangels stärken die Rechtsposition deutlich – es liegt ein offensichtlicher, nicht abgenommener Mangel vor, der zur Nachbesserung oder Minderung berechtigt.
➕ Ergänzung: Die Tatsache, dass die 6-cm-Dämmung in der Endrechnung ausgewiesen ist, stellt einen weiteren Indizienbeweis für die vertragliche Vereinbarung dar und könnte bei einer Klage als Beweis für die Leistungsverpflichtung herangezogen werden.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen unabhängigen, zertifizierten Sachverständigen für Bauphysik oder Energieeffizienz, um die tatsächliche Dämmstärke, die bauphysikalischen Folgen und die erforderliche Nachbesserung fachlich zu dokumentieren – dies ist zwingende Voraussetzung für alle weiteren rechtlichen Schritte.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen: Es liegt ein gravierender, vertraglich relevanter Mangel vor – 2,8 cm statt vereinbarter 6 cm Perimeterdämmung.
- Alle drei identifizieren dieselbe bauphysikalische Gefahr: Kondensatbildung, Schimmel, Wärmebrücken, Bausubstanzschäden.
- Alle drei fordern eine schriftliche Mangelanzeige mit Nachbesserungsfrist und beauftragten Sachverständigen als unverzichtbare Erstmaßnahme.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI erwähnt keine konkrete gesetzliche Grundlage für das Zurückbehaltungsrecht – DeepSeek und Qwen benennen explizit § 320 BGB.
- GoogleAI nennt keine konkrete Fristdauer; DeepSeek empfiehlt explizit „14 Tage“, Qwen spricht allgemein von „unverzüglicher“ Fristsetzung.
➕ Ergänzung:
- Qwen fügt den Verstoß gegen das GEG (Gebäudeenergiegesetz) als rechtlich relevante Konsequenz hinzu – GoogleAI und DeepSeek erwähnen dies nicht.
- DeepSeek hebt die mögliche rechtliche Qualifizierung der Abrechnung als „Abrechnungsbetrug“ hervor – GoogleAI und Qwen thematisieren dies nicht.
- Qwen betont die Bedeutung der fehlerhaften Rechnungsstellung (6 cm ausgewiesen, 2,8 cm verbaut) als Beweismittel – DeepSeek erwähnt dies knapp, GoogleAI nicht.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI suggeriert, ein Rechtsanwalt sei „optional“ („kann hinzugezogen werden“); DeepSeek und Qwen betonen konsequent die Rechtssicherheit durch Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht – Vorsichtsprinzip führt zur Priorisierung der sichereren Einschätzung: Anwaltskonsultation ist nicht optional, sondern dringend empfohlen.
👉 Empfehlung: Alle drei Modelle sind sich einig: Mangel ist offensichtlich, nicht abgenommen, nicht genehmigt und rechtlich durchsetzbar. Die sicherste Handlungsempfehlung ist die Kombination aus sofortigem Sachverständigen-Gutachten, schriftlicher Nachbesserungsaufforderung mit 14-tägiger Frist und anwaltlicher Begleitung ab dem ersten Kontakt.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Mangelhafte Dämmstärke (2,8 cm statt 6 cm) ✅ Alle drei KI-Modelle stimmen überein: Klare vertragliche Vertragsverletzung mit gravierendem bauphysikalischem Risiko. Bauphysikalische Folgen ✅ Einigkeit: Kondensatbildung, Schimmelbildung, Wärmebrücken, Feuchteschäden am Mauerwerk und langfristige Bausubstanzgefährdung. Rechtliche Einordnung der Architekten-Absprache ✅ Einigkeit: Mündliche Absprachen binden den Auftraggeber nicht – fehlende schriftliche, vom Bauherrn genehmigte Änderungsvereinbarung macht die Abweichung unwirksam. Zurückbehaltungsrecht bei Schlussrechnung ✅ DeepSeek und Qwen nennen § 320 BGB explizit; GoogleAI impliziert es – Konsens: Recht besteht und ist wirksam durchsetzbar. Gebäudeenergiegesetz (GEG)-Verstoß ⚠️ Nur Qwen benennt diesen explizit; GoogleAI und DeepSeek erwähnen Energieeffizienzprobleme, aber keine rechtliche GEG-Relevanz – daher Abwägung: Risiko besteht, ist aber nicht vollständig konsensfähig. Abrechnungsbetrug ❌ Nur DeepSeek führt diesen Begriff – GoogleAI und Qwen fokussieren auf Mangel und Abweichung, nicht auf strafrechtliche Einordnung – Widerspruch ohne Konsens. 👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Bausachverständigen, dokumentieren Sie den Mangel schriftlich mit Fristsetzung (14 Tage), behalten Sie die Schlussrechnung bis zur fachgerechten Nachbesserung zurück und konsultieren Sie einen Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht – dies entspricht dem KI-Konsens und berücksichtigt sämtliche Risiken.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Kondenswasserbildung im Keller Schimmelbildung, gesundheitliche Belastung, Sanierungskosten ab 5.000 € 🔴 Risiko Verstoß gegen GEG / Energieeffizienzanforderungen Ablehnung bei Darlehensvergabe, Wertminderung beim Verkauf, behördliche Sanktionen 🔴 Risiko Wärmebrücken an Perimeterwand Dauerhaft erhöhte Heizkosten (20–40 %), thermische Unbehaglichkeit, Bauschäden durch Frostwechsel 🔴 Risiko Unzureichende Dokumentation führt zu Beweisnot Keine Durchsetzung von Minderung oder Nachbesserung vor Gericht 🔴 Risiko Nachträgliche Dämmung bei bestehendem Baukörper Extrem kostenintensiv (bis zu 15.000 €), erfordert Erdarbeiten, Entkernung, Trockenlegung ✅ Chance Rechtzeitige Intervention vor Kellerabnahme Kostenlose Nachbesserung durch Bauunternehmer, kein Eigenrisiko für Sanierung ✅ Chance Schriftliche Mangelanzeige mit Frist Stärkt rechtliche Position, ermöglicht gerichtliche Durchsetzung ohne Beweislastnachweis ✅ Chance Gutachterlicher Nachweis der Dämmdefizite Berechtigung zu Minderung (bis zu 100 % der Dämmposition), Anspruch auf Schadensersatz ✅ Chance Nutzung des Zurückbehaltungsrechts Effektives Druckmittel ohne rechtliche Risiken, volle Rückzahlungssicherheit ✅ Chance Rechtliche Klärung durch Fachanwalt Vermeidung langwieriger Auseinandersetzungen, schnelle außergerichtliche Einigung durch klare Rechtslage Orientierungshilfen
- Sofort Sachverständigen beauftragen: Kontaktieren Sie einen zertifizierten Bausachverständigen (z. B. über die Bundesarchitektenkammer oder den BVS) zur Dokumentation des Dämmdefizits – vor Ort-Termin innerhalb von 3 Werktagen vereinbaren.
- Schriftliche Mangelanzeige versenden: Formulieren Sie eine klare, datierte Mangelanzeige mit Fristsetzung (14 Tage) und Einladung zur Besichtigung – versenden per Einschreiben mit Rückschein.
- Schlussrechnung zurückhalten: Überweisen Sie keine Zahlung – vermerken Sie im Überweisungstext: „Zurückbehaltung gemäß § 320 BGB wegen nicht abgenommenem Mangel an Perimeterdämmung“.
- Rechtsanwalt für Bau- und Architektenrecht konsultieren: Vereinbaren Sie innerhalb von 5 Werktagen ein Erstgespräch – nutzen Sie den gesetzlichen Kostenrahmen (max. 190 € netto) für die anwaltliche Bewertung.
- Alle Unterlagen sammeln: Sammeln Sie Bauvertrag, Leistungsbeschreibung, Rechnungskopien, Bautagebuch-Auszüge, Fotos der Dämmung – in einer Mappe mit Stichworten und Datum sortiert.
- Mündliche Absprachen ignorieren: Akzeptieren Sie keinerlei mündliche Zusagen oder Vertragsänderungen durch Architekten oder Bauunternehmer – fordern Sie stets schriftliche, vom Auftraggeber genehmigte Änderungsvereinbarungen.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Perimeterdämmung
- Die Perimeterdämmung ist die Dämmung der erdberührten Bauteile eines Gebäudes, wie Kellerwände und Bodenplatten. Sie dient dem Schutz vor Wärmeverlusten und Feuchtigkeit. Verwandte Begriffe: Wärmedämmung, Kellerdämmung, Feuchtigkeitssperre.
- Mangelanzeige
- Die Mangelanzeige ist eine schriftliche Mitteilung an den Auftragnehmer, in der ein Mangel an der erbrachten Leistung gerügt wird. Sie ist Voraussetzung für die Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen. Verwandte Begriffe: Gewährleistung, Nacherfüllung, Schadensersatz.
- Bausachverständiger
- Ein Bausachverständiger ist eine Person mit besonderer Fachkenntnis im Bauwesen, die Gutachten erstellt und Bauherren berät. Er kann Baumängel beurteilen und Sanierungsvorschläge machen. Verwandte Begriffe: Gutachter, Sachverständiger, Bauwesen.
- Bauvertrag
- Ein Bauvertrag ist ein Vertrag zwischen einem Bauherrn und einem Bauunternehmer über die Errichtung eines Bauwerks. Er regelt die Rechte und Pflichten beider Parteien. Verwandte Begriffe: Werkvertrag, VOBAbk., BGB.
- Gewährleistung
- Die Gewährleistung ist die gesetzliche Verpflichtung des Auftragnehmers, für Mängel an seiner Leistung einzustehen. Sie beträgt in der Regel fünf Jahre bei Bauwerken. Verwandte Begriffe: Mangel, Nacherfüllung, Verjährung.
- Bautagebuch
- Das Bautagebuch ist eine fortlaufende Dokumentation des Baugeschehens. Es dient als Nachweis für die erbrachten Leistungen und als Grundlage für die Abrechnung. Verwandte Begriffe: Baudokumentation, Baustellenbericht, Protokoll.
- Bauabnahme
- Die Bauabnahme ist die förmliche Übergabe des Bauwerks vom Auftragnehmer an den Auftraggeber. Mit der Abnahme beginnt die Gewährleistungsfrist. Verwandte Begriffe: Übergabe, Inbesitznahme, Mängelprotokoll.
Häufige Fragen (FAQ)
- Frage: Was ist Perimeterdämmung?
Antwort: Perimeterdämmung ist die Dämmung der erdberührten Bauteile eines Gebäudes, also hauptsächlich Kellerwände und Bodenplatten. Sie schützt vor Wärmeverlusten und Feuchtigkeit. - Frage: Welche Folgen hat eine zu geringe Dämmstärke?
Antwort: Eine zu geringe Dämmstärke führt zu höheren Heizkosten, da mehr Wärme verloren geht. Zudem steigt das Risiko von Kondenswasserbildung und Schimmelbefall, was die Bausubstanz schädigen kann. - Frage: Was ist eine Mangelanzeige?
Antwort: Eine Mangelanzeige ist eine schriftliche Mitteilung an den Bauunternehmer, in der ein Mangel am Bauwerk gerügt wird. Sie setzt den Unternehmer in Verzug und gibt ihm die Möglichkeit zur Nachbesserung. - Frage: Was macht ein Bausachverständiger?
Antwort: Ein Bausachverständiger untersucht Bauschäden und Baumängel, erstellt Gutachten und berät Bauherren bei technischen Fragen. Er kann die Ursache eines Mangels feststellen und Lösungsvorschläge unterbreiten. - Frage: Welche Rechte habe ich bei einem Baumangel?
Antwort: Bei einem Baumangel haben Sie grundsätzlich das Recht auf Nacherfüllung, also die Beseitigung des Mangels durch den Bauunternehmer. Wenn die Nacherfüllung fehlschlägt oder unzumutbar ist, können Sie den Kaufpreis mindern oder vom Vertrag zurücktreten. - Frage: Kann ich Schadensersatz fordern?
Antwort: Ja, wenn Ihnen durch den Baumangel ein Schaden entstanden ist (z.B. erhöhte Heizkosten), können Sie Schadensersatz vom Bauunternehmer fordern. - Frage: Was ist ein Bautagebuch?
Antwort: Ein Bautagebuch ist eine fortlaufende Dokumentation des Baufortschritts. Es enthält Angaben zu den ausgeführten Arbeiten, den verwendeten Materialien, den Wetterbedingungen und eventuellen Problemen. Es dient als Beweismittel bei Streitigkeiten. - Frage: Was ist die Bauabnahme?
Antwort: Die Bauabnahme ist die förmliche Übergabe des Bauwerks vom Bauunternehmer an den Bauherrn. Mit der Abnahme beginnt die Gewährleistungsfrist.
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Perimeterdämmung: Drainplatte – Keine Dämmwirkung & Kostenerstattung!
Zu 2.
Eine Drainplatte hatte KEINE Dämmwirkung (oder besser nur eine sehr geringe, so lange sie nass ist). Also das Sparargument schon mal abgehakt.
Wenn 6 cm angeboten und 2,8 eingebaut, ist die Ersparnis zu erstatten, ob vom Architekt "erlaubt" oder nicht!
Was sagt denn der Architekt dazu - oder sagt er nix, weil es mittlerweile Nr. 2 gibt? -
Perimeterdämmung: Vertragliche Dämmstärke, EnEV-Nachweis & Architekt!
Fragen zum Thema :
(1) Stärke von 60 mm vertraglich geschuldet (Belege vorhanden)?
(2) Was steht im EnEVAbk.-Nachweis?
(3) Was sagt der Architekt dazu?
(4) Ist bekannt, wie hoch die Kosten für den Austausch der Dämmung sind?
(5) Welche Leistungsphasen waren dem Architekten beauftragt und wer ist der Auftraggeber?
Meine Laienmeinung :
(a) Der Architekt ist rechtlich normalerweise nicht befugt, Verträge zu ändern: Architektenvertrag prüfen
(b) Wenn im EnEV Nachweis 60 mm gefordert werden, müssen da auch 60 mm hin ... -
Baupfusch: Architekt gekündigt – Fehlende Dämmung im Leistungsverzeichnis!
Also der 1. Architekt
Also der 1. Architekt ist gekündigt worden und wir haben keinen Kontakt mehr mit dem. Er war mit LPAbk. 1-8 beauftragt, hat aber schlecht gearbeitet und trat uns gegenüber sehr aggressiv auf. z.B. :
Den Leistungsverzeichnis hat der mit ihm befreundete Bauunternehmer erstellt und dort leider keine Dämmung, nur die 6 cm dicke Dränplatten stehen. Den haben wir auf Empfehlung von dem 1 Architekt unterschrieben ... Die fehlende Dämmung u.a. Sachen hatte der 1. Architekt übersehen trotz Prüfung.
Jetzt aber haben wir in der Endrechnung 6 cm dicke Dränplatten, am Haus 2,8 cm Drainageplatten und der BU, nachdem seine Mängelbeseitigungspflicht vorbei ist, weigert sich die zu entfernen, da er die dünneren Platten nach der Absprache mit dem 1. Architekt angebracht hat ...
Davon war aber vor der Bauabnahme, während der Bauabnahme und nach der Bauabnahme keine Rede.
Wir wollten die Dämmung als Nachtrag machen, das will der Bauunternehmer nicht.
Danke für Ihre Gedanken Thomas -
Perimeterdämmung: Rechtliche Bewertung erfordert Aktenkenntnis!
Wenn's so iss ...
Wenn's so iss ist es eine rein rechtliche Frage und kann hier - ohne genaue Kenntnis der "Aktenlage" - nicht sicher beantwortet werden.
Freundliche Grüße -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 08.01.2026
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 08.01.2026
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Perimeterdämmung Baupfusch: Rechte, Kosten & Mangelanzeige
💡 Kernaussagen: Bei mangelhafter Perimeterdämmung (zu geringe Dämmstärke) besteht Anspruch auf Kostenerstattung. Der Architekt ist nicht befugt, Verträge eigenmächtig zu ändern. Ein EnEVAbk.-Nachweis ist wichtig zur Klärung der geschuldeten Dämmleistung. Die rechtliche Bewertung erfordert genaue Kenntnis der Aktenlage. Bei einem Baupfusch sollte eine Mangelanzeige erfolgen.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut Perimeterdämmung: Drainplatte – Keine Dämmwirkung & Kostenerstattung! hat eine Drainplatte allein keine nennenswerte Dämmwirkung. Die Ersparnis durch die geringere Dämmstärke ist zu erstatten, unabhängig von Absprachen mit dem Architekten.
📊 Zusatzinfo: Die vertraglich geschuldete Dämmstärke (60 mm) muss durch Belege nachweisbar sein. Der EnEV-Nachweis gibt Aufschluss über die energetischen Anforderungen. Die Kosten für den Austausch der Dämmung sollten ermittelt werden.
👉 Handlungsempfehlung: Prüfen Sie den EnEV-Nachweis und die vertraglichen Vereinbarungen zur Dämmstärke. Klären Sie die Verantwortlichkeiten des Architekten. Beachten Sie den Beitrag Perimeterdämmung: Vertragliche Dämmstärke, EnEV-Nachweis & Architekt!. Bei Unklarheiten sollte rechtlicher Rat eingeholt werden, wie im Beitrag Perimeterdämmung: Rechtliche Bewertung erfordert Aktenkenntnis! betont wird.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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